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Thema: Verzweifel am Kolbenschieber & Gas-Griff bzw. Gasbowdenzug


  1. #1
    Tankentroster Avatar von Nördlicher.Vogel
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    Standard Verzweifel am Kolbenschieber & Gas-Griff bzw. Gasbowdenzug

    Hab' heute bis zum Eintreten der Dunkelheit ohne Erfolg versucht, den Gasbowdenzug korrekt in den Kolbenschieber einzuhängen bzw. das korrekte Gasgeben an meiner Schwalbe insgesamt hinzubekommen.

    1) Verstehe ich das richtig, dass die in den Vergaser hineingedrehte Gasschieber-Anschlagschraube in die Nut des Kolbenschiebers gehört? Sollte es dann nicht mehr möglich sein, den Kolbenschieber zu drehen, sobald der Kolbenschieber in den Vergaser eingeschoben wird? Bei mir kann ich das Teil lustig umherdrehen, obwohl ich vorher extra "ziele", damit die Nut vermeintlich die Schraube trifft?! In Bildern:
    Bild 1 Gasschieber-Anschlagschraube.jpg + Bild 2 Kolbenschieber.jpg ???

    2) Ist das so korrekt eingefädelt? Kann man die Feder falsch herum montieren? Muss der Bowdenzug, wie auf den beiden Bildern zu erkennen ist, durch die Feder geführt werden?
    Korrekt1..JPG Korrekt2.jpg

    3) Verstehe ich das System des Gasbowdenzugs richtig, dass Bild 5 einen lockeren Zug darstellt und Bild 6 einen maximal festen Zug?
    Bild 5 Locker-Bowdenzug.jpgund Bild 6 Fest-Bowdenzug.jpg

    4) Ist das normal, dass sich bei halb zugedrehter Einstellschraube am Gasbowdenzug folgendes am Vergaser abspielt?
    Einstellung Bowdenzug normal2.jpg und Ergebnis Vergaser normal1.jpg

    5) Das Problem insgesamt ist, dass egal wie ich die Einstellschrauben am Bowdenzug drehe (ganz fest, ganz locker), der Kolbenschieber nicht richtig bewegt wird. Das fühlt sich auch beim Gasgeben am Griff "falsch" an, da ich ja von dem Zustand davor weiß, wie es sich richtig anfühlen muss. Irgendwie geht der Kolbenschieber nicht zurück, obwohl die Feder ganz neu ist. Dementsprechend bewegt sich der Gasgriff auch keinen Milimeter zurück, wenn man ihn loslässt. Den Griff habe ich erst vor einigen Tagen gesäubert und gut gefettet (ebenso den Schieber im Gasgriff). Daran kanns nicht liegen. Selbst im ausgebauten Zustand funktioniert das zurückschnellen des Kolbenschiebers nicht.

    Dazu habe ich ein Video gemacht (das "Zurückschnellen" ist nicht automatisch, sondern durch das manuelle Zurückdrehen des Gasgriffs...):
    (im Moment ist es dank youtube noch nicht online, es wird noch "bearbeitet", müsste aber gleich online sein).

    Bitte helft mir, ich werd sonst morgen wahnsinnig...!!!

  2. #2
    Glühbirnenwechsler
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    Zu 2) ja Sollte korrekt sein. Da kann man nicht viel Falsch machen. Durch die Feder und in die dafür vorhergesehene Nische (?!? Fremdwort .. k.A)

    3) Das bedeutet das da was unter Spannung steht. Nichtt der Bowdenzug bewegt sich sondern die Hülle.

    Ist denn überhaupt der richtige Bowdenzug montiert?

    Ausserdem kenne ich BVF Vergaser mit dem Goldenen Schäubchen oben. Da fehlt was ?
    http://62.75.177.102/shop_cfg/MTZCic...ser16n1_11.jpg

    Mir erscheint der Bowdenzug zu lang ....
    :3 ...
    Ich hoffe ihckonnte mit meinem Fachsimpeln helfen

  3. #3
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Hallo ???

