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Thema: Standgas nicht vorhanden + Startschwierigkeiten


  1. #1
    Zündkerzenwechsler Avatar von G-Ork
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    Standard Standgas nicht vorhanden + Startschwierigkeiten

    Hallöle,

    habe letzte Woche meine KR51/2 von '86 ausm Winterschlaf geholt und neu angemeldet. Da ich über den Winter gemerkt hatte, dass der Benzinhahn bzw der Schlauch undicht war, habe ich beides als erstes mal getauscht. Nach mehrmaligem ankicken ging sie dann auch sofort an und ich konnte auch direkt ohne große Probleme eine ca. 15 km Strecke fahren.

    kleines Problem 1:
    Am nächsten Tag habe ich jedoch wieder eine kleine Benzinpfütze unter der Guten entdeckt. Als ich dann den Tunnel abgebaut hatte, hat sich herausgestellt, dass wohl aus dem Vergaser direkt das Benzin rausgelaufen ist. Auf der anderen Seite von dem Benzinschlaucheingang ist so eine Öffnung, die scheinbar keine Funktion hat. Ich vermute, dass es dort rausgelaufen ist. Ist das normal, oder muss eigentlich auf die Öffnung etwas drauf?
    Bei der Beschreibung der Vergaserreinigung wird immer gesagt "einfach durchpusten". Wie soll ich denn das Teil durchpusten? Ich werde wohl kaum mitm Mund da reinblasen, weil da ja immernoch giftige Benzindämpfe drin sind :) Druckluftpistolen oder sowas habe ich leider auch nicht. Wie kann ich mir da am besten helfen?

    wichtiges Problem 2:
    Ich habe quasi kein Standgas. Wenn ich nicht sofort nach dem Start Gas gebe, geht die Schwalbe nach nichtmal einer Sekunde wieder aus. Das pendelt sich auch nicht nach längeren Fahrten ein. Ich kann zwar super fahren ohne Probleme, jedoch muss ich selbst an Ampeln und bergab im Leerlauf Gas geben, da sonst sofort der Motor ausgeht. Das ist auf Dauer alleine für die Ohren etwas anstrengend.
    Wenn ich am Vergaser die Leerlaufschraube drehe ändert sich absolut gar nichts. Egal ob ich die Schraube ganz rein oder ganz raus drehe. Es hat scheinbar keine Auswirkung. Kann mir da einer nen Tipp geben woran das liegen könnte? Ich hab leider fast keine Schwalbe Schrauberfahrung und bin für jede Hilfe dankbar. Als ich den Vergaser aus und auseinander gebaut und anschließend wieder eingebaut hatte und sie sogar noch lief, war ich mal sowas von stolz :)

    Problem 3:

    Wenn ich nach dem Start losfahre, wird ganz komisch das Gas angenommen. Es ist sehr verzögert und sie fährt da immer sehr "ruppig", da auf einmal das Gas angenommen wird, wenn ich mehr Gas gebe. Das legt sich dann nach ein paar Hundert Metern und ein bisschen durch die Gänge schalten aber wieder. Kommt das einfach durch die winterliche Standzeit? Ist mein erstes Frühjahr mit Schwalbe.


    Vielen Dank schonmal,

    Grüßle aus Ulm

  2. #2
    TO
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    1. Die Öffnung gehört da hin. Das ist die Vergaserentlüftung bzw. Überlauf. Da muss nicht unbedingt was drauf. Man kann höchstens einen Schlauch dran machen, dass das überlaufende Benzin irgendwohin abgeleitet wird. Dass der Vergaser überläuft liegt wahrscheinlich an einem hängenden Schwimmer oder einem nicht schließenden Schwimmernadelventil.
    Durchpusten: Normalerweise mit Druckluft. Geht aber auch mit z.B. WD40 mit dem roten Plastikschlauch.

    2. Vielleicht ist die Standgasschraube abgebrochen. Da ist nach dem Gewinde normalerweise noch ein Stäbchen dran. Das bricht schon mal ab und ist nicht mehr lang genug. Schau Dir die Schraube mal genau an.

    3. Einstellungssache des Vergasers oder verdreckter Vergaser. Einstellen mit der Leerlaufluftschraube. Die müsste dann weiter rein. Ansonsten Vergaser säubern.

