Pannenhilfe für Mopeds

  • Hallo Simson-Gemeinde,


    Es würde mich mal interessieren, wer von euch wegen seiner Möps in einem Automobilclub ist und deren Leistungen mal wegen einer Panne in Anspruch genommen hat? Spezielle Vereine für Pannenhilfe bei Zweiräder kenne ich jetzt keine. Oder habt ihr da eine bestimmte Notfall-Nummer, wenn das Moped mal nicht mehr will und in der Pampa stehen bleibt? Oder wie geht ihr da vor?


    Anekdoten wären auch interessant!


    Grüße
    Schwalbenchris

  • Moin ..Chris


    Ich bin, seit ich den Führerschein habe, Mitglied im ADAC.
    Das ist unglaublich nützlich, wenn mir beim Duo z.B. mal die Zündspule abraucht.


    Auch mit meiner "kleinen Schwarzen" (KR51/2) hab ich den Service
    schon in Anspruch genommen.
    Da war mir einmal knapp 60km von zuhause auf dem Weg zu nem großen Treffen eine Anlaufscheibe vom oberen Pleuellager zerrissen (minderwertige Qualität) und ein großes Teil zwischen Kurbelwelle und Gehäuse geraten.
    Der Motor dreht dann natürlich nicht einen Millimeter mehr.
    Bisher gab es vom Club nur immer die Fragen, wie breit z.B. der vordere Reifen
    und wo die nächste Fachwerkstatt für das Fabrikat ist.
    Und weil die Werkstatt bei mir zuhause ist,
    hatte ich auch immer gleich ein Taxi in gelb ... :))


    LG Kai d:)

  • Aua! Pleullager defekt; da hilft auch kein Maulschlüssel mehr. ADAC berappt im Jahr auch einiges für seinen Service, der bestimmt auch gut ist. Sonst wären sie ja nicht der führende Automobilclub in der BRD.
    Wie war das, in der nächst gelegenen Werkstatt? Konnten die überhaupt etwas reparieren, oder hast du dein Moped von dort aus nach Hause geschoben? Oder haben sie dich dort selbst Hand anlegen lassen? Oder muss man sich von dort gar ein Abschlepper mieten? (Also, wenn es nicht gerade vor der Haustür ist. ;) )

  • Nee, nicht das Pleuellager sondern die Anlaufscheibe war es.



    Und da es keine ausgewiesenen Fachwerkstätten gibt, sondern höchstens welche,
    die "auch" Simson machen, war es bisher immer die Fahrt bis nach Hause.
    Bei diesem Vorfall war es dann auch noch Sonntag - da erreicht man eh nix.

  • Nabend!


    Dann will ich auch mal meine Erfahrungen teilen. 2011, auf der Heimfahrt von meinem ersten SUHL-Treffen ist mir die Zündung ausgestiegen (Kondensator wars glaub ich). Da hab ich den ADAC bemüht um nach Hause zu kommen. Damals hatte ich noch die "Young Driver" Basismitgliedschaft. Vor Ort helfen konnte man mir nicht und es war Sonntag Abend also fiel die Entscheidung zum Heimtransport. Aus der Nähe von Schleiz bis zu mir an die Garage grob 100km. Der Fahrer hat sich telefonisch eine Kostenfreigabe geholt (200€ glaub ich) und darüber hinaus anfallende Kosten hatte ich dann selbst zu tragen. Das waren dann 50€ und dafür Lieferung frei Garage.


