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Thema: Wiedr mal S51: Vergaser o.k., aber Motor läuft nicht mehr richtig, nur noch Ruckeln !


  1. #1
    Tankentroster
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    Standard Wiedr mal S51: Vergaser o.k., aber Motor läuft nicht mehr richtig, nur noch Ruckeln !

    Die Vorgeschichte zur gekauften S51 mit Vape und 16N1-11 bei:
    Wieder mal S51 - diesmal Vergaser
    Endlich war der Vergaser repariert, der Motor lief, ich sage mal, wie eine "1", und den Zündkerzenelektrodenabstand habe ich auf 0,5-0,6mm eingestellt:

    Nach weiterer Testfahrt (mit ca. 50 - 60 km/h, Höchstgewindigkeit knapp unter 70 km/h, und das auch nur wenige Sekunden) zunächst ohne Auffälligkeiten, also genauso "super" wie davor, beginnt der Motor schlagartig und plötzlich zu stottern und klingt "blecherner", also ob irgendwas gegeneinander arbeiten würde. Geruckel, kein "Durchzug" und ein unsauberer Klang, als würde der Motor "zu" sein, dreht nicht richtig hoch, keine Kraft. Also zurück und Zündkerze gecheckt - keine Fäden. Neue Ersatzzündkerze rein - kein Unterschied. Merkwürdigerweis sehe ich aber keinen Zündfunken, wenn ich die Kerze in den Zündkerzenstecker stecke, gegen den Zylinder halte und den Kickstarte drehe/trete (ich entsinne mich vage, daß dies vor 35 Jahren mit meinem damaligen Mokick anders war) - aber der Motor springt an, wenn die Kerze drin ist, Funke ist also offenbar da, auch wenn ich ihn nicht sehe (den Finger habe ich NICHT rangehalten) - das ist doch nicht normal, oder?

    Anyway, bevor ich eine weitere Baustelle eröffne, nehme ich nochmal den Vergaser auseinander. Benzinhahn o.k., Benzin läuft sehr zügig aus den Schlauch, alles fest am Vegaser, nichts locker, Hauptdüse frei, Schwimmer, Schieber und Nadel beweglich, Kaltstarter geht auch (geschlossen ist das Ventil dicht, zieht man ihn, geht der Motor aus), daran liegt es nicht. Wieder zusammengebaut, auf korrekten Sicht der Dichtungen und Flansche geachtet (was sollte sich da auch schlagartig ändern können, wenn die Schrauben/Muttern unverändert fest sind), Schrauben gefühlvoll und gleichmäßig angezogen, angetreten - und kein Unterschied. Schon im Stand, beim Gasgeben, klingt der Motor anders, nicht "klar" und "sauber" sondern "verhindert", er nimmt zwar Gas an, aber dreht nicht schnell und sauber hoch, so ähnlich stelle ich es mir vor, wenn die Zündung durcheinander ist. Auch diese Ruckeln, das im Laufe der Probefahrt schlimmer wird, keine Kraft, kein williges Hochdrehen - mit Worten schwer zu beschreiben.
    Das bringt mich zu der Feststellung zurück, daß ich beim Testen keinen Zündfunken sehe, obwohl er da ist - sonst würde der Motor ja nicht laufen. Und bei der Vape-Zündung sollte der Zundfunken ja besonders kräftig sein.

    Da der Effekt schlagartig (!) eingetreten ist und am Vergaser weder Schrauben noch Düsen locker sind noch sonstwas verstellt oder irregulär auffällt, scheide ich den Vergaser als Ursache aus und denke etwa an einen plötzlichen Defekt der Zündung (einfach so - kann das sein?) oder eine Kolbenfresser. Wie das bei dieser nicht übertriebenen Geschwindigkeit und damit doch eher normalen Drehzahl der Fall sein kann ist mir zwar schleierhaft - aber würde ein Kolbenfresser bzw. Klemmer zu diesem Effekt führen? Mir ist vor oder bei Auftreten der Verschlechterung übrigens kein heftiges Ruckeln, Abbremsen oder auffälliges Geräusch vom Motor her aufgefallen.
    Was könnte die Ursache sein, was kann ich checken/prüfen? Wie gesagt ist eine Vape verbaut, ich habe keine Ahnung, ob und was ich da testen kann.

  2. #2
    Chefkonstrukteur Avatar von Albi
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    Die Idee mit dem Kolbenfresser würde ich mal weiter verfolgen. löse die 4 Muttern vom Zylinderkopf, schraube den Vergaser ab und dimm Zylinderkopf, sowie Zylinder runter. Und dann berichte, bzw. mach Fotos.

