Simson Spatz (Simson SR4-1)

Simson Spatz
(c) Lucas Friese, de.wikipedia.org

Der Simson Spatz wurde von 1964 bis 1967 in zwei Ausführungen gebaut.

Zum einen mit Pedalantrieb (SR 4-1P) und mit Kickstarter (SR 4-1K). Diese beiden Modelle des Simson Spatz verließen 30.000 mal die Suhler Produktionsanlagen.


Simson Spatz (c) Lucas Friese, de.wikipedia.org


Bei diesem Moped/-kick wurden Rahmen, Sitzbank und Tank völlig neu entwickelt, Motor und Vordergabel waren noch vom SR2, Lenker und Lampe wurden von der neuen Schwalbe „geborgt“. Der Spatz zeigt gut die Entwicklung von den besseren Fahrrädern SR2 zu richtigen Mopeds, die Anordnung von Tank und Sitzbank war schon fast wie beim Motorrad! (im Gegensatz zu den vorherigen Simson Kleinkrafträdern).

Der Simson Spatz war als Nachfolgemodell des Mopeds Simson SR2E das kleinste, ein einsitziges Kleinkraftrad aus der sogenannten Vogelserie des früheren thüringer Zweiradherstellers VEB Simson aus Suhl.

Die Typbezeichnung lautete SR 4-1 mit zusätzlichen Buchstaben zur weiteren Unterscheidung. Es gab ihn in drei verschiedenen Versionen. Eine als Moped mit Tretkurbel und Pedalen (Typ P, für Pedale) sowie zwei als Mokick mit Kickstarter (Typ K (für Kickstarter) bzw. SK (für Simsonmotor + Kickstarter)). Der Spatz wurde im Zeitraum von 1964 bis 1971 (dem Fertigungsbeginn des Simson-Mofas SL1) in einer Gesamtzahl von 152.000 Stück produziert. Er besaß einen fahrtwindgekühlten 50-ccm-Zweitaktmotor (letzte Bezeichnung M52) mit Graugußzylinder und erreichte mit einem handgeschalteten Zweiganggetriebe eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 50 km/h. Viele Bauteile, Baugruppen und Ersatzteile des Spatz entstammten einem sogenannten Baukastensystem und wurden gleichermaßen auch in den anderen Fahrzeugen der Vogelserie verbaut.


Die recht einfache Fahrzeugelektrik war auf 6 Volt ausgelegt. Die Farbgebung des Spatz entsprach weitgehend der des Mokicks Star (weinrot / grau-grün), wurde aber im ersten Produktionsjahr in geringer Stückzahl auch in braun (maron) oder blau lackiert. Der Ladenpreis (EVP) für den Spatz betrug in der DDR stets 1050,- Ost-Mark. Der Spatz wurde aber auch von der Firma Neckermann, einem Versandhaus, nach Westdeutschland importiert und dort zum Neupreis von 598,- DM verkauft. Diese Fahrzeuge besaßen dann weder Batterie noch Hupe, sondern lediglich eine Fahrradklingel.

Technische Daten zum Simson Spatz (Simson SR4-1)

Simson Spatz SR 4-1PSimson Spatz SR 4-1KSimson Spatz SR 4-1SK
MotorRheinmetall Zweitakt MotorSimson-Zweitakt Motor
StarterPedal KickstarterKickstarter
KühlungFahrtwind
Bohrung38 mm40 mm
Hub42 mm39,5 mm
Hubraum47,6 cm³49,6 cm³
Verdichtungbei Sö 4-1 Motor: 7,5:1, M 52 KH-Motor: 8,5:1
Leistung2/5200 PS/min2,3/5250 PS/min
Getriebe2-Gang, Handschaltung
VergaserBVF NKJ 134-1BVF NKJ 134-3
Tank8,5 Liter
RahmenZentralrohr-Schalenrahmen
Bereifung20 × 2,75
Bremse vorn/hintenInnenbacken/Vollnaben
Radführung vornKurzschwinge auf Schraubenfedern
Radführung hintenLangschwinge mit Federbeinen
Gewicht65 kg68 kg
Höchstgeschwindigkeit50 km/h (Werksangabe)
Bauzeitvon 1964 bis 1967von 1964 bis 1966von 1967 bis 1970
gebaute Stückzahlca. 30.000ca. 122.000
Zylinder1
KraftstoffNormalbenzin 1:33
Verbrauch auf 100 km2,3 Liter
Sitzplätze1

Literatur zum Simson Spatz (Simson SR4-1)

  • Erhard Werner: „Simson-Vogelserie“ – Ein Ratgeber für Spatz, Star, Sperber und Habicht. MZA-Verlag, 2005. ISBN 3980948110
  • Schrader-Typen-Chronik: “Simson Schwalbe & Co 1955–1991”; Motorbuch Verlag; ISBN 978-3-613-02813-5

Weitere Quellen zum Simson Spatz

http://de.wikipedia.org/wiki/Simson_Spatz

http://www.schwalbennest.de/simson/tags/spatz.html

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