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Thema: Schwimmernadelventil


  1. #1
    Tankentroster Avatar von haddoc
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    Standard Schwimmernadelventil

    Moin Leute

    sicher hat jemand mal einen guten Tipp für mich.

    es handelt sich um einen 16N3-11 an einem M53 Motor. Fakt ist, dass der Motor erst ganz tadellos läuft und dann, vielleicht nach 5-10KM, an einer Ampel anfängt, leicht zu stottern. Springt die Ampel auf Grün, geht der Motor aus .. .. tolle Wurst ..
    Beim erneuten Ankicken (erst mal von der Kreuzung schieben ..) läuft der Motor manchmal nur eine halbe Sekunde und säuft sofort wieder ab .. Den Nerv, in vollen Plünn, mitten auf der Kreuzung, die Zündkerze rauszudrehen um zu sehen, ob sie feucht ist .. den Nerv hab ich dann eher nicht.

    Nun habe ich den Vergaser schon mehrfach zerlegt, gereinigt, eingestellt ... aber das Grundproblem ist geblieben. Aus einem neuen Düsenset habe ich beim letzen Mal auch fast alle Düsen ausgetauscht und ein neues Nadelventil eingesetzt

    Frage1) Kommt nun eine Dichtung unter das Nadelventil, oder nicht? Laut meinen Anleitungen (BVF Büchlein zum Vergaser und die Seiten von Mopedfreunde Oldenburg) kommt beim 16N1 eine Dichtung rein, beim 16N3 aber nicht. Das scheint korrekt ...

    Beim Einstellen des neuen Nadelventils fiel mir auf, das es sozusagen "hakt", es also nicht immer freiwillig schließt. Da klemmt auch nix, das "Gelenk" ist gängig, der Stift sitzt gerade drin und trotzdem läuft das Senfglas manchmal glatt über, der Schwimmer schließt das Ventil nicht. Erst nach leichtem "rütteln". Also klemmt wohl das Nadelventil ... ein ganz neues (das alte hielt nicht dicht) .. Wunder über Wunder.

    Nun habe ich schon am Winkel rumgetüftelt, mit dem die Lasche des Schwimmers auf das Ventil drückt. So ganz senkrecht ist das nicht aber das sollte nichts ausmachen .. ein offensichtlicher Holzweg.

    Frage2) Kennt jemand das Problem "hakendes" Nadelventil? Wenn offenbar neue Nadelventile das Problem auch haben, kann ich jetzt natürlich einen Karton voll kaufen und so lange rumprobieren, bis ich ein gängiges gefunden habe. Ich denke, das ist nicht ganz das übliche Vorgehen ..


    Passt mein eingangs beschriebenes Problem denn zur Theorie "Vergaser läuft über" oder übersehe ich aus Betriebsblindheit eine weitere mögliche Ursache? Zündung ist übrigens eine VAPE (ca. 2J alt ~ 7.000 Km)

  2. #2
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    1) Keine Dichtung beim N3.
    2) Ja, die neuen Ventile aus den Überholsätzen haken im Neuzustand. Bau's auseinander und reinige es von Metallrückständen und evtl. Graten.

    Wenn du bei warmem Motor kein Standgas mehr hast, könnte es aber auch ganz schlicht zu fett eingestellt sein. Die Standgas-Gemischschraube hast du gefunden, verstanden und benutzt?

  3. #3
    Tankentroster Avatar von haddoc
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    Peter .. danke für 1) .. alles klar, also keine Dichtung .. warum auch immer, is wurscht.

    Aha .. Fabrikpfusch .. sowas hatte ich im Verdacht. Das Ventil stammt noch aus einem relativ alten Düsensatz, inzwischen sind die Nachbauten wohl etwas präsizer. Gut .. also schon wieder auseinanderbauen. Bald kann ich das im Schlaf.
    Dann schaue ich mal nach Graten und Rillen. Superfeines Schleifpapier müsste ich noch haben .. n Stereomikroskop hätt ich zur Not auch ..

