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Thema: Zündungsphänomene bei M53 (gelöst)


  1. #1
    Tankentroster
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    Standard Zündungsphänomene bei M53 (gelöst)

    Hi!
    Nachdem Ihr meine Duo Bürzelprobleme überwiegend so schändlich ignoriert habt, hoffe ich dieses mal Hilfe zu bekommen. Ist auch ein echter Knaller, finde ich jedenfalls!!
    Ich hatte gestern bei meinem Duo U-kontakte und Kondensator gewechselt (dazu hab ich auch noch ne Riesenfrage aber nicht jetzt und hier). Heute bei meiner S51 mit S 50 Motor. Nebenbei, das Entfernen der alten Kondensatoren hab ich als sehr stressig u. zeitaufwändig empfunden...) Ich hatte mich natürlich vorher schlau gemacht, hier und im Schwalbebuch. Mein Duo (Gebläsemotor) verfügt noch nicht über die Anrissmarkierungen am Block, der S50 Motor allerdings schon. Zu meiner großen Verblüffung jedoch befand sich die Markierung auf der Grundplatte genau auf 9 Uhr, während die Gegenmarkierung auf dem Motorengehäuse sich auf ca. 10.20 Uhr befindet, wie es auch in meinem Buch und hier mehrfach abgebildet worden ist.
    Ich habe bei dem Wiedereinbau die Grundplatte und das Polrad in die über die Markierungen definierte Position montiert (alle 3 in Flucht) und den Kontakt, mangels Lehre mit Alufolie eingestellt. Beim Passieren der beiden anderen Markierungen von der Polradmarkierung, also wieder in Flucht auf 10.20 Uhr, öffnet der Kontakt soweit, dass ich die Folie leicht entnehmen kann, so wie es auch mehrfach hier beschrieben wurde. Insgesamt öffnet er schon so was um 0,4 rum, denk ich mal (kauf mir morGen eine Lehre).
    Erster Startversuch: Sie sprang kurz an, klang sehr kernig, wie vor vielen Jahren meine KS50SS, schlechte Gasannahme, dann eine Mörder Fehlzündung (s.o. "echter Knaller"..gg) mit der Folge, dass der Endtopf samt Dämpfer gute 3 Meter weit flog. ...und Schluß! Keine 10 Sekunden lief das Teil. Bei anschließenden Anschiebeversuchen gab´s gelegentlich mal ne Mini zündung oder auch 3 vielleicht vier in Folge. Ich hatte, genau wie bei Kickstarter angetriebenen Startversuchen das Gefühl, dass da was gegeneinander arbeitet, also falscher Zündzeitpunkt, oder?
    Inzwischen habe ich gar keinen Funken mehr. Kerze war beim Ausbau relativ trocken. Tank, Gasi etc. sind vor 4 Wochen gereingt worden.

    Ich habe mir die Grundplatte mehrfach gründlich angeschaut. Ich finde nur diese eine Markierung. Ist auch gut mit kleinem Schraubendreher zu erspüren.

    Fies ist, dass die S51 das einzige fahrbereite Möp war, bis ich ihr wieder mal (s. letztes WE > Kupplungsprobleme nach Ölwechsel, auch ein Mysterium!Zuviel Öl geht beim M 53 gar nicht!) was Gutes tun wollte und an der Zündung war ich bisher im Rahmen meiner Grundüberholung noch gar nicht. Und so einige gelegentliche Macken, die vermutlich mit unsauber eingestellter o.ä. Zündung zu tun haben, hatte sie ja. Aber sie lief. Samstag z. B. nach HH und zurück (knappe 90 km) und machte gelegentlich ehrliche 73 Kmh Spitze, mit der oben beschriebenen Zündeinstellung, Markierung Grundplatte auf 9 Uhr!.

    Nu macht se erst mal gar nix mehr.

    Was ist passiert? Wo ist mein Zündfunke? Was soll ich tun? Ich finde das alles ausgesprochen merkwürdig!
    Bevor ich diese Anfrage poste, geh ich jetzt noch mal raus, schau wieder ins Schwalbenbuch und hole mir noch eine zweite Oerson, die mir die Positionen etc. bestätigt, inkl. Öffnungszeitpunkt und -abstand.

