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Thema: Startprobleme nach Restaurierung und Motorreparatur


  1. #1
    Zündkerzenwechsler Avatar von se_ge_pa
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    Standard Startprobleme nach Restaurierung und Motorreparatur

    Hallo zusammen,

    wegen gerissener Schnurfeder (schon vor einigen Monaten gepostet) musste ich den Motor meiner KR 51/2 E zerlegen. Da ich nur alle paar Wochen einmal ein paar Tage am Moped schrauben kann, musste ich mich leider allein an diese Aufgabe wagen. Das Zerlegen des Motors geschah am Ende einer Restaurierung; die Schwalbe war zwischenzeitlich ganz zerlegt. Nun springt das Moped auch nach mehreren verzweifelten Einstellversuchen gar nicht mehr an (vor dem Zerlegen lief sie einwandfrei). Im Folgenden eine kurze Liste der Dinge, die ich gemacht habe:

    - Motor zerlegt, Schnurfeder und Lager und Dichtungen gewechselt, aufgrund Sichtprüfung und geringer Laufleistung (8tkm) keine weiteren Teile getauscht

    - neuen Kabelbaum, neuen Kerzenstecker, neue Zündkerze, neues Zündkabel verbaut; Verkabelung mehrfach überprüft, dabei Fehler bei Verkabelung des Zündschlosses behoben

    - Vergaser (N1-12) zerlegt, gereinigt, neue Düsen verbaut (nach Liste vom Prof), Einstellung geprüft, Tank entrostet, Benzinhahn gereinigt, neuer Kraftstoffschlauch, Vergaserflansch plangeschliffen auf Glasplatte, Luftfilter gereinigt und eingeölt, Luftansauganlage gereinigt

    - Zündungseinstellung mehrfach überprüft, Zündung eingestellt, neuen Unterbrecher und Kondensator verbaut

    Nun zur Problembeschreibung:

    Zündfunke ist da, wenn ich Kerze gegen Zylinderkopf halte.

    Motor säuft trotz Vergasereinstellung (Kolbenanschlagschraube fast nicht rein, Leerlaufluftschraube 1.5 Umdrehungen draußen) extrem ab, macht keinen Mucks, kein Stottern etc. Auch, wenn Choke nicht gezogen wird, kommt nichts. Vergaserzüge haben alle Spiel von 4-5mm.

    Vermutungen:

    -kann ich mir durch zunächst fehlerhaftes Anschließen des Zündschlosses die Zündanlage zerschossen haben? Könnte das der Fall sein, obwohl man einen Zündfunken sieht, wenn ich die Kerze gegen den Kopf halte und kicke?

    - habe das Gefühl, dass trotz Dichtung vor und hinter Krümmerflansch und voll angezogener Krümmermutter der Krümmer zum Zylinder etwas locker sitzt. Kann dadurch der Staudruck der Auspuffanlage so abfallen, dass die Maschine nicht anspringt (wenn das so wäre, könnte ich mir nicht erklären, warum ...)?

    - gibt es trotz geschilderter Vergasereinstellung die Möglichkeit, dass die Maschine zu viel Sprit bzw zu wenig Luft zieht?

    - könnte es weitere, tiefgreifendere Schäden bei der Motorüberholung gegeben haben? Kompression baut er beim Kicken in jedem Fall auf.

    So, ein langer Roman, der in etwa meine Verzweifelung nach gut einem Jahr Schrauben widerspiegelt;-). Im Voraus besten Dank für eure Hilfe.

    Grüße,

    Sebastian

  2. #2
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Standard

    Sicher das Du bei der Montage , bzw Demontage keinen Fehler gemacht hast ,
    sicher das Du die Dichtflächen nicht beschädigst oder verzogen hast , sicher das die Wellendichtringe korrekt sitzen , oft werden von nicht versierten Bastlern der Wellendichtring der Kickstarterwelle und Der Der hinter dem Primerritzel sitzt vertauscht , was zur Folge hat , das der Motor im Kurbelgehäuse nicht vorverdichtet .
    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

  3. #3
    Zündkerzenwechsler Avatar von se_ge_pa
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    Standard

    Bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich mir gut angesehen habe, welchen WeDi ich wo montiert habe, und dass ich dabei sorgfältig war(schließlich unterscheiden sich ja die Durchmesser merklich).

    Kann ich denn irgendwie überprüfen, ob er mir das Kurbelgehäuse nicht richtig dichtet(erste Idee wäre, dass ja dann Benzin ins Getriebeöl gelangen müsste und die Suppe dünner wird) ?

    Besten Dank schonmal für den Tipp. Da ich nur alle paar Wochen mal zum Moped komme und schrauben kann (das nächste Mal verm. erst gegen Ende April), sammle ich jetzt erstmal Anregungen und möchte dann verschiedene Punkte, an denen es liegen kann, abklappern.

    Gruß,

    Sebastian

  4. #4
    Tankentroster Avatar von Naturbursche88
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    Standard Re: Startprobleme nach Restaurierung und Motorreparatur

    Hallo Sebastian,
    du hast geschrieben, dass deine Bowdenzüge 4-5mm spiel haben, sie sollten aber nur 2mm spiel haben.

    dann hast du geschrieben:

    "Motor säuft trotz Vergasereinstellung (Kolbenanschlagschraube fast nicht rein, Leerlaufluftschraube 1.5 Umdrehungen draußen) extrem ab, macht keinen Mucks, kein Stottern etc. Auch, wenn Choke nicht gezogen wird, kommt nichts."

    die Luftschraube muß 2 einnhalb Umdrehungen raus, und Leerlaufscharaube kannst du erst regulieren, wenn der Motor läuft.

    Ist die Kerze nass, wenn du sie rausdrehst?

    MfG Naturbursche

  5. #5
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Brachialmetode:
    Kerze raus, ein paar Tropfen Zweitaktöl rein, Bremsenreiniger rein, Kerze rein, Benzinhahn zu, Zündung an und kicken. Das macht dem Motor nichts, aber du bist einen Schritt weiter, wenn du 25x gekickt hast und der Motor ist immer noch nicht gelaufen, dann stimmt die Zündung, also der ZZP nicht. Auspuff ist frei? Ach ja, mit Bremsenreiniger läuft der Motor auch fast ganz ohne Auspuff.....
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  6. #6
    Zündkerzenwechsler Avatar von se_ge_pa
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    Zu Naturbursche: Die Zündkerze ist nass. Reguliert die Leerlaufschraube die Luft oder den Sprit im Leerlauf? Wenn sie die Luft reguliert, würde also rausdrehen i.V.m. Startversuch bei nicht gezogenem Choke erstmal bedeuten, dass das Gemisch abmagert, oder? Das wäre ja schonmal wünschenswert:-). Aber gilt die Einstellung von 2-3 Umdrehungen draußen nicht nur für den Sparvergaser?

    Und zu H.J.: Das klingt interessant:-). Habe leider keinen Bremsenreiniger - gäbe es dazu eine Alternative? Auspuff habe ich freigebrannt, ja. Und für den Fall, dass sich dann nichts tut: kann es nur eine Einstellungssache sein oder kann ein Schaden an der Zündung vorliegen?

    Gruß,

    S.

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