    Der 16N3 ist etwas "zickiger" beim Einstellen, ich habe es gemacht, wie im Heftchen beschrieben und dann auch nicht wieder angefasst. Zuerst habe ich sie VORSICHTIG und mit PASSENDEM Schraubendreher ganz rein gedreht und von dort 2,5 Drehungen wieder raus. Ab dann Feintunig mit Leerlaufschraube und ggf. Nachjustieren der Standgas-Gemischschraube. Das sollte im Wesentlichen so funktionieren und hat es bislang ja auch immer.

    "Kein Standgas" trifft es auch nicht ganz. Im reinen Stand tuckert sie an sich ganz friedlich vor sich hin. Das Stottern entsteht erst beim Gas geben und das auch nicht immer. Wenn es am Nadelventil liegt und es nur manchmal klemmt, passt das praktische Verhalten zur Theorie.

  4. #4
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    Das Standgas soll nicht tuckern, sondern auch rund laufen. Das typische Tuckern ist nur Symptom eines zu fetten Standgases, mit den N1 kaum wegzukriegen, mit den N3 aber schon.

  5. #5
    Tankentroster Avatar von haddoc
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    So .. heute ist Schraubertag. Dann nehme ich diesen Vergaser also noch einmal auseinander .. stöhn .. Danke für den Hinweis mit dem "Tuckern", der Zusammenhang mit fettem Standgas war mir so nicht bewusst .. ist aber klar .. logo..

    Ja, der N3 ist ein wenig tricky .. einen N1 hätte ich noch liegen, mit dem gehts irgendwie immer. Aber den N3 habe ich mir nicht ohne Grund zugelegt .. ich nehme die Herausforderung an .. Banzaiii

  6. #6
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    Bei mir war das Problem Standgas mit einem "neuen" Kolben gelöst, der vorher hatte einfach nicht dicht geschlossen. Fand ich ein wenig lustig, nach dem ich mir die Beschreibungen in den Reparaturbüchern durchgelesen hatte. Beim N3 muß der Kolben dicht schließen, weil das Leerlaufsystem unabhängig davon arbeitet. reparaturanleitung simson | eBay hab ich schnell mal rausgesucht, vieles ist Reprint.

    Der N3 kam 1986 raus. 3-4 ist für S51, beim Einser ist das der 1-11

  7. #7
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    Ja .. sehr empfindlich, das mit dem Starterkolben. Ich hatte mir mal eine Gummidichtung "nachgeschnitzt" aus einer Gummifußmatte. Ich dachte, Gummi ist Gummi und weil mir der originale versehentlich sonstwohin gehopst war (habe ich bis heute nicht gefunden) musste es halt was selbstgebasteltes sein ...
    Die Karre lief nicht gut, anfangs -kalt- ganz gut, aber dann wurd's ätzend.

    Entnervt habe ich das Originalgummi bestellt .. und mehr Versandkosten als Warenwert gelöhnt ... ein "Lerngeschenk" :-)

    Ach .. übrigens, danke für den Link. DAS BUCH habe ich schon ;-)

  8. #8
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    Ein Update .. ich kriege noch ne Krise .. das gibts doch nich ..

    Also, nachdem ich nun alle Register in Sachen Vergaser gezogen habe, musste ich dennoch aufgeben. Der 16N3-11 hat anscheinend irgendein Problem. Nun ist wieder der 16N1-5 drin. Nun geht es einigermaßen aber ich habe das Gefühl, das der 16N1 nur deutlich "toleranter" ist, das Grundproblem besteht weiterhin .. abgeschwächt, aber es ist noch da.

