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Thema: Verzweifelt ... Suche Hilfe


  1. #1

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    Icon Cry Verzweifelt ... Suche Hilfe

    Hallo Simsonfahrer,

    Ich habe hier im Forum schon einige Beiträge gelesen, die mir beim reparieren meiner Schwalbe sehr geholfen haben. Jetzt bin ich aber an einem Punkt angekommen, an dem ich echt nicht mehr weiter weiß, und ich hoffe, dass ihr mir helfen könnt.

    Ich habe meine KR51/2E Baujahr 1985 seit 4 Monaten und bin mittlerweile eigentlich sehr gut mit ihr klar gekommen und kenne jetzt auch ihre Macken und weiß wie man sie behebt.
    Bis vor einer Woche fuhr sie noch perfekt. Dann habe ich einen Kurzurlaub eingeschoben (4 Tage), und meine Schwalbe stand leider draußen. Es hat dann wohl die Tage relativ viel Regen gegeben und die war leider nicht zugedeckt (sonst immer).
    Sie ging dann am Montag auch beim ersten Kick an und ist auch 200 Meter gut gefahren. Aber dann hat sie angefangen stark zu stottern so als wenn kein Benzin käme, also das gleiche Gefühl wie beim fahren mit geschlossenem Benzinhahn. Dann habe ich den Vergaser sauber gemacht und bin auch ca. 8 Kilometer gut gefahren. Auf einmal hat sie aber wieder angefangen zu stottern. Ich habe mir dann auch mal die Zündkerze angeguckt und die war farblich besser als erwartet also dunkelbraun. Ich dachte mir dann, dass ich mal den Tank säubern sollte, weil der doch relativ rostig war. Naja gedacht, getan und so habe ich dann den Tank gesäubert und den Vergaser natürlich auch. Dann bin ich wieder 4 Kilometer gefahren, problemlos. Und danach hat's schon wieder angefangen. Ich bin mittlerweile echt ratlos, weil das Gemisch sollte ja gut sein (Zündkerzen Farbe), die Zündung wurde vor 900 Kilometern vom Fachmann eingestellt und sollte sich ja nicht innerhalb von 4 Tagen total verändern, Zündkerze habe ich schon eine neue drinnen, in der Kammer unten im Vergaser ist immer genug Benzin und der Schwimmer ist auch richtig eingestellt.

    Ich würde mich freuen wenn ihr mir irgendwie weiterhelfen könntet.
    Danke schonmal im Vorraus.

    Viele Grüße aus Köln

  2. #2
    Museumsdirektor Avatar von moeffi
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    das könnte ein beginnendes wärmeproblem sein. wasser im kraftstoff sollte nach deinen mehrmaligen reinigungsaktionen ja auszuschließen sein.
    ..shift happens

  3. #3
    Dos
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    Es kann auch sein, das du durchs tank reinigen weitere rostteilchen gelöst hast... hast du beim zweiten vergaser reinigen noch dreck im vergaser gehabt? wie gründlich (und auch wie) hast du den Tank gereinigt? Durchflussmenge mal gemessen? (200ml pro minute)

    Ansonsten wäre interessant nen Zündkerzenschlüssel mitzunehmen (lässt sich ja anscheinend alles reproduzieren) und wenn du liegenbleibst, sofort benzinhahn schliessen und zündkerze rausdrehen. mit der zündkerze mal schauen ob noch ein funke kommt, wenn nein -> vielleicht wärmeproblem wie oben beschrieben.

    wenn ja -> vergaser ausbauen und schwimmerstand anschauen. Du hast ja dann den benzinhahn direkt beim stehenbleiben geschlossen, siehst also ob ggfs. zu wenig benzin im schwimmer ist und somit entweder die durchflussmenge nicht stimmt, oder die vergasereinstellung.

  4. #4
    Chefkonstrukteur Avatar von luluxs
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    Vielleicht ist auch nur der Benzinhahn verschmutzt hast Du den auch gereinigt?

  5. #5

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    Hallo, vielen Dank schonmal für eure Antworten.

    @Luluxs: Den Benzinhahn habe ich auch sauber gemacht.

    @ Dos: Ich habe den Tank auf die "Bauernmethode" gereinigt also ein bisschen feiner Kies mit Wasser rein und dann 20 Minuten schütteln, gut ausspülen und trocknen lassen. Danach aber wieder das "alte" Benzin rein. Könnte es damit was zu tun haben ?
    Ich Messe heute auf jeden fall mal die durchflussmenge.
    Wie gucke ich den an der Zündkerze ob ein Funke kommt ? Rausnehmen und dann Stecker drauf und kicken .?

