Gewinde Kurbelwelle bei Einbau gestaucht

  • Hallo,

    Ich habe im Winter bei meiner KR51/1 den Motor überholt und bei der Kurbelwelle evtl. zu doll auf die Kurbelwelle gehauen, um diese ins Wellenlager zu bekommen…an sich funktioniert alles, soweit kein Problem, aber…


    ich denke das die Spitze des Gewindes auf der Polradseite durch die Schläge etwas „gestaucht“ wurde im 0,1…mm Bereich sodass ich die Mutter nicht mehr wirklich draufbekommene und das Polrad dann festziehen kann….also was habe ich versucht…


    -die Gewindespitze runtereilt, im Sinne, die „Stauchung“ weggefeilt, damit die Spitze wieder den richtigenDurchmesser hat

    -versucht mit Gewinderschneider den Beginn des Gewindes nachzuschneiden, hat nicht wirklich gegriffen und funktioniert

    -mit einer Gewindefeile versucht das Gewinde einzuteilen, auch nicht wirklich funktioniert


    -jetzt fällt mir nur noch ein, diesen 1mm des Gewinde- bzw. kurbelwellenkopf mit einer Flex wegzuschleifen bis zu einer Stelle wo eine Mutter das unverletzte / umgetauschte Gewinde wieder greifen kann :( quasi wie kürzen um 1mm


    Hätte sonst noch jemand eine :-o?


    Vielen Dank für Ideen/Anregungen….es handelt sich nur alles um 0,irgendwas mm, aber dennoch große Folgen :(

  • Hallo,


    wenn ich so lese, was Du alles mit Deiner Kurbelwelle bereits gemacht hast, so wirst Du um einen Austausch derselben nicht herum kommen.


    Sicher, kurzfristig kann man das mit Deiner Methode noch irgendwie ans laufen bekommen, zuverlässig wird es nicht sein.


    Schönen Sontag, Bernd

  • Hallo Bernd,

    Ohje, naja, ich probiere es mal noch mit dem „runterschleifen“ bzw. etwas verkürzen.


    Probieren geht über studieren und austauschen, wohl dann die letzte Option, obwohl ich da nicht wirklich viel Lust zu habe, wieder von vorn beginnen zu müssen :(


    Ebenso noch einen schönen Abend

  • Wenn der Wellenstumpf schon so matsch ist, dann wird die Welle niemals mehr rund laufen, die is hin. Die Lager mögen das auch nicht wenn sie seitlich mit Schlägen beackert werden. Mach’s lieber gleich neu, die Welle ist hin, da gestaucht.

  • nee Kurbelwelle ist feingewuchtet. da haut man nicht mit nem Hammer drauf. Und schon gar nicht so, das das Gewinde im Arsch ist. Da wirst du wohl Lehrgeld bezahlen müssen und ne neue einbauen.
    Bei mir fällt die Welle durch ihr Eigengewicht ins Lager.

    Da lag die Welle aber mindestens eine Nacht im Eisfach vom Kühlschrank und das Lager wurde auch ca 100 Grad erwärmt.

  • Eigentlich kann man da nicht mehr viel anderes machen als das, was du bereits probiert hast.

    Versuch halt, den ersten Millimeter ab zu flexen.

    Wenn es nur das Gewinde war, was einen Stauch-Schaden hat, dann könnte das vielleicht klappen, wenn der Gewindestumpf dadurch nicht zu kurz geraten ist. Am besten vorher mal das Polrad aufstecken und die Länge des freien Gewindes sowie die Breite der Mutter und des Federringes ausmessen.


    Aber wie die Herren Motorenbauer vor mir schon erwähnten, werden die Kugellager durch die Hammerschläge Pittings davon getragen haben und sehr wahrscheinlich rattern und vibrieren. Da macht das Fahren sicher keinen Spaß mehr.


    Kauf dir besser eine neue Kurbelwelle + neue Lager und mach alles noch mal neu, ohne Hammerschläge.

    Wenn ich wüsste, dass ich könnte wie ich wollte, ich würde ...   :/

    Einmal editiert, zuletzt von Dummschwätzer ()

  • Danke für die ganzen Eindrücke und Meinungen ..Lager mit Wärme/Hitze und Kurbelwelle mit Eisfach....habe ich alles gemacht, da hat leider gar nix geflutscht...ich verstehe es ja auch nicht, auf youtube gibt es genügend gute Videos, die zeigen wie es geht...

    So"zermatscht" ist das Gewinde nun auch nicht...ob die restliche Welle Schäden genommen hat, ich werde es sehen...ansonsten ja, Lehrgeld gezshlt und nochmal von Anfang an ||

  • ...ob die restliche Welle Schäden genommen hat, ich werde es sehen...

    Nuja, mit bloßem Auge siehst du da nix.

    Die Welle ist, wie oben schon angemerkt wurde, feingewuchtet.

    Das bedeutet, die ist auf 2/100stel genau im Rund- und Parallellauf.

    Haut jetzt jemand auf den KW-Stumpf wird zuerst die anliegende Kurbelwange schief.

    Dann läuft die Welle unrund, der schiefe Stumpf kneift im Lager und nach spätestens 5000 km fliegt dir der Sch..ß um die Ohren. Dir muss immer klar sein, das an der KW selten weniger als 5000 U/min anliegen.


    LG Kai

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

  • Zu deinem weiteren Verständnis der Dimensionen:


    Hierbei handelt es sich um eine 5/100mm-Lehre, mit der ich das Einlasspiel meiner 125ccm einstelle. Es ist ein sehr wabbeliges, biegsames Stückchen Stahl.


    Die angesprochene Feinauