Bremse vorne

  • Hallo miteinander,


    ich hab es endlich mal geschafft, vorne den Reifen und Federn zu tauschen (eine war defekt) aber jetzt kommt die nächste Freude.


    Da die Bremsen - auf Deutsch gesagt - hundsmiserabel sind (Bremsweg geht eher auf 50 statt auf 20 Meter zu), habe ich diese Beläge gekauft:


    Simso Shop | Set Bremsbacken EBC mit Stahleinlage - MARKENQUALIT


    Bei den jetzt verbauten Bremsbelägen war bereits die Zwischenlagen drauf. Stärke habe ich jetzt nicht gemessen.


    Eingbaut - Bremsschild passt nicht mehr in die Felge. Bremsnocke ist noch Original, sollte also passen. Bremszug oben war komplett eingeschraubt und ohne Spannung. Keine Chance...


    Also die kompletten Bremsen runter, die alten Beläge wieder drauf. Bremsschild passt wieder, aber die Bremsbeläge schleifen. Das Rad dann ganz vorsichtig gedreht und festgestellt, dass das Schleifen nicht konstant über den kompletten Umlauf stattfindet, sondern zwischendrinn weniger wird. Das ist doch nicht normal, oder? :shock: Jedenfalls ist es mir vorher nie aufgefallen.


    Jetzt heißt es, man solle den Bowdenzug so einstellen, dass ca. 30-40mm Abstand zw. Bremshebel und Griff bei voll gezogenem Hebel sein soll. Gesagt - getan. Die Schraube ist ganz draußen, ich komme allerhöchstens auf 20mm, sonst fliegt mir die Stellmutter heraus.


    Drehe ich jetzt allerdings bei ungezogenem Hebel am Rad, ist das Schleifen deutlich stärker geworden.


    Kann es sein, dass die Bremstrommel einen Schlag hat? Aber woher soll der kommen? Gut, beim Reifenwechsel geht es recht grob zu, aber dabei verbiegt man doch höchstens die Felge, und nicht die Trommel?! Oder kann es sein, dass der Vorgänger oder irgendein Pfuscher die Speichen so arg angezogen hat, dass dadurch die Trommel einen Schlag hat?


    Und noch eine kleine Frage: Die Fixiernase des Bremsschildes - sitzt einfach nur lose in der Nut drinnen und hat damit mehrere Milimeter Spiel? Mir ist aufgefallen, dass das Bremsschild oft innerhalb der Nut wandert, um dann beim Bremsen ein etwas ungesund klingendes Klacken vonsich zu geben.


    Vielen Dank, schönen Sonntag noch, Grüße AllDayPiano

  • Hallo Piano,
    zentrieren kann man die Bremse wenn sie nicht ganz fest geschraubt ist in dem man das Rad dreht, langsam bremst und bei Stillstand die Steckachse fest zieht. Evtl. das ganze mehrmals machen. Vielleicht ist auch der falsche Bowdenzug verbaut.


    Alternativ ist ein neues Rad und der richtige Bowdenzug ja nun auch nicht so teuer....
    Grüße Boris

  • Hallo Piano,
    zentrieren kann man die Bremse wenn sie nicht ganz fest geschraubt ist in dem man das Rad dreht, langsam bremst und bei Stillstand die Steckachse fest zieht.


    Das hatte ich. Vllt. muss man es öfters machen?! Ich dachte, einmal reicht.


    Zitat

    Evtl. das ganze mehrmals machen. Vielleicht ist auch der falsche Bowdenzug verbaut.


    Ich bestelle ihn mal neu. Die 8 Euro sind mit Sicherheit nicht falsch angelegt. Mir kommt er etwas zu kurz vor.


    Zitat


    Alternativ ist ein neues Rad und der richtige Bowdenzug ja nun auch nicht so teuer....
    Grüße Boris



    Hab schon gesucht, aber alle Felgen in der Preisklasse bis 80 Euro sind aus Stahl und kein Alu.

  • Ja, Du hast das unrunde bremsen/quietschen auch mit den alten Belägen.
    Die neuen EBC gingen erst gar nicht rein. So hab ich den Beitrag #1 verstanden.
    Probier die Bremse mal mit einem anderem Rad - ob das auch eiert..


    LG Kai d:)

  • So ein kleines bisschen eiern ist fast schon als normal anzusehen. Sobald beim Zentrieren eine Speiche fester angezogen wird, kann es das schon gewesen sein. Am Schönsten wäre es, nach dem Zentrieren, das Rad einzuspannen und innen auszudrehen. Eine Drehbank mit so großer Aufnahme hat aber kaum jemand.
    Hinten hat ein Ei als Nabe übrigens noch weniger Einfluss auf das Bremsverhalten. Teste doch mal, ob die hintere besser läuft.
    EBC Beläge sind übrigens häufig zu groß, können jedoch sehr einfach in eingebautem Zustand auf der Ankerplatte abgedreht werden auf das passende Maß. Der Vorteil ist dann, dass der Belag dann komplett aufliegt.
    Sirko

  • So ein kleines bisschen eiern ist fast schon als normal anzusehen.



    Also, ich habe mal den Rundlauf gemessen. Zwar nicht auf der Lauffläche der Bremsbeläge, sondern nur oben am Ring (siehe Bild, bin mit dem Schubeisen nicht tiefer reingekommen). Die Lehre sagt als Maße 130,9-131,1, also insgesamt gerade einmal 200µm Abweichung. Und das - würde ich mal behaupten - schleift die Bremse ratz fatz weg.


    Auch interessant ist das Einlaufbild der Beläge. Ich habe beim zweiten Bild mal eingezeichnet, wie das Abriebbild ungefähr aussieht. Man sieht, dass die Beläge nur auf ca. der Hälfte der Breite stärker abgerieben sind. Mir kommt es so vor, als würde dem Belag 50% der Auflagefläche fehlen, was dann wiederum begründen würde, warum das Teil so mies bremst.


    Kann es sein, dass der Bremsschild einen Winkelfehler hat, und der Zapfen (siehe "1" auf Bild 2) nicht mehr im 90° Winkel zum Schild steht? Das erklärt zwar nicht das verschieden starke Schleifen der Bremse, aber zumindest, warum die Beläge nur einseitig runter sind.


    Irgendwie ist mir das spanisch:confused:


    PS: Abdrehen kann ich leider nicht, ich habe (noch) keine Drehbank.




    Darüber hinaus sind die Radlager komplett hinüber. Die müssen auf jeden Fall getauscht werden.

  • Also ich schmeiß die komplette Trommel weg. Ich hatte das Rad einem Bekannten gegeben, der sie nach Feierabend kurz auf der Drehbank abgezogen hat. Jetzt allerdings zeigte sich beim Lagertausch (waren sogar noch die originalen drinnen o.O) dass sogar die Lagerbuchse einen Schlag hat. Vermutlich hat das Rad mal einen ganz gewaltigen Schlag abbekommen. Ich habe fast eine Stunde gebraucht, die alten Lager auszutauschen. Die Neuen gingen gar nicht rein. Bevor ich da jetzt noch länger rumtue, gibts ein neues Rad...


    Vielen Dank an alle.

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