    Unter Vollast brummt der Motor ganz prima, fährt wie der Teufel und hat keine Aussetzer.
    Eklig ist das Starten und der Leerlauf. Die Karre stottert, hat Aussetzer und irgendwann würgt der Motor ab.
    Beim Ankicken dreht der Motor hoch und geht wieder aus .. Laufzeit ca. ne Sekunde .. oder zwei
    Bekomme ich ihn an, kann ich kein Gas geben, er geht sofort wieder aus. Mit reichlich Gestotter komme ich ab und an über "den Punkt" hinweg und kann dann mit Vollgas fahren. An der Ampel muss ich auf dem Gas bleiben, sonst geht der Motor aus.

    Schwimmerstand ist okay, das Nadelventil arbeitet auch sauber .. mehrmals eingemessen mit Senfglas.
    Die Düsen sind alle neu
    Spritzufuhr ist auch ausreichend
    Die Luft .. alles in Ordnung, keine Verstopfungen, der Filter sitzt an Ort und Stelle, ist sauber und geölt, Dichtung ist drunter. Der Schlauch sitzt an beiden Enden fest. Der Luftberuhigungskasten ist sauber und geleert und dicht.
    Wenn das Verhalten beim Vergasertausch fortbesteht, kann es kaum am Vergaser liegen .. Watson, das war gut kombiniert ..
    Zündung .. hmm, es ist eine VAPE Zündung und sie ist gut eingestellt, der ZZP stimmt. N Funken hab ich auch, sonst würd es ja gar nicht gehen. Kann es sein, dass die VAPE Zündaussetzer produziert? An dem Teil möchte ich kein Problem haben, es war schweineteuer und an sich wollte ich keine Zündprobleme mehr haben.
    Kerze habe ich getauscht .. mehrmals, das Zündkabel auch. N neuen Stecker werde ich prophylaktisch mal ausprobieren.

    Ich habe das Gefühl, das Gemisch ist zu fett. Die Kerze ist gern mal feucht und auch eher dunkel als rehbraun. Das Leerlaufsystem des 16N3 arbeitet ja viel feiner und unabhängiger, als beim 16N1.
    Beim Einstellen soll man die LGS ja ganz reindrehen. Wie weit? Wenn es mit minimaler Kraft nicht weitergeht, lassen sich trotzdem noch ein/zwei Umdrehungen hinbekommen. Die Feder drücke ich dann ganz zusammen. Ich hab die Schraube rausgenommen, die Feder auch, gepustet und nach Vorschrift wieder eingesetzt. Umluftschraube 3 Umdrehungen raus. Dann klappte es erst .. einen Tag lang - einigermaßen - und dann ging es wieder los.

    Wenn der Motor aus dem Leerlauf hochdrehen soll, braucht er mehr Sprit, mehr Luft und Zündfunken. Sprit scheint genug vorhanden zu sein, Luft sollte auch genug da sein. Funken hab ich auch.
    Mit Bremsenreiniger habe ich an den Vergaserflanschen rumgesprüht .. nix .. ist wohl dicht. Die WeDis scheinen auch okay zu sein, kein Öl oder Schmodder .. ausserdem ist es ein regenerierter Motor, der nun was bei 10.000 KM gut gelaufen ist.

    Habe ich irgendwas übersehen?
    Hat jemand noch eine Idee, woran dieses Stottern liegen könnte? Es wirkt so, als gäbe es sporadisch im unteren Drehzahlbereich keinen Zündfunken, wie n Wackelkontakt. Aber dann würde ich das ab und zu auch mal im Vollastbereich erwarten.

    Gruß von haddoc, der sich jetzt mit dem Versager besser auskennt, als vorher .. ;-)

  9. #9
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    Moin haddoc

    Das Schwimmernadelventiel passt in N/1 und N/3, was sagt dir das ?
    Ich nehme immer die neue Nadel und Düse und das Alte Gehäuse,
    klappt bisher immer.
    Der Rest geht gleich in die Tonne, passt meist eh vom Maß nicht.

    Spendiere den Motor mal eine separate Masseverbindung und prüfe nochmal
    alle anderen Verbindungen auf festsitz.

    Holger

  10. #10
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    Achso, ausgehend von der Vorgabe, die Nadel etwas tiefer hängen. Sollte der Motor noch störungsfrei laufen, passt es. Geht dann nichts mehr, wieder in Ausgangslage.

