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Thema: Vergaserflanschdichtung und Probleme


  1. #1
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Vergaserflanschdichtung und Probleme

    Hallo, Leute,

    mal wieder so ein hoffentlich nur kleines Problemchen. Habe kürzlich nach Abnahme des Zylinders (S 51) festgestellt, dass die neue Vergaserflanschdichtung (Pappe) nicht sauber mittig sitzt. War von der Seite bei montiertem Zylinder nicht zu sehen, aber nach dem Abbau umso mehr. Die Dichtung hat teilweise den Ansaugkanal überdeckt, also hab' ich das Ding mit dem Dremel sauber aufś richtige Maß rund gemacht. Nach dem Einbau stell ich nun fest, dass der Ofen plötzlich ab über 50 km/h unter Last anfängt zu schlucken. Der Vergaser ist mager eingestellt (TLN ganz unten), aber bis dahin lief es bis auf ein kleines Leistungsloch kurz vor Höchstgeschwindigkeit (knappe Vollgasstellung) ganz normal. Bei Vollgasstellung war jedenfalls immer genug Gemischfette da. Jetzt würde ich anhand der Symptome prompt denken, der Schwimmerstand ist zu niedrig, aber daran habe ich nichts gemacht. Kann es sein, dass durch die nun faktisch vergrößerte Durchlassöffnung das Gemisch weiter abmagert, und ich die TLN wieder höher setzen muss? Außerdem habe ich nun nach der ersten Fahrt beim Wieder-Ankicken gerade gemerkt, dass der Zylinderkopf noch nicht fest genug war (hat beim Gasgeben sporadisach mal geknattert). Das habe ich schnell behoben, bin erst ein paar Meter damit gefahren, aber schließe es mal als Ursache für den Leistungsverlust aus. Was meint ihr ? Gemisch plötzlich zu mager ?

    Grüße aus Dresden

  2. #2
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    Standard

    also ein loser zylinderkopf kann durchaus zu einem leistungsverlust führen, immerhin sinkt so die kompression und vom guten luft-öl gemisch wird einiges nach außen gedrückt und nicht gezündet.

    prinzipiell war deine s51 ja die ganze zeit gedrosselt. nun ist sie wieder offen, also muss der vergaser neu eingestellt werden.

  3. #3
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Na, ja, ich hab´s eigentlich auf der ersten Fahrt nicht knattern gehört, als sie anfing zu schlucken. Auch im Leerlauf nicht. Nur nach dem Kaltwerden und wieder ankicken gab´s plötzlich beim Gasgeben das Geknatter. Ich hatte halt einfach die Schrauben sehr vorsichtig angezogen. Also, ich denke mal, die TLN sollte wohl neu eingestellt werden, oder?

  4. #4
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    Zitat Zitat von totoking
    vom guten luft-öl gemisch wird einiges nach außen gedrückt und nicht gezündet.
    Hä, wie?

    Hm, dachte die 2Takter laufen mit Sprit?
    Also wieder was dazu gelernt, also fahren die doch nicht mit Benzin (+2T-Öl)-Luftgemisch sondern mit Luft-Öl Gemisch.......

    @ Matthias 1

    Welchen Vergaser hast du verbaut?
    Stell mal deine Nadel so wie sie sein sollte (3. Kerbe von oben)!
    Welchen Grund hat es denn überhaupt, die Nadel nach ganz unten zu verbauen?
    Auspuff nach der Demontage/Montage wieder richtig abgedichtet?
    Hast Papierdichtungen zwischen dem Plastik-Flansch (zwischen Gaser u. Zyl.)?
    Wie stellst du sicher, das bei unten eingehangener Nadel optimales Benzin-Luftgemisch angesaugt wird?

  5. #5
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Also:
    Da das Gerät Unmengen zuviel verbraucht hat, ansonsten alles aber richtig eingestellt war und ist, sah'ich mich genötigt, wider das Vergaserdatenblatt die Teillastnadel ganz nach unten zu tun. Schon bei einer Kerbe höher war der Verbrauch etwas höher, als er hätte sein dürfen. Kann sein, dass das am 6. Ausschliff liegt, und durch den höheren Hubraum vor der Verdichtung im Kurbelgehäuse entsprechend mehr Gemisch durch den Ansaugkanal zurückgedrückt wird, also das Gemisch durch doppeltes vergasen einfach mehr überfettet als es original sein sollte. Ist jedenfalls meine Vermutung. Habe bei der Zylinderbegutachtung festgestellt, dass der Kolben vom OT aus erst ein (sinnlos großes) Stück herunterfährt, bevor die Kolbenunterkante endlich mal den Ansaugkanal zu schließen beginnt. Vergaser ist übrigens original, also 16 N 1-11. Auspuffabdichtung am Krümmer ist noch nicht ganz wiederhergestellt, aber wird sich schon wieder festbrennen. Die Vergaserflanschdichtungen sind drei Stück, alle aus Pappe (neumodischer Kram, aber er tutś wohl auch), zweimal dünn, einmal dick. Wie ich sicherstelle, das bei Nadel ganz unten alles optimal läuft ? Der Ofen ist bis dato gelaufen, ganz einfach! Leistung voll ok., Verbrauch exzellent, kein Gesuppe aus dem Auspuff mehr, jedenfalls fast keins. Schmierungsprobleme waren bei der Demontage, nur mal so nebenbei, auch nicht zu sehen, der Motor stand regelrecht im (Öl-)Saft.
    Na, was hab' ich nun gemacht? Gestern vor der Rückfahrt die TLN lieber doch mal eine Kerbe höher gesetzt, Ergebnis: Besserer Durchzug oberhalb von 50 km/h, aber kurz vor Höchstgeschwindigkeit wieder Schlucken! Dann an einem Berg beim Beschleunigen aus Spritmangel total "abgesoffen". War nur mit gezogenem Choke und Anschieben wieder zum Leben zu erwecken. Also wohl doch Schwimmerstand ? Heute das Spritniveau etwas angehoben, Möp läuft nun völlig ohne Schluckbeschwerden bis zum Schluss, aber im Standgas wieder totale Gemischüberfettung, wenn man kurz Gas gibt, auch im unteren TL-Bereich. Also werd' ich die Nadel wohl doch wieder ganz nach unten verfrachten, es scheint tatsächlich der Schwimmerstand gewesen zu sein. Bloß was hat das jetzt mit der erweiterten Flanschdichtung zu tun? Was anderes hab' ich doch gar nicht gemacht ? Ich kriegs nicht so recht gebacken. Aber es wird schon wieder.

    Danke, und Grüße aus DD

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