Schwalbe 51 1 erwacht nicht mehr HILFE

  • Hallo, hab ne 75er Schwalbe aus einer Garage gerettet. Tank is neu. Vergaser 16 N 1 5 hab ich guten gebrauchten besorgt. Hab jetz ne neue innenliegende Zündspule, Zündkabel und neuen Kerzenstecker eingebaut. Unterbrecher öffnet korrekt. An die korrekte Verbindung von Zündkabel und Zündspule (diese Brücke) habe ich auch gedacht. Und trotzdem will sie nicht anspringen. Zündfunke kam nur seitlich zwischen motorblock und Zündkerze wenn ich die Zündkerze rangehalten habe. Nicht aber direkt an der Stelle wo er entstehen soll. Ist das normal??? Hab auch das Gefühl dass der Vergaser zu viel Sprit freisetzt. Hatte den Auspuff ab und mal getreten und schon war die Rückseite des vorderen Schutzblechs nass. Und zwecks Vergaser einstellen hab ich bisher nur gefunden, dass man den Motor erstmal warm fahren soll. Aber dazu müsste ich den ja wenigstens erstmal gestartet bekommen. Vielleicht kann mir ja jemand nen Tipp geben. Vielen Dank schon mal im Voraus.

  • Die Zündkerze und der Zündkerzenstecker sind neu. Gibt es da sowas ähnliches wie kriechstrom?? Denn der Funke springt da nicht über, sondern von der Massenelektrode auf den Motorblock wenn ich damit rankomme. Aber in meiner anderen Schwalbe läuft die Zündkerze ohne Probleme.

  • Nimm erst mal eine andere Kerze, das klingt für mich so als wäre Deine an der Isolierung hin, vorsichtshalber auch einen neuen Kerzenstecker.
    Vergaser erst mal Grundeinstellung. Also gucken ob der wirklich sehr sauber ist, alle Vergaserdüsen frei und auch die korrekte Größe haben. Ist die richtige Teillastnadel drin? Sitzt die in der richtigen Kerbe? Schwimmerstand korrekt einstellen. Leerlaufgemischschraube ganz eindrehen und dann so eine halbe Umdrehung wieder raus. Wenn jetzt nicht gar zu viel Nebenluft gezogen wird und Du alles richtig gemacht hast muß der Vogel anspringen. Vergasereinstellung siehe hier: Simson BVF Vergaser 16N1 und 16N3 - Daten und Einstellen
    Wechsel das Getriebeöl bevor Du den Vogel anschmeißt, das kann durchaus nur noch eklige schleimige Wasserbrühe sein, dann ist der Vogel schneller hinüber als Du gucken kannst.


    LG, Frank

  • Letzten Endes springt der Funke auch von der Masseelektrode zum Motor wenn da Abstand ist. Trotzdem müsste zusätzlich und gleichzeitig ein Funke von der Mittelelektrode zur Masseelektrode springen. Wenn das nicht ist, kann das Gemisch nicht gezündet werden und Du brauchst Dir um den Vergaser erst mal keine Gedanken machen.

  • Von der Nadelspitze her gesehen sollte das erste Plättchen in der 3. Kerbe sein. Die Leerlaufgemischschraube ganz eindrehen und dann 1/2 wieder raus. Leerlaufeinstellschraube ist erst mal egal, wenn der Vogel ausgehen möchte ein wenig mit dem Gasgriff gegenhalten.
    Das zeckt ordentlich am Zündkabel, ja? Ich hatte es einmal, noch mal brauch ich das nicht....


    LG, Frank

  • Wenn der Vogel im Standgas zu fett läuft mit der Leerlaufgemischschraube regulieren, diese weiter heraus drehen, dann kommt mehr Luft und das Gemisch wird magerer. Wenn sie im Teillastbereich auch zu fett läuft die Teillastnadel eine Kerbe tiefer hängen. Läuft sie im Vollastbereich zu fett nimm die Hauptdüse eine Nummer kleiner, auf der Hauptdüse steht der Wert (zB 60) eingeprägt, Ersatzdüsen gibt es für wirklich kleines Geld. Bevor Du an der Einstellung verzweifelst Puste den Vogel mal ein paar Kilometer richtig frei.


    LG, Frank

  • Korrekten Schwimmerstand hab ich jetzt mal vorausgesetzt.....nach meinen Erfahrungen haben dennoch einige Motoren ein unterschiedliches "Spritbedürfnis" und die Teillastnadel hat ja die anderen Kerben nicht zur Verzierung....


    LG, Frank


    PS: die Vergaserdüsen weiten sich auch im Laufe der Jahre, man mag es nicht glauben, aber auch Messing wird durch den ständigen Durchfluß vom Sprit " ausgewaschen" also eine Düse die mit 60 beschriftet ist kann nach etlichen Jahren Betrieb durchaus tatsächlich auch 65+ haben....dann hilft nur eine neue Düse. Es gab da früher sogar Düsenlehren zum Nachmessen, aber ich hab echt keinen Plan wo man so etwas heute noch herbekommt.

  • ...und die Teillastnadel hat ja die anderen Kerben nicht zur Verzierung....



    Sicher nicht. Allein im 16N1 werden zwei Positionen gebraucht.
    Nämlich 4te Kerbe beim -8 und -11. Bei den anderen ist es die 3te.
    ..und das sind, genau wie die Düsengrößen, keine gut gemeinten Ratschläge.
    Das sind funktionelle Vorgaben; abgestimmt auf Luftmenge, Strömgeschwindigkeit u.s.w

  • Hallo Kai,
    ich mag wirklich nicht mit Dir streiten, sicher wurden die gleichen Teillastnadeln in unterschiedlichen Vergasertypen verwendet und es gab da dann auch entsprechend abweichende Vorgaben zur Einstellung. Dennoch wird zu mindest in den entsprechenden originalen Handbüchern für meinen SR2E und für meinen Star auf die Verstellmöglichkeit der Teillastnadel hingewiesen.


    LG, Frank


    PS: es gibt sie noch, die Düsenlehren, nicht mal teuer....http://www.ebay.de/itm/Prazisi…in_77&hash=item51c6b1f164

  • Moin Frank

    Mir liegt ein Streit ebenso fern, ich betrachte solcherlei Diskussionen
    als fachliches Gespräch in dem ich mein Wissen vermehre.

    Okay, in den originalen Handbüchern für SR2 und Star,
    kann was anderes stehen. Denn NKJ (SR2 und SR4-2) ist nicht BVF.
    Im "Das Buch" für Schwalbe wird nur auf falsche Positionen eingegangen.

    LG Kai d:)

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von Kai71 () aus folgendem Grund: Edit: NKJ <-> BVF

  • SR2E NKJ, SR4-2/1 BVF 16N1-6
    Ja ich muß auch noch jede Menge dazu lernen. Hab mal Schienenfahrzeugschlosser gelernt, da gab es nicht viel mit Benzinmotoren, dafür Diesel (auch 2-Takter!) nur unauffällig größere Hubräume....
    LG, Frank

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!