  3. #3
    Tankentroster
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    Zitat Zitat von EA_SchwalbeAlbi Beitrag anzeigen
    Die Idee mit dem Kolbenfresser würde ich mal weiter verfolgen. löse die 4 Muttern vom Zylinderkopf, schraube den Vergaser ab und dimm Zylinderkopf, sowie Zylinder runter. Und dann berichte, bzw. mach Fotos.
    Mach mir keine Angst ... ! Äußert sich so ein Kolbenfresser?

    Das hat aber mit dem fehlenden bzw. nicht sichtbaren Zündfunken nichts zu tun.
    Habe erst mal den linken Herzkasten in der Hoffnung geöffnet, daß vielleicht etwas ander Zündspule "abgefallen" ist ... nach sehr wenig Wackeln am Zündkabel hielt ich es in der Hand. War auch ziemlich "knapp" verlegt, d.h. könnte schon sein, daß bei Abziehen des Zündkerzensteckers zuviel Zug drauf kam. Und das Loch sah nicht so aus, als sei da irgendwo Kupfer .... Egal, erst mal mit einem Laborkabel (Krokoklemmen) ersetzt und getestet: Zündfunke ist zu sehen. Dann an Zündkerze und probegefahren: Leider kein Unterschied. Dann Kabel aufgeschraubt und mit Zündkerze gestestet: Läuft so murksig wie vorher, aber immer noch kein Zündfunke zu sehen. Dann anderen alten NGK-Stecker drauf: Jetzt sehe ich einen Zündfunken (keine Ahnung, was "stark" heißen soll, aber wenigstens zu sehen). Beim Fahren aber kein Unterschied.

    Habe jetzt mal wie gewünscht den Zylinder etwas abgehoben - nicht ganz, nur so weit, wie es ohne Widerstand ging, beim Weiterabheben flutschen wohl die Kolbenringe auseinander und auf das vermutliche Gefummel habe ich jetzt keinen Nerv. Aber es sollte auch so gehen.
    Auf der Zylinderinnenwand habe ich keine m.E. verdächtigen Spuren gesehen - und ein Kolbenfresser sollte doch Riefen, Kratzer, Schäden, hinterlassen, irgendwas, was man mit dem Finger fühlen und dem Auge sehen kann, nicht?

    Die Fotos sind unter
    http://home.arcor.de/wlk/06050028.jpg
    http://home.arcor.de/wlk/06050030.jpg
    http://home.arcor.de/wlk/06050031.jpg
    http://home.arcor.de/wlk/06050032.jpg
    http://home.arcor.de/wlk/06050033.jpg
    http://home.arcor.de/wlk/06050034.jpg
    http://home.arcor.de/wlk/06050036.jpg
    http://home.arcor.de/wlk/06050038.jpg
    zu sehen. Bei 32 bis 34 sind links keine Macken sondern Spiegelungen.

    Einzig für mich auffällig ist der schwarz verkrustete Kolbendeckel, was mich bei dem Geruckel und Nicht-richtig-laufen aber auch nicht verwundert.
    Habe wieder alles zusammengebaut und mal den Schlauch zum LuFi weggelassen, um Verstopfungen im LuFi-Kasten auszuschließen - kein Unterschied.

    Was nun?

  4. #4
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Hi,

    der Zylinder sieht erstmal unaufälligund prinzipell gut aus. Ist ein Almot MZA-Nachbauzylinder.
    Interessant ist, wie der Kolben von der Seite bzw. das Nadellager bzw. das Spiel in der Kurbelwelle.
    Dazu muss aber der Zylinder komplett raus und dann eine neue Fussdichtung verbaut werden.

    MfG

    Tobias

  5. #5
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Ich würde mir mal den Auspuff ansehen , ist Er frei ? , wenn ja würde ich mir mal den Wellendichtring hinter dem Primerritzel ansehen , kann sein das Der so langsam in Rente möchte
    Immer schön den Auspuff freihalten

  6. #6
    Chefkonstrukteur Avatar von Albi
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    Sorry, ich meinte keinen Fresser, sondern einen Klemmer. Aber auf den Fotos konnte ich jetzt nichts erkennen.

