Die pure Verzweiflung hat mich gepackt

  • Hallo Leute,
    ich bin der Verzweiflung nah und weiss mir langsam keinen Rat mehr und mein technischen Wissen scheint nun auch langsam erschöpft. Aber ich mwill am Anfang beginnen damit ihr mir vielleicht einen Tip geben könnt wie ich meine Schwalbe doch noch zum fliegen bringen kann.
    Seit nunmehr 7 Wochen bastel und schraube ich was das Zeug hält. Ich habe meine Schwalbe geschenkt bekommen. Der Zustand würde ich sagen war anfangs von erbärmlich bis jämmerlich zu nennen, da sie seit 5 Jahren draussen stand ohne das sie abgedeckt oder anders geschützt gewesen wäre. Sie ist aus dem Jahr 83, also eine Kr 51/2 mit 4-Ganggetriebe und orginalen 7600 km gelaufen.
    Nach der Zeit sie sie draussen gestanden hat könnt ihr euch vorstellen das das Vögelchen ganz gut federn gelassen hat.
    Nun zähle ich mal auf was ich alles gemacht beziehungsweise an Teilen gekauft und auch verbaut habe.
    Ich habe zuerst die Unterbrecherkontakte und den Kondensator rausgeschmissen genau wie die Zündkerze. Nach diesen arbeiten hatte sie auch sofort einen Zündfunken, naja noch nciht gleich ich musste erst sämtliche Kontakte an den Kabelklemmen und Anschlüssen reinigen. Als das erledigt war hatte sie einen guten starken Zündfunken. Dann habe ich eine neuen Tank und einen neuen Benzinhahn eingebaut da beides in einem so desolaten Zustand war das es nur noch neu zu machen ging. Auch habe ich den Vergaser bei einem Simsonspezialisten für 60 Euronen in einem Ultralschallbad richtig reinigen lassen. Dann mit neuen Düsen bestücken lassen und ihn dort auch optimal einstellen lassen. Dann noch ein Stück neuen Benzinschlauch, den Luftfiltereinsatz erneuert und auch die schwarze Ansaugmuffe zwischen Luftfilter und Vergaser habe ich neu gemacht.
    Als nächstes dann den ölwechsel gemacht und guten frsichen neunen Sprit getankt und mit gutem teuren Zweitaktöl gemischt. Dreimal kicken und sie war da. Dann ein wenig gefahren und dann ging es los. Bei einer Geschwindigkeit von ca 55 km/h laut Tacho fängt sie an zu ruckeln und es gibt Fehlzündungen. Egal wie ich den Vergaser einstelle oder auf welche Raste ich die Schwimmernadel hänge es wird nicht besser. Ruckeln und dann gibt es Fehlzündungen dann geht sie sogar aus. Dabei ist alles wirklich sauber und richtig eingestellt. Der Zündunterbrecher ist mehrfach überprüft und es wird nicht besser. Darum meine Frage was ich tun kann damit sich das noch verbessern läßt? ich bin einfach nur noch ratlos. Kann es sein das es das Zündkabel oder die Zündspule sein könnte? obwohl ich wie gesagt einen guten Zündfunken habe. Das Kerzenbild ist Rehbraun vielleicht eine Nuance dunkler. ABer auch der Verbrauch war trotz der guten Einstellung wie ich fand sehr hoch mit gut 3,8 Litern auf 100 km. Nun bin ich kein Leichtgewicht und so dachte ich das es noch ganz ok ist.


    Ich weiss nicht mehr wo ich suchen soll und vor allem wonach. Wäre sehr schön wenn ihr noch die eine oder andere Anregung hättet wonach ich suchen kann.


    Vielen Dank und ein tolles Wochenende und immer eine Handbreit Asphalt unter den Reifen


    Liebe Grüße Sven

  • Ich würde mal den kleinen Kolben des Startvergasers auf Leichtgängigkeit prüfen. Die verhaken gern wenn sie verzogen sind und der Startvergaser bleibt dann permanent geöffnet, auch wenn man ihn zu macht.


    Startvergaser vom Bowdenzug trennen und Feder heraus nehmen.
    Der Kolben darf nicht im Gehäuse verhaken und muss beim reinstecken von allein wieder heraus fallen.


    Das Gummi unten dran sollte auch noch gut und vorallem vorhanden sein.

  • Die Zündung ist marode. Das Problem ist, dass man außen an der Luft einen guten Zündfunken haben kann, unter Kompression im Zylinder aber nicht mehr. Und je wärmer der Motor wird desto schlimmer. Kannst Du versuchen, die aktiv spannungserzeugenden Teile auszutauschen. Oder Du bestellst Dir erst einmal einen Zündspannungsprüfer bei Louis. Damit kannst Du die Höhe der Zündspannung anhand einer Funkenstrecke ablesen und das Problem ziemlich genau einkreisen. Mind. 10 kV müssen das immer sein. Ich würde empfehlen zu überlegen, gleich eine Vape einzubauen.

