12v Birne in 6 Volt Schwalbe? Folgen?

  • Ich wäre da schon experimentierfreudiger.
    Einfach mal die Spannung an der Lampe bei unterschiedlichen Drehzahlen messen.
    Wegen der technischen Ausführung der ungeregelten Lichtmaschine (ausser über die Sättigung beim magnetischen Fluss) steigt die Spannung bei geringerer Stromentnahme.
    Ich glaube allerdings auch nicht, dass das so rechtlich ok ist.


    Peter

  • Es gibt eine einzige zulässige Halogenlampe für S2-Sockel, erhältlich bei Hein Gericke und Louis, von mir schon zigfach hier verlinkt.


    Aber: Halogenlampen brauchen EXAKT ihre Sollspannung zum einwandfreien Betrieb. Bisschen drunter und die Helligkeit sinkt deutlich, bisschen drüber und die Lebensdauer wird lächerlich.


    Im Resultat lässt sich Halogen nur erfolgreich betreiben an einer Lichtanlage mit großer Leistungsreserve und Spannungsregler. Nur so bekommt man schon bei niedrigen Drehzahlen volle Lichtleistung, ohne dass bei hohen Drehzahlen die Lampe geschädigt wird.


    Der letzte, der gemeint hat, seine Halogen-Bastelei würde "schön hell" leuchten, musste sich dann vom Unfallgutachter sagen lassen, dass die Leuchtkraft doch nur einem zu 90% mit Schmutz zugesauten Scheinwerfer entsprochen hat. Resultat: Er war an seinem Vorfahrtunfall dann doch nicht mehr ganz so unschuldig wie er dachte.


    Ergo: Am Licht nicht rumkaspern. Original lassen oder korrekt umbauen. Lampe rein und passt schon passt eben nicht.

  • Hi!
    Ich hab ja ne H4 Philips „Energiespar” Lampe in dem H4 Scheinwerfer von Louis! Hängt an der 42w Lichtspule zusammen mit dem 5w Rücklicht, und war mir sogar mal durchgebrannt, als ich im Leerlauf zuviel mit dem Gas gespielt hab!
    Ich dachte wenn man einen Verbraucher an eine Spannungsquelle anschließt, der mehr Leistung will als die Spannungsquelle liefern kann, bricht die Spannung ein!
    Bei meiner S51 sollte der EWR Wechselstromregler die Spannung sowieso eigentlich auf 12V begrenzen, solange EWR 31a (gelbes Kabel) keinen Massekontakt hat!

  • Der EWR ist ja nun ein Elektronischer Wechselspannungs-Regler, und wenn der seine Arbeit richtig macht, dann ist die Halogenlampe sicher.


    Die spezielle Lichtspule dieser Anlage hat eben gerade den nötigen Leistungsüberschuss - im Gegensatz zur normalen 42-Watt-Spule der Bilux-Fahrzeuge, die eben exakt 42 Watt Höchstleistung liefert.


    Als zusätzlichen Bonus hat der alte EWR die Lampen-Spar-Schaltung mit reduzierter Spannung für den Tagbetrieb. Das wäre heute als Neukonstruktion nicht mehr zulassungsfähig, aber wenn's original ist, bleibt's erlaubt.


    Nun ist es aber schon so, dass die starke Lampe wahrscheinlich unterversorgt ist, zumindest im "Nacht"-Betrieb mit voller Spannung. Das kannst du mit einem Voltmeter im Stand gut rausmessen, noch besser würde man an einem Oszilloskop sehen, dass der Spannungsregler erst bei einer viel höheren Drehzahl eingreifen muss als mit der korrekten Lampe. Bis zu dieser Drehzahl ist die Leuchtwirkung dann schlecht.

  • Danke Peter!
    Dann wird wohl mein EWR auch kaputt sein, weil mir ja selbst die H4 55/60w zusammen mit dem Rücklicht durchgebrannt sind. Im Standgas leuchten die Lampen allerdings wirklich nicht soo hell.
    Wenigstens wird die Batterie wieder geladen, nachdem ich jetzt eine neue ELBA eingebaut habe.
    Beim Fahren halten die Lampen auch, da hatte ich wohl mal ganz kurz im Leerlauf zuhoch gedreht, natürlich bei warmem Motor!

