Vorderlicht geht nach Start prima, glimmt aber nach ein paar Minuten Fahrzeit nur

  • (Nachtrag: siehe meine Ergänzung zur Fehlerdiagnose weiter unten.)


    Nach dem Start geht mein Vorderlicht prima, aber nach ein paar Minuten Fahrenzeit glimmt das Fern- und Abblendlicht nur. Nach dem Neustart der Schwalbe wiederholt sich das. Was kann denn das sein? Kabelproblem? Was meint ihr?


    Viele Grüße
    Marko


    ich sehe gerade: mein Status passt zu meiner Frage ausgezeichnet!

  • Das Licht geht nach vl. 30 Sekunden schlagartig von Normalhell in den Glimmmodus. Auch muss ich vor dem Neustart ca. 10 Sekunden warten, bis das Licht nach Neustart wieder für kurze Zeit normal funktioniert.

  • Oben waren es noch ein paar Minuten, jetzt sind wir bei 30 Sekunden...


    Klingt für mich nach einem wärmeabhängigen Problem. Jetzt wäre es natürlich toll, wenn man auch wüsste, über was für ein Fahrzeug mit welcher elektrischen Anlage wir hier reden.

  • Hast du vor kurzer Zeit eine Spule oder etwas anderes auf der Grundplatte getauscht? Klingt für mich so, als ob sich eine Spule stark erwärmt - eventuell durch Reibung - und dadurch die Spule in die Knie geht. Du kannst testen, ob sich das Polrad drehen lässt, ohne das du auch nur ein Schleifgeräusch hast.

  • ja, Prof, Zeit ist eine Illusion und die Mittagszeit erst recht (Douglas Adams)


    Das Fahrzeug ist entweder KR 51/2 E oder KR 51/2 L . So genau gibt das die Betriebserlaubnis nicht her. Denn dort stehen als Typ beide Versionen untereinander. Genau eine Version sollte wohl durch Ickse durchgestrichen sein. Das scheint aber damals nicht ganz so ambitioniert gemacht worden zu sein, wie es notwendig gewesen wäre, um jetzt eine klare Antwort geben zu können. Ein bisschen mehr ist die E-Variante durchge-ickst. So dass ich starkt vermute, dass es sich bei meinem Fahrzeug um die KR 51/2 L . handelt.


    nee, habe nichts an der Grundplatte verändert. Weiß nicht mal was das ist. ich gehe mal "sehen", ob ich was höre...

  • Bisher musste ich zum Glück noch niemals an die Grundplatte herantreten. Deshalb haben wir uns bisher auch noch nicht einander vorgestellt, schätze ich.


    Ich habe Deinen Rat befolgt und an dem Rotkäppchen gedreht, gehört und kann nichts unnormales wie Schleifen oder so hören. Habe jetzt aber auch nicht die Erfahrung im Polradabhören. Tja, und nun?

  • Im Leerlauf 21W Birne zwischen Klemme 59 (Rot/Weiß) und Masse. Und beobachten. Es kann aber auch sein, das die Spule einen Knacks weg hat. Ich habe bei mir die Masse mit einem 100W Lötkolben (wegen dem Eisenkern) nachgelötet.

  • So, ich habe mal im Leerlauf gemessen, was mir möglich war. Wechselstrom ist richtig, oder?


    Bei leuchtender Lampe: gelbes Kabel und Motor: 0 Volt
    weißes Kabel und Motor: 3,5 Volt


    Bei glimmender Lampe: gelbes Kabel und Motor: 1,1 Volt
    weißes Kabel und Motor: 1,5 Volt
    Und was sagt Euch das?


    Komische weitere Beobachtung, die ich so auch noch nicht gesehen habe. Als der Motor schon längst wieder aus war und ich die ganze Lampenfassung wieder einbauen wollte und rumfriemelte leuchtete für höchstens ne Sekunde die Lampe erneut auf. Ist vielleicht doch irgendwas mit der Kabelei?

  • Hallo Gelbersprudeltrinker,


    klar wird da was mit den Kabeln sein. Wenn die Scheinwerferlampe bei stehendem Motor leuchtet, dann kann der gute Birnensaft, der dafür gebraucht wird, nur von der Bakterie kommen. Und die hat damit eigentlich im Originalzustand reinwech gar nüscht zu tun.


    Also hole Dir den guten Schaltplan vom net-harry (nimm keinen anderen) und überprüfe die Verkabelung. Dabei solltest Du auch gleich erkennen können ob Du eine L hast: elektronische Zündung, rotes Polrad, Elektronikbaustein, 35W Scheinwerfer.