    Viel Erfolg

    Theo

  3. #3
    Chefkonstrukteur Avatar von Simsonmatze
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    Kurze Gegenfrage: was hast du für nen Vergasertyp? Gehe jetzt mal vom 16 N1-12 aus.
    Problem 1: Das Loch ist der Vergaserüberlauf. Vermutlich ist dein Schwimmerstand zu hoch
    Problem 2: Standgas stellst du nicht an der Leerlaufluftschraube ein, sondern an der Gasschieber-Anschlagschraube( die schräge Schraube mit der Feder). Je weiter die drin ist desto mehr Standgas.
    Problem 3: könnte mit Problem 1 zusammenhängen, wenn sie beim Gasgeben erst etwas zu viel Gemisch bekommt und wenn der Benzinpegel dann gesunken ist plötzlich besser zündet.

    Kontrollier mal den Schwimmerstand.

    MfG

    Matze

    Das mir auch immer einer zuvorkommen muss...
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  4. #4
    Glühbirnenwechsler Avatar von Schwalbenflüsterer86
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    Also das rucken beim losfahren könnte auch mit nich gezogenem Choke zusammenhängen wenn sie dann etwas Temperatur hat macht man den ja normaler WEise zu. Vllt is auch über den Winter dein Schwimmer abgetaucht. Bauste den gaser nochmal auseinander und guckst dir den Schwimmer an und schüttelst ihn mal neben dem Ohr wenn es drin plätschert isser defekt
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  5. #5
    Zündkerzenwechsler Avatar von G-Ork
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    Zitat Zitat von TO Beitrag anzeigen
    Geht aber auch mit z.B. WD40 mit dem roten Plastikschlauch.
    was meinst du damit?

    Bin heute abend erst zu hause und werds mir morgen direkt mal anschauen.

    Das mit der abgebrochenen Schraube werde ich dann gleich überprüfen. Der Schwimmer sind diese 2 "Trommeln" oder? Muss ich da jeweils den Stand im offenen und geschlossenen Zustand überprüfen oder was ist gemeint mit hängendem Schwimmer?

  6. #6
    TO
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    WD40 ist ein Multifunktionsöl in der Spraydose. Da kann man so ein rotes Röhrchen draufstecken um das Öl direkt dort hin zu bringen wo es hin soll. Damit kann man wunderbar Düsen oder Gänge im Vergaser "freipusten".

    Der Schwimmer kann, wenn er verbogen ist, z.Bsp. am Gehäuse hängenbleiben.

    Den Schwimmer prüft man am besten mit der Senfglasmethode. Am besten mal im Nest danach suchen.

  7. #7
    Zündkerzenwechsler Avatar von G-Ork
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    ah ok, es muss aber nicht gerade WD40 sein oder? ich hab vor ner weile mal beim norma oder sowas auch sone sprüh multifunktionsöl dose geholt mit sonem ganz dünnen sprühröhrchen. das geht doch dann genauso? senfglasmethode hört sich verrückt an. wie kommt man darauf? ich glaube aber ich muss dann doch auf die mm-abmessmethode zurückgreifen. ich ess so gut wie nie senf und da würde das glas erst in einem jahr leer werden.

    danke schonma

  8. #8
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    Zitat Zitat von G-Ork Beitrag anzeigen
    ich glaube aber ich muss dann doch auf die mm-abmessmethode zurückgreifen. ich ess so gut wie nie senf und da würde das glas erst in einem jahr leer werden.
    *lol*

    Da muss man nicht unbedingt ein Senfglas für nehmen... Benutz mal die Suchfunktion hier im Forum und du wirst sehen.
    Das durchpusten der Düsen geht mit jedem Multiöl, hauptsache es ist genug Druck da.

    Frohe Ostern

    Matze
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  9. #9
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    Ok also Schwimmer ist neu eingestellt.
    Vergaser hab ich übrigens einen 16N3-1, wobei die 1 so komisch eingekratzt ist und sich von den anderen Zahlen unterscheidet.

    Das Standgas funktioniert immernoch nicht. Hat vielleicht einer ein bild wie die Schraube aussehen müsste? Am besten wäre ein Link aus einem Shop oder so, falls das eine spezielle ist.
    Meine Schraube (also die mit der Feder) ist leicht verbogen und nach dem Gewinde kommt da nichts mehr. Ist aber auch schwer zu sagen, ob da was abgebrochen ist oder ob da nie was dran war.

  10. #10
    TO
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    Beim 16N3 sieht die natürlich anders aus. So nämlich.

