Mit meinem Latein am Ende...

  • Hallo zusammen,

    nachdem ich mich hier ein wenig durchforstet habe und das ein oder andere gelesen habe, mein Problem aber dennoch etwas spezieller ist, möchte ich mich an die Experten,Profis oder Cracks wenden da ich nicht mehr weiterkomme.

    Ich versuche es mal so gut es geht zu beschreiben.

    An meiner KR51 von 1966 habe ich den Motor professionell überholen lassen. Es sprang des öfteren der 3 Gang heraus und beim Kickstarter hat man mehr durchgetreten als den Motor anzuwerfen.

    Nachdem ich den Motor eingebaut habe entschied ich mich noch für einen neuen Vergaser, Tank und neuen Auspuff. eine Vape hatte ich schon zu Beginn der ersten Umgestaltung eingebaut. Die Schwalbe lief und sprang vor der Überholung an. Gelegentlich wenn sie warm war etwas schlechter. Nachdem alles (überholter Motor,Vegaser,Tank und Auspuff ) eingebaut war startete meine Schwalbe beim ersten Tritt. Hielt aber das Gas nicht. Ein Einstellen des Standgas war nur bedingt von Erfolg gekrönt.

    An der Luftschraube ließ sich m.M. nach gar nichts einstellen. Wenn sie dann aus war sprang sie auch nicht wieder an. Am nächsten Tag sprang sie wieder nach 1-2 Tritten an. Der neue Vergaser ist ein BVF 16N1-1

    Ich habe den Vergaser dann ein paar mal ausgebaut und überprüft. Keinen Fehler gefunden. Alle möglichen Maße und Bedüsung berücksichtigt!

    Nach ein paar Tagen ist sie dann gar nicht mehr angesprungen. Ein Bekannter hatte dann noch einen Vergaser liegen den haben wir auch eingebaut. Auch kein Erfolg- Selbst anschieben brachte keinen Erfolg.

    Jetzt nach ein paar Tagen habe ich es nochmals versucht. Sie war kurz davor anzuspringen. Aber nach weiteren Ankickversuchen sprang sie nicht an.

    Was ich alles überprüft habe.

    - Zündkerze hat Funken und 0,4 mm Diodenabstand . Sie ist nach den Startversuchen ein wenig nass.

    - Neuer Vergaser : Schwimmer auf 28/32,5 eingestellt, Alle Düsen gem. Anleitung vorhanden und eingebaut. Nadeldüse hat 2 Löcher hab mal gelesen es sollten 4 sein jedenfalls für Vergaser 16N1-1 , Kann da der Hase im Pfeffer liegen ? Teillastnadel + Nadelhalter korrekt justiert

    - Zündung auf 1,4 vor OT eingestellt. Hab auch schon gelesen das 1.3 vor OT richtig sein soll. Aber kann es daran liegen ?

    Sprit kommt an! Luftfilter abgebaut . Kann also nicht an zu wenig Luft liegen. Funke auch da.

    Wie schon geschrieben bin mit meinem Latein am Ende. Also wer es bis hier gelesen hat und einen goldenen Tip hat, immer her damit.

    Am liebsten wäre mir wenn jemand aus meiner Nähe (53859 Niederkassel) kommen würde und sich die Katastrophe einmal ansehen könnte.

    Natürlich gegen Aufwandsentschädigung bei Erfolg ;) Hebebühne und Werkzeug vorhanden.

    Allerliebsten Dank im Voraus. Ich hoffe es ist einigermaßen Verständlich geschrieben. Fragen beantworte ich natürlich sehr gerne.

    VG Tino

  • Moin,


    Der 1-1 Vergaser gehört in den Star und nur mit T-Ansaugmuffe, in deine Schwalbe gehört eigentlich der 1-5. Beide Vergaser sind aufgrund der Ansaugwege anders bedüst, vielleicht liegt da ja schon das Problem.

  • Laut Aussage des Verkäufers geht auch der 1-1 . Sie sprang ja auch an am Anfang. Der Vergaser des Bekannten war ein 1-5 . Funktionierte leider auch nicht. Und ich habe eine T-Ansaugmuffe

    Die Bedüsung des 1-1 ist konform der vorgeschriebenen Bedüsung.