    1) ja
    2) ja
    3) viel zu locker, vielleicht 2mm Spiel wären ok.
    4) Viel zu langer Zug oder Schieber nicht unten

    5) Bau den Vergaser aus und versuche erst einmal in einer Trockenübung die Funktion des Gasscheibers und der Anschlagschraube zu verstehen und vor allen Dingen pass dabei auf, dass die Nadel auch in der Nadeldüse steckt und so der Schieber sich bis ganz nach unten schieben lässt.

    Meine Erfahrung ist, dass sich der Schieber bei eingebautem Vergaser ungern nach unten bewegt, weil die Nadel schief sitzt und gar nicht daran denk in der Nadeldüse zu verschwinden. Das geht einfacher, wenn man den Vergaser im ausgebauten Zustand zusammensetzt. Dann kann man die Nadel nämlich mit dem Finger in die richtige Position bringen.

    Peter

  4. #4
    Tankentroster Avatar von Nördlicher.Vogel
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    Also zum Thema falscher/zu langer Bowdenzug: Das ist der Gasbowdenzug aus dem grauen Set für die Kr51/2 von Dumcke. Müsste also schon korrekt sein, daran wirds nicht liegen denke ich.

    zu 1) "Ja" heißt, dass der Kolbenschieber sich nach dem Einschieben in den Vergaser nicht mehr drehen lassen sollte?
    zu 3) Peter, kannst du das näher erklären? Meine Frage war ja, ob ich den Grundmechanismus kapiert habe. Was meinst du genau mit "2mm Spiel wären ok"? Heißt das, dass Bild 6 auch noch einen zu lockeren Gasbowdenzug zeigt?
    zu 4) der Schieber geht wie gesagt nicht allein nach unten, woran liegt das bloß??
    zu 5) Könntest du mir nicht versuchen zu erklären, was die Anschlagschraube für eine Funktion hat, die ich verstehen muss, um mein Problem zu lösen? Würde ungern den ganzen Vergaser abmontieren.

    Den Schieber habe ich aber (bis auf die Tatsache, dass der sich wie gesagt herumdrehen lässt) richtig montiert, auch die Nadel scheint in der Nadeldüse zu verschwinden, weil der Schieber sich ganz nach unten in den Vergaser drücken lässt und die Nadel auch nicht verbogen ist oder dergleichen.

    Wie sollte ich denn die Anschlagschraube für die Montage drehen? Ganz rein, damit möglichst viel von der Schraube in dem "Kolbenschiebergang" ist und ich vielleicht mal ne Art Führung für den Kolbenschieber bekomme? oder anders?

    @Skarbart: Ich glaube die Einstellschrauben, die du meisnt, gibt es bei meiner KR51/2L nicht. Dafür sind glaube ich die Einstellschrauben oben bei den Armaturen da, direkt an den Zügen. So hab ichs zumindest verstanden.

  5. #5
    Simsonfreund Avatar von Fabi_123
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    1) Das ist so richtig, sobald er richtig drin ist, sprich die Nut an der Standgasschraube sollte man den nicht mehr drehen können.
    3) Den Grundmechanismus hast du kapiert. Die schraube am Zug weiter raus drehen spannt den Zug, weiter rein lockert ihn. Du muss jetzt schauen, dass dein Gasschieber gas rein geht und danach an der Einstellschraube am Zug so einstellen, dass der Zug noch 2 mm spiel hat, sprich du ihn am Vergaser 2mm hochziehen kannst, bis du einen Widerstand merkst.
    4) Vielleicht ist die Standgasschraube zu weit drin? Oder die Nut ist nicht genau an der schraube
    5) Wenn du mit Nschlagschraube die Standgasschraube meinst (die die schräg in den Vergaser rein geht) die drückt den Gasschieber nach oben, dadurch hast du dann Standgas.

    Das bei dir keine goldene Einstellschraube auf dem vergaser oben drauf ist, ist so richtig. Das geht bei der Schwalbe wohl wegen dem Tunnel nicht. Und dass das an der Einstellschraube am Zug eingestellt wird hast du richtig verstanden.

    gutes Gelingen!