  7. #7
    Tankentroster
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    Zitat Zitat von Rossi Beitrag anzeigen
    der Zylinder sieht erstmal unaufälligund prinzipell gut aus. Ist ein Almot MZA-Nachbauzylinder.
    Interessant ist, wie der Kolben von der Seite bzw. das Nadellager bzw. das Spiel in der Kurbelwelle.
    Wenn etwas geklemmt oder gefressen hätte, dann würde man das doch auch mit Sicherheit an der Zylinderinnenwand sehen - oder? Also kann ich mir den Aufwand der Volldemontage ersparen. Ist "Almot" schlecht?

    Denn nicht vergessen: Nach der endgültigen Reparatur und Einstellung des Vergasers lief das Mopped ja zunächst prima, also kann bis dahin nichts am Motor gewesen sein, evtl. Spiel her und her.
    Die Frage ist doch: Welcher urplötzlich eintretender Schaden führt urplötzlich zu diesem Symptom? Ein Fresser/Klemmer liegt ja anscheinend nicht vor. Und das Spiel vom Nadellager (was und wo ist das überhaupt?) und der Kurbelwelle kann ich ohnehin nicht beurteilen, außerdem würde dies doch nicht zu diesem Symtpom führen und auch nicht von jetzt auf gleich in dieser Form auftreten, nicht?

    Es ist nicht so, daß der Motor permanent kein Gas annehmen oder "mööpen" würde, es sind ständige "Unterbrecher" und zwischen diesen zieht der Motor für ein paar 100ms, das ist deutlich zu spüren, und dann wieder nicht. So ähnlich stelle ich es mir vor, wenn die Zündung "spinnt", also der Zündfunke immer wieder "schlecht wird" oder der Zündzeitpunkt nicht stimmt. Und das wird mit zunehmender Fahrtdauer schlimmer.

    Unerklärlich, daß kein Unterschied zwischen vorher, als ich an der Kerze keinen Zündfunken sehen konnte, dem Überbrücken des Zündkabels mit Krokoklemmenkabel und dem etwas abgeschnittenen und neu eingeschraubten Zündkabel mit anderem Zündkerzenstecker, bei dem ein Zündfunke zu sehen ist, besteht (als mir das Zündkabel entgegenkam habe ich schon frohlockt, weil ich dachte, den Fehler gefunden zu haben, aber groß war der Frust, als auch dessen Überbrücken mit dem Krokoklemmenkanel keine Änderung/Verbesserung brachte). Ist denkbar, daß die Vape-Zündspule - in der ist ja wohl die eigentliche Zündelektronik enthalten, nicht? - einen Schaden erlitten hat, als ich beim Abziehen des Zündkerzensteckers nach der ersten Testfahrt, bei der alles prima war, vielleicht am schon locker sitzenden Zündkabel geruckt und dieses dann durch die Vibs beim Fahren möglicherweise ganz locker wurde?

    Ich würde mir mal den Auspuff ansehen , ist Er frei ? , wenn ja würde ich mir mal den Wellendichtring hinter dem Primerritzel ansehen , kann sein das Der so langsam in Rente möchte
    Noch mal: Das Problem ist urplötzlich aufgetreten, während des Fahrens. All das - verstopfter Auspuff, müde Wellendichtringe - führen doch nicht urplötzlich sozusagen von Null auf 100 zu diesem Sympton/Problem. Ja, wenn ich das Moped so übernommen hätte, es also nie richtig gelaufen wäre.... Außerdem wurde angeblich vor 2 Jahren "alles" gemacht (z.B. Vape eingebaut) und insgesamt macht das Teil auch einen guten Eindruck.
    Es kann doch nur eine plötzlich auftretende Ursache sein. Ich dachte auch schon an losvibrierte Masseverbindungen zur Zündspule, aber da ist nichts irreguläres zu sehen und das Ohmmeter zeigt extrem niedriger Werte an.

    Noch was: Schraube ich nach ein paar hundert Herumgestottere die Zündkerze raus, dann qualmt es ziemlich auf dem Zylinder. Eine Folge dieser "falschen" Zündung(en) oder ein Indiz für ein anderes Priblem?

  8. #8
    Chefkonstrukteur Avatar von Albi
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    Zitat Zitat von MarkF Beitrag anzeigen
    Noch was: Schraube ich nach ein paar hundert Herumgestottere die Zündkerze raus, dann qualmt es ziemlich auf dem Zylinder. Eine Folge dieser "falschen" Zündung(en) oder ein Indiz für ein anderes Priblem?
    Nee, das ist normal. Das Wärmeproblem können wir ausschließen, hast ja ne Vape. Trotzdem vermute ich das Problem Zündungsseitig, denn, wie du ganz richtig gesagt hast, ein Vergaser spinnt nicht von dem einen auf den anderen Moment. Kontrolliere mal alle zündungsrelevanten Massepunkte
    http://www.akf-shop.de/moser/s50b1_vape.pdf
    Vielleicht liegt es an der Zündspule (funktionsverlust bei zunehmender Wärme), aber das kann ich nicht beurteilen. Die wäre dann zu wechseln.

