"Probleme" mit der Fliehkraftkupplung im Duo

  • Moin,

    wir haben in unserem Duo einen frisch regenerierten Motor verbaut. Im Laufe der Regeneration haben wir das Kupplungspaket mit entsprechendem Werkzeug von Venandi überholt. Die Reibscheiben wurden erneuert sowie alle Federn. Die Zwischenlagen sind in einem sehr guten Zustand verbaut worden.

    Ausgeglichen haben wir alles und ein "Lüftspiel" zwischen Belag und Zwischenlage von ca 1,7mm.

    Fahren tut sich das Duo, wenn es einmal anrollt wirklich super. Schaltet einwandfrei, die Kupplung rutscht nicht, ankicken geht einwandfrei. Lediglich das Anfahren im 1ten Gang geht eigentlich nur manuell, weil er scheinbar bei zu niedriger Drehzahl schon ein gekuppelt hat und die Leistung scheinbar fehlt. Die Kupplung rutscht also nicht, das Fahrzeug kommt nur beim Anfahren nicht aus dem Quark. Wenn das Duo einmal rollt ist ausreichend Leistung vorhanden und man kann problemlos und sehr flott fahren.

    Im Leerlauf nimmt der Motor willig und problemlos Gas an.

    Bevor wir da jetzt weiter rumdoktorn daher erstmal die Frage wo wir schauen sollten.


    Mfg

  • Moin, ich erinnere mich an ein Video der Zweitaktbrigade zum Thema Hycomatkupplung einstellen.....da ging es u.a um das Nachbau Spezialwerkzeug bei dem die Werte wohl andere sind als beim Original....

    Vielleicht hilft das weiter.....

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    Gruß und gute Fahrt

  • Du kannst auch beim Anfahren die Kupplung schleifen lassen, indem du den Ganghebel hältst und langsam kommen lässt.


    Ich hoff du verstehst, wie ich das meine. Dafür ist die druckplatte im Deckel zuständig und den Druckpunkt kannst du einstellen über die Madenschraube.

  • Hi,

    und vielen Dank bis hier hin.

    Die korrekten Hülsen haben wir benutzt. Das mit dem Ganghebel anfahren, wissen wir, ist aber so im normalen Betrieb nicht nötig. Meine Vermutung wäre, daß die "1,7" mm Spiel zwischen den Lagen im Kupplungskorb einfach noch etwas zu wenig sind. Das Duo hat ja auch ein ganz anderes Gewicht das in Gang gesetzt werden muss. Vielleicht findet sich ja ein Duo Erfahrener der da schon Erfahrungen gemacht hat.


    Mit freundlichen Grüssen

  • Ich verstehe dein Problem nicht, wenn es doch nur ums anfahren geht und hier die Kupplung nach deinem Gefühl zu früh greift dann kuppelt doch einfach mit Gefühl ein - Problem gelöst.

    Im sonstigen Betrieb läuft ja alles?


    Oder wollt ihr unbedingt die Kupplung nochmal anpacken?


    Vielleicht ist euer Standgas auch zu hoch.

  • Moin,


    wenn die Automatikkupplung bei zu geringer Drehzahl schon den Kraftschluß herstellt

    solltest du mehr Distanzscheiben unterlegen. Versuche zuerst mal 0,2mm.


    LG Kai

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  • Hi,

    mit dem Schalthebel einkuppeln geht, aber ist das eine ordnungsgemäße Funktion? Nein.

    Das mit dem Standgas sollte in diesem Fall auch uninteressant sein, da es ja um die Drehzahl geht bei der eingekuppelt wird. Ob der Motor dabei im Leerlauf 100 oder 1000 Umdrehungen macht, sollte darauf keinen Einfluss haben?

    Kai71 hast du Erfahrungen damit wie viel Drwhzahlerhöhung sich ca ergibt wenn man als Beispiel 0,2mm mehr unterlegt?


    Danke für eure Beiträge


    Mfg

  • Ich habe keine persönlichen Erfahrungen, bei meinen Montagen hat es immer auf Anhieb gepasst. ;)

    Du kannst aber davon ausgehen, daß 0,2mm etwa 100 bis 200 U/min ändern.

