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Thema: Schwalbe läuft nicht - Problem unbekannt


  1. #1
    Schwarzfahrer
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    Standard Schwalbe läuft nicht - Problem unbekannt

    Hallo,

    in der Annahme einen guten Kauf zu tätigen, habe ich bei mir in der Nähe eine mittelgut erhaltene KR51/2L von einem scheinbar ehrlichen Verkäufer erworben. Mangels Erfahrung habe ich aber nicht erkannt, dass ich mir wohl ein echtes Sorgenkind aufgegabelt habe. Bereits kurz nach dem Kauf habe ich bemerkt, dass die Schwalbe massiv raucht, zu wenig Leistung hat (im Vergleich mit anderer 51/2L) und das Standgas nicht hält. Was die Elektronik betrifft funktioniert eh garnichts, aber das ist ein anderes Thema. Außerdem hatte sie das berühmte "Wärmeproblem", das eigentlich nur bei der Unterbrecherzündung auftreten sollte. Die Zündkerze war schwarz und nass. Nachdem ein erstes, unbeholfenes Vergasereinstellen nicht den gewünschten Erfolg brachte,und auch der Zünkerzentausch nur wenig brachte, habe ich mich nach anderen Lösungsansätzen umgesehen.

    Mein erster Versuch war der Tausch der alten DDR-Simmeringe gegen Viton WeDi's. Das schien auch vorerst für Besserung zu sorgen, doch richtig gut war es immer noch nicht, und nach einiger Zeit lief sie dann plötzlich wieder kaum noch. Im Verdacht, dass sich der Simmerring wieder gelöst hat, habe ich das Polrad abgezogen. Der Ring war noch drin, doch beim Versuch das Polrad wieder zu montieren, habe ich leider den Halbmond abgeschert. Ich hatte zwar noch einen neuen da, doch leider ging der Alte absolut nicht raus. Nach mehreren Stunden, und ca. fünf verschlissenen Bohren, war der Halbmond zu ca. 3/4 draußen. Mehr ging nicht, und auf den Tipp eines erfahrenen Motorrad-Schraubers habe ich dann einfach den neuen Halbmond so angeschliffen, dass er auf den alten Draufpasste. Voila - die Schwalbe lief wieder.

    Das Rauchen war viel weniger als zu Beginn, doch die Leistung ließ weiterhin zu wünschen übrig, und an Standgas war auch nicht zu denken. Ich habe also mal den Zylinderkopf abgenommen und den Zylinder und Kolben kontrolliert. Die Laufbahn war ein Traum, absolut glatt, doch der Kopf und die Oberseite des Kolbens waren ziemlich zerschlagen. Einem der Kolbenringe schien ein Stück zu fehlen, also habe ich neue besorgt. (Ja ich weiß, macht man nicht, aber ich habe keinen anderen Ausweg gesehen.) Nach deren Montage ist jetzt aber kaum noch an Fahren zu denken, der Motor fühlt sich an, als bekäme er keinen Funken. Es ist aber ein Funken da, ich habe sogar von der Außenseite des Stecker einen Schlag bekommen. Da der alte Stecker wohl defekt war, habe ich auch den getauscht. Aber alles vergebens, der Motor läuft nach wie vor nicht bis kaum.

    Habt ihr eine Idee, wo mein Problem liegen könnte? Langsam habe ich ehrlich gesagt die Schnauze ziemlich voll von dem Teil.

    Vielen Dank für eure Hilfe,
    Grüße,
    Max

  2. #2
    Urgestein Avatar von Kai71
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    Standard

    Moin Max

    Das "Wärmeproblem" kann auch durch zu fettes Gemisch verursacht werden.
    Die schwarze + nasse Kerze spricht dafür.

    Stell mal deinen Vergaser richtig ein - am besten mit der Senfglasmethode.
    Es könnte wohl auch nicht schaden, die Kurbelkammer mal durchzulüften.

    LG Kai d:)
    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  3. #3
    Simsonschrauber Avatar von Makersting
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    Standard

    Klingt alles nach zu fettem Gemisch. Da gibt es mehrere Möglichkeiten.

    1. Startvergaser ist nicht dicht. Der Gummipropen ist manchmal rissig.
    2. Luftfilter zu, oder durch irgendwas ersetzt worden.
    3. Simmerring auf der Kupplungsseite der Kurbelwelle undicht. So wird Öl verbrannt.
    4. Vergasernadelventil schließt nicht richtig, weil Dreck aus dem Tank kommt. Der Vergaser läuft dann voll, bis es in den Motor reinläuft.
    5. Schwimmerstand im Gaser zu hoch, weil die "Nase" am Schwimmer falsch eingestellt ist.

    Gruß
    Martin

  4. #4
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Standard

    Zitat Zitat von oanasechzga Beitrag anzeigen
    Langsam habe ich ehrlich gesagt die Schnauze ziemlich voll von dem Teil.
    Hallo Max,

    Kopf hoch! Immerhin ist auch bei Simson alles nur halb so doppelt!