  9. #9
    Tankentroster
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    Zitat Zitat von EA_SchwalbeAlbi Beitrag anzeigen
    Trotzdem vermute ich das Problem Zündungsseitig, denn, wie du ganz richtig gesagt hast, ein Vergaser spinnt nicht von dem einen auf den anderen Moment.
    Naja, wenn sich Düsen losrappeln, etwa weil sie nicht fest eingeschraubt waren, kann das schon sehr schnell geschehen. Aber den Vergaser habe ich ja gecheckt.

    Kontrolliere mal alle zündungsrelevanten Massepunkte
    http://www.akf-shop.de/moser/s50b1_vape.pdf
    Alles schon durchgemessen, meßtechnisch o.k., auch schraubmäßig stabil.

    Vielleicht liegt es an der Zündspule (funktionsverlust bei zunehmender Wärme), aber das kann ich nicht beurteilen. Die wäre dann zu wechseln.
    Ist ja nicht nur eine Spule, da ist ja die ganze Zündelektronik drin. Nicht eben ein Pfenningartikel.
    Aber mit Wärme hat das nichts zu tun. Das Problem tritt sofort nach dem Antreten auf, auch nach 1/2 Tag Standzeit,
    Die Frage ist doch: Warum so plötzlich? Davor habe ich nur die Zündkerze rausgeschraubt und den Kontaktabstand auf 0,5-0,6mm, geöndert, und bin ein paar 100m gefahren.

    Ist der beschriebene Effekt, dieses Ruckeln und möglicherweise intermittierende Zünden denn niemandem bekannt? Könnte sich "einfach so" und plötzlich die Zündungseinstellung verstellt haben - und wäre dies dann dieser Effekt?

  10. #10
    Chefkonstrukteur Avatar von Albi
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    Das kann ich mir schlecht vorstellen. Geh mal zurück auf 0,4mm. Das sollte auf jeden Fall richtig sein. Du kannst natürlich trotzdem den Limadeckel abnehmen und checken, ob alles fest sitzt. Du kannst zur Sicherheit die Zündung auch noch einmal einstellen.

  11. #11
    Kettenblattschleifer Avatar von rossinchen
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    Zitat Zitat von Markf
    Ist "Almot" schlecht?
    Nein ist es nicht. Almot ist ein Hersteller aus Polen für u.a. Zylinder und Kolben für Simson. Die liefern momentan die beste erhältliche Qualität, abgesehen natürlich von Simson Originalteilen.

    Hast du einfach mal in den Tank geschaut, ob da Dreck/Rost drinnen ist? Dadurch kann es passieren, dass ständig dein Vergaser mit kleinsten Dreckpartikeln verstopft wird. Ich kenne das von meinem SR 50, dass die Gute dann schlagartig schlecht zieht, fast aus geht und kein Gas mehr annimmt. Das kann aber auch je nach Partikelgröße auch schlagartig vorbei sein.

    Eine andere Möglichkeit, die schlagartig auftritt, wäre eine abgescherte Scheibenfeder (Halbmond) auf der Kurbelwelle. Dadurch verliert das Polrad seine Positionierung und deine Zündung verstellt sich ständig, weil das Polrad sich nicht mehr in der abgestimmten Position über der Grundplatte befindet.

    Die Zündspule einer VAPE ist zwar nicht kurzschlussfest, aber die geht nicht dadurch kaputt, dass man keinen Zündfunken am Zylinder produzieren kann. Und ein Wärmeproblem der Zündspule bei einer VAPE ist so gut wie unmöglich.

  12. #12
    Tankentroster
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    Zitat Zitat von EA_SchwalbeAlbi Beitrag anzeigen
    Das kann ich mir schlecht vorstellen.
    Was kannst Du Dir schlecht vorstellen?

    Geh mal zurück auf 0,4mm. Das sollte auf jeden Fall richtig sein.
    Daran kann es nicht liegen - nach dem Zurückstellen auf 0,5/0,6mm lief der Motor ja noch eine hundert Meter prima. Würde es am Kontaktabstand liegen, hätte es sofort schlecht werden müssen.