    2018, mittlerweile Plus-Mitglied ist mir bei meiner MZ TS kurz hinter London das Getriebe verreckt.
    Also über die ADAC Hotline den Abschleppdienst bestellt. Der der kam relativ zügig, konnte mir natürlich nicht helfen (MZ ist dort bis auf paar Liebhaber quasi ausgestorben) und hat mich dann auch in eine Werkstatt gebracht, die früher mal MZ repariert hat. Das ganze war allerdings eine Telefon-Orgie sondersgleichen denn mit dem Heimtransport aus dem Ausland macht man es dir nicht so einfach. Der Erste Satz war "Baujahr 1983? Das ist ein wirtschaftlicher Totalschaden, die können se vor Ort verschrotten lassen!" Dann wollte eine andere Sachbearbeiterin den Getriebeschaden genauer beschrieben haben. Manchmal hilft da einfach nur auflegen und neu wählen. Nach einigen Telefonaten wurde mein Motorrad dann zu einer Verwahrstelle gebracht, ich konnte nicht benötigtes Gepäck am Fahrzeug belassen und ich bin dann per Bahn weiter gereist. Der ADAC hat mir dann die Fahrtkosten für den Zug ersetzt und zudem das Motorrad in die mir nächst gelegene Werkstatt transportiert. Fun Fact: Statt der prophezeiten 3-6 Wochen war die Maschine nach anderthalb Wochen sogar einen Tag eher zu Hause als ich.


    Meine Schwester wurde mit ihrer Basis-Mitgliedschaft auch zwei mal wegen defekter Schwalbe so ca. 50km bis vor die heimische Garage geschleppt.


    Nach dem vielen Text ein kurzes Fazit:


    Wenn man sich nur in einem sehr kleinen Radius um den eigenen Kirchturm bewegt kann man auf den ADAC vielleicht verzichten, wer weite Reisen, ggf. auch noch ins Ausland, unternimmt sollte sich am Besten gleich die Plus-Mitgliedschaft leisten. Die grob 90€ im Jahr sind gut angelegt.



    MfG


    Matze

  • Hallo Chris,


    ich selber bin nicht Mitglied im ADAC, habe aber bereits bei Freuden erlebt, dass sie ihre ADAC-Mitgliedschaft in Anspruch nehmen mussten, da die Reparatur der Simson das normal übliche Maß überschritt und mal nicht so eben am Straßenrand durchgeführt werden konnte.


    Ich weiß nicht, ob der "IFA-Pannendienst" noch aktiv ist, finde aber die Idee dahinter wirklich prima.


    Grüße
    Gerhard

  • Eine ADAC Mitgliedschaft scheint sich ja zu lohnen. Da ich, wie Simsonmatze schrieb, eigentlich nur um den Kirchturm herum fahre, wäre mir der Beitrag dann aber doch zu hoch. Manchmal aber mache ich dann doch "reißaus", da wäre eine kleine Sicherheit schon ganz praktikabel.
    Von der Idee des IFA-Pannendienst habe ich auch schon mal gehört. Ist aber schon einige Jahre her. Waren das nicht Foren-Mitglieder die sich vernetzen wollten?
    Es gibt ja noch andere Automobilclubs. Die bieten nicht ein so umfangreiches Paket wie der ADAC an, sind aber dafür wesentlich günstiger.
    Vielleicht hat ja jemand auch Erfahrungen mit anderen Automobilclubs als den ADAC?

  • Grüßt euch,



    ich bin extra dem ADAC beigetreten um mit der Schwalbe irgendwie weg zukommen. Auch wenn ich denn "Kirchturm" noch sehe. Da ich selbst noch am Anfang mit meiner Erfahrung im Schrauben bin kann ich nicht am Straßenrand alles mögliche Prüfen. Ich denke die Technik kann immer aussteigen und dann steht man da.

  • Ich bin in jungen Jahren dem ADAC beigetreten nachdem ich mein Auto verkauft habe und nur noch Moped gefahren bin.


    Erster notwendige Inanspruchnahme war nach einem Platten mit meiner S51 in der Stadt. Mir war das Ventil am Hinterrad abgerissen. Wurde Problemlos abgeschleppt bis nach Hause (ca. 30km). Den ADAC Mann hab ich den nächsten Tag auf Arbeit wieder getroffen, da hatte ich schon ein Ersatzrad montiert und war wieder unterwegs mit dem Moped.


