1977er KR51/1K - Ist dieses Fahrzeug authentisch/original?

  • Hallo in die Runde,


    ich habe am Wochenende eine 1977er KR51/1K besichtigt, an der ich auch großes Interesse habe. Die Schwalbe ist augenscheinlich im originalen Zustand und die Kilometerangabe von ~900km scheint ebenfalls durchaus realistisch zu sein. Ebenso machen die vorhandenen originalen DDR Dokumente (Registrierschein, Kaufvertrag, Garantieheft etc.) einen authentischen Eindruck. Nichtsdestotrotz würde ich gerne noch ein paar zusätzliche Meinungen zu dem Gefährt, den Dokumenten und dem Zustand einholen.
    Da ich die Fotos der Schwalbe und der Dokumente nicht in einem Forumsbeitrag veröffentlichen will, würde ich alle unter euch, die sich eine Bewertung der Schwalbe zutrauen würden, bitten, hier kurz zu kommentieren. Im Anschluss schicke ich euch dann einen Link zu den Fotos per privater Nachricht. Als Einstieg hier aber mal ein paar Bilder. Mehr Bilder/Details dann wie gesagt per privater Nachricht:





    Beste Grüße, Christian

  • Bastian, ich habe dir den Link als private Nachricht geschickt. Also schau einfach mal in deinen Posteingang hier :)

    An den Rest, war es üblich, dass beim Registrierschein die rechte Seite vergessen wurde auszufüllen? Bei meiner 66er Schwalbe ist die rechte Seite ordnungsgemäß ausgefüllt.

  • Ich erlaube mir mal, dieses Thema zur besten Forumszeit nochmal etwas hochzuschieben :whistling:

    Wie gesagt, wer sich zutraut die Originalität einer Schwalbe und ihrer Papiere beurteilen zu können, gerne hier kurz melden. Ich lasse euch dann die Fotos und Details per privater Nachricht zukommen.

    Schönen Abend, Christian

  • Hallo zusammen,


    mittlerweile ist eigentlich nur noch eine Frage offen, die mich etwas wurmt. Vielleicht hat ja jemand von euch diesbezüglich noch eine Idee:

    Der Registrierschein ist nicht vollständig ausgefüllt. Registriernummer auf der Vorderseite und der rechte Teil auf der Innenseite fehlen. Kann sich jemand von euch erklären, wieso das damals vergessen wurde? Wurde das vielleicht erst ausgefüllt, wenn das Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen konnte? Es ist nämlich nicht unwahrscheinlich, dass die Schwalbe in ihren ersten Jahren vielleicht gar nicht bewegt wurde. Anders kann ich mir das fehlen der beiden Informationen im Registrierschein nicht erklären.

    LG, Christian



  • Mein Fahrzeugschein ist ja "erst" von 1989.

    Der liegt seid Jahrzehnten gut geschützt in einer kleinen Mappe (mit versicherungsnachweiß und Führerschein).

    Im Vergleich dazu sehen deine Papiere wie neu gedruckt aus.

    (stempel macht jeder)

    Und meiner fällt schon seid jahren langsam auseinander.....Vor allem an den Rändern.

    Und ich habe gar nur eine Seite! Beidseitig bedruckt .


    Natürlich ausgefüllt.

    Andreas

  • andi-dussel Ja, Fahrzeugscheine der späteren Baujahre sind nur noch einseitig, die früheren waren so wie die von Christian.


    Auch die Frage nach dem Zerfall kann man nicht so einfach beantworten, das hängt ja auch bisschen von den Lagerungsbedingungen ab. Die Schwalbe hier scheint (ich hab die entsprechenden Bilder gesehen) seit den frühen 90ern ggf. nicht mehr bewegt worden zu sein, ergo hatte man die Papiere auch wahrscheinlich auch nicht so oft in den Hand bzw. mit rumgetragen. Deine Papiere hast du ja im geschützten Mäppchen trotzdem bei jeder Fahrt einstecken, ergo unterliegen auch die einem "Verschleiß"


    Auffällig ist und bleibt einzig und allein dass sie nicht komplett ausgefüllt sind.


    Achja, zum Thema "Stempel macht jeder", wenn man sich schon die Mühe macht und einen Stempel vom Konsum nachmachen lässt (vielleicht lag der aber auch noch rum?) Warum macht man dann nicht auch noch nen Stempel vom VPKA mit?



    MfG

    Matze

  • Andreas, Matze, danke für eure Kommentare!