  11. #11
    Chefkonstrukteur Avatar von Simsonmatze
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    Zitat Zitat von G-Ork Beitrag anzeigen
    Vergaser hab ich übrigens einen 16N3-1...
    Achso. Die "1" ist eingeschlagen, ich glaub das liegt daran dass es verschiedene Bedüsungen der Vergaser gibt, die aber das selbe Gehäuse haben und deren Typ daher immer mit 16 N3- anfängt. Das gehört so. Die Schraube ist im Angehängten Bild Nr. 15.

    Die Einstellung kannst du z.B. hier: Simson BVF Vergaser 16N1 und 16N3 - Daten und Einstellen nachlesen.

    MfG

    Matze
    Angehängte Grafiken
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  12. #12
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    Ah ok danke, jetzt wird vom Aufbau her einiges klar.
    Aber das Standgas Problem kann doch nicht nur daran liegen, dass die Schraube ein wenig verbogen ist oder?
    Gibt es noch andere Ursachen woher das nicht vorhandene Standgas kommen kann?
    Geändert von G-Ork (06.04.2010 um 20:29 Uhr)

  13. #13
    TO
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    Da fiele mir jetzt nur ein verdreckter Vergaser oder ein Nebenluftproblem ein. Da hat man mit dem 16N3-Vergaser ein größeres Problem als mit dem 16N1. Der 16N3 reagiert empfindlicher.

    Wobei - obige Aussage ist quatsch. Das Problem ist ja das gleiche. Mach' halt mal den Vergaser ordentlich sauber. Wenn das nix nutzt, mach mal den Nebenlufttest (die Forumsuche ist Dein Freund).

  14. #14
    Zündkerzenwechsler Avatar von G-Ork
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    Vergaser ist sauber und die Düsen frei.

    Beim Test sprüh ich also auf die verdächtigen Stellen Bremsenreiniger. Dazu muss ich dann beim Motor dann diesen Art Deckel abmachen? Da steht in den Threads der Suche, dass ich so lange Sprüh, bis der Motor ausgeht und ich dann die Stelle gefunden hab. Muss ich dann also die ganze Zeit den Gasgriff drehen während ich das mache und immer schauen ob sie nach jeder potentiellen Öffnung von alleine läuft?

  15. #15
    Urgestein Avatar von Schwarzer_Peter
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    Zitat Zitat von G-Ork Beitrag anzeigen
    Hat vielleicht einer ein bild wie die Schraube aussehen müsste? Am besten wäre ein Link aus einem Shop oder so, falls das eine spezielle ist.
    Meine Schraube (also die mit der Feder) ist leicht verbogen und nach dem Gewinde kommt da nichts mehr. Ist aber auch schwer zu sagen, ob da was abgebrochen ist oder ob da nie was dran war.
    Die (Um-)Luftschraube beim 16N3 ist einfach nur eine Schraube mit einer Feder drunter. Mit der kann man den gemeinsamen Luftkanal von Startvergaser und Leerlaufsystem verengen.
    Es gibt natürlich auch eine Standgas-Gemischschraube - unter der Plombe im motorseitigen Flansch. Nach langer Standzeit ist eher eine Gemischdüse verstopft als ein Luftkanal zugewachsen ... und beim Durchspülen des Vergasers darf man die Schraube unter der Plombe nicht ignorieren, die muss auch raus, damit man den Leerlauf-Gemischkanal auch reinigen kann.

  16. #16
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Zitat Zitat von G-Ork Beitrag anzeigen
    Beim Test sprüh ich also auf die verdächtigen Stellen Bremsenreiniger. Dazu muss ich dann beim Motor dann diesen Art Deckel abmachen? Da steht in den Threads der Suche, dass ich so lange Sprüh, bis der Motor ausgeht und ich dann die Stelle gefunden hab. Muss ich dann also die ganze Zeit den Gasgriff drehen während ich das mache und immer schauen ob sie nach jeder potentiellen Öffnung von alleine läuft?
    Es reicht aus, wenn der Motor im Standgas läuft.
    Dann sprühst Du z.B. auf den Vergaserflansch oder hinter das Polrad. Dazu muss natürlich der rechte Deckel runter.

    Wenn sich dabei die Drehzahl merklich nach unten verändert, kurz warten bis sie wieder hoch geht und nochmal sprühen, um festzustellen, dass der Effekt wieder auftritt und sicher zu gehen, dass es wirklich daran liegt.

    Peter

    P.S.
    hier für Dich zum Vergaser:
    http://home.arcor.de/profsimmi/simson/teile.htm

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