    Mit der KR51/2L hast Du ein ausgereiftes, relativ leicht zu reparierendes Modell gekauft.
    Auch wenn's dafür jetzt zu spät ist, lies bitte im Wiki zu Thema Kaufberatung. Und auch zu den Themen Wiederinbetriebnahme, Wartung und Inspektion.
    Und dann kaufe DAS BUCH, das wird Dir vieles erklären. Versuche mit all den Informationen auch hier aus dem Schwalbennest, der FAQ und dem "Best of the Nest ..." Grund reinzubringen in Deine Simme.

    Bitte füll doch auch im Profil PLZ und Deinen Wohnort aus, das könnte dazu beitragen, jemanden von umme Ecke zu finden, der auch mal praktisch und persönlich Hilfe leistet.

    Peter

  5. #5
    Schwarzfahrer
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    Hallo,
    vielen Dank schonmal für eure Hilfe.
    Erstmal vorneweg: Der Vogel fliegt immer noch nicht.

    Zu eurer Liste:

    1. Der Gummistopfen vom Choke sieht noch gut aus. Gibt es irgendeine Methode, das genauer zu überprüfen?
    2. Der Luftfilter ist drin. Ich hab ihn schon mal ge-ultraschallt und auch ausgebrannt, doch das es an diesem liegt glaube ich eh nicht, denn auch ohne den dicken schwarzen Ansaugschlauch am Vergaser läsuft nichts.
    3. Simmerring habe ich persönlich vor ca. 3 Monaten gegen welche aus Viton getauscht. Insofern ich nichts falsch gemacht habe, sollte also alles passen.
    4. Im "Pust-Test" jedenfalls hält das Schwimmerventil dicht.
    5. Den Schwimmerstand habe ich korrigiert, mangels Senfglas allerdings nur mit dem Messchieber. Einigermaßen müsste es also schon passen.

    Insgesamt glaube ich jedoch nicht, dass das zu fette Gemisch das Hauptproblem ist - es ist sicherlich zu fett, aber kann es wirklich der Grund dafür sein, dass die Simson garnicht läuft??
    Mir ist übrigens gerade auch aufgefallen, dass mein Chokezug gerissen ist - das kann jetzt aber nicht die Ursache sein, oder?
    Mein nächster Schritt wäre dann wohl den gesamten Vergaser mit neuen Düsen, einer neuen (Kork-) Dichtung, und einem neuen Choke-Stopfen zu bestücken. Außer ihr habt eine bessere Idee?
    Grüße,
    Max

  6. #6
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Hallo Max,

    vergiss bitte den alten Grubenhund von Choke. Schau dazu ins Wiki.
    Es wäre am Besten, den Starterzug als Erstes zu erneuern.
    Und dann entlüfte mal das Kurbelgehäuse:
    - Zündkerze raus,
    - Benzinhahn zu
    - Mopete mit eingelegtem Gang eine Eckige um die Häuser schieben
    - über Nacht ohne Kerze stehen und lüften lassen

    Peter

  7. #7
    Schwarzfahrer
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    Hallo,

    Gestern hab ich also das Kurbelgehäuse entlüftet. Jetzt gerade Kerze wieder rein und meinen Standard "Start-Hang" runter gerollt. Ich glaube der Motor hat zwei Mal zaghaft versucht anzuspringen, doch am Ende wars vergebens. Der neue Chokezug ist zwar noch nicht da, aber ich denke der würde eh nichts bringen, oder? Gibt es eine Möglichkeit, den Vergaser "trocken" einzustellen? Mangels laufendem Motor fällt das übliche Verfahren ja aus.

    Ich werd jetz noch ein bisschen dran rumbasteln, schon mal vielen Dank und noch nen schönen Sonntag,
    Max

  8. #8
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Zitat Zitat von oanasechzga Beitrag anzeigen
    Chokezug
    Hallo Max,

    warum hast Du nicht ins Wiki geschaut und bist schlauer geworden??? Lies und befolge unbedingt noch einmal #6

    "Trocken" kannst Du den Versager nur nach den Vorgaben aus DEM BUCH oder Datenblatt vom Wiki einstellen. Diese Werte mögen für ein fabrikneues Fahrzeug hinreichend ausreichend gewesen sein.

    Wenn die Wedis auf der KW hin sein sollten, dann wird das aber auch nüscht nützen.

    Peter

  9. #9
    Kettenblattschleifer Avatar von Schwalben_BK
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    @Max, mal ne vielleicht blöde Frage aber wieso willst du einen vergammelten, ollen, evtl. verzogenen, 30 Jahre alten Vergaser überholen, wenn es für ~40€ absolut einwandfreie neue Vergaser gibt...???

