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Thema: Schwankender Leerlauf nach Vergaserwechsel


  1. #1
    Schwarzfahrer
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    Standard Schwankender Leerlauf nach Vergaserwechsel

    Hallo,

    ich habe mir einen neuen BVF (bzw. MZA)-Vergaser gekauft: 16N1-12 für meine KR51/2.

    Hintergrund:
    - Den Vergaser habe ich nach der Senfglasmethode gut auf die Sollwerte eingestellt.
    - Tank entrostet, Benzinhahn gereinigt
    - Zündkerze gewechselt
    - Zündfunke geprüft, stark und vorhanden
    - Schwalbe mit E-Zündung
    - Gaszug/Choke haben 1-2mm Spiel

    Nun meine Frage:
    - ich bekomme keinen sauberen Leerlauf hin, die Drehzahl schwankt sehr stark
    - entweder geht die Schwalbe aus oder sie dreht plötzlich unvermittelt richtig hoch
    - an ein Einstellen des Vergasers ist nicht zu denken, da eine stabile Drehzahl kaum erreicht wird
    - nach 30 Minuten warmfahren unter Volllast bringt sofortiges Einstellen des Vergasers durch Drehen an der Leerlaufluft-Regulierungsschraube (in 1/4-Umdrehungs-Schritten) fast nichts. Der Einfluss der Schraube ist kaum spürbar, die Drehzahlerhöhung durch Schraubenverdrehen könnte auch aus dem normalen (derzeit schlechten) Leerlaufverhalten kommen
    - die Schwalbe lässt sich nach einem Tag stehen nicht ankicken, nur Anschieben hilft
    - der alte, leider aber völlig undichte, 16N1-12 Vergaser hat übrigens an der selben Schwalbe einen super stabilen Leerlauf.

    Ich bin ratlos, wo kann ich noch nach Fehlern suchen?

    Danke für Eure Hilfe!

  2. #2
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Standard

    Die Beschreibung schreit eigentlich nach Nebenluft.
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  3. #3
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Standard

    Moin MechMike

    Hast Du mit dem neuen Vergaser auch eine
    neue Isolierscheibe und zwei Dichtungen am Flansch verbaut?

    BTW: Wo ist denn der alte Vergaser undicht?


    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  4. #4
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Ich habe nur eine (aber neue) Isolierung verwendet (dick, rot, aus Pappe). Aber sowohl beim alten als auch beim neuen Vergaser. Der alte Vergaser war genau dort am Flansch zum Zylinder und an der Vergaserwanne undicht.


    Den Nebenlufttest werde ich mal durch Einsprühen mit Bremsenreiniger von den neuralgischen Verbindungsstellen durchführen.

  5. #5
    Museumsdirektor Avatar von Kai71
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    Standard

    Die dicke rote Isolierscheibe ist ein Glasfaserverbund mit schlechten Dichteigenschaften. Leg besser je eine Papierdichtung davor und dahinter.

    Wenn Du den alten Gaser wieder flott machst ? Der Flansch kann auf einer
    mit Schleifpapier belegten ebenen Fläche geglättet/geplant werden
    und wenn das Oberteil nicht zu stark verzogen ist,
    kriegt man die Wanne mit ner Gummidichtung auch wieder hin.
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  6. #6
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Neue Vergaser muss man zuerst komplett zerlegen, alles durchspülen und -pusten. Da sind immer reichlich Metallspäne und auch ganze Fetzen vom Bohren und Gewindeschneiden drin. Dabei vergiss die Düsen nicht.

  7. #7
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Hey Leute,
    vielen Dank für die ganzen Tipps! Tatsächlich scheint es Nebenluft gewesen zu sein. Jedenfalls hatte ich die Dichtungsteile mit Bremsenreiniger eingesprüht, was zu einem sofortigen Drehzahlanstieg führte. Habe nun zwei dünne Papierdichtungen dazugepackt und alle Schrauben nochmal etwas fester angezogen. Und siehe da: nahezu vollständig stabiler Leerlauf. Den Rest hatte ich dann mit den ganz normalen Tipps zum Einstellen des Vergasers hinbekommen.

    Also: tausend Dank ans Forum und Euch!

    Grüße!

  8. #8
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Standard

    Es ist manchmal wirklich erstaunlich, wie plötzlich alles funktioniert, wenn man es nur richtig macht.
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  9. #9
    Kettenblattschleifer Avatar von Jackalized
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    Schrauben nicht zu feste anziehen. Das Vergasermaterial ist weicher als man denken mag und so verzieht man sich ruckzuck wieder den Flansch.
    Federringe unter die Muttern und etwa Handfest (oder nur einen kleinen Ticken mehr) reicht da völlig aus :)
    Ich würde auch die Abil Dichtungen für Flansch und Wanne empfehlen, die halten super und dichten super ab.

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