
Zitat von
Restaurator
Ich bin ein wenig schockiert, über deine Äußerungen. Entweder du hast wirklich keine Ahnung, oder du willst andere für dumm verkaufen!
Besagter (...) bietet als "Dienstleistung" in einem anderen Forum, Motorenregenerierungen für 80€ an. Nach seinen Angaben macht er mehr als 100 Motoren im Jahr. Die Kontaktaufnahme geschieht per pn. Wenn er in seinem normalen Beruf Urlaub oder sonst wie unpässlich ist, schreibt er in dem Forum, das bis zum .... Auftrags-Stopp herrscht, und in dieser Zeit auch keine Mails beantwortet werden usw.
Von einer Gefälligkeit, oder Hilfe unter Freunden kann hier also keine Rede mehr sein. Wer also gegen Bezahlung eine Dienstleistung anbietet und ausübt, für die er wie hier erforderlich, keine Genehmigung hat macht sich dem Straftatbestand der gewerbsmäßigen Schwarzarbeit schuldig! Das gilt übrigens auch für diejenigen, die z.B. ein Gewerbe als Teile-Händler anmelden, und dann gegen Bezahlung an Mopeds schrauben! Ohne einen Eintrag in die Handwerksrolle darf niemand an Mopeds schrauben!
Wenn derjenige darüber hinaus seine Einnahmen auch nicht versteuert, erfüllt das den Tatbestand der Steuerhinterziehung, die auch als Schwarzarbeit betrachtet wird. Jedoch sind das zwei paar verschiedene Schuhe.
Was deine Ausführungen hinsichtlich der durch Schwarzarbeit angeblich nicht bedrohten Arbeitsplätze anbelangt, so ist hierzu folgendes anzumerken: Der korrekt angemeldete Zweiradmechaniker Betrieb muss zuerst für seine Zwangsmitgliedschaft bei der Handwerkskammer jährlich entsprechende Beiträge bezahlen. Von seinen Umsätzen darf er zuerst die Umsatzsteuer, die er für den Staat vom Kunden kassieren musste abliefern. Da er ein Gewerbe ausübt fallen natürlich auch Gewerbesteuern an. Das Einkommen, welches nach Abzug von Kosten für Krankenversicherung, Miete Halle, Strom, Werkzeuge, Verbrauchsmaterial, Entsorgung, Versicherungen, GEZ usw. noch übrig bleibt, muss natürlich als Einkommen für den Unternehmer auch noch versteuert werden. Der Schwarzarbeiter, hat diese Kosten natürlich nicht. Seine Krankenkasse ist über das vorhandene Arbeitsverhältnis, oder Harz vier bereits bezahlt. Handwerkskammer, Umsatz- und Gewerbesteuer natürlich ebenso Fehlanzeige. Die Zusatzeinnahmen werden natürlich auch nicht versteuert, und entsprechende Abgaben an die Krankenkasse entrichtet. Durch diese Umstände verschafft sich jeder, der sich nicht den zuvor genannten Regularien unterwirft, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber den korrekt arbeitenden Betrieben, da er deren Kosten eben nicht hat. Und das hat natürlich Folgen für die Arbeitsplätze in diesen Betrieben. Sie entstehen erst gar nicht, weil die Arbeit von Schwarzarbeitern billiger erledigt werden können. Oder sie fallen weg, weil Betriebe zu diesen Konditionen den Betrieb nicht aufrecht erhalten können. So ist da eben bei ungleichen Bedingungen. Deshalb ja auch die entsprechenden Gesetzte.
Wenn man deine Beiträge zum Thema liest, kommt der Verdacht auf, das es dir gar nicht um die Sache geht. Nach deinen Worten wollte dein Händler 200€ für einen Wechsel von Lagern und Dichtungen an deinem Motor. Da du dieselbe Arbeit auch für 80€ bekommen kannst, oder bekommen hast, ist der Fall natürlich klar: Deine Werkstatt ist ein "Wucherladen", Gott sei Dank gibt es da Alternativen. Welche Folgen das für andere haben kann, wird dann eben wegdiskutiert, ist ja keine Schwarzarbeit.....
Wenn jedenfalls weiter die Masse von Simson-Motoren und auch Mopeds von Schwarzarbeitern für ein Butterbrot gemacht werden, wird es irgendwann keine Fachwerkstatt dafür mehr geben. Diverse Werkstätten, die versucht haben auf dieses Preisniveau einzusteigen haben aus diesem Grund schon die Segel gestrichen. Darüber sollte man mal nachdenken!
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