Kette rattert, egal wie fest gespannt

  • Guten Abend zusammen,


    Ich habe seit ein paar Tagen das Problem, dass es beim Drehen des Hinterrads bzw. beim Schieben meiner KR51/2 ordentlich rattert. Es hört sich für mich an als käme es von der Kette. Das Seltsame ist, dass es unabhängig davon rattert ob ich die Kette straff oder locker gespannt habe.
    Den Mitnehmer habe ich mir schon angeschaut, der sieht noch ziemlich gut aus. Keine spitzen Zähne o.ä. Genauso das vordere Ritzel.


    Ich hatte beim Saisonstart vor ca. 3 Wochen die Kettenspannung so eingestellt, dass es eigentlich gar nicht rattert beim Schieben. Seitdem nichts mehr verändert und nun rattert es ziemlich.


    Ist ein Rattern beim Scheiben und Drehen des Hinterrads normal oder kann es z.B. sein, dass die Kette total ausgeleiert ist? Die Schwalbe hat gute 13000 km auf der Uhr.


    Danke für Ideen! :smile:


    Matthias

  • Hallo,


    Also die Lebensdauer einer Kette ist mit 15.000km angegeben, die Ritzel das Doppelte.


    Sind denn alle Rollen noch intakt? Vielleicht ist auch deine Spur verstellt und deine Kette läuft schief.



    MfG


    Matze

  • Wenn auch das Ritzel vorne richtig fest ist dann würde ich als nächsten Faktor mal aufs Fett hinweisen wollen.


    Hatte ich auch mal bei meinem S51, nach 5tkm knackte es ständig ich wusste nicht woher es kommt.
    Also Seitendeckel ab, Kettenspannung kontrolliert und schön ordentlich gefettet und das Problem war weg.

  • Danke für eure Antworten! Ich werde wohl nochmal die Spur kontrollieren und sehen ob das Rattern dann weg ist. Gefettet habe ich die Kette erst letzte Woche. Dabei hatte ich eigentlich auch die Kette angeschaut und keine fehlenden Teile entdeckt.


    Wenn es durch erneute Spureinstellung und spannen nicht zu lösen ist werde ich wohl eine neue Kette einziehen. Ist ja dann eh kurz vor dem Ende der Lebensdauer.


    Danke euch!

  • Es wäre interessant zu erfahren, wie weit die Kettenspanner angezogen sind. Je weiter die Schrauben angedreht sind, um so stärker ist die Kette gelängt, und somit verschlissen. Verschlissen ist sie auch dann, wenn noch keine Rollenhälften im Limadeckel liegen, aber die Kettenspanner zu stark angezogen werden müssen.


    Das die Ketten bis- oder über 15.000 Km gefahren werden oder wurden, bezweifel ich nicht. Die Ketten sind aber keinesfalls so lange haltbar, es sei denn der durch die übermäßige Kettenlängung einhergehende Verschleiß beider Ritzel, spielt keine Rolle!


    Realistisch bei guter Pflege und korrekter Spannung sind Lebensdauern von ca. 6000km zu erwarten! Was ja auch bei einem Preis von unter 10€ nicht weiter verwundern sollte.


    Gruß Peter

  • Beim rechten Kettenspanner war die Schraube "beim Kauf", also bevor ich etwas gemacht habe gute 1,5 cm hineingeschraubt. Beim linken etwas weniger. Ich denke ich werde die Kette sicherheitshalber ersetzen.


    Ist es eigentlich richtig, dass die Kettenspanner auf beiden Seiten genau gleich angezogen werde müssen?


    Danke

  • Unter der Voraussetzung, dass die Schwingenlagerbuchsen völlig intakt sind, ist es wahrscheinlich, dass beide Spanner ähnlich weit angezogen sind. Jedoch stellt man die Spur nicht nach Gewindegängen sondern mit einer geraden langen Latte ein.

  • Noch ein Nachsatz zur Kettenpflege:
    Fette sind natürlich völlig ungeeignet, da sie wegen ihrer Viskosität nicht zwischen Rolle und Niete gelangen können, wo sie zwingend geschmiert werden müssen! Eine reine Außenschmierung mit Fett reicht nicht, auch wenn das gängige Praxis oft war, und ist.

  • Noch ein Nachsatz zur Kettenpflege:
    Fette sind natürlich völlig ungeeignet, da sie wegen ihrer Viskosität nicht zwischen Rolle und Niete gelangen können, wo sie zwingend geschmiert werden müssen! Eine reine Außenschmierung mit Fett reicht nicht, auch wenn das gängige Praxis oft war, und ist.



    Wie dann schmieren?
    Wie im Buch beschrieben mit Getriebeöl?
    Oder fetten und oelen?


    Viele Grüße


    Bremsbacke

  • Kettenspray ist hier das allerbeste. Frisch aufgesprüht kriecht das Zeug in jede Ritze und nach dem Verdunsten von Lösemittel und Treibgas wird das Zeug annähernd harzig/klebrig um nicht durch Fliehkräfte wieder weggeschleudert zu werden.

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