  11. #11
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    Masseverbindung .. ja, sowas ist prima, einen solchen Hinweis hatte ich erhofft. Als es am Fahrrad noch die Ein-Kabel-Verbindung Dynamo-Licht gab, kannte man das elende Rahmen-Masseproblem noch aus eigener, leidvoller Erfahrung .. das habe ich vollkommen vom Radar verloren. Ich schau mir das mal an. Danke :-)

    @docralle: Nadel tiefer hängen .. dachte ich auch schon dran, mache ich aber lieber erst mal nicht. Es muss ohne diese Veränderung funktionieren. Hat es ja auch lange Zeit .. ohne Probleme. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich durch reinen Verschleiß/Gebrauch die Parameter des Systems dergestalt verändern, das ein derart signifikanter Eingriff in die Einstellungen notwendig wäre.

    Ähm .. solte tatsächlich sein, was nicht sein darf .. wie stelle ich denn fest, ob die VAPE Zündspule oder der VAPE Regler noch das tut, was er soll? Messen mit handelsüblichem Ohmmeter? Das Gebiet ist für mich voller böhmischer Dörfer ..

    Es grüßt und dankt: E-Tech-Noob haddoc

  12. #12
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    Die Zündeinheit der VAPE ist eine Einheit aus Elektronik und Spule. Da gibt's mit dem Multimeter nichts zu messen.

    Beim Vergaser N3 schau mal durch den Leerlaufluft-Kanal. Startvergaser raus, Luftschraube raus, dann kann man vom Motorflansch aus gerade durchschauen. Oft hängt da noch ein Metallrest vom Gewindeschneiden drin, und dann kannst du Leerlauf einstellen bis du grün anläufst, das wird nichts.

    Zu guter Letzt mag die Anfahrproblematik auch an Nebenluft liegen - und zwar auch vor dem Vergaser. Luftberuhiger ist dicht (Trichter, Schlauchanschluss, Wasserablassstöpsel)? Luftfilter unter dem Lenker ist da, ist der richtige, ist ordentlich geölt, hat eine Dichtung drunter?

  13. #13
    Tankentroster Avatar von haddoc
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    Schwarzer_Peter,

    Den 16N3 habe ich ja nun ausgebaut .. nun werde ich ihn komplettestens zerlegen und alle Kanäle mit heftiger Druckluft (großer Werkstattkompressor) durchblasen. Alle Düsen und Federn werde ich erneuern, den Schwimmer wieder mit dem Senfglas einstellen und es dann noch einmal versuchen. Ich will unbedingt den moderneren "Sparvergaser" fahren, er ist technisch einfach besser.

    Tja, das mit der Nebenluft .. nun hab ich einen anderen Thread eröffnet, in dem ich mich über diese Lücke am Luftberuhigungskasten wundere. Soo starke Auswirkungen sollte eine solche Kleinigkeit auch nicht haben .. ein bissel "gemuckel" vielleicht, aber dass die Karre so gar nicht mehr will .. da ist eine andere Ursache zu vermuten.

    Mit dem 16N1 geht es jetzt, das Gemisch ist aber immer noch zu fett (Zündkerze eher schwarz als braun ..) Ich suche weiter und werde mir mal den Auspuff vornehmen. Der sitzt seit sicher 8000 KM an Ort und Stelle, es wäre wohl langsam an der Zeit, ihm etwas Pflege und Wartung angedeihen zu lassen.

    Und wenn VAPE nicht Meß- und Prüfbar ist, hilf wohl nur, "auf Verdacht" den ganzen Klimbim stumpf auszutauschen und zu probieren, ob es hinterher besser klappt .. aus Schraubersicht eine eher unbefriedigende Methode, Fehler zu eliminieren. Von den Kosten dieser "ich probier mal"-Teile ganz zu schweigen ...

    Gruß
    haddoc

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