    Grüße Boris
    SR2E, Bj. 1960; Schwalbe KR 51/1 K, Bj. `80; S51B2-4, Bj.`88

  10. #10
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    Zitat Zitat von Schwalben_BK Beitrag anzeigen
    wieso willst du einen vergammelten, ollen, evtl. verzogenen, 30 Jahre alten Vergaser überholen
    Ich finde es sehr vernünftig, wenn man etwas wieder in Ordnung bringen will. Dabei lernt man mehr als beim Austauschen. Nur weil es für Simson fast alles noch zu kaufen gibt und sei es als Nachbau, muss man nichts wegwerfen.
    Wenn Du erst einmal einen "richtigen" Oldtimer aufpäppeln möchtest, wirst Du froh sein, über jedes Teil, was Du nicht mühevoll auf gefühlt 100 Teilemärkten suchen musst, weil es keinen Händler gibt, der es liefern könnte.

    Peter

  11. #11
    Schwarzfahrer
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    Standard

    Hallo zurück ;-)

    Erstmal zum Thema Wiki: Deine Aussage ich solle den Choke vergessen hab ich wohl ein wenig zu wörtlich genommen - Sorry. Da mein Gaszug auch nicht mehr der beste ist, hab ich mir also jetzt gleich ein komplettes Bowdenzugset gegönnt, weil es kaum teurer war als Gas und Choke zusammen.

    Und was den Vergaser betrifft: Ehrlich gesagt hatte ich den Eindruck, dass der Vergaser zwar übel verstellt ist aber ansonsten nicht beschädigt, jedenfalls sieht alles ok aus.

    Grüße,
    Max

  12. #12
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Zitat Zitat von oanasechzga Beitrag anzeigen
    Gas und Choke
    Oh, oh, aber nicht gemerkt, dass Du ins Wiki schauen sollst

    Zitat Zitat von oanasechzga Beitrag anzeigen
    Und was den Vergaser betrifft: Ehrlich gesagt hatte ich den Eindruck, dass der Vergaser zwar übel verstellt ist aber ansonsten nicht beschädigt, jedenfalls sieht alles ok aus.
    Beim Vergaser gibt es auch den Zahn der Zeit:
    - der Schieber kann ausschlabbern, dann wird dort Nebenluft gezogen
    - der Flansch kann sich durch falsche Montage verziehen, Nebenluft
    - die Düsen sind auch nicht verschleissfrei

    Peter

  13. #13
    Schwarzfahrer
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    Das mit dem Choke war nur alte Gewohnheit. Echt. Ehrlich! Ich habs Wiki gestern gelesen.
    Also nochmal korrekt: Ich hab ein Set mit dem Startvergaserbowdenzug gekauft ;-)

  14. #14
    Kettenblattschleifer Avatar von Schwalben_BK
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    @Peter#10,
    ..bin ich absolut deiner Meinung!!! Und handhabe es genauso!

    Aber wenn sich das Problem auf den Vergaser beschränkt und ich für den (meine) Oldtimer ein exzellentes Neuteil bekomme, halte ich die Altteilspielerei eher für learning-by-doing. Hat was und macht auch Spaß, führt aber meist nicht zum gewünschten Erfolg.

    Abgesehen davon, ist nach dem Lerneffekt das vermindliche Originalteil meist eh im Arsch. Besser neukaufen und Original gut verpackt einlagern.

    Grüße Boris
    SR2E, Bj. 1960; Schwalbe KR 51/1 K, Bj. `80; S51B2-4, Bj.`88

  15. #15
    Schwarzfahrer
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    Hallo,

    der Startvergaser-Zug ;-) ist gewechselt, die Schwalbe läuft wieder - im Prinzip. Denn von vernünftigem Motorlauf kann keine Rede sein: Kaum Leistung, Null Standgas, extreme Verzögerung (ca. 3-5s bis sich Vollgas am Gasgriff im Motorlauf bemerkbar macht.) Versuchsweises Einstellen des Vergasers brachte auch kaum Erfolg. Dafür raucht sie wie ein Schlot (Gemisch zu fett?), und, schlimmer noch, der Motor klappert bei höherer Drehzahl. (Kann es sein, dass noch ein Splitter des gebrochenen Kolbenrings im Kurbelgehäuse hängt?) Sorry nochmal für die Sache mim Choke; war da etwas unaufmerksam.
    Herzliche, schon etwas glücklichere Grüße,
    Max

  16. #16
    Super-Moderator Urgestein Avatar von Zschopower
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    Was sich evtl. noch im Kurbelgehäuse befinden mag, können wir ohne unsere Glaskugeln leider nicht sehen :(
    Da müsstest Du schon selber mal nachschauen.

    Bezüglich des anderen Problems:
    Da Du eine KR51/2 hast und es keine ernsthafte Herausforderung ist, würde ich Dir raten, die beiden Wellendichtringe auf der Kurbelwelle zu tauschen.

    Peter

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