    @moeffi und Dos: Welches Bauteil arbeitet dann nicht korrekt beim "Wärmeproblem"?
    Bzw. Könnt ihr mir das vielleicht noch was näher erklären, was das genau ist?

    Vielen Dank schonmal an euch drei.

  6. #6
    Administrator Urgestein Avatar von Prof
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    Zitat Zitat von BiberbraunKR51/2 Beitrag anzeigen
    @ Dos: Ich habe den Tank auf die "Bauernmethode" gereinigt also ein bisschen feiner Kies mit Wasser rein und dann 20 Minuten schütteln, gut ausspülen und trocknen lassen. Danach aber wieder das "alte" Benzin rein. Könnte es damit was zu tun haben ?
    Das ist ja ähnlich sinnvoll wie Wäsche zu waschen und die weißen Hemden anschließend durch den Dreck zur Wäscheleine zu schleifen...
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  7. #7
    Chefkonstrukteur Avatar von luluxs
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    Tank mit Zitronensäure füllen und 24 stehen lassen hilft.

  8. #8

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    Also altes Benzin raus und Tank wieder raus und dann mit Zitronensäure (wie denn konzentriert? Und randvoll?) füllen.? Und dann nach 24 Stunden Zitronensäure raus (mit Wasser nachspülen ?) und dann Neues Gemisch rein. Habe ich das jetzt richtig verstanden ?

  9. #9
    Chefkonstrukteur Avatar von Wessischrauber
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    http://www.simsonundco.bplaced.net/problem9.pdf
    Hier steht's noch 'mal ganz genau.

    Grüße
    Gerhard
    bevor isch misch uffreesch, isses mir liwwer egal !

  10. #10

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    Okay danke. Ich besorge gleich noch die Sachen und probiere das dann mal aus. Es tut mir leid, dass ich nochmal frage, aber ich will mir nicht den Tank kaputt machen. Wie groß ist die schlecker Packung ca.(weil wir hier in der Nähe keinen haben), bzw. Wie viel muss jetzt rein ?

  11. #11
    bop
    bop ist offline
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    Tankentrostung ohne chemische Keule

    Hier zeige ich Euch einmal die Tankentrostung mit Haushaltsmittelchen. Die Produkte könnt Ihr
    alle bei " DM " kaufen. Auch wenn diese Mittel weniger umweltschädlich
    sind wie professionelle Spezial-Produkte, müssen die Abfälle umweltverträglich
    entsorgt werden. Besoners ölige und benzinhaltig Abwässer dürfen nicht in die
    Kanalisation gelangen.

    Benötigt werden.

    1. Leere PE Flasche.
    2. Eine
    Flaschenbürste.
    3. Domestos Abflussreiniger ( Lila Flasche )
    4. Heitmanns
    Zitronensäure ( 400 mg )
    5. Autopolitur ( Marke und Sorte sind Egal )
    6.
    Brennspiritus

    Zitronensäure und Spiritus sind natürliche, biologisch
    abbaubare Stoffe, die in entsprechender Verdünnung unbedenklich
    sind.
    Wie man im nächsten Bild sehr gut sieht hat der Tank des Oldies
    in fast 30 Jahren schon ein wenig gelitten. Häufigste Ursache für den Tankrost
    ist, das man die Mopeds früher immer mit Benzin weggestellt hat. Das ist
    grundlegend falsch. Benzin ist eine Frischware. Im Benzin sind Bakterien deren
    Stoffwechselprodukt das Metall angreifen, ihn rosten lassen und über die Zeit
    schliesslich komplett auffressen.



    Mischungsverhältnise für einen 3,8 Liter Tank:
    0,5 Liter Domestos auf 3,5 Liter Wasser
    200mg Zitronensäure auf
    3,5 Liter Wasser



    Vorgehensweise :

    Mit einem Stofflappen wird zunächst die Politur auf den Tank
    aufgetragen. Die Politur schützt den Lack während der 'Behandlung'. Es ist eine
    reine Vorsichtsmaßnahme passiert ist bei mir noch nie etwas. Aber Sicher ist
    Sicher !!!

    Den Benzinhahn abmontieren und die Öffnung mit einem Weinkorken
    verschließen. 0,5 Liter Domestos in den Tank einfüllen. Anschießend den Rest mit
    heißem Wasser auffüllen ( 50 - 60 C ). Den Tank am Anfang nicht bis zum Rand mit
    Wasser auffüllen, sondern die Reaktion des Domestos abwarten. Anschließen bis
    zum Rand Wasser nachfüllen. Das ganze sollte max. 3 Tage im Tank verbleiben.
    Täglich einmal mit der Flaschenbürste den Tank von innen bei der Reinigung
    unterstützen. Das Domestos löst den Rost an und zerstört den Ölfilm im
    Tank.
    Nach 2 - 3 Tagen das Domestoswasser ausgießen und solange mit klarem
    Wasser nachspülen bis aus dem Tank nur noch klares Wasser
    ausläuft.