    Wenn du jetzt also im Moment des Einkuppelns ein kleines bisschen zu wenig Drehzahl hast -

    so geschätzt 26oo - könnten ca. 150 U/min mehr das Anfahren schon erleichtern.


    Hier ist eine schöne Erklärung vom 2Radgeber:  Bonus Video - Fliehkraft Kupplung richtig ausgleichen


    LG Kai

  • Hi,

    kurzer Zwischenstand, ohne grösseren Fahrbericht wegen Regen. Wir haben die Kupplung nochmal ausgebaut. Das Spiel zwischen Kupplungsbelag und Zwischenlage betrug ca 2mm. Wir haben dann 0,6mm mehr untergelegt und danach ca 3mm an Spiel gehabt. Bitte bedenken, daß man unsere Meßart mit dem Meßschieber sicher optimieren könnte. Uns geht es um die Tendenz.

    Wir sind nur mal kurz in der Garage angefahren, der Kollege meint es ist besser geworden, wir wollen aber noch ne ausgiebige Fahrt machen um das genauer beurteilen zu können. Für uns ist entscheidend, daß wir auf der Geraden nicht ständig den Ganghebel in der Hand halten müssen.

    Ob man mit dem Spiel überhauot noch weiter nach oben gehen sollte, stelle ich mal in Frage. Ich hatte mal gelesen, daß die Fliehkraftgewichte 3mm Weg machen können. Aktuell rutscht der Kickstarter nicht durch, ob's fahrtechnisch passt, werde ich berichten.

    Mfg

  • Der Weg für die Kraftübertragung des Kickers läuft über die "Kurvenscheibe" oben auf der Kupplungsglocke. Die Fliehgewichte haben damit nix zu tun. Die sind ausschließlich fürs Anfahren.

  • Hi,

    Kai71 das ist uns geläufig.

    Aktueller Stand. Nach dem 2Radgeber Video ausgeglichen (ohne die obere Platte!!!) müssten wir jeweils ca0,5mm Ausgleichsscheiben unterlegen. Beim Einlegen des Gangs ist der Motor sofort ausgegangen.


    Dann 0,6mm mehr ausgeglichen.

    Wenn der Motor dann warm war mussten wir manuell einkuppeln, weil das einkuppeln schon mit etwas Gas geben erfolgte.


    Nochmal 0,6mm mehr ausgeglichen. Da rutscht dann die Kupplung von Beginn an.


    Also wieder zurück gebaut auf 1,1mm Ausgleichsscheiben und anfahren mit dem Ganghebel. Bis auf das Anfahren damit, läuft alles wie es sein soll

  • Nochmal 0,6mm mehr ausgeglichen. Da rutscht dann die Kupplung von Beginn an.


    Also wieder zurück gebaut auf 1,1mm Ausgleichsscheiben und anfahren mit dem Ganghebel. Bis auf das Anfahren damit, läuft alles wie es sein soll

    Offensichtlich habt ihr wohl keine Möglichkeit, einfach mal 0,2 oder 0,3 mm unterzulegen!?

    Wenn 1,1 zu wenig und 1,7 mm zu viel ist, wäre es doch naheliegend, mal 1,3 oder 1,4 zu probieren.

    Zumal ich das in Beitrag #7 schon vorgeschlagen habe...

  • Ihr solltet auch mal über den Vergaser nachdenken. Mit dem älteren 16N1-5 sind Standgas und Gasannahme beim Losfahren immer ein Thema, weil erstens grundsätzlich zu fett und zweitens durch die wacklige Einstellbarkeit des Gasschieberspalts auch nie wirklich konstant.


    Mit dem späteren 16N3-11, noch vom Werk kreiert extra fürs DUO und dann auch für die KR51/1S, ist das ganz erheblich geschmeidiger. Man bekommt eine niedrigere Standgas-Drehzahl stabil eingestellt mit vorhersagbarer und kraftvoller Gasannahme. KR51/1S macht jedenfalls mehr Spaß damit als mit dem 16N1.

