KR 51

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Dieser Kleinkraftradtyp wurde von 1964 bis 1968 produziert. Als Antriebsquelle dient ein robuster, gebläsegekühlter 2,65-kW- Einzylinder- Zweitaktmotor mit Dreiganggetriebe.

Gegenüber KR 50 besaß die KR 51 eine komplett veränderte Karosserie. So wurde das Modell erstmalig als Zweisitzer entwickelt, obschon bis 1965 zum Beispiel der Vergaser von der KR 50 (NKJ153-5) übernommen wurde, während ab 1965 die Firma BVF einen neuen Vergaser (16N1-1) lieferte. Ab 1965 wurde erstmals auch die Fußschaltwippe als Alternative zur Handschaltung eingesetzt. Eine Ansauganlage sowie Vergaser, Zylinder und Abgassystem wurden eigens für KR 51 konzipiert, wodurch auch ihre Unterschiede zur KR 51/1 entstehen.

Zum Vergleich links ein KR51/1 und rechts ein KR51 Rahmen:

Rahmenvergleich KR51.jpg


Bei der Konzipierung der Typreihe wurden fortschrittliche Wege beschritten. Neben Vollschwingenfahrwerken mit großen Federwegen und wirksamen Vollnabenbremsen sind die Räder austauschbar. Ferner wurde großer Wert auf Wartungsfreiheit gelegt. Als Folge konnten alle Schmiernippel entfallen und wurde der Kettentrieb staubdicht mittels Gummischutzschläuche gekapselt. Außerdem erleichtern Steckachsen die Demontage der Räder, wobei der Hinterradantrieb komplett an der Hinterradschwinge bleibt.

Vervollständigt werden konnte dieser Typ - wiederum erstmalig bei einer derartigen Fahrzeugklasse - mit Blinklichtern, Stoplicht, Parklicht und einem Gleichstrom-Signalhorn. Die Voraussetzungen dafür wurden durch den während der Fahrt aufladbaren Bleisammler beschaffen. Ein solider Gepäckträger mit verstellbarem Spannband gehört zur Grundausstattung. Eine neue Schlussleuchte sowie eine neue Kurbelwelle wurde an der KR 51 im Jahre 66 verbaut.

An die "Schwalbe" kann ein typgeprüfter und im Fachhandel erhältlicher Kindersitz montiert werden. Ferner ist das Fahrzeug bei Verwendung typgeprüfter Bauteile für den Anhängerbetrieb zugelassen.

Siehe auch

Liste der Schwalbe-Fahrgestellnummern