  • Wenn der Zylinder an deiner KR51 noch der originale von 1966 ist (der mit dem Dreiecksflansch), dann wäre der Vergaser 16N1-1 mit dem schwarzen Gummifrosch dahinter schon der richtige.

    Haste aber den Zylinder der KR51/1 von (ab 1968), dann ist die richtige Vergaserfindung samt Bedüsung und Einstellung ein Abenteuer und Glückssache, um den Bock optimal zum Laufen zu bringen.

    Da kann man nur immer wieder probieren, Einstellung ändern, probefahren, probieren, Einstellung ändern, probefahren, ...

    Wenn ich wüsste, dass ich könnte wie ich wollte, ich würde ...   :/

    Einmal editiert, zuletzt von Dummschwätzer ()

  • Es ist nicht mehr der originale Zylinder. Und das Problem ist ja das sie nicht startet. Deshalb auch keine Probefahrt möglich. Es ist so als würde sie nicht zünden obwohl Sprit und Zündfunke vorhanden ist.

    Ich habe das Gefühl das es sich ggf. um nur eine Kleinigkeit handelt. Aber leider finde ich diese Kleinigkeit nicht. Es wäre schade wenn ich sie in Einzelteile verkaufen würde... 8o

  • Sprit und Zündfunke allein reichen nicht. Der Funke muss auch zum richtigen Zeitpunkt kommen.


    Den kannst Du mit einer Zündblitzpistole und den Hinweisen aus meinem passenden Schraubärtip prüfen.


    Peter

  • Moin Tino,


    ich würde den ZündZeitPunkt auf 1,5mm vorOT stellen,

    den Schwimmerpegel im Vergaser ein wenig erhöhen und

    die Kaltstartversuche mit geöffnetem Kaltstartvergaser machen.


    LG Kai


    PS: Stelle den Kraftstoffpegel im Vergaser bitte schwimmend ein.

    Hier ein Link: Senfglasmethode

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  • Sprit und Zündfunke allein reichen nicht. Der Funke muss auch zum richtigen Zeitpunkt kommen.


    Den kannst Du mit einer Zündblitzpistole und den Hinweisen aus meinem passenden Schraubärtip prüfen.


    Peter

    Moin Peter,

    Ich habe den ZZP auf 1,4 vor OT eingestellt. Ich habe es wirklich genau gemacht. Abgeblitzt habe ich es nicht. Das könnte ich natürlich noch machen. Kann denn wenn es denn falsch von meiner Seite aus gemacht wurde +/- 0,1 dazu führen das sie überhaupt keinen Ton von sich gibt ? Und das verwirrende ist ja das sie ja schon ein paar mal gestartet ist.

    Aber danke schon mal für deinen Input :thumbup:

  • Moin Kai,

    Ach eine Rückfrage an dich. Kann denn eine +/- 0,1 Abweichung vom ZZP dazu führen das sie nicht anspringt? Ich kann mich erinnern das sie vor der Motorinstandsetzung auf 1,3 vor OT eingestellt war.

    Weil Sie ja später nicht mehr angesprungen ist habe ich die auf 1,4 gestellt. Probeweise hatte ich die auch schon auf 1,6 vor OT was auch keinen Erfolg hatte. Senfglasmethode habe ich schon gemacht. Geschlossen wurde bei ca. 7mm vom oberen Rand gemessen.

    Welchen Wert/maß wäre denn zu empfehlen? Deinem Vorschlag zu Folge hieße ja es sollten 6mm von oben sein ? Also mehr Kraftstoff im Vergaser beim schliessen ?

    VG Tino

  • Hey Tino


    Nun ja, also eher nein. Dies eine zehntel früh oder spät sollte nicht dazu führen, daß die Möhre

    gar nicht anspringt. Aber wie "Dummschwätzer" schon schrieb, ist deine Zylinder-Vergaser-Ansaugung-Kombination nur mit viel Geduld und einer guten Portion Glück zum Laufen zu bringen.

    Deshalb würde ich (an deiner Stelle) so viele Fehlerquellen wie möglich vorher ausschließen.