  • Hi,

    und danke für eure Beteiligungen. Da uns die Erfahrung fehlt, ihr merkt es, wurde probiert und evtl laienhaft beurteilt.

    Wir haben jetzt jemanden gefunden, mit dem ich schon gesprochen habe, der Kupplungspakete regeneriert bzw regenerierte verkauft.

    Wir zahlen jetzt das "Lehrgeld" und schauen mal ob das von Beginn an funktioniert. Schwer vorstellbar, daß man diese Kupplungen vom Werk aus zig mal auseinandergebaut hat und raumprobieren musste um die richtige Einstellung zu finden. Ich glaube an vieles, aber daran nicht. Wir sind uns mittlerweile sicher, das wir irgendetwas an dem Kupplungspaket übersehen. Irgendwas verzogen, gelängt oder sonst was.

    Jetzt warten wir auf das überholte Paket und lassen uns mal überraschen.


    Vergaser schließe ich aus. Der läuft ruhig und auch niedrig im Standgas, schwankt nicht und hat Leistung wie es sein sollte.

    Wenn man aus dem Standgas nur sehr wenig Gas gibt, wird eingekuppelt und bei dieser Drehzahl bewegt der Motor einfach kein Fahrzeug mit dem Gewicht eines Duos, plus Fahrer von über 100kg vom Fleck.

  • Moin.

    Die Odyssee, wer hätte es geglaubt, geht weiter. Das "überholte" Kupplungspaket wurde eingebaut. Das Spiel zwischen Belägen und Reibscheiben war minimal, so wie man sich aus den Videos die leichte Ölreibung vorstellt. Motor an, Gang rein, Schalthebel losgelassen, Motor aus.

    Das angehängte Bild ist von der vorigen Kupplung. Damit bleib der Motor an bei eingelegtem Gang,aber es wurde eingekuppelt wenn man nur am Gashebel gewackelt hat. Und das bei diesem Spiel.

  • moin,

    die Funktion der Kupplung scheint ja gegeben zu sein, ich sehe hier grundsätzlich ja eher Problem nicht den Punkt des einkuppeln zu verändern, dies habt ihr ja mit dem Ausgleichen schon immer gut geschafft.

    Habt ihr einen Drehzahlmesser zur Verfügung um erstmal evtl noch mal die werte für das Standgas und oder den Schleifpunkt abzugleichen, evtl dann auch mal eine Fahrt zu machen um zu sehen wie und wo der Motor seine Leistungskurve hat ?


    Du schreibst der Motor ist Regeneriert, da ist die Frage was und wie werkelt den da, es besteht ja auch die Möglichkeit das Leistungsband vom Motor zu verschieben oder zu verändern, dazu zählt der Krümmer mit dem einschub in die Tüte wie auch die Zündung. Auch bekommt eine Zylinder erst nach einigen Km wirklich Kraft. Bei mir hat es jetzt gut 700Km gebraucht das der Motor auch so agil und Kraftvoll aus dem untertourigen bereich langsam raus zieht.

    Er wird elastischer, vorher doch eher Schaltintensiv.


    Die Kupplung ist ja von der Funktion nicht anders als bei den Modernen Rollern, dort fällt ein defekter oder schwacher Motor auch auf und die Kiste kommt nicht ausm Quark.


    Bastian

  • Hallo Bastian.

    Danke für deinen Beitrag.

    Es wurde ein Standard Almot Zylinder von MZA verbaut. Alle anderen Komponenten sind original. Der Motor fährt sich ansonsten völlig normal, geräusch und leistungstechnisch. Als Zündung ist eine E im Einsatz. Einen Drehzahlmesser haben wir noch nicht, ich werde jetzt aber einen besorgen. Meiner Meinung nach ist die Drehzahl völlig normal

    und es würde mich stark wundern, wenn bei dem Duo Gewicht ein anfahren aus diesem Drehzahlbereich aus dem Stand möglich ist.

    Aktuell geht sie zudem einfach aus im Stand und wenn ich mit dem Ganghebel manuell einkuppel, also den Kuppelvorgang in höhere Drehzahlen setze, funktioniert es tadellos

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