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Thema: Vogel zieht nicht – hörbarer Unterschied zw "Zündaussetzer" und "kein Kraftstoff"?


  1. #1
    Zündkerzenwechsler
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    Standard Vogel zieht nicht – hörbarer Unterschied zw "Zündaussetzer" und "kein Kraftstoff"?

    Servus!

    ich hab mein Anleigen bereist in einen bestehenden Thread gepostet, leider keine Antowrt erhalten.

    Deswegen hier das ganze nochma als eigenen Threadl, ich hoffe Ihr könnt mir helfen. Ich weis garde nicht mehr weiter... :(

    Problem: Meine KR51/2E zieht ab Halbgas MANCHMAL nicht mehr. Sie verliert dann spürbar Leistung, ob sie kurz ganz aus geht oder nur Leistung verliert kann ich nicht 100%ig sagen. Kann man Zündaussetzer von "kein Kraftstoff bekommen" akkustisch unterscheiden??

    Nach ein-zwei Minuten "ruckeln" geht es dann wieder ein Stückchen, wenn dann ein Anstieg kommt fängt es wieder an. Das Problem ist schon kurz nach dem Start als auch nach ca 10min problemloser Fahrt aufgetreten. Es tritt unregelmäßig auf – manchmal läuft sie 10km bei volelr Leistung, voller Geschwindigketi...

    Folgendes habe ich gecheckt und war in Ordnung, bzw musste nicht verstellt oder gereinigt werden:

    - Auspuff
    - Vergaser
    - Benzinzufluss (250ml/min troz zusätzlichem Kraftstofffilter zw Hahn und Vergaser)
    - ZZP

    Was könnten weitere Ursachen sein? Ich habe im letzten Herbst vom Tank bis zur Eintrittsöffnung für das Gasgemisch im Zylinder alles gecheckt, eingestellt und gesäubert. Den Benzinhahn habe ich im Rahmen des aktuellen Check-Programms noch nicht zerlegt weil der Tank noch ziemlich voll ist und ich eigentlich nicht glauben kann dass der zu ist...

    Vielen Dank für Antworten!
    sir.o

  2. #2
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Wenn die Zündung nicht zündet, dann liegt es daran, dass entweder
    - kein Zündfunke vorhanden ist oder
    - nicht ausreichend zündfähiges Gemisch vorhanden ist.

    Das kann man am Geräusch nicht unterscheiden.
    Entferne mal den zusätzlichen, zusetzlichen Benzinfilter.

    Peter

  3. #3
    Zündkerzenwechsler
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    also ich habe den zusätzlichen Spritfilter rausgenommen, das Probelem hat sich nach dem Warmfahren aber wieder eingestellt...

  4. #4
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Wenn noch original, wird es sicher die Zündung sein. Um das zu testen, kannst Du es mal mit einer Verbindung von Zündkabel und Zündkerze ohne Kerzenstecker probieren, wodurch auch der eingebaute Widerstand von 1 kOhm wegfällt. Das sollte die Zündspannung aufbessern. Wird´s damit besser, ist ganz sicher die Zündspannung schuld. Problemlösung dann siehe Wärmeproblem.

    Meine alte U-Zündung war irgendwann auch so abgewrackt, dass die Motorleistung derart abnahm, dass man wirklich denken musste, die Garnitur wäre hinüber. War sie aber nicht.

    MfG
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  5. #5
    Rik
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    Flugschüler Avatar von Rik
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    Entferne mal den zusätzlichen, zusetzlichen Benzinfilter.
    der war gut

  6. #6
    Zündkerzenwechsler
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    Danke schon mal für die Antworten.. Ich werd morgen oder am Wochenende mal das mit der Zündspannung ausprobieren (im Moment regnet es nur...)
    Matthias, könntest du mir bitte das benannte
    Zitat Zitat von Matthias1 Beitrag anzeigen
    Wärmeproblem.
    näher erläutern bzw einen Link posten?
    Grüße,
    sir.o

  7. #7
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    704 ist offline

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    Da ich das gerade erst hinter mir hab ist der Link parat.

    Wärmeproblem

  8. #8
    Zündkerzenwechsler
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    Ich hab gerade mal den Zündkerzenstecker abgenommen und mit nem kupferdraht die Spannung direkt an die Zündkerze gebracht. Ich denke das Problem wurde ein bisschen besser, soll heißen∞ die AUssetzer sind nicht so lang andauernd ausgefallen wie bisher. Das Problem besteht aber weiter. Ich werde mal die Check-Liste vom Wärmeproblem durchgehen..

  9. #9
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Einerseits bin ich mit der Reihenfolge, die der Prof. da in dem Thread empfiehlt, nicht einverstanden, da sie sich in unzähligen Threads als nicht zielführend erwiesen hat.
    Unstreitig ist aber, dass sich das Problem recht verschieden äußern kann. Und das Dumme ist, dass der Fehlerteufel schwer zu diagnostizieren ist.
    Andererseits mag ich das nicht zum ich weiß nicht wie vielten Male schon wieder durchkauen. Vielleicht bringt Dir die Suche da was Ausführlicheres. Nur in Kurzform: Die alten Zündungen werden immer schwächer, weil die aktiv zündspannungserzeugenden oder -erhöhenden Bauteile/Komponenten nachlassen. Polradmagnete, Spulen, Kondensator. Man muss sogar davon ausgehen, dass alle miteinander zumindest eine Teilschuld tragen. So nach dem Motto: Was nützt schon eine neuer Kondensator (wenngleich der alte defekt war), wenn außerdem die Primärspule nicht mehr richtig Spannung liefert, und auch das Polrad schon seit Jahren kraftlos ist. Keine Schuld tragen dagegen meist die lediglich passiven Bauteile, die nur den Strom weiterleiten. Also Zündkerze, Zündkabel, Unterbrecher, Kerzenstecker wechseln ... das alles ist zu 99 % umsonst.