    Grüße vom Bodensee
    Fabi

  6. #6
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Zitat Zitat von Nördlicher.Vogel Beitrag anzeigen
    Würde ungern den ganzen Vergaser abmontieren.
    Wie willst Du dann alles genau inspezieren?

    zu 1) ja.

    zu 3) Ob Bild noch zu locker oder schon zu wenig locker ist, kann ich nicht sehen. An einem Ende sitzt der Bowdenzug fest auf, am anderen Ende sollten die berühmten 2mm Luft sein. D.h. es schlabbert ein wenig, bzw. es gibt einen kurzen Leerweg, ehe der Zug den Schieber anhebt.

    zu 4) Bau den Vergaser aus und prüfe mit den Fingern, wie leicht der Schieber sich im Vergaser bewegen lässt.

    zu 5) die Anschlagschraube hat zwei Funktionen:
    1. führten sie den Schieber, damit er sich nicht verdrehen kann, dazu muss sie nur minimal nach innen ragen
    2. verhindert sie, je nachdem wie weit sie reingedreht wird, dass der Schieber bis ganz nach unten gehen kann. Man kann den Schieber mit dieser Schraube quasi so anheben, dass der Ansaugkanal nicht ganz geschlossen wird.
    Zu Anfang soll die Schraube vielleicht nur 1 bis 2 mm innen rausragen?

    Alles klaro, Piepmatz des Nordens? Sonst schau am Mittwoch bei meinem Schraubärnachmittag vorbei.

    Peter

  7. #7
    Tankentroster Avatar von Nördlicher.Vogel
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    Danke erstmal an euch beide! Punkte 1 bis 3 sind denke ich geklärt. :) Ich werde morgen mal versuchen, die "Anschlagschraube" tatsächlich nur 1-2mm nach innen herausragen zu lassen. Vielleicht hilft das ja?!

    Ich weiß nicht, ob das vergleichbar ist, aber: Von hand ließ sich der Schieber (mit ganz locker gestelltem Bowdenzug) für mein Verständnis leichtgängig nach unten drücken (nur halt gegen den Druck der Feder, den muss man ja "miteinrechnen"), Ohne die Feder hatte ich es auch schon probiert, da "flutschte" das Teil bis ganz nach unten. Ich denke, da liegt nicht das Problem.

    Hat jemand eine gute Glaskugel und kann noch ein paar Vermutungen in den Raum stellen, an was es noch so liegen könnte?? Dann hätte ich eine kleine Checkliste, die ich morgen abarbeiten könnte in der Hoffnung, das Problem zu lösen.

    Der Frühlingsflug der Schwalbe hängt jetzt nur noch von diesem Problem und dem abgerissenen Kabel der Parkleuchte ab (anderer Thread). Ansonsten ist alles tiptop, argh! Danke für die Einladung Peter, aber die Schwalbe fliegt ja noch nicht und ich habe kein adäquates Auto, um den Vogel von Lüneburg nach Braunschweig zu transportieren.

  8. #8
    Simsonfreund
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    Du kannst spaßeshalber mal versuchen, den Schieber ohne Nadel zu montieren. Gehts plötzlich viel einfacher und der Gasgriff macht was er soll? Dann ist deine Nadel schuld, weil diese nicht in die Düse rutschen will, wie von Peter beschrieben.
    Wie löst man das? Mit viel Geschick und Geduld - ODER - Vergaser ausbauen und dann Kolbenschieber einhängen. Dann kannst du den Gaser nämlich hoch/runter/Seitwärts neigen und siehst gleichzeitig, wo's klemmt. Für den Ausbau brauchts nicht mehr als 2-3 Minuten (2 Muttern), das lohnt sich also.

  9. #9
    TO
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    Dementsprechend bewegt sich der Gasgriff auch keinen Milimeter zurück, wenn man ihn loslässt.
    Wenn das am Ende Dein einziges Problem ist:

    Von den sechs in meiner Garage stehenden Schwalben geht nur bei einer einzigen der Gasgriff von selbst zurück. Und die sind alle gut gefettet. Das liegt an der Konstruktion. Du musst bedenken, dass die armselige Feder im Vergaser diverse Reibungen zu überwinden hat. Die Reibung des Zugs, die des Schiebers im Lenker (der durch den Zug und die Schnecke auch noch gegen eine Seite des Lenkers gedrückt wird) und die Reibung des Griffs gegen den Lenker. Und Fett will beim Fließen auch verformt werden.

