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Thema: Wann sind die Wellen leichtgängig?


  1. #1
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Standard Wann sind die Wellen leichtgängig?

    Habe heute Motor zusammengebaut, jedenfalls erst einmal die beiden Hälften mit dem inneren Getriebe und natürlich der Kurbelwelle. Nun sagt das Lehrvideo an dieser Stelle "Die Wellen auf Leichtgängigkeit prüfen." So, und da bin ich nun irritiert. Die Kurbelwelle dreht sich superleicht. Wenn ich aber die Abtriebswelle zu drehen versuche, geht das relativ schwer. Es ist da der Leerlauf drin. Ich bilde mir ein, als die Kupplungs-und Abtriebswelle (mitZahnrädern natürlich) bloß in der linken Gehäusehälfte steckten, ohne die rechte, ging es leichter zu drehen als jetzt. Leichter geht es, wenn ich die Ziehkeilwelle eine Raststellung reindrücke, dürfte wohl der zweite Gang sein. Geht aber trotzdem nicht wirklich leicht. Nicht so, wie ich es erwartet hätte. Ist das normal?

    MfG Matthias
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  2. #2
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    Wenn Wellen bei mir schwer gehen Klopf ich mit Gummihammer vorsichtig aufm Gehäuse rum.
    So lösen sich Verspannungen an den Lagersitzen, am schnellsten gehts wenn de gleichzeitig noch Wellen drehen kannst.

    lg daniel
    Tuning liegt im Auge des Betrachters ich nenns Rennsport

  3. #3
    Kettenblattschleifer Avatar von midi
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    Moin Matthes!!!
    Es könnte gut sein das die Kupplungswellenlager sich verspannt haben.
    Sollte es mit normalen Gummiehammerschlägen nicht wirklich leichtgäniger sein(was ich glaube das du es schon versucht hast), dann versuch mal mit leichten präzisen Schlägen auf den Lagerinnenring zu "schlagen".Aber wirklich nur mit gefühl nicht zu feste aber auch nicht zu lasch.Sollte dieses nicht besser werden, dann sitzt irgendwas am Getriebe nicht richtig.Gereusche sind aber normal beim drehen???

    Grüße midi
    Ob Kr51,S50,Duo oder Star, der midi fährt schneller als 50km/h:)

  4. #4
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Tja, Geräusche erscheinen mir normal. Hammerschläge auf Gehäuse und rechtes Lager der Abtriebswelle habe ich probiert. Ändert sich nichts. Muss allerdings dazu sagen, dass ich das rechte Lager der Abtriebswelle erst in die rechte Motorhälfte eingesetzt, und danach selbige erwärmt aufgesetzt habe, mit erwärmtem Innenring, versteht sich. Und das ging schon sauschwer auf die Welle. Da wollte ich nicht gleichzeitg noch das Lager ins Gehäuse einschlagen müssen, wie auf dem Lehrvideo zu sehen. Die Rechnung ging auch ganz gut auf, aber am Ende, als ich den Deckel festgezogen habe, hat es das ganze Lager noch mal ein Stück rausgedrückt, so dass theoretisch etwas Druck auf dem Innenring lasten könnte. Da müsste es ja was bringen, wenn ich auf der Gegenseite mal einen Schlag auf die Abtriebswelle platziere? Dummerweise ist die rechte Motorseite ja längst wieder kalt. Aber ich bin mir gar nicht so sicher, ob nicht doch alles in Ordnung ist.

    Kann das mal jemand beschreiben, wie leicht oder schwer es gehen darf, wenn man an der Abtriebswelle dreht?

    Ach, so, ich habe die Zahnräder im Getriebe penibel mit Bremsenreiniger gesäubert, die sind also praktisch trocken. Habe nur ein wenig Öl über die Zähne geträufelt, aber die Losräder dürften in der Mitte noch nicht viel abbekommen haben. Könnte das der Grund sein?

    MfG
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  5. #5
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von totoking
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    wenn es sich um den m541 handelt, dann solltest du zunächt mal das bremsende kickstarterad aus dem weg schaffen, indem du die kickerwelle einsteckst. die abtriebswelle sollte sich im leerlauf mit 2 findern bewegen lassen. deutlich nicht so leicht, wie die kurbelwelle aber gerade, wenn die kupplung noch nicht eingebaut ist schon ohne großen krafteinsatz. immerhin werden ja alle zahnräder mitgedreht und wenn gerade die losradwelle noch nicht viel öl gesehen hat, ist da schon einiges an reibung vorhanden.
    Ich wünschte ich wäre eine Lorbeere, dann hätt ich nichts zu tun als auf mir auszuruhn!!!