    MfG
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Matthias1 Beitrag anzeigen
    Einerseits bin ich mit der Reihenfolge, die der Prof. da in dem Thread empfiehlt, nicht einverstanden, da sie sich in unzähligen Threads als nicht zielführend erwiesen hat.
    Korrekturen und Verbesserungen werden nach wie vor gerne entgegen genommen.
    Disclaimer: Beiträge können Ironie und unsichtbare Smileys enthalten.

  11. #11
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    @matthias1
    Inwiefern meinst du kann eine Spule auf der Grundplatte altern und weniger Saft liefern? Vorrausgesetzt das der Lack auf dem Spulendraht einwandfrei ist und die Spule nicht mechanisch durch Fremeinwirkung zerstört wird kann ich mir kaum vorstellen, was noch zur Alterung beitragen könnte.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  12. #12
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    Das Polrad verliert an Anziehungskraft , das wird wohl das Problem sein

    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

  13. #13
    Zündkerzenwechsler
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    Ich hab nochmal Rücksprache gehalten mit nem Motorradmechaniker, der meinte es wird wohl die Primärspule sein.
    Hab heute Nachmittag ne neue reingebaut (da hätt ichd en Kondensator auch gleich tauschen könnne, hab aber vergessen einen zu bestellen...) und dann ne Probefahrt mit ordentlichen Steigungen, Gefälle etc über ca 15km gemacht. Sie lief spritzig wie lange nicht, in der Ebene 65km/h, Beschleuingung am Berg auch wie zu ihren besten Zeiten...Ich hab sie richtig warm geprügelt, also ein "Hitzeproblem" war dem Vogel ganz und gar nicht anzumerken.

    Nach zwei Spezi am Flugplatz und 1,5 Stunden später wollte ich heimfahren und es ging der ganze Scheiß wieder von vorne los. Bis ca. Halbgas ging alles gut, wenn ich voll aufgdreht habe ist sie sofort "weggebrochen" für 1-2 Sekunden, dann kurz ein Zug, um wieder auszugehen. Bin dann mit Halbgas heimgetuckert, die letzten 2km die nur leicht bergab gehen, lief sie Vollgas ohne zu stottern, also über 70km/h.


    Im Endeffekt ist jetzt nur noch das Polrad, Kondensator, Zündspule übrig, oder? Beim 1. Probelauf haben aber alle Bauteile maximale Leistung geliefert, kalt als auch richtig warm gefahren??

  14. #14
    Zündkerzenwechsler
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    Also es war schlussendlich doch der Vergaser. Ich dachte wirklich nicht dass der sich über einige km udn stehen im WInter verstellen könnten – der Schwimmer.
    Danke fürs Kopf-Zerbrechen!
    lg sir

  15. #15
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Zitat Zitat von Matze Beitrag anzeigen
    @matthias1
    Inwiefern meinst du kann eine Spule auf der Grundplatte altern und weniger Saft liefern? Vorrausgesetzt das der Lack auf dem Spulendraht einwandfrei ist und die Spule nicht mechanisch durch Fremeinwirkung zerstört wird kann ich mir kaum vorstellen, was noch zur Alterung beitragen könnte.
    Du sprichst es doch selbst aus. Natürlich wird nicht das Kupfer schlecht. Die Spule funktioniert nur, wenn die Lackierung der Wicklungen einwandfrei ist und da keine internen Kurzschlüsse auftauchen. Das Gleiche mit den Plättchen vom Eisenkern. Die Lackierung ist nur Kunststoff, der es schon mal allgemein an sich hat, zu altern und spröde zu werden. Dann das Wechselspiel Wärme und Kälte. Dann geht mal ein Simmerring kaputt, Benzin und Öl gelangen an die Zündung. Das sind im allgemeinen auch keine schlechten Lösungsmittel. Dann gibt es die Motorvibrationen, die eine Reibung zwischen den Wicklungen verursachen können. Und schließlich dehnt sich das Kupfer auch aus und zieht sich wieder zusammen, was ebenfalls ein gewisses Scheuern zwischen den Wicklungen verursachen kann. Genügend Gründe, um die Isolierung irgendwann ausreichend zu beschädigen. Sehen tut man natürlich im Einzelfall nichts. Zu DDR-Zeiten packte man das Thema dann auch folgerichtig an: Es gab richtige Motorwicklereien, da wurden gealterte Spulen neu gewickelt, und nicht ausschließlich weggeschmissen wie heute.

    @sir: Wie jetzt, "doch Vergaser" ? Das passt doch alles nicht zusammen. Wenn die Karre unmittelbar nach dem Primärspulenwechsel entgegen vorher wieder putzmunter war, ist doch die Sache geklärt. Der Vergaser verstellt sich wirklich nicht von selber, und vor allem überlegt er sich nicht, weil die Grundplatte eine neue Primärspule bekommen hat, mal just in diesem Moment wieder (mit falschem Benzinstand?) zu funktionieren (obwohl er gar nicht angerührt wurde), um dann wieder in den alten Fehlzustand zurückzufallen. Nee, also so hinterlistige Vergaser kenn ich nicht. Eher ist denkbar, dass ein neues Problem an der Zündung aufgetaucht sein könnte (Kondesator defekt gegangen? - dumme Zufälle solls ja geben), oder Du das eigentlich Problem doch noch nicht am Kragen erwischt hast. Es wäre nicht ungewöhnlich, dass eine Zündung je nach Tageslaune mal läuft und mal nicht.
    Mein Bauch sagt mir eher, dass die Sache noch nicht ausgestanden ist, beobachte mal.

    MfG
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