  • Bevor du den EWR wegwirfst, schau lieber mal nach, ob der regelnde Anschluss 59 überhaupt Verbindung mit dem Scheinwerferkabel hat. Am Leitungsverteiler müssen dazu das weiße, das schwarz-weiße und das rot-weiße Kabel auf benachbarten Steckerpaaren sitzen, und diese benachbarten Steckerpaare muss der Leitungsverbinder selbst quer miteinander verbinden.


    Ein beliebter Fehler an dieser Stelle ist, den Leitungsverbinder falsch zu verwenden oder gleich ganz den falschen. Es gibt welche ohne Querverbindungen, und eben auch welche mit zwei, drei oder vier davon.

  • Danke Peter,
    das schau ich morgen mal nach, aber meinst du jetzt mit Leitungsverbinder diesen 3-fach Verbinder am Zündschloss, oder den großen Leitungsverbinder über dem EWR? Habe es mit Herrn Mosers Schaltplan verkabelt. Ich kann dir schonmal sagen, dass am Zündschloss das Kabel vom EWR 59 und das vom Abblendschalter und das Kabel vom Rücklicht ankommt, verbunden an diesem 3-fach Verbinder.

  • also wollte nur kurz sagen, die leuchtet extrem hell, scheint mir so als ob da was faul ist (zu viel spannung?) habe aber da ich wiedermal nun nachts gefahren bin und es oft mache (von freunden heim) nun wieder die 6V 35/35W birne drin, da ich keine lust habe das mit die durchbrennt oder was anderes passiert, will nicht im dunkeln an der schwalbe basteln! mir ist nur wiedermal mein bremslicht ausser dienst getretten ! gestern brems / rückstrahler heute repariert (kontakte erneuert) funktionierte wieder alles...zur clique hin, bemerkte ein freund von mir mit seiner schwalbe hinter mir das mein bremslicht nicht mehr tut...super !


    aber bei dem alter kann ich es gut verstehen und tolerieren! ist schliesslich älter als ich meine schwalbe :-) denke werde eh ein komplett neues kabelbraum verlegen..

  • Danke Peter,
    das schau ich morgen mal nach, aber meinst du jetzt mit Leitungsverbinder diesen 3-fach Verbinder am Zündschloss, oder den großen Leitungsverbinder über dem EWR? Habe es mit Herrn Mosers Schaltplan verkabelt. Ich kann dir schonmal sagen, dass am Zündschloss das Kabel vom EWR 59 und das vom Abblendschalter und das Kabel vom Rücklicht ankommt, verbunden an diesem 3-fach Verbinder.


    Wenn du da ein Moped hast, dann stimmt das so; die separaten Leitungsverbinder gibt's dort nur für die Blinker. Beim Roller läuft der ganze Salat über solche Leisten.

  • Ja freilich, hier merkt man, dass der Roller zu einer Zeit konstruiert wurde, wo Elektrik nicht mehr lästige Nebensache war.


    So viele zusätzliche Steckverbindungen, vor allem die gesteckten Masseverbindungen, machen die Sache aber auch anfälliger als direkte Verbindungen und Verschraubungen.

  • Dafür hat man dann die Mechanik verbaut und unglücklich plaziert. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile.
    Die gesteckten Masseverbindungen sind gar nicht mal so schlecht. Ob nun auch die Masseleitung gesteckt ist, oder nur die Zuleitung wie bei den anderen Mopeds, macht es auch nicht mehr fett. Ob nun das Kabel bricht, oder der Stecker gammelt kommt auf das gleiche raus. Ich sehe das als Verbesserung an und auch nicht als anfälliger.

  • Das weiß man mittlerweile besser. Gesteckte Masseverbindungen waren zu der Zeit modern, auch im PKW hat man das gerne so gebaut. Das hat man aber schon ein paar Jahre später schnell wieder bleibenlassen, eben weil viel korrosionsanfälliger als verschraubte Massepunkte.


    Der Krampf mit dem schräg reingestrickten Mopedmotor ist Resultat der von der Politik ausgehungerten DDR-Industrie. Der Motor, der da eigentlich reingemusst hätte, konnte nie entwickelt werden.

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