    Zweite Inanspruchnahme wurde nötig als ich mit meinem Motorrad unterwegs war. Ich war gerade in Göttingen gestartet in Richtung Hannover als mein Abblendlicht durchbrannte. Es war schon kurz nach 24Uhr und ich wollte nach Hause , so machte ich das Fernlicht an und drehte den Scheinwerfer etwas runter. So gegen 1Uhr auf der A7 bei einem Überholvorgang ging dann auch das Fernlicht aus. Im Mondschein auf dem Standstreifen Zeitung lesend (war kalt die Nacht und ich hatte die Zeitung mir als Isolierung unter die Jacke geschoben) wartete ich auf den ADAC. Als dieser kam zeigte er sich unwillig mich nach Hause zu fahren. Die Lampe tauschen wollte er auch nicht . Es sei Zuviel Verkleidung abzubauen an dem Moped. Ich konnte ihn überreden mir Werkzeug zu geben und tauschte die Lampe selber (10euro vom weniger netten Herren). Danach fuhr nach Hause weiter.


    Dritte Inanspruchnahme wieder mit dem Motorrad. Nach einem Unfall stand mein Moped bei einer Werkstatt (Totalschaden). Nach Absprache kam der ADAC und schleppt das Moped zu meiner Werkstatt. Die Werkstatt wo es zwischengeparkt wurde bestätige den Zustand (Totalschaden) dem ADAC und so bekam ich für eine Woche einen gratis Leihwagen.


    Nummer vier :smokin: : Ich hatte gerade meine Vespa durchgeschraubt ink. Motorüberholung und beim TÜV vorgestellt. Eine größere Probefahrt konnte ich aufgrund fehlender Anmeldung und Tüv nicht machen. Und so kam es auf der ersten Fahrt , 30km nach der Überholung, zu einem Motorschaden. Ich diagnostizierte dies am Straßenrand nachdem ich den Zylinderkopf demontiert hatte und Reste eines Pleullagers vorfand. Dies erklärte ich auch der Dame am Telefon die mir wenig glaubte ("ich hab gerade den Zylinderkopf abgebaut und gesehen das das Pleullager kaputt ist" :)) ). Aber mir wurde geholfen und mal wieder schleppte mich der ADAC zu meiner Werkstatt. Die Kurbelwelle war fehlerhaft , Welle, Lager und Dichtungen gabs nach Beanstandung beim Ersatzteilhändler auf Kulanz.



    Meiner Frau durfte der ADAC dann noch mal ein Rad nach einem Platten tauschen.



    Also ich bin bis jetzt zufrieden mit den Leistungen. Ja es gibt billigere aber ich fühl
    mich gut aufgehoben dort. Auch wenn ich Kartenmaterial oder Reiseführer für Touren
    brauche stellen sie mir diese Kostenfrei zur Verfügung.

  • Also ich hab auch keinen PKW, aber trotzdem ist der ADAC unverzichtbar. Das erste Mal hat er mich durch halb Bayern bis nach Müchen nach Hause gefahren. Da der Eintritt in den ADAC aber erst ab Mitternacht gilt, wenn man telefonich beitritt musste ich vorher noch samt Moped zum nächstgelegenen Campingplatz trampen. Auch keine ganz gewöhnliche Tour. Seitdem hab ich noch 2 Mal mit dem Moped nach Unfällen und einmal mit dem kurzzeitig vorhandenen PKW die gelben Engel in Anspruch genommen. Kann ich nur empfehlen, auch wenn es nur "um den Kirchturm" ist. Ist meines Wissens auch der einzige Pannendienst der überhaupt Motorräder einschließt, die günstigeren Alternativen tun dies nämlich nicht. Grade bei einem Unfall oder einer Panne steht man schnell da und weiß nicht wie man das Fahrzeug da weg bekommt, Schutzbrief gibt es für Kleinkrafräder nämlich auch nicht! Und wenn man ohne Mitgliedschaft einen Pannendienst ruft sind schnell 250 bis 300 Euro weg. Meineserachtens ist eine Mitgliedschaft unverzichtbar, die 90 Euro pro Jahr machen sich im Fall der Fälle schnell bezahlt.

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