  10. #10
    Flugschüler Avatar von Commander
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    Hab mir nun nicht alles durchgelesen, aber auf den Bildern sieht das so aus als ob der Bowdenzug in den Lenker gezogen wird..
    Hast du das Widerlager des Bowdenzugs korrekt in das Lenkerrohr eingehakt?
    -Hier steht nix-

  11. #11
    Tankentroster Avatar von Nördlicher.Vogel
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    @Jenson: Guter Tipp (warum bin ich da nicht selber drauf gekommen)!! Habs ausprobiert und siehe da, alles flutscht wie es soll und sogar der Gasgriff geht zurück - wenn die Nadel nicht montiert ist. Also habe ich mir die Teillastnadel nochmal genauer angeschaut. Unten alles wunderbar gerade, dann habe ich mal das Halteplättchen abgemacht und da wartete dann die Überraschung: Oben bei den Einkerbungen ist die Nadel total verbogen.
    Also hatte Peter mit seiner Vermutung doch Recht, die blöde Nadel hat die Düse nicht gefunden. Hoffentlich kommt heute die Express-Nadel-Lieferung, dann werde ich den Vergaser ausbauen und das per Hand richtig einfädeln. Dann müsste/sollte es ja klappen.
    Also vielen Dank an alle Beteiligten hier, das Problem scheint gelöst zu sein!! Falls nicht, hört ihr später an dieser Stelle einen spitzen Hilfeschrei ;-)

    @Commander: Daran liegts nicht, ist alles richtig montiert!

  12. #12
    Joh
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    Falls hier mal jemand über die SuFu reinfindet:

    Ich hatte neulich auch das Problem, dass der Kolbenschieber weder richtig reinzudrücken war, noch gut wieder herauszubekommen war. An der Teillastnadel lag es nicht, das habe ich schon bei ausgebautem Vergaser getestet. Der Bowdenzug war auch richtig verlegt (ist noch der, der set etwa 30 Jahren darin ist (sieht fast aus wie neu und hat keine Risse)). Den Kolbenschieber habe ich dan zwecks Reinigung ein paar minuten in Lampenöl gelegt (im Endeffekt das gleiche wie Waschbenzin *lach*).

    Die Standgaßschraube soweit rausgedreht, dass sie nicht mehr in den "Kolbenschieberschacht" reinragt, mit einem weichen Tuch ausgewischt, ein bisschen Öl rein und dann den Kolbenschieber (ohne Teillastnadel) mit eingehängtem Bowdenzug (ohne Feder und Deckel!) reingeschoben und mit dem Finger nach unten gerückt. Dan wieder hochgezogen. Hat immernoch gehangen. Kolbenschieber rausgenommen, "Schacht" ordentlich mit WD40 vollgesprüht, Kolbenschieber mit WD40 eingesprüht und wieder reingesteckt.

    Den Kolbenschieber ein paar mal reingedrückt und wieder rausgezogen (40 Mal oder so ).

    Und siehe da: Es flutscht. Alles wieder zusammengebaut und natürlich die Standgasschraube wieder reingedreht. Voller Freude durfte ich dann feststellen, dass der Vergaser total verstellt ist, da ich vorletzten Winter die grandiose Idee hatte ihn einzustellen - ohne Warmfahren natürlich... Das ist aber ein anderes Thema.

    Ich hoffe das Hilft vielleicht dem ein oder anderen.

    Gruß, Joh

  13. #13
    Flugschüler Avatar von vogelfänger
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    Ich will mich ja nicht einmischen, aber so sieht das doch aus wenn der oder das Wiederlager am Gasschieber fehlt oder? Versteht ihr was ich meine? Schwalbenbuch, Seite 175, Bild 303.

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