    Zu Deinen Spannungsmessungen: Du hast vermutlich im Gleichspannungsmessbereich (DC) gemessen. Dort ist aber Wechslespannung angesagt (AC)


    Peter


    P.S. Wenn Dir gleich nach dem Abschicken Deines Beitrags noch was einfällt, was Du schreiben willst, dann mach bitte dafür keinen neuen Beitrag auf, sondern nutze den "Bearbeiten"-Button unterhalb des Beitrags.

  • Würde ich auch so sagen, überprüfe deinen ganzen Kabelsalat. Da geht was gehörig schief, wenn die nochmal aufleuchtet. Wurde viel gebastelt an deiner Simson?



    Wenn man bedenkt, das gelb und weiß eigentlich für Fern- und Abblendlicht zuständig sind, verstehe ich nicht, warum da plötzlich auf beiden eine Spannung ist. Klemm vielleicht mal aus Spaß eine Farbe aus dem Lichtschalter ab und teste das nochmal. Vielleicht hast du auch eine Kriechsstrom im Lichtschalter.

  • okay, ich prüfe am Montag noch einmal die Kabelei, vielleicht ist da was duchgescheuert oder so. Geändert habe ich an der Kabelei in letzter Zeit rein gar nichts. Irgendwann habe ich lediglich die Tagschaltung geklemmt, aber das war vor Jahren und funktionierte gut.


    Zschopower: Ich habe schon Wechselstrom gemessen. Doch. Und das da oben waren tatsächlich die gemessenen Werte.


    (Für alle die sich für die damalige Geschichte mit der 12V-Birne interessieren (siehe Hinweis von Prof), bitte weiterlesen, sonst kann der folgende Text ggf. übersprungen werden)


    Ja, Prof. Vielen Dank mit dem Hinweis auf die 12V-Problematik. Damals habe ich wirklich nicht kapiert, wieso ne 12 V Birne so rasch durchbrennt. Müsste doch etwas mehr aushalten als ne 6 V-Birne, dachte ich. Außerdem gabs das Problem, dass der Motor bei voller Fahrt (und mitten in der dunkelsten Nacht) einfach ausging. Verstand und verstehe ich bis heute nicht. Nicht mal, ob's einen Birnenmotorkomp(l)ott war. Vorn habe ich seitdem wie auch schon zuvor ne 6V-Birne drin, die so 2000 km hält und dann durchbrennt. Allerdings habe ich für das Rücklicht und für das Tachobirnchen schon seit 10 Jahren ne 12V-Lampe drin. 6V brannte halt da auch immer durch und 12 V geht zumindest da super.

  • Wahrscheinlich habt ihr jetzt nicht gerade sehnsüchtig auf meinen Bericht heute Abend gewartet, tja, hier kommt er dennoch. Die gute Nachricht: ihr habt mich alle zusammen auf die richtige Spur gebracht. Vielen Dank dafür. Ein kleinesbisschen am Meisten tat dies aber timmueller, der den Vorschlag machte, ein Kabel am Abblendschalter zu kappen und dann noch mal zu messen. Das habe ich getan und ich habe immer noch an der Lampenfassung eine Spannung gemessen, wenn "das" Problem auftrat, obwohl doch das Kabel eindeutig gekappt war. Die restlichen Kabel scheinen richtig geklemmt zu sein ( Zschopower: ich wollte Deinen Rat befolgen, und nur den Schaltplan vom net-harry nehmen. Ging aber leider nicht, weil dort keine 51/2 L - Version vorliegt. Naja, ein anderer Schaltplan nicht vom net-harry tats dann auch). Aufgrund der immer noch vorhanden Spannung ohne Kabel geriet das Birnchen selbst in dringenden Tatverdacht. Tatsächlich ist es nämlich eine Wärmeproblem, das hattet ihr ja schon vermutet - nur eben am Birnchen selbst. Der Draht dehnt sich bei Wärme aus und gerät dann in den andern Stromkreis - beide zusammen glühen aber nur noch. Gut, möglicherweise war das jetzt nicht sooone hochwertige Birne. Der Langzeittest steht zwar noch aus, weil es heute hier wieder in Strömen regnet. Sollte es morgen auf Minga mal ausnahmsweise nicht regnen, dann täte ich ein bisschen fahren, um zu schauen, ob's nun gut ist.
    Vermutlich habt ihr auch recht, dass irgendwas noch immer komisch ist, denn das plötzliche Aufleuchten der Lampe ohne Generator kann nicht normal sein. Ich nehme das jetzt aber mal als Erscheinung und suche da mal jetzt nicht weiter, sofern der Test morgen das i.O.-Siegel gibt.

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