Rahmen von innen rostig?

  • Hey, hab mir vor einem Monat eine Schwalbe gekauft und bau die gerade von Grund auf neu. Dabei ist mir aufgefallen das der Rahmen von innen rostet. Als ich den abgeklopft hab hat sich alles gut angehört, sind auch keine Risse oder Löcher im Rahmen, nur kamen so ein paar rostige Stücke heraus gerollt, sah wie mit rost überzogenes Gummi oder Silikon aus, also verfärbt mein ich. Was habt ihr schon mal gemacht um den Rahmen von innen zu schützen? Sind eigentlich Dichtungen auf den Enden der Rahmenrohre (bei mir nicht)?
    Danke

  • Wenn der Rahmen innen schon rostig ist, ist weiterer Schutz witzlos. Der Rost arbeitet sich unter der Schutzschicht einfach weiter. Wenn der Rahmen innen nicht rostig ist, kann man ihn z.B. mit Wachs oder speziellen Versiegelungen ausschwenken.
    Es gehören Dichtungen in die Enden, das sind so halbrunde Moosgummi Dinger.

  • Hohlraumversiegelung ist das Stichwort.
    Für die Enden der Rahmenrohre gibt es spezielle Dichstopfen.


    Hab auch schon von Personen gehört, die zu erst dort Zitronensäure rein gekippt haben.
    Einwirken lassen. Dann wieder raus damit.
    Rostschutzgrundierung rein, Rahmen etwas schwenken und wenn das dan fest ist Hohlraumversiegelung.
    Dann noch die Stopfen und gut ist.


    Gruß,
    K.P.

  • je nachdem wie stark der rost schon ist mit den selben methoden wie beim tank entrosten. danach hohlraumversiegelung. die oldtimer markt hat mal hohlraumversiegelungen getestet, das beste "frei verfügbare" war ein fett, genauer gesagt mike sanders hohlraumfett. fett hat die eigenschaft zu kriechen, daher kann es auch angerostete oberflächen durchtränken. da das fett den rost sozusagen ersäuft kommt dann keine luft mehr an die korrosionsstelle und somit rostet es nicht weiter. wenn schon blätterteig im hohlraum ist, reicht fett alleine allerdings nicht mehr aus.

  • das beste "frei verfügbare" war ein fett, genauer gesagt mike sanders hohlraumfett.



    Genau!


    Dumm nur, dass das Fett auf ca. 90°C erwärmt, und mit einer Sonde mittels einer Druckbecherpistole, in den Rahmen gespritzt werden muss.


    Hier enden zumeist die Möglichkeiten der meisten Heimwerker!


    Gruß Peter



  • Naja, billige Druckbecher Pistole vom Discounter, Fett mit einem alten Kochtopf erwärmen, Pistole im Wasserbad vorheizen und los gehts.


    Ich gebe zu, es ist eine Sauerei sondersgleichen.


    MfG


    Tobias

  • also ich denke so schlimm ist das nicht am rosten eher flugrost und leichter ansatz von rost. Am besten also rostlöser oder irgendwas chemie-säure mäßiges rein und dann versiegeln? Hat jetzt einfach vor das Zeug für die Versieglung von meinem tank zu nehmen, denk das ist so nen harz-versieglungsprodukt. Was sagt ihr dazu?
    Danke!



  • Wenn man damit die erforderliche Schichtdicke des aufgetragenen Fettes sicherstellen kann, o.k.!


    Gnister: Ich hatte vor kurzem jemanden, der seinen Tank mit rostlösendem Gel behandelt, und anschließend versiegelt hat. Sein Problem: Die Versiegelung löste sich großflächig im Tank wieder ab.


    Einen innen rostigen Rahmen einfach zu versiegeln, ist Unsinn. Er wird unter der Versiegelung weiter rosten.


    Experimente mit Säuren, ohne Kontrolle der Ergebnisse, und entsprechende Neutralisierung derselben, schaden auch eher mehr, als sie nutzen. Bei reinem Flugrost ist die korrekte Behandlung des Rahmens mit Mike Sanders Fett wohl die beste Variante, für den Korrosionsschutz des Rahmens.


