Simson springt nicht mehr an

  • Hallo liebe Schwalbengemeinde,


    ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen, bevor ich zu meinem Problem komme.
    In meinen bisherigen 39 Jahren habe ich mich mit Fahrrad und Auto von A nach B bewegt und war immer zufrieden. Nun kam es, dass ich die Möglichkeit hatte mich auf eine Schwalbe zu setzen und was soll ich sagen, es war um mich geschehen. Ab diesem Moment schaute ich mir alle möglichen Angebote an und tatsächlich fand ich vor zwei Wochen eine K 51/2 L die mir gefiehl, welche ich dann auch sofort kaufte. Bisher kam ich noch nie mit zweirädrigen, motorbetriebenen Fahrzeugen in Berührung, daher kaufte ich mir eine Schwalbe, die für meine Augen in Ordung aussah. Hier ist Sie:


    http://www.ca-music.de/SCHWALBE/s1.jpg
    http://www.ca-music.de/SCHWALBE/s2.jpg


    Seit dem ersten Tag sprang sie auf den ersten Tritt an und war sehr willig. Bin bisher ca. 100 km gefahren. Heute wollte ich sie meinem Vater vorführen, Tritt und hänhänhän..... wunderbar. Ich fuhr eine Runde und kam zu Hause an. Beim Schalten vom Dritten in den Zweiten ging sie plötzlich aus. Versuche sie wieder anzutreten blieben erfolglos. Es war mir möglich, den Motor durch Anschieben wieder in Betrieb zu nehmen, aber sobald ich die Kupplung ziehe, geht sie aus.


    Nach ein paar Suchanfragen hier im Forum überprüfte ich die 0,4 mm an der Zündkerze und ob ein Zündfunkten da ist. Eigentlich alles in Ordung. Nachdem ich alles wieder zurück gebaut hatte, konnte ich sie wieder Antreten, aber sie starb gleich wieder ab. Danach war sie nicht mehr zum Leben zu erwecken. Anschieben habe ich nicht mehr probiert.


    Vielleicht habe ich bei meiner Suche hier im Forum schon genau den richtigen Treffer gehabt, konnte ihn aber aufgrund meiner Unwissenheit nicht als solchen erkennen. Daher frage ich Euch, ob Ihr mir einen Tipp geben könnt, was ich als nächstes überprüfen könnte. Vielleicht muss ich ja nur die Zündkerze tauschen, nur habe ich noch keinen Ersatz.


    Vielen Dank schon mal für jede Hilfe.


    Gruß
    Christian

  • Zieh mal den Benzinschlauch vom Gaser ab und guck ob da genug Sprit ankommt! Entweder der Benzinhahn sitzt zu oder der Kraftstofffilter darunter! Ich hatte auch einmal das eine kaputte 4 Lochdichtung das Problem war und dafür sorgte, dass nicht genug Sprit nachlief!

  • So, also Spritfluss wäre eine Möglichkeit gewesen, ist es aber nicht. Da kann man eigentlich direkt zur Zündung übergehen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ging sie warm nicht mehr an, und Du hast es seitdem nicht mehr probiert. Probier noch mal, ob Du sie kalt wieder anbekommst, mit Anschieben. Hauptsächlich ohne (ist ja warmes Wetter momentan), aber spaßenshalber auch mal mit ein wenig (kurz) gezogenem Startvergaser. Das sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn die auch kalt nicht will. Wenn auch das nicht geht, würde ich doch als nächstes einfach nur so den Vergaser mal reinigen, vor allem die Düsen durchpusten. Nur, um ein Problem dort auszuschließen, nichts verstellen, denn sie ist ja so gelaufen! Dann auch mal ein Blick in den Auspuff, ob der frei ist, hauptsächlich Endschalldämpfer und Endloch; denke ich aber schon. Dann wäre die Zündanlage dran.
    Kerze, Stecker, Zündkalbel wechseln - diesen ganzen Quatsch bitte sein lassen. Macht jeder, weil es so schön einfach wäre, und bringt keinem etwas.

  • Also das erste nach Kontrolle der Zündkerze auf Zustand (nass/trocken/hell/dunkel/Funke da) wäre doch wohl den Vergaser zu zerlegen und die Düsen auf Verstopfung zu prüfen, das geht relativ schnell und ist oft auch erfolgreich, weil die sich nicht allzu selten mal zusetzen, auch wenn der Tank rostfrei ist.


    Erst danach kommen solche Sachen wie Zündung einstellen (bei der /L auch eher unwahrscheinlich) und Auspuff überprüfen.

  • Hallo,


    erst einmal, möchte ich mit bei Euch für die vielen Tipps bedankten.
    Die Schwalbe läuft wieder wie geschmiert. Ein Tritt und AN!