    Ich gehe auch davon aus, dass die Papiere original sind. Ein Anhaltspunkt ist bspw. die identische Schrift auf dem Registrierschein und auf dem Kaufvertrag von 1977, der ebenfalls vorliegt. Außerdem wäre es doch sehr ungewöhnlich, wenn jemand extra einen Stempel von einem KONSUM in Seifhennersdorf nachmacht.

    Die Frage ist also nur, ob der Registrierschein damals nur dann vollständig ausgefüllt wurde, wenn das Fahrzeug direkt in den Straßenverkehr ging? Möglich wäre es nämlich, dass das Fahrzeug den Straßenverkehr erst Jahre nach dem Kauf gesehen hat und daher die rechte Seite des Scheins - "registriert am" - nicht ausgefüllt wurde?

  • Ich hab's jetzt so verstanden, daß die Registrierpflicht Ende der 70er wegfiel.

    Und bald danach wurden die Papiere entsprechend geändert.

    Dein Mop ist ja Bj. 77. Es kann also gut sein, das es noch alte Papiere bekommen hat

    aber eben die Registrierung zu dem Zeitpunkt schon hinfällig war.

  • Ok, dann drehen wir den Spieß mal rum. Was für Dokumente müssten denn in diesem Fall vorhanden sein, um von vollständigen "Papieren" zu sprechen?

    Neben dem oben bereits hochgeladenen Registrierschein liegt noch dieses "Technische Gutachten" bei. Auf diesem Zettel sind aber keine Informationen zum Moped (Rahmennummer o.ä.) oder Käufer/Halter. Gab es noch andere Dokumente zu dieser Zeit?



  • So ein technisches Gutachten sehe ich zum ersten Mal.

    Mglw. ist es lediglich dem Umstand geschuldet, daß in den (noch) alten Papieren

    nicht alle Daten aufgeführt sind, welche in dem späteren Auszug aus der BE drin sind.

    Also nur ein zusätzlicher Wisch um ganz sicher zu sein. Jedenfalls damals...


    Zur Frage "vollständige Papiere" - du brauchst kein Versicherungsheft aus 1977

    oder einen Kaufvertrag. Du hast den Registrierschein und der reicht.

    Über das ganze Kuddelmuddel mit den Änderungen weiß doch kein Mensch genau Bescheid.

  • Im oberen Teil des "Technisches Gutachten" sieht es so aus, als hätte man die Fahrgestellnummer des Fahrzeugs eintragen sollen/können. Das wurde hier wohl ebenfalls vergessen. Das einzig offizielle am vorliegenden Registrierschein ist auch nur der Stempel. Alles andere könnte auch einfach händisch in einen Blankoschein eingetragen worden sein. Inwiefern dieser Registrierschein also "reicht" im Sinne von "es sind definitiv die originalen Papiere", kann ich nicht beurteilen.

    Mir geht es auch gar nicht darum der Rennleitung mal vollständige Papiere zeigen zu können/müssen. Vielmehr geht es im vorliegenden Fall darum, ein "museumsreifes" Fahrzeug zu erwerben, wo ich gerne Bescheid wüsste, ob mit den Papieren alles passt. Mein Bauchgefühl sagt diesbezüglich, dass alles seine Richtigkeit hat und der Verkäufer im KONSUM damals einfach nicht alles korrekt ausgefüllt hat.

  • Die Registrierungspflicht für Kleinkrafträder bei der Vopo ist wohl 1977 entfallen. Die Papiere sehen für mich in der Gesamtheit stimmig aus, das Moped auch. Zu der Sache mit dem Kaufvertrag, der ist insofern wichtig, daß der Verkäufer nachweisen kann, daß ihm das Moped gehört und für den Käufer, daß er es rechtmäßig erworben hat. Das ist der eigentliche Eigentumsnachweis.

  • Ich habe jetzt auch nochmal spaßeshalber nach der Adresse im Regitrierschein und nach dem Konsum gegoogelt, gibt es beides in der Ortschaft. Hintergrund: mir wurde vor Jahrzehnten mal eine Schwalbe angeboten, im

    Schein war die Ortschaft des ehemaligen Besitzers aber schon mit der neuen Postleitzahl angegeben, der Schein aber angeblich 1974 ausgestellt. Sah auch noch aus wie frisch gedruckt. :D Hab dann dankend abgelehnt. Es gab also auch damals Fälschungen, die auf augenscheinlich originalen Blankopapieren gemacht wurden. Nur sehen die halt mittlerweile auch abgegriffen und so original aus. Wenn da nicht solche groben Böcke geschossen werden, wäre der mir auch als original durchgegangen. Leider gibt es ja keine Sicherheitsmerkmale auf den Scheinen.

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