    Nach der Behandlung mit dem Domestos nicht erschrecken. Oft
    sieht der Tank dann von innen noch schlimmer aus als vorher.



    Nun die Zitronensäure in die PE Flasche geben.
    Für 3,5 - 4 Liter Tanks gute 200 mg. Bei der Zitronensäure ist es wichtig das
    diese in heißem Wasser komplett aufgelöst wird, da sie bei kaltem Wasser klumpt.
    Wenn sich das Pulver aufgelöst hat, die Flüssigkeit langsam in den Tank geben.
    Der Rost an der Einfüllstelle wird augenblicklich schwächer, bzw. verschwindet
    er schon beim Einfüllen völlig.

    Den Rest des Tanks nun wieder mit heißem
    Wasser auffüllen. Den Tank nicht ganz voll füllen, da die Säure sich in ihrer
    Dichte ändert und mehr Platz benötigt. Erst nach 5 - 8 Stunden Wasser
    nachfüllen. Die Säure sollte max. 2 - 3 Tage im Tank verbleiben. Einmal täglich
    mit der Flaschenbürste der Entrostung ein wenig nachhelfen.

    Rechts der Tank nach 8 Stunden. Es wurde
    bereits warmes Wasser nachgefüllt; warm um die Reaktion im Tank zu unterstützen.

    An der Dichtfläche des Tankdeckels sieht man
    noch deutlich den Rost der durch Domestosbehandlung entstanden ist.



    Im linken Bild wurde nun, um die Wirkung zu
    demonstrieren, der Rand der Tankdeckelöffnung mit Zitronensäure bestrichen. Das
    Ergebnis spricht für sich.

    Nach 2 - 3 Tagen wird die Zitronensäure aus
    dem Tank geschüttet. Anschliessend ausreichend mit heißem Wasser nachspülen. Mit
    einem Föhn den Tank nun von innen vollständig trocknen.

    Schliesslich nur noch einmal mit Spiritus
    ausspülen. Dieses ist notwendig, da der abgelöste Rost leichter ist wie Wasser
    und sich an unzugänglichen Stellen immer absetzt. Die Prozedur notfalls ein
    zweites mal wiederholen.




    Nun ist der Tank komplett entrostet aber nicht
    versiegelt. Ich persönlich nehme von den Versiegelungen Abstand, da man bei
    großen Tanks einfach nicht überprüfen kann ob alle Stellen im Tank versiegelt
    wurden. Denn hier würde es wieder munter rosten und der Tank wäre nicht mehr
    retten.

    Zur Überwinterung bzw. zur Langzeitkonservierung empfehle
    ich den Sprit vollständig abzulassen. Vergaser und Leitungen entleeren. Einen
    öligen Lappen auf den Tankstutzen und mit dem Tankdeckel verschließen.


    Im neuen Mopedjahr, oder auch nach vielen Jahren ist so
    alles noch wie neu im Tank.

    MFG

  12. #12

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    Ah okay.

    Danke nochmal an alle!

  13. #13
    Chefkonstrukteur Avatar von luluxs
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    Man muss den Tank nicht unbedingt ausbauen. Man bekommt halt den Benzinhahn besser ab und später wieder dicht.

  14. #14
    Dos
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    Also wenn man es schon auf die "Bauernmethode" macht (habe ich selbst bereits 2 mal erfolgreich and verschiedenen tanks gemacht) dann muss man auf jeden fall mit geduld und sorgfalt arbeiten. Das heißt, nachher gründlich den Tank ausspülen und wenn man das Benzin wieder verwenden will muss dieses auf jeden fall gefiltert werden (z.b. Kaffefilter hat sich bewährt)

    Ich machs immer mit etwas bleischrot und ca 300ml benzin. Das hat man früher so schon bei alten, gammeligen BMW-Tanks so gemacht und es geht (vorteil ist angeblich das sich das blei beim schütteln an den Wänden quasi als "versiegelung" ablagert). Die zitronensäure-variante ist natürlich ein anderes kaliber

    Aber du wirst dir sicherlich den Benzinhahn schön verdreckt haben mit dem wieder genutzten Benzin.. wie Prof schon sagte, dat bringt ma gaaanüscht

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