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Thema: ist tierliebe übertrieben???


  1. #17
    Moderator Chefkonstrukteur Avatar von Richy
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    Standard

    Da muß ich auch mal dem Boomer widersprechen. Zum Beispiel die Sache mit dem "Mini-Schwein". Warum kann man, wenn man das Tier füttert und sich sonst darum kümmert, das Tier bei einer Krankheit nicht heilen lassen? Das würde man bei der alten Schwiegermutter doch auch nciht machen, oder? "Jo, ich hab gestern meine Schwiegermutter einschläfern lassen, sie hat sich einen Schnupfen geholt und nun ist sie den Weg allem Irdischem gegangen..." Wäre im Prinzip fast(!) das Gleiche.
    Anders sieht es bei einer unheilbaren Krankheit, wie schwerer Krebs oder so, aus. Wenn man dem Tier extrem unzumutbare Schmerzen ersparen kann, sollte man sich das schon überlegen, das Tier einschläfern zu lassen, genauso wie meiner Meinung nach Sterbehilfe bei schwerkranken Menschen legal sein sollte.


    Ist aber echt ein schweres Thema.


    Tschau,
    Richard

  2. #18
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    Standard

    Original von Richy:
    genauso wie meiner Meinung nach Sterbehilfe bei schwerkranken Menschen legal sein sollte.
    Sicherlich nicht ohne Grund ein heikles Thema. Wobei ich denke, dass bei Tieren damit wesentlich weniger Schindluder getrieben werden kann als bei Menschen (Katzen z.B. haben selten etwas zu vererben oder sind politisch im Weg).

    Original von Boomer:
    Nachsatz: Ich bin selbstständig. Hast du mal nachgerechnet, wieviele Stunden du deiner Familie fern bist, um die Operationen zu bezahlen? Es mag anders sein, wenn man sein Geld durch bloßes Aufstehen verdient.
    Es gibt Sachen im Leben, die muss man außerhalb einer logischen "Kosten-Nutzen-Rechnung" betrachten. Es gibt auch soetwas wie Hobby, Freizeit und Familie. Die Zeit und das Geld, die notwendig sind, um diese Punkte "zu unterhalten", können einfach in keiner Statistik auftauchen. Wenn du deine Logik weiterverfolgst, bist du als Selbständiger bald soweit, dass dir jede Nummer mit deiner Frau weh tut, weil du ja eigentlich im Büro "wichtigere" Dinge erledigen könntest, die deinen finanziellen Stand verbessern würden.
    Wenn ich jede Stunde, die ich an meinem Trabi und der Schwalbe bastel, festhalten würde, wäre mir vermutlich schlecht.
    Andererseits ist das aber eine willkommene Abwechslung zum Alltag, bei welcher ich mal alles andere vergesse und so wieder Kraft für den Alltag tanke.
    Ich denke, mit Haustieren verhält sich das ähnlich. Sie ergänzen das Familienleben, wollen gehegt und gepflegt und versorgt werden. Sie lenken ab, lassen den Alltag und die Sorgen vergessen. So weit so gut. Im Falle eines Problemes soll man dann eine bloße Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen? Wie kannst du das Nutzen eines Tieres, welches dich unter jahrelang begleitet, erheitert, abgelenkt hat, feststellen? Wie kannst du die Kosten dafür aufstellen? Wie kannst du feststellen, wie oft das Tier deinen Alltag erhellt hat, dich von deinen Problemen abgelenkt hat?

    Nein. Ich möchte hier keine Tier-OP um jeden Preis rechtfertigen. Mit Sicherheit nicht. Es gibt einen Punkt, da muss ich einfach erkennen: Bis hierhin und nicht weiter. Die Tiere leben nicht in der freien Natur und ich kann die Bedingungen sicherlich nicht 1:1 übertragen. Aber es kommt der Punkt, da wäre das Tier kampfunfähig. Fressen und gefressen werden. Damit möchte ich jetzt nicht gedanklich jede Szene nachstellen, bei der ein Tier gefressen werden könnte, sondern diese Situation als "Sterbehilfe" der Natur darstellen. Wo das Tier draussen seiner Qualen durch ein stärkeres Tier befreit worden wäre, muss es in der Wohnung jämmerlich verrecken. Kann doch auch nicht sein, oder?
    Ich denke, es ist auch eine Art Verantwortung, zu erkennen, ob eine Operation bei dem Tier das Leiden mindert oder herauszögert.

    Welche Entscheidung Stones & Family auch Treffen, ich drücke die Daumen, dass es im Nachhinein gelingt, diese als die richtige Entscheidung zu akzeptieren!

    Gruß, Jabber

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