51/1 kein Zündfunke

  • Moin,


    plötzlich war mein Zündfunke nicht mehr da. Nach Ersatzzündkerze, Wechselkerzenstecker, neuer Zündleitung, neuer Sicherheitsfunkenstrecke (innenliegense Zündspule, SLMZ) habe ich die Zündspule getestet.


    Diese hatte an der Zündleitung einen Wackelkontakt. Neue Zündspule eingebaut, Spulen mit Multimeter gemessen (30 Ohm Primärspule, 4 kOhm bei der Sekundärspule).


    Dann war ein Zündfunke kurz da. Dann wieder keiner. Also Kondensator getestet, neuen Kondensator eingebaut, immer noch keine Besserung.


    Das braun-weiße Kabel an Klemme 2 ist auch ok. Zündschloss schaltet bei 0 auf Masse, bei 1 nicht. Sollte auch ok sein.


    Habt ihr noch eine Idee?


    Grüße
    Christian

  • Hallo Peter,


    habe gegen Masse der Grundplatte gemessen. Die Widerstandswerte springen sehr, steigen mal, sinken mal. Ich denke, der Kondensator funkt da rein, oder?


    Ansonsten scheint der Unterbrecher keinen Einfluss zu haben.

  • Wegen der beim Drehen vom Polrad induzierten Spannung, darf man nur die Messungen nehmen, wenn das Polrad nicht bewegt wird. Also drehen, messen, weiterdrehen, messen, ....


    Du kannst aber auch bei offensichtlich geschlossenem Unterbrecher einfach mal den Unterbrecherhammer anheben, dann muss die Anzeige vom Mulitmeter einen minimal höheren Wert anzeigen und beim Schliessen wieder weniger. Wichtig ist, dass das Messgerät auf 0,1 Ohm auflösen kann (Messbereich 200 Ohm)


    Peter

  • Ich habe bei demontiertem Polrad und per Finger geöffnetem Unterbrecher gemessen. Ja, es gab Schwankungen, diese waren aber nicht auf den Unterbrecher zurückzuführen.


    Unterbrecher tauschen? Wobei dieses doch recht simple mechanische Bauteil doch keine Schwankungen verursachen kann.

  • Bei der 51/1 ist das relevante Kabel für die Zündung die Hochspannungsleitung.
    Das braun/weisse welches an Klemme 2 vom ZüLischa geht, dient nur zum Ausmachen.



    Schau, ob der Verbrecher wirklich öffnet und schliesst. Allerdings muss das Polrad dazu montiert sein.
    Und miss auch elektrisch wie in #4 beschrieben. Wenn Du nicht mit dem Kupferwurm befreundet bis, habt ihr doch eine ganz aktive Truppe. Da wird sich hoffentlich jemand vor Ort finden lassen.



    Peter

  • Wäre nicht generell folgender schneller Versuchsaufbau möglich?:



    ----------------------------------------------
    -Zündung auf 1
    -Polrad ab
    -Unterbrecher auf (!) oder ersatzweise Isolation zwischen seine Kontakte klemmen (Stück Plastik,...)


    -12V Batterie: Minuspol an Grundplatte/Masse, Pluspol kurz an das primärseitig aus der Zündspule zum Unterbrecher herausgeführte Kabel ticken (nicht permanent anschließen!)
    ------------------------------------------------
    Es sollte an einer im Kerzenstecker gegen Masse gehaltenen Kerze ein Zündfunke entstehen, wenn zumindest:
    -die Zündspule i.O. ist
    -die Durchführung i.O. ist
    -auf dem Weg zum Kerzenstecker kein sonstiger unabsichtlicher HV-Überschlag statt findet


    Wenn nicht: Kondensator abklemmen. Nochmal testen mit Batteriespannung.


    Wenn immer noch nicht: Überschlag direkt an dem kurzen Zündkabelstück sekundärseitig hinter der Z.-Spule testen (Abstand halten mit den Fingern)


    Ich kenne die Konstruktion mit innenliegender Zündspule nicht und habe nur den Moser Plan. Ich gehe davon aus, dass 12V DC ähnlich wie bei der externen Unterbrecher-Zündspule funktionieren würden, um ihr ein paar Fünkchen zu entlocken?


    Wenn das Ganze sich so dann zum Leben erwecken lässt könnte man weiter gucken, warum es in Zusammenspiel mit Polrad und Unterbrecher streikt.


    Nebenbei bemerkt: wenn die Zündspule primärseitig 30 Ohm Widerstand bietet, ist dies doch auch der Wert um den eine Messung zwischen dem von Klemme 2 abgezogenem Kabel und Masse bei Unterbrecher auf/zu schwanken müsste, oder?
    Wir messen dann einmal


    -Unterbrecher zu: vom Kabelende über den Unterbrecher auf Masse


    -Unterbrecher auf: vom Kabelende über die 30 Ohm Primärwicklung der Z.-Spule und parallel den Kondensator (MOhm Bereich, also zu vernachlässigen) gegen Masse.

  • Habe heute einen neuen Unterbrecher eingebaut. Neu eingestellt, Zündzeitpunkt und Öffnungsabstand eingestellt. Es kam bei den ersten 4-5 Kicken ein kräftiger Funke. Danach wieder nichts.


    Der Kondensator ist neu, könnte aber defekt sein, wie man ja von den Nachbauteilen hört. Deutet das Verhalten auf defekten Kondensator?


    Es springen sonst keine Funken am Unterbrecher oder an der Sicherheitsfunkenstrecke.



  • Schraubär-Tip werde ich probieren.


    Alles andere habe ich bereits genau so gemacht.

  • Neue Zündspule eingebaut, Spulen mit Multimeter gemessen (30 Ohm Primärspule, 4 kOhm bei der Sekundärspule).



    Nachdem ich heute 4 Funken bekommen habe, fiel mir auf dass an der Primärspule das Kabel (am Unterbrecher angebracht) zu lang war und am Polrad schliff. Es ging kaputt. Vermutlich ist dabei die Primärspule durchgebrannt, denn der Widerstandswert liegt nur noch bei 0,5 Ohm. Also kein Funke mehr.


    Neue Zündspule bestellt :?



    PS: Kondensator ist ok.

  • Guter Plan. Ich zitiere einen alten Exil-Sachsen, der mich (Schwalbe schiebend) damals angesprochen hat. "Och gugmol, ne Schwalbö, was hatse denn?", ich: "kein Zündfunken", er: "Och nu jooo, dit wor ja immör.". Ja. Danke. VAPE bestellt. Nie wieder geschoben. 40000 km bis jetzt.



    Ach ja: Du brauchst einen Verschlussgnümpel für den Hochspannungsdurchlass,




    https://www.dumcke.de/simson/m…ussstopfen-s50-vogelserie



    ... und du möchtest einen guten Zündkerzenstecker, z.B. NGK, mit Entstörwiderstand, kombiniert mit einer widerstandslosen Kerze wie z.B. NGK B8HS.

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