  • So nun habe ich nochmal alles untersucht und ich konnte keinen Einstellungsfehler an der Zündung und den Kontakten als auch am Vergaser entdecken. Ich bin dann wieder eine größere Runde gefahren und es ging eine Zeit gut. Dann nach etwa 10 km die ich im Schnitt mit 50 - 55 km/h gefahren war kam das erste Stottern und ein paar kleine Fehlzündungen. Als ich dann anhalten musste und wieder anfahren wollte hat sie das Gas nur schlecht angenommen und es dauerte eine weile bis sie dann wieder auf Touren kam.
    Wie war das mit dem Angebot Falk, würde nun nachdem ich es nochmal versucht habe gerne in Anspruch nehmen. Wie kommen wir mal zusammen?
    Liebe Grüße aus Spandau

  • Hi,


    Puh, Spandau ist ja schön weit weg. Da ist Dir BSEQ näher.
    http://www.schwalbennest.de/si…s/members/22258-bseq.html


    Andererseits liegt bei mir ne komplette Grundplatte extra für Schwalbe rum.
    6V25W.


    Wackelt der Kondensator wie so´n alter Zahn? Grundplatte raus und seitlich
    der Grundplatte mit nem Körner n schlag geben das der Kondensator besser hält.
    Also nicht auf den Kondensator kloppen.


    BB - Stammtisch Berlin Spandau - jeden ersten Dienstag im Monat - Region Ost - Simsonforum.de
    und-->
    BE - 10xxx - Berlin - jeden Donnerstag 20 Uhr - nu aba richtig!! - Region Ost - Simsonforum.de


    solong...

  • Der Kondensator sitzt ganz gut fest und bei der Montage , es ist ja schon der zweite drin, waren wir auch sehr vorsichtig. Haben den mit etwas Kraft reingedrückt aber nicht reingeschlagen. Nun der Weg nach Helle Mitte würde mich nicht schrecken das würde ich auch gleich machen aber mal schauen was der Stammtisch hier in der Nähe noch so sagt. Ich schau mal und werde und würde mich dann auch melden wenn es da nicht so klappen würde. Nochmal vielen Dank für dein Angebot und auch die Links

  • So liebe Leute , das problem ist gelöst. Nach endlosen suchen und unzähligen neuen Teilen habe ich endlich den Fehler lokalisieren können. Es zu beheben dauerte dann genau 10 Minuten und nun kann die Schwalbe wirklich fast fliegen.
    Es lag ausschließlich am Kondensator den ich zu tief hineingedrückt hatte, sodass der Boden des Kondensators die Gehäusewand berührte.
    Das darf nicht passieren denn so gibt es einen Kurzschluß der euch den Kondensator zerschiesst und der Zündfunken wird einfach dann mal ganz schlecht bis zum Totalausfall.
    Neuer Kondensator drin und beim Einbau gut aufgepast alles zusammengeschraubt einmal getreten und nun läuft sie wirklich gut. Sie zieht sauber durch und erreicht eine Geschwindigkeit von fast 70 km/h. Ein wundervolles fahren und zügig noch dazu.
    Ich bedanke mich bei allen die mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben und mir mit ihren Ideen und Erfahrungen weitergeholfen haben.
    Liebe Grüße
    Sven

  • Es lag ausschließlich am Kondensator den ich zu tief hineingedrückt hatte, sodass der Boden des Kondensators die Gehäusewand berührte.
    Das darf nicht passieren denn so gibt es einen Kurzschluß der euch den Kondensator zerschiesst und der Zündfunken wird einfach dann mal ganz schlecht bis zum Totalausfall.


    Unsinn. Der Kondensator hat über die Passung in der Grundplatte sowieso Kontakt zur Masse. Da machts dann (elektrisch) auch keinen Unterschied, wenn der Becherboden noch am Motor anliegt. Einen Kurzschluss kann's da nicht geben; bestenfalls Vibrationen o.ä.


    Ich glaub eher, dass die Zündung wieder funktioniert, weil beim Kondensatorwechsel diverse Verbindungen angefasst wurden und somit quasi im Vorbeigehen irgendein Kontaktfehler behoben wurde. Möglicherweise hatte auch der Kondensator was weg - aber ganz sicher nicht auf Grund von Massekontakt.


    Ralf

  • Ich muss dich leider enttäuschen es war so das der Kondensator am Gehäuse zusätzlich einen Kurzschluß verursacht hat. Denn nur mit dem Austausch des Kondensators, also nur mit dem abziehen des Porades kannst du nicht soviele Teile berühren oder verändern als das deine Idee funktionieren würde. Und am Becherboden sind auch schwarze Verfärbungen zu sehen und ich denke die sollten da nicht sein. Jedenfalls gibt es nun keine Geräusche mehr , sie läuft einwandfrei, und der Schrauber in der Werkstatt der mir diesen Tipp gegeben hat sagt auch nach erneutem Nachfagen das es so zu Kurzschlüssen kommen kann

  • Ich muss dich leider enttäuschen es war so das der Kondensator am Gehäuse zusätzlich einen Kurzschluß verursacht hat. der Schrauber in der Werkstatt der mir diesen Tipp gegeben hat sagt auch nach erneutem Nachfagen das es so zu Kurzschlüssen kommen kann


    Das ist doch physikalisch vollkommen unmöglich. Motorgehäuse und Grundplatte sind doch ein elektrischer Pol.

  • Eben drum. Da gibt's nur Kurzschlüsse, wenn die Grundplatte keinen richtigen Kontakt mit dem Motorgehäuse hat - was schwer vorstellbar ist. Und dann wären wir auch wieder bei der von mir schon angesprochenen Reparatur "im Vorbeigehen" mit dem Kondensator als Placebo. Wenn's nun wieder funktioniert, ist auch alles schön. Auch kanns nicht schaden, den Kondensator ordentlich einzubauen. Aber als Ursache für Probleme scheidet diese mirakulöse Geschichte aus.

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