    Bin wieder da. Zeuge wurde vereidigt. Alles noch mal gecheckt, Abstand etwas verringert. Nix. nicht einmal ein Zündfunke!!
    Gibt´s da eine Sicherung, die sich zuständig gefühlt haben könnte?

    Der neue U-kontakt verursacht bei seiner Arbeit (beim Schließen) leichte Klackgeräusche aber das ist wohl auch sein Job.
    Merkwürdig finde ich auch, dass bei dem Duo, die Grundplatte hat im Gegensatz zum Gehäuse eine Markierung, diese genau in der gleichen Position auf 9 Uhr stand und nach Remontage auch wieder steht. (unterschiedliche Vorbesitzer!). Das Duo lief aber bei mir auch noch nie. Stand gute 15 Jahre. Vorher soll es gelaufen sein.

    Bitte helft einem temporär Immobilen

    Gruß shanty

  2. #2
    Tankentroster
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    Kurzer Nachtrag:
    Kerze und - stecker sind neu und passend

  3. #3
    Simsonschrauber Avatar von Martin541/1
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    Wenn du jetzt die GP wieder auf 9 Uhr setzt, würde sie denn dann laufen? Ich weiss nicht, obs verschiedene GP gab, aber mir schwirrt da irgendwie der Gedanke im Kopf, das da ne falsche verbaut sein könnte...

  4. #4
    Tankentroster
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    Das wird hier zwar mehr zum Selbstgespräch, nennen wir es doch einfach einen autodidaktischen Thread...gg, klingt irgendwie besser aber ich habe dennoch Neuigkeiten. Ich hab wieder alles auseinander genommen. Dabei fiel mir erstens ein loser, recht deformierter Blechstreifen auf, der aus einer der beiden parallel zueinander Richtung Mittelpunkt der Grundplatte zeigenden Schlitze hing, die sich rechts unter der Ausbuchtung im Außenrand der Grundplatte (Einstellnase?) befinden.
    Was hat das zu bedeuten? Wahrscheinlich hing das andere Ende des Blechstreifens ursprünglich mal in dem 2. Schlitz. Welche Funktion hat das Ding? War das mal die Halterung für den Kabelbaum an der Grundplatte?
    Desweiteren mußte ich leider bemerken, dass die Federscheibe abgeschert ist. Und zwar durch meine Blödheit! Woltte ja beim ersten versuch den Motor nur ganz kurz testen. Daher hatte ich die Polradmutter nicht allzu fest angezogen. Dumm gelaufen...!

    Somit sind die Fehlzündungen etc. schon mal geklärt.
    Verblüfft bin ich dennoch, dass die Gurke mit einer um ca. 20 Grad verstelllten Grundplatte recht gut lief bis auf ein paar kleine Macken.
    Im Schwalbebuch steht sinngemäß, dass die Positionierung der drei Markierungen in Flucht die optimale Zündenergie erzeugen würde. Sind also auch andere, nicht optimale aber dennoch funktionierende Möglichkeiten der Stellung der Grundplatte möglich?

    Wär toll, wenn jemand mal was dazu posten könnte..
    mfG

  5. #5
    Simsonschrauber Avatar von Martin541/1
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    Grundsätzlich, ja. Bei moderneren Zündungen wird doch auch mit ner Zündzeitpunktsverstellung gearbeitet. Solangs da also "nur" um 20 Grad geht, könnte das in bestimmten Drehzahlbereichen sogar förderlich sein...

  6. #6
    Tankentroster
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    Unten war das Möp mit der Zündeinstellung eher lau, in den höheren Drehzahlbereichen aber echt fit! Kann aber auch durchaus andere Gründe haben. Hab das Eisen erst 5 Wochen und bin noch am fit und zuverlässig machen

    Was ist mit diesem ominösen Blechstreifen?