  6. #6
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    Ich hätte das schon leicht eingefettet, aber daran kann es nicht liegen, ich denke auch, das die Lager verspannt sind.
    Auch wenn es wieder einigen gegen den Strich geht, erwärme den Block und versuche, die Lager dann mit leichten Schlägen leichtgängig zu machen.
    Kann das mal jemand beschreiben, wie leicht oder schwer es gehen darf, wenn man an der Abtriebswelle dreht?
    Wie soll man das erklären, ich müsste den Block auf dem Tisch haben um das zu beurteilen.
    Wenn es ordentlich gemacht wird ist zwar anfangs ein leichter Widerstand spürbar, aber wirklich schwer dürfte sich es nicht anfühlen.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  7. #7
    Kettenblattschleifer Avatar von midi
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    Also normalerweise läßt sich die Antriebswelle wenn das Kupplungspacket noch nicht drauf ist, sehr leicht drehen.
    Hatte das gleiche mal beim m53/1 das es super schwer war sowohl die Kurbelwelle wie auch die Antriebswelle drehen zu können.Nur mit sauviel kraft gelang es mir.
    Hab mir nichts bei gedacht und so eingebaut.Nach ca 10km ließ er sich normal drehen wie die anderen Motoren.Wenn du also glück hast, setzt sich die Verspannung der Lager wärend des betriebes.Besser wäre es aber wenn sie sich nach der Regeneration schon leicht drehen lassen.

    Grüße midi
    Ob Kr51,S50,Duo oder Star, der midi fährt schneller als 50km/h:)

  8. #8
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    Ich würde das vor der Inbetriebnahme machen. Leichter wird es tatsächlich, aber wenn die Lager zu verspannt sind, reiben sie zu sehr.
    Mal bist du Hund, mal bist du Baum...

  9. #9
    Museumsdirektor Avatar von H.J.
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    Sind die Wellendichtringe schon eingebaut? Wenn ja, dann haben die eine recht hohe Spannkraft und nichts läßt sich mehr leicht drehen, bevor der Motor nicht eine Weile gefahren wurde, Ol an den Dichtlippen hin oder her.
    ...drum fange nicht elektrisch an, was man mechanisch lösen kann...

  10. #10
    Chefkonstrukteur Avatar von Matthias1
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    Vielen Dank, Problem ist entdeckt. Das bremsende Kickstarterrad habe ich natürlich aus dem Weg geschafft. Wellendichtringe waren auch noch nicht drin. Mit äußerstem Widerwillen, da ich froh war, dass alles zusammen war, habe ich nun doch die Motormittelschrauben noch mal gelockert, und meine Trennvorrichtung angesetzt. Und siehe da, schwupp di wupp, ging die Abtriebswelle so leicht, wie ich es erwartet hätte. Nun ist guter Rat teuer, denn ums verrecken will das letzten Abtriebswellenlager nicht mehr runter. Der Innenring steckt so fest auf der Welle, dass ich mir schon meine 4 mm Stahlplatte verbogen habe samt Schrauben. Das bisschen, was auseinandergeht, tut es nur vorn an der Kurbelwelle, auch wenn ich nur hinten an der Abtriebswelle die Schraube anziehe. So ein Sch ...! Ich mach den Motor gerade warm, mal sehen, ob´s besser wird. Bei dem alten Lager war das nicht das Problem. Das Problem bei dem neuen SKF-Lager ist eindeutig der Innenring. Selbst richtig heiß gemacht war der nur mit Gewalt auf die Abtriebswelle zu bekommen. Muss ich mal sehen, wie ich das Problem löse.
    Die Dummen haben das Pulver nicht erfunden. Aber sie schießen damit.

  11. #11
    Restaurateur Avatar von Restaurator
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    Hallo Matthias,

    wenn du deinen Motor wieder zusammen montierst empfehle ich dir folgende Vorgehensweise:
    Ausgehend davon, Motor ist soweit montiert, kleines Lager ist auf der Kupplungswelle montiert. (Die Lager von KW und Abtriebswelle sind noch nicht montiert!)

    Nun wird der rechte Gehäuseseite erwärmt und montiert.

    Du legst dir passende Hülsen zum Eintreiben der Lagerinnenringe für KW und Abtriebswelle bereit. Stecke einen passenden Rohrschlüssel (als Hitzeschutz) auf die KW und Abtriebswelle. Erwärme nun wieder den Bereich der Lagersitze mit einem Heißluftföhn. Beginne mit der KW. Wenn ca. 100°C erreicht, musst du schnell sein, Hitzeschutz wegnehmen, Lager in die Hand nehmen und den Heißluftföhn direkt auf den Lagerinnenring halten. Nach kurzer Zeit wirst du merken, das das lager "schwer" wird. Nun sofort auf die KW damit, und mit der zurechtgelegten Hülse das Lager mit zwei drei Hammerschlägen eintreiben.

    Mit dem Abtriebswellenlager machst du es genauso. Mann spürt sofort, wenn der Lagerinnenring auf Anschlag ist. Dann natürlich nicht weiter eintreiben!

    Wichtig ist hierbei die richtige Temperatur, und eine zügige Arbeitsfolge, damit der Lageraußenring nicht zu heiß wird! Da ja das Gehäuse bereits montiert ist, gibt es auch keine Probleme mit Verspannungen. Es ist auch sinnvoll, nach der Lagermontage den Motor abkühlen zu lassen und die Gehäuseschrauben noch einmal nachzudrehen, da sich die Dichtung durch die Einwirkung der Temperatur und der Pressung gesetzt haben.

    Viel Glück für den nächsten Versuch.

    Gruß Peter
    Perfekte Arbeit macht dauerhaft Spaß. Murks schafft dauerhaft Verdruss!

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