    Du kannst natürlich trotzdem den Limadeckel abnehmen und checken, ob alles fest sitzt. Du kannst zur Sicherheit die Zündung auch noch einmal einstellen.
    Nachdem ich schon den Zylinder halb ab hatte, ist das wohl weniger Aufwand, oder?
    Zündung einstellen kann ich aber nicht, dazu habe ich keine Geräte.

    Zitat Zitat von rossinchen Beitrag anzeigen
    Hast du einfach mal in den Tank geschaut, ob da Dreck/Rost drinnen ist? Dadurch kann es passieren, dass ständig dein Vergaser mit kleinsten Dreckpartikeln verstopft wird. Ich kenne das von meinem SR 50, dass die Gute dann schlagartig schlecht zieht, fast aus geht und kein Gas mehr annimmt. Das kann aber auch je nach Partikelgröße auch schlagartig vorbei sein.
    Da ist nichts auffälliges zu sehen, das Filter ist auch sauber und auch beim erneuten Demontieren und Chechen des Vergasers waren alle Düsen frei und keine Partikel zu sehen, auch nicht in der Schwimmerwanne. Außerdem hätte das dann von Anfang an auftreten müssen - ich erinnere daran, daß die ersten Probefahrten (und insofern auch die erste mit zu niedrig hängender Nadel) völlig o.k. waren und erst nach Umstellen des Elektrodenabstand und dann auch erst nach einigen hundert Metern das Problem anfing.

    Eine andere Möglichkeit, die schlagartig auftritt, wäre eine abgescherte Scheibenfeder (Halbmond) auf der Kurbelwelle. Dadurch verliert das Polrad seine Positionierung und deine Zündung verstellt sich ständig, weil das Polrad sich nicht mehr in der abgestimmten Position über der Grundplatte befindet.
    Läßt sich das nach Demontieren des Zündungsdeckels auf der rechten Seite erkennen? Worauf muß ich achten, woran erkenne ich diesen Defekt?

    Die Zündspule einer VAPE ist zwar nicht kurzschlussfest
    Du meinst damit den internen Zündungssteuerausgang, der die integrierte Zündspule antreibt ...? Der ist ja intern, da kann man keinen Kurzschluß verursachen.

    , aber die geht nicht dadurch kaputt, dass man keinen Zündfunken am Zylinder produzieren kann. Und ein Wärmeproblem der Zündspule bei einer VAPE ist so gut wie unmöglich.
    Zu Wärmeproblem kann ich nichts sagen, aber mein Gedanke war:
    Die Zündspule ist ja letztlich nichts anderes als ein Trafo, nur eben zum Hochtransformieren der Spannung. Er arbeitet also grds. in beide Richtungen. Spulen und Trafos sind wundersame Dinge, da passiert viel, was einem normalen Menschen nicht einleuchtet. Die Zündkerze wirkt wie eine Last auf der Sekundärseite. Wenn diese nun sozusagen mitten in der Entladung ausfällt, könnte die Spannung über die Sekundärseite wieder ansteigen, diese Spannungsänderung wirkt dann natürlich zurück auf die Primärseite ... und peng. Ich behaupte nicht, daß dies möglich wäre oder geschehen müßte, aber es deutet doch alles darauf hin, daß irgendwas an der Zündung plötzlich nicht mehr geht, und wenn sich auf der Spulenplatte nichts verstellt hat (bzw. ich mich frage, wie sich diese plötzlich verstellen sollte) .... irgendeine Ursache muß es ja geben. Hat vielleicht jemand eine solche Vape-Zündspule für die S51 als Reserve, die er mir zum Test mal ausleihen könnte?

  13. #13
    Chefkonstrukteur Avatar von Albi
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    Zitat Zitat von MarkF Beitrag anzeigen
    Was kannst Du Dir schlecht vorstellen?
    Dass sich die Zündung einfach so, vom einen auf den anderen Moment verstellt.


    Zitat Zitat von MarkF Beitrag anzeigen
    Daran kann es nicht liegen - nach dem Zurückstellen auf 0,5/0,6mm lief der Motor ja noch eine hundert Meter prima. Würde es am Kontaktabstand liegen, hätte es sofort schlecht werden müssen.
    Probier es bitte einfach aus, du hast nichts zu verlieren.


