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Thema: Undichtigkeit und Elektrikrätsel


  1. #1
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    Standard Undichtigkeit und Elektrikrätsel

    so leute, ich bräuchte mal ein wenig ideen-input von euch.

    und zwar hat meine schwalbe seit neuestem einen neu aufgebauten m54 verpflanzt. nein ist nicht mein erster motor, und es wurde gewaltfrei gearbeitet. der motor verliert etwas öl, was immer an der rechten seite hing. ich habe mich also auf spurensuche begeben und bald festgestellt, dass unten in der lima öl steht. also habe ich die dichtkappe hinter der grundplatte verdächtigt. diese dichtkappe wurde noch mal abgenommen. die dichtfläche darunter sieht sehr gut aus, keine riefen o.ä. der simmerring ist selbstverständlich neu und wurde vor dem einsetzen vorgeschmiert. die dichtkappe wurde noch mal mit ner neuen dichtung und hylomar eingebaut. immernoch ölverlust. nochmal ab und gegen die dichtkappe meines alten motors getauscht, die einwandfrei dicht war. zwischen ausgleichsscheibe und dichtfläche ist wie vorgeschrieben 0,1mm spiel gegeben.
    auch mit der neuen dichtkappe habe ich aber, wie gerade festgestellt, immernoch ölverlust! der ölstand im getriebe ist korrekt, an der abtriebswelle kann also zwischen keilprofil und der hülse, auf der der simmerring läuft auch nichts austreten. an der abtriebswellen dichtkappe war auch (soweit man das da wo die kette mit schmierstoff um sich wirft beurteilen kann) trocken. diese kappe werde ich mir noch mal vornehmen, aber ansonsten gehen mir langsam die ideen aus wo mein öl herkommen könnte.

    problem zwei ist, das meine blinker plötzlich eine drehzahlabhängige frequenz haben. ich kenne das eigentlich nur so, dass sie schneller blinken wenn die batterie randvoll ist. ich schließe deshalb, dass sie irgendwie zuviel spannung abkriegen, was aber eigentlich nicht sein kann weil sie an der batterie hängen. hier habe ich noch nicht nachgeforscht, aber wäre für einen tipp, wo ich suchen muss, dankbar.
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  2. #2
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Nabend,

    zu Problem zwei:
    Vermutung:
    Akku ist defekt und seine Klemmenspannung ist stark vom Ladestrom abhängig -> messen der Spannung bei unterschiedlichen Betriebsbedingungen sollte Klarheit schaffen. Alternativ könnten auch extrem hohe Übergangswiderstände der Grund für die starken Spannungsschwankungen sein.

    Gruß Harald
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  3. #3
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    danke harry, ich werde mal nachmessen. hohe übergangswiderstände könenn eigentlich nicht sein, da ich den kabelbaum vor nem jahr komplett geputzt und mit kontaktfett versehen wieder zusammengesteckt habe.
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  4. #4
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    *schieb*
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  5. #5
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Zitat Zitat von möffi
    *schieb*
    ...öhm....haste jetzt die Akkuspannung bei verschiedenen Drehzahlen gemessen ?

    Oder geht's um die andere Frage ?
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  6. #6
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    nein, ich bin erst am wochenende wieder in der heimat und kann nachmessen. aber ich dachte vll fällt einem ein, was ich bei miener undichtigkeitssuche übersehen habe.

    das schwalbennest-banner ist übrigens angekommen!!!
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  7. #7
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    Standard Ölverlust unter Lima

    Hallo,
    schau mal, ob das Öl aus der Schraube der unteren Halteklammer stammt.
    Tritt richtig aus, wenn der Motor läuft ?
    Wenn ja, hat mal eine ne zu lange Schraube reingedreht und durchgestoßen.

    Gruß
    schrauberwelt

  8. #8
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    so, habe mich mal wieder der schwalbe gewidmet.
    unter dem motorblock hingen zwei öltropfen, einer rechts einer links, wobei die rechte motorseite komplett mit ölfilm überzogen war von unten. wie sich herausstellte konnte ich offenbar die 2 schrauben, die den kleinen kupplungsdeckel halten nicht fest genug anziehen, da sie durch das polieren etwas rund waren. durch neue ersetzt und gut festgezogen. man sollte seinen kupplungsdeckel nicht polieren, wo alles glänzt fallen glänzende ölspuren nicht auf. der teufel ist echt ein eichhörnchen!
    die gewinde, die die grundplatte halten sind definitiv alle noch sacklöcher, habe mit der lampe reingeleuchtet. da mir absolut nichts anderes mehr einfiel habe ich einfach mal die ausgleichsscheibe rausgenommen und eine 0,2mm dünnere eingesetzt. mal schauen wies morgen unter dem möp aussieht.

    jetzt zur elektrik: bei nicht laufendem motor hat der akku eine klemmenspannung von 6,5 volt. bei höheren drehzahlen steigt sie auf ca 7 volt. ich schließe daraus, dass der bleiakku noch ok ist und werde dann morgen mal die lampenmaske abnehmen um nach eventuellen kabelfehlern, die zu hohen übergangswiderständen führen, suchen.
    nur mal fürs verständnis: das funktionsprinzip eines bleiakkus ist bekannt, aber warum könnte man aus dem blinkerphänomen auf einen defekten akku schließen?
    und wenn ich u=ri betrachte, ist doch u eigentlich vom akku gegeben, also konstant und erhöhte übergangswiderstände würden lediglich geringeren strom bedeuten?