  7. #7
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Mach es mal wie folgt :
    1 Neue Kerze einbauen
    2 Unterbrecher etwas enger stellen , ca. 035
    3 Neuen Kerzenstecker einbauen .
    danach starten .
    mfg
    Immer schön den Auspuff freihalten

  8. #8
    Tankentroster
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    Kerze u. Stecker sind brandneu, wie oben erwähnt.
    Muß jetzt erst einmal neuen Halbmond besorgen u. den alten ausbohren (werde mich hier noch mal schlau machen). Bin mega gespannt, wie die Karre mit korrekter Zündung laufen wird, falls sie läuft !

    Aber was ist mit diesem Blechstreifen? Ich muß irgendwas damit machen, bevor ich die Zündung wieder zusammenschnalle!

    Gruß

  9. #9
    Urgestein Avatar von Deutz40
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    Standard

    Nix ausbohren , der wird rausgeogen , oder gedrückt , sonnt ist die Kurbelwelle hin .
    Immer schön den Auspuff freihalten

  10. #10
    Kettenblattschleifer Avatar von Ozzy
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    Die Scheibenfeder ist ja halb rund; es reicht also, auf die eine Seite zu drücken, dann kommt sie auf der anderen hoch. Hatte ich auch letztens...

    MfG, Ozzy

  11. #11
    Tankentroster
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    Standard

    Die Info hab ich dem zeitnah hier erschienenen Thread "Kleiner Tipp für alle Zündungseinsteller" entnommen und erst mal nachgeplappert. Der Verfasser sprach allerdings von "zusätzlich ausgebohrt", was immer damit gemeint ist...

    Hättte mich ganz sicher vor jeder Aktion an der Kurbelwelle noch über deren Sinnhaftigkeit schlau gemacht. Wird sonst sehr schnell sehr teuer!

    Dennoch danke für die Antworten!
    Nur zu meinem Blechstreifen mag keiner was sagen!
    Ihr habt Geheimnisse vor mir...!!

    shanty

  12. #12
    Tankentroster
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    Standard

    Genau das ist das. Jetzt durchschau ich endlich die Zusammenhänge. Ihr alle seid secret members of the Tin Strip Conspiracy (die berüchtigte und gefürchtete TSC)!!

    Oh,oh, ich bekomme Angst! :wink:

    Gruß shanty

  13. #13
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Moin,
    Zitat Zitat von shanty
    ...Nur zu meinem Blechstreifen mag keiner was sagen!...
    ...ein Bild wäre ganz hilfreich...
    Gruß aus Braunschweig
    Schaltpläne und mehr unter www.moser-bs.de

  14. #14
    Tankentroster
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    Ja, das wär es in der Tat. Nur mangels Kamera is leider nicht. Außerdedm finde ich, hab ich es recht gut beschrieben. Der Blechstreifen ist ca. 4mm breit, 50 mm lang und hat ein winziges Loch in der Mitte.
    Wird der von der Grundplatte abgehende Kabelbaum noch irgendwie an ihr fixiert, um einen Zug auf die sensiblen Lötverbindungen zu verhindern? Falls ja, würde dieser Streifen Sinn machen. Er befindet sich, bei korrekter Montage der GP, im oberren Bereich, nahe dem Kabelbaum, der dort die GP verläßt und aus dem Seitentei rausgeführt wird. Ist bei Euren Gurken der Kabelbaum an der Grundplatte gesichert?

    shanty

  15. #15
    Super-Moderator Museumsdirektor Avatar von net-harry
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    Moin,
    ...das im roten Kreis vielleicht ?
    Gruß aus Braunschweig
    Angehängte Grafiken

  16. #16
    Tankentroster
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    Bei meiner GP ist die Position zwar eine andere, meine ich, aber Schlitze und Blechstreifen sehen sehr ähnlich aus ,obwohl ich glaube, dass meiner ein Stück länger ist . Soviel Gelumpe in der Art hängt da wohl auch nicht rum an der Grunplatte. Welche Funktion hat dieser Blechstreifen? Wie es scheint, bestätigt sich damit meine Kabelbaum Befestigungstheorie. Auch auf den Abbildungen im Schwalbebuch sieht man immer Kabelbaum und Blechstreifen in direkter Nähe! Also Blechstreifen u- förmig formen, um den Kabelbaum legen, die Enden jeweils durch einen Schlitz führen und dann einfach umbiegen. Ist das so richtig gedacht?
    Gruß shanty

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