    Der richtige ZZP für den M53 ist 1,5mm vor OT.


    Wenn dein Schwimmer schwimmend eingestellt ist, ist alles gut. Ich war nur aufgrund

    der 28/32,5mm von der Messschiebermethode ausgegangen - diese ist nicht so zuverlässig.

    Und wenn deine Kerze nach dem Kicken feucht ist - ist ja alles gut. (nur nicht klatschnass)


    LG Kai

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  • Ich habe den ZZP auf 1,4 vor OT eingestellt. Ich habe es wirklich genau gemacht.

    Abgeblitzt habe ich es nicht.

    Ob Du das auch wirklich genau gemacht hast, das lässt sich am sichersten beim Abblitzen feststellen.

    Wobei so genau muss es gar nicht sein, damit der Motor anspringt.


    Man kann zu leicht voll daneben liegen, was nur wenige "Blitze" beim Versuch anzukicken schnell offenbaren können.


    Peter

  • Ich würde den ZZP auf die vorgegebenen 1,5 v.OT einstellen.

    Nadeldüse solltest du die mit 4 x 0,6mm Löchern verwenden.


    Eventuell auch mal eine neue, unbenutzte Zündkerze und einen neuen Kerzenstecker verwenden. Das ist schnell erledigt, macht keinen großen Aufwand und man kann es dann jedenfalls als Fehlerquelle ausschließen.

    Wenn ich wüsste, dass ich könnte wie ich wollte, ich würde ...   :/

  • Ich würde den ZZP auf die vorgegebenen 1,5 v.OT einstellen.

    Nadeldüse solltest du die mit 4 x 0,6mm Löchern verwenden.


    Eventuell auch mal eine neue, unbenutzte Zündkerze und einen neuen Kerzenstecker verwenden. Das ist schnell erledigt, macht keinen großen Aufwand und man kann es dann jedenfalls als Fehlerquelle ausschließen.

    Ok, dann mache ich das einmal. Ich glaube ich bekomme beim Händler schon ne goldene Nadel für den besten Zubehörkäufer :)

  • Mal 2 Fragen zwischendurch. Wenn der Benzinhahn geschlossen ist sollte da kein Benzin mehr herauslaufen ? Es tropft noch heraus. Soll das so sein ?

    Und die Benzinschläuche sollten welchen Innendurchmesser haben 5 oder 6 mm : Hab gerade auch welche mit 7mm gesehen ???

  • Mal zwischendurch:

    der Benzinhahn sollte geschlossen schon dicht sein.

    Ist er das nicht, ist zumeist die Vierlochdichtung hinter dem Küken verschlissen.

    Benzinschlauch empfehle ich 5mm Innendurchmesser da der Nippel am Vergaser auch nur 5,5mm hat.


    LG Kai

  • Die Federplatte drückt aber schon im richtigen Maß auf das Küken?

    Wenn die zu locker ist, wird die Dichtung nicht tun.

    Zu dolle darf sie aber auch nicht - dann verschleißt die Vierlochdichtung sehr schnell.

  • Die Federplatte drückt aber schon im richtigen Maß auf das Küken?

    Wenn die zu locker ist, wird die Dichtung nicht tun.

    Zu dolle darf sie aber auch nicht - dann verschleißt die Vierlochdichtung sehr schnell.

    Puuh, das weiß ich so gar nicht. Müsste ich prüfen. Zu locker ist die nicht ! Was heißt im richtigen Maß auf das Küken. Kann mir da gerade nichts drunter vorstellen.. Sorry kenne mich da mit den Begriffen nicht so aus....

  • Das Küken ist der eigentliche Hahn, also das Ding, welches du verdrehst.

    Wenn das Küken wackelt, ist die Federplatte zu locker verschraubt.

    Lässt sich das Küken (der Hahn) nicht mehr drehen, ist die Federplatte zu fest. ;)


    Hier sieht man die Federplatte ganz gut.

    Das schwarze, leicht gebogene Blech mit den zwei Schrauben drin.

    Benzinhahn EHR mit Wassersack - Simson KR51/1 Schwalbe, KR51/2 Schwalbe

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

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