    Gruß Peter

  • Bei reinem Flugrost ist die korrekte Behandlung des Rahmens mit Mike Sanders Fett wohl die beste Variante, für den Korrosionsschutz des Rahmens.


    Gruß Peter


    Dann doch lieber Fertan o.ä. und dann eine wachsbasierte Behandlung. Mike Sanders entfernt auch keinen Rost bzw. wandelt diesen nicht um.

  • Nun ja,
    Vertan wandelt den Rost in eine Eisen-Tannin- Verbindung um. Eine Verbindung, die nicht weiter rosten soll. Mit Wachs hat Vertan also nichts zu tun. Mit Vertan behandelte Oberflächen sollten also noch weiter behandelt werden. Wie Z.B. mit Mike Sanders Fett.


    Gruß Peter

  • Mit Wachs hat Fertan also nichts zu tun. Mit Vertan behandelte Oberflächen sollten also noch weiter behandelt werden. Wie Z.B. mit Mike Sanders Fett.


    Gruß Peter


    Hab ich mit keinem Wort behauptet. Es ging lediglich darum, dass man Rost vorbehandeln sollte. Es gibt auch Produkte, die alles drin haben.
    Wachs deshalb, weil es leichter zu verarbeiten ist als Sanders Fett. Es gibt auch Rostumwandlungslacke, welche keine Nachbehandlung bedürfen. Ist ne ziemliche Wissenschaft.....


    Es gibt keinen Lack, der bei Aufsprühen den darunterliegenden Rost stoppt!


    Gruß Peter


    Einspruch!
    http://www.korrosionsschutz-de…slack-schwarz--113ml.html

  • Ja Ja, ist mir bestens bekannt. Nur wie soll der Anwender den Rahmen innen damit, z.B. 2 mal streichen?


    Und wenn der Rost zu stark ist, bringt das Mittel auch nichts mehr. Wer will schon beurteilen, ob der Rost innerhalb des Rahmens für diese Art der Behandlung geeignet ist, bzw. der hier unbekannte Rahmen, den wir nur aus den Schilderungen kennen. (Gruß an die Glaskugel!)


    Gruß Peter

  • wachs ist einfacher zu verarbeiten, ja. in bereits angesprochenem om-test waren die ersten 5 allesamt fette, erst auf platz 6 kam das erste wachs. der grund dafür ist darin zu suchen, dass das fett kriechen kann, während das wachs durch verdunsten des lösemittels erhärtet. es bleibt dann hart und bekommt mit der zeit risse.


    wenns mein rahmen wäre, würd ich evtl mit fertan oder brunox vorbehandeln und mir dann die mike sanders sauerei geben.

  • Das mit dem innenseitigen Versiegeln eines Rahmens geht recht einfach: Erstmal den groben Rost durch außenseitiges Klopfen ablösen und herausschütten. Dann Fertan reinhauen. Ich schütte immer gleich die ganze 1l-Flasche je Rohr rein bis das Rohr voll ist, dabei Rahmen senkrecht mit dem Vorderteil nach unten hinstellen. Die kleinen Löcher (z.B. für die Befestigung des Typenschildes) mach ich vorher mit Klebeband zu. Das ganze 1h stehen lassen und Fertan rausschütten und die andere Seite entsprechend behandeln. Nachdem das Fertan dann zusammen mit der Luft 24-48h einwirken konnte, wird das ganze ordentlich mit viel Wasser gespült. Anschließen die Rohre erwärmen, dass die Feuchtigkeit verdunstet. Dann abschließend eine Flasche Standdard-Hohlraumwachs oder ein Bottich heißes (=flüssiges) Mike Sanders langsam in die Rohre schütten, kurzen einwirken lassen und wieder rausschütten. Anschließend 1 Tag ablüften lassen und dann nochmal eine Ladung reinschütten (um sicher zustellen, dass wirklich alles versiegelt ist).

    Bei meiner Methode braucht man weder Kompressor noch Druckbecherpistole. Die Sauerei hält sich auch in Grenzen.

    Gruß

    Florian

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!