Schwalbe springt nicht mehr an nach Motorwechsel

  • Servus z'sam,


    ich habe jetzt so viel Zeit und Gehirnschmalz investiert, aber ich komme nicht mehr weiter.


    Ich habe mir einen regenerierten Motor gekauft und verbaut, weil meine KR51/1 nie richtig rund lief und ich einfach nach 10 Jahren mehr oder weniger Standzeit in der Garage wieder richtig fahren wollte und das Thema jetzt neu angehen wollte.


    Motor getauscht, alles angeschlossen, gestartet, lief. Danach aus, Zündung nochmal genauer geprüft, gestartet, nix mehr.


    Dann ging die Odyssee erst richtig los, wenn überhaupt startet sie für 1-2 Sekunden wenn ich den Benzinhahn kurz aufmache, das Benzin nachläuft, ich den Hahn wieder schließe und dann erst starte. Kerze ist auch nass. Die Kerze ist aber auch nass, wenn ich den Benzinhahn zulasse, aber dazu gleich nochmal.


    Zündung bis einschließlich Kerze kann ich ausschließen, da alles, zuletzt mit VAPE, getauscht aber gleiches Fehlerbild. Zündfunken kommen definitiv an. Bei der alten Zündung hatte ich auch Fehlzündungen.


    Vergaser ist auch neu, Teillastnadel habe ich auf 3 und 2 getestet, Choke-Seilzug habe ich heute sogar vom Hebel abgenommen, um eine eventuelle leichte Öffnung aufgrund von Seilzug-Spannung auszuschließen.


    Auspuff geprüft, auch mit und ohne Auspuff am Krümmer versucht, keine Veränderung.


    Selbst mit Starterspray bringt es keine Veränderung.


    Kann es sein, dass iwas am Anfang defekt war, nun aber womöglich klappt, nur durch das viele Orgeln und Starten im Motorraum alles versifft ist, weil zu wenig ordentlich verbrannt wurde, und sie einfach pauschal "absäuft"? Sonst wäre die Kerze ja nicht nass, wenn ich sie ohne den Benzinhahn zu öffnen ein-& ausbaue und sie nass ist? Beim Trabi kenne ich das, da muss man ja mal bisl warten, wenn er zu viel abbekommen hat, dann geht der meist wieder an. Ich habe die Kerze daher jetzt mal rausgeschraubt, damit da Luft rankommt. Da ich auch schwarze Ölflecken unter der Schwalbe habe, wäre meine Frage, was ihr für Tipps oder Ideen habt?


    Edit: Beim Getriebeöl ist alles okay, Füllstand, Farbe und Geruch weisen nicht daraufhin, dass sich da was vermengt hat.


    Danke schon mal.

  • Moin,


    eine nasse Kerze könnte in der Tat ein Hinweis auf "abgesoffen" sein.

    Kerze raus ist schon ein guter Anfang um die Kurbelkammer mal zu durchlüften.

    Du kannst das ganze etwas effizienter gestalten, wenn du bei demontiertem Vergaser

    mal 5-10 Minuten den Kickstarter betätigst. Den neuen Vergaser, nun einmal in der Hand,

    setzt du mal aufs "Senfglas" und schaust, ob das Schwimmernadelventil auch wirklich zu macht.

    Und den Pegel prüfst du bei der Gelegenheit auch.

    Senfglasmethode – Simson Wiki (schwalbennest.de)


    LG Kai

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  • Moin. Nachdem ich den Vergaser ausgebaut und geprüft hatte, habe ich die Teillastnadel auf 3 mit Starterspray geprüft, sie sprang dann an, aber beim Gas geben ging sie aus. Da sie auf Stufe 2 gar nicht ansprang, kam mir der Gedanke, dass sie zwar schon abgesoffen war, aber trotzdem zu wenig Sprit bekommen hat. Völlig bekloppt.


    Nachdem ich gestern dann die Teillastnadel auf 4 gestellt habe, lief sie auf jeden Fall bedeutend besser, sprang auch direkt wieder an und ich konnte immerhin im 1. Gang über den Hof fahren.


    Werde dann als nächstes, sofern sie denn auch weiterhin endlich läuft, den Feinschliff vornehmen, sprich Zündung abblitzen, Vergaser final einstellen usw.


    Danke für eure Unterstützung. :)

  • Jetzt muss ich doch mal fragen: was genau hast du am Vergaser geprüft?

    Ist der Schwimmerpegel korrekt eingestellt? Sind alle Kanäle im Vergaseroberteil frei

    - speziell auch der Leerlaufluftkanal und die Austrittsöffnung über der Leerlaufdüse?


    Und kannst du dir denken, warum die Teillastnadel so heißt und nicht z.B. Leerlaufnadel?

    Du kaschierst durch das falsche Positionieren der Teillastnadel lediglich einen anderen Fehler ...


    Übrigens führt auch "zu wenig" Sprit, welcher nicht gezündet wird, zu den Erscheinungen des "abgesoffen" Seins.


    LG Kai

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  • Wenn sich die Stellung der Teillastnadel schon beim Ankicken so extrem auswirkt, dann ist da mehr im Argen.

    Überprüfe welche Nadel und welche Düsen im Vergaser verbaut sind.

    DAS BUCH ist dabei Dein Freund.


    Eine gerne gemachter Fehler ist das Vertauschen von Hauptdüse und Starterdüse.

    Die sehen nur auf den ersten Blick gleich aus. Die Bohrung ist eingestanzt.


    Peter

  • Der Vergaser ist neu, BVF 16N1-5. Außer dem endlosen Ankicken musste der ja noch nix machen. :)


    Dennoch habe ich mir den Post von Kai zu Herzen genommen, und bin nochmal an die Sache ran.


    Erstmal die Zündung geblitzt, war knapp 1mm nachzujustieren, aber das war schon nahe dran.


    Nachdem ich aber gestern den Vergaser "nur" auf Verunreinigungen in der Kammer geprüft hatte, ob alles am rechten Platz ist, Schwimmer gerade usw., habe ich mir dann heute nochmal alle Öffnungen und Düsen angeschaut, auch mal die Düsen rausgeschraubt. Habe aber nix gefunden, was auf Probleme hätte hindeuten könnte.


    Danach einfach die Teillastnadel nochmal auf 3 eingestellt, und siehe da, heute war meine Schwalbe damit einverstanden.


    Alle bisherigen Tests und Versuche auf der 3 und da gab es reichlich von, waren ihr vorher völlig egal. :D

  • Naja, auch ein neuer Vergaser muss eingestellt werden - und, ja - auch die sogenannten "Voreingestellten" müssen noch individuell am Moped feineingestellt werden.


    Aber jetzt kommts richtig dicke - nagelneue Vergaser können tatsächlich Produktreste

    in Form von Bohr- und Frässpänen enthalten. Das reicht, um einen Kanal oder eine Düse zu blockieren und der Benutzer wundert sich, warum der nagelneue Vergaser nicht funktioniert... ;)


    LG Kai

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!