    Was habe ich gemacht:


    Aufgrund Eurer Anregeungen, kontrollierte ich was ich schnell machen kann. Auspuff war frei, Luftfilter sah aus wir noch nie gebraucht. Da mir aber nicht klar war, wie ich das Kabel am Startvergaser lösen kann (traute mich nicht daran zu ziehen) habe ich mir erst einmal gedacht, besorge ich mir eine neue Zündkerze, bevor ich den Vergaser ausbaue. Leider hatte der Autoteilehändler in meiner Nähe nur NGK Zündkerzen. Aber das FAQ sagt die B6HS sollte auch gehen. Also versuchte ich diese. 0.4 mm eingestellt, eingedreht und geht! Wie gewohnt auf den ersten Tritt.


    Kann mir aber jemand mitteilen, wie ich das Kabel am Startvergaser lösen kann? Wenn ich mir Bild 93 auf Seite 80 aus dem BUCH ansehe, sieht es so aus, dass wenn ich die Schraube am Kabel ausgeschraubt habe, ich eigentlich nicht einfach dran ziehen kann, weil der Starterkolben da irgendwie arretiert ist, oder?


    Weiterhin, waren die Kabel-Schrauben am Startvergaser und Gehäusedeckel nur Handfest drauf gedreht. Soll das so sein?


    Gruß
    Christian

  • Normalerweise ist es unnötig, den Startvergaserkolben rauszunehmen, und man sollte es ohne Grund sein lassen. Wenn man es aber macht, bitte die Gummidichtscheibe vor dem Zusammenschrauben wenden (auf die unbenutzte Seite) oder komplett erneuern.
    Dass der Motor nun wieder anspringt, muss nicht an einem Defekt der alten Kerze liegen. Und ich glaube auch nicht daran. Die ist halt erst mal sauber, mehr nicht. Sehr gut möglich, dass es mit der NGK bald auch die gleichen Probleme gibt. Beobachten halt, es deutet bislang immer noch auf Wärmeproblem hin, trotz Elektronik-Zündung (evtl. Geber defekt).
    Welche Schrauben an welchem Gehäusedeckel sind nur handfest? Falls Du den Vergaserdeckel (also die Wanne unten) meinst - die dürfen nicht zu fest angezogen werden! Sonst verbiegt sich das ganze Gehäuse; das ist nur aus Zinkdruckguss, leider nicht sehr stabil. Gleiches gilt für den Flansch zum Motor.

  • Die Kerze ist nicht nur neu und sauber, sondern auch richtig eingestellt.... Eine Fehlerquelle weniger... Das Wärmeproblemm kann damit allerdings noch immer nicht ausgeschlossen werden.

  • Genau. Mach mal eine Probefahrt und schau was passiert. (fahr lieber mal nicht zu weit weg :D ) Falls sie nach 5- 10 Km fahren immer noch ohne Probleme fährt würde ich vorsichtshalber bevor ich sie abstelle mal schnell Motor aus und versuchen anzutreten, wenn sie dann beim ersten Kick wieder da ist ist doch alles gut :)

  • Dann nochmal nach zwei, fünf, zehn, fünfzehn und zwanzig Minuten Abstand zum vorherigen Test nochmal versuchen an zu kicken. Wenn das auch gut funktioniert ists ok. Oft springen sie direkt nach dem Abstellen wieder an, aber nach ein paar Minuten nicht mehr, obwohl sie es eigentlich können sollten.

  • Dann nochmal nach zwei, fünf, zehn, fünfzehn und zwanzig Minuten Abstand zum vorherigen Test nochmal versuchen an zu kicken. Wenn das auch gut funktioniert ists ok. Oft springen sie direkt nach dem Abstellen wieder an, aber nach ein paar Minuten nicht mehr, obwohl sie es eigentlich können sollten.



    Das kann ich definitiv nur bestärken: Bloß weil sie eiskalt läuft, bist du noch nicht fertig mit deiner Schwalbe (Übrigens ein sehr schönes Ding - sie wurde offensichtlich gepflegt). Probiere, wenn du ein paar km gefahren bist (Tipp: fahre bergauf - dann kannst du bergab rollen wenn sie nicht mehr will), in immer größer werdenden Abständen sie wieder zu starten. Meine Schwalbe hatte vor ein paar Tagen ein "Lauwarmproblem" - heiß, direkt nach dem fahren ging sie problemlos wieder an, kalt ebenfalls, aber absteigen, kippen holen an der tanke und nach 5 Minuten weiterfahren - kein Chance.


    Wilkommen im Club der geflügelten Mopeds :)

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