    Zitat Zitat von MarkF Beitrag anzeigen
    Nachdem ich schon den Zylinder halb ab hatte, ist das wohl weniger Aufwand, oder?
    Zündung einstellen kann ich aber nicht, dazu habe ich keine Geräte.
    Limadeckel abnehmen ist überhaupt nicht aufwendig. Du sollst ja nur erstmal gucken, ob die Grundplatte noch fest sitzt, oder ob das Polrad lose ist.

    mfg
    Albi

  14. #14
    Tankentroster
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    Zitat Zitat von EA_SchwalbeAlbi Beitrag anzeigen
    Dass sich die Zündung einfach so, vom einen auf den anderen Moment verstellt.
    Hm. Lies mal weiter ... (das erschien mit jetzt eher denkbar, aber das liegt wohl daran, daß ich zuwenig davon verstehe ...).

    Probier es bitte einfach aus, du hast nichts zu verlieren.
    Kein Unterschied.

    Limadeckel abnehmen ist überhaupt nicht aufwendig. Du sollst ja nur erstmal gucken, ob die Grundplatte noch fest sitzt, oder ob das Polrad lose ist.
    O.k. .... als ich mich auf dieses Abenteuer "Mokickkauf für Tochter" eingelassen habe, wollte ich wirklich nicht zum Mopedmechaniker mutieren. Und jetzt demontiere, säubere und justiere ich Vergaser, fummele hier und da und ärgere mich mit Zündungen herum, alles ohne recht zu wissen, was ich da eigentlich tue ... :-/
    Also, habe erst mal die Verdrahtung gecheckt, aber mehr als die Stecker durchzumessen geht ja eh nicht, ich muß mich schon darauf verlassen, daß die Quetschungen o.k. sind, denn an den Modulen komme ich ja an die Seelen nicht ran. Da dies o.k. war habe ich noch mal die Kaltstartmechanik geprüft - war, wie vorher bei offenem Vergaser durch Reinblasen geprüft, o.k.
    Dann den Zünddeckel ab. Schlagt mich nicht, wenn ich mich falsch ausdrücke, aber mit der Zündung habe ich mich noch nie richtig befaßt - aber das, was direkt vorne zu sehen ist, ist ja wohl das Polrad. Das sieht eigentlich ganz o.k. aus, trocken, wenn der Simmerring hin wäre, dann wäre das da drin doch wohl alles verölt. Im Gehäuse ist zwar etwas Schmiere, aber das dürfte wohl normal sein.
    Aber: "Hinter" oder "unter" dem Polrad ist so eine Art "Platte" (ist das die sog. "Grundplatte" ?) , die recht wackelig erscheint. Schon schlecht, nicht?
    Oben und unten ist je eine Schlitzschraube, die eine Art zweifingrige Klemme anzieht und damit diese "Platte" fixiert. Beide Schrauben sind locker, die Klemmen ergo auch, wenn ich sie mal vorsichtig festziehe, dann ist die Platte fest. Habe dann mal den Motor angeworden und für ein paar Sekunden laufen lassen - und voíla, er klingt wie er klingen sollte.
    Sodele, es ist vermutlich keine allzu wagemutige Annahme, daß dies die Fehlerursache war. Was mache ich nun? Genügt es, die Schrauben einfach anzuwatzen (ich weiß, nach fest kommt ab und die Gewinde halten nicht allzuviel aus, aber wie bekomme ich die Schrauben wirklich so fest, daß die nicht mehr locker werden? Ist ja kein Zustand, daß die sich lockern ...) Oder muß ich da noch irgendwas einstellen, ist das etwa dort die Zündungseinstellung?

  15. #15
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Rossi
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    Zitat Zitat von MarkF Beitrag anzeigen
    Oder muß ich da noch irgendwas einstellen, ist das etwa dort die Zündungseinstellung?
    Jepp, sie haben erfolgreich die Grundplatte gefunden. Der Kandidat hat 100 Gummipunkte.

    Die Zündung wird tatsächlich durch lösen der Haltekrallen und verdrehen der Grundplatte eingestellt.

    MfG

    Tobias

  16. #16
    Tankentroster
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    Zitat Zitat von Rossi Beitrag anzeigen
    Jepp, sie haben erfolgreich die Grundplatte gefunden. Der Kandidat hat 100 Gummipunkte.
    Die Zündung wird tatsächlich durch lösen der Haltekrallen und verdrehen der Grundplatte eingestellt.
    Ach Sch... nein! Jetzt muß die blöde Karre doch noch in die Werkstatt! So ein Mist! Kann das jeder Kfz- oder Moped-Mechaniker erledigen oder muß das ein Simson-Fachmann machen?

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