  9. #9
    TO
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    bei nicht laufendem motor hat der akku eine klemmenspannung von 6,5 volt. bei höheren drehzahlen steigt sie auf ca 7 volt. ich schließe daraus, dass der bleiakku noch ok ist
    Also ich schließe daraus, dass der Akku defekt ist. Der Ladestrom ist ja bei den Simmen eher klein. Bei einer guten Batterie sollte die Spannung da kaum ansteigen.

    Vergleichen wir eine gute Batterie mal mit einem grossen Wasserbehälter und den Ladestrom mit einem kleinen Zufluss. Der kleine Zufluss ändert an der Wasserhöhe im Behälter wenig (jedenfalls kurzfristig). Egal, ob ich den auf- oder zudrehe.

    Wenn aber der Wasserbehälter klein ist (entsprechend wenig Kapazität bei einer defekten Batterie) dann steigt der Pegel merklich wenn ich den kleinen Zufluss auf- oder zudrehe.

    Also schmeiß' den Akku weg.

    Gruß

    Theo

  10. #10
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    und wenn ich u=ri betrachte, ist doch u eigentlich vom akku gegeben, also konstant und erhöhte übergangswiderstände würden lediglich geringeren strom bedeuten?
    Im Prinzip ja. Wenn der Akku defekt ist hat der einen größeren Innenwiderstand und bei Stromfluss fällt dann am Innenwiderstand merklich Spannung ab. Das heisst, die Klemmenspannung ist nicht konstant sondern sinkt bei Stromfluss stark ab.

    Den Übergangswiderstand einer Verbindung kann man bei Stromfluss messen, indem man die Spannung über der Verbindung misst.

    Beispiel: Ich will wissen, ob an einer Steckverbindung ein erhöhter Übergangswiderstand ist. Dann messe ich bei eingeschaltetem Verbraucher mit dem Spannungsmessgerät mit einer Messspitze vor, mit der anderen Messspitze nach dem zu untersuchenden Kontakt. Wenn da mehr als ein paar Millivolt messbar sind, ist der Übergangswiderstand zu hoch. --> Steckverbindung mal untersuchen, woran es liegt.

  11. #11
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    kleine frage am rande: kann man papierdichtungen (0,5mm) wiederverwenden? also natürlich nur wenn man sie komplett unbeschädigt abnehmen konnte. ich hab nämlich immernoch öl drunter hängen und bei meiner dichtkappenwechselaktion die selbe dichtung verwendet.
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  12. #12
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Moin,

    Nochmal kurz zum Akku:
    Wenn die Spannung beim Laden von 6,5V auf 7V steigt klingt das erstmal gut. Wenn unter Last die Spannung nicht deutlich (um > 0,5V) zusammenbricht, ist er noch OK.

    Gruß Harald
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  13. #13
    Restaurateur Avatar von Macschwalbe
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    Zitat Zitat von möffi
    kleine frage am rande: kann man papierdichtungen (0,5mm) wiederverwenden? also natürlich nur wenn man sie komplett unbeschädigt abnehmen konnte. ich hab nämlich immernoch öl drunter hängen und bei meiner dichtkappenwechselaktion die selbe dichtung verwendet.
    Also ich hab die Dichtung vom Kupplungsdeckel auch schon mal drin gelassen, hab nur das Öl auf der Dichtung entfernt und dann bisschen Dichtpaste allá Hylomat drauf und es war dicht!!

  14. #14
    Simsonschrauber Avatar von Martin541/1
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    Geht auch ohne. Je nach dem, wo bei dir das Öl genau herkommt (ich hatte auch erst die Kupplungsdeckeldichtung bei meinem M54 in Verdacht), würde ich mir eher die Schaltwelle nochmal ansehen. Der Weg von da zur Kupplungsdeckeldichtung ist nicht weit und fällt meist nicht auf. Ich hab da wie gesagt auch ne Weile gebraucht. Ich lass den da aber erstmal siffen, da komm ich aufgrund der starren Verbundung zwischen Kicker und Kickerwelle ( ) erst während bzw. nach der irgendwann fälligen Regeneration ran.

  15. #15
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    habe herausgefunden dass ich mich beim aufbau vermessen habe. hinter dem abtriebswellendeckel war ne 1mm ausgleichsscheibe obwohl beim nachmessen jetzt nur 0,9mm spiel vorhanden sind. wie heißt es so schön? wer misst misst Mist! jetzt sind 0,8mm verbaut, ma schaun ob es das jetzt war. und das vorher war nicht der gesamte kupplungsdeckel sondern nur dieses kleine deckelchen in der mitte wo man an die einstellschraube kommt.
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  16. #16
    Simsonschrauber Avatar von Martin541/1
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    Da hab ich noch nie ne Dichtung gewechselt. Je nachdem, wie lange die da schon drin ist, und wie oft du da dran warst, würde ich die schon mal wechsel. Die zweimal zu verwenden ist sicher nichts gegen einzuwenden, bei mir ist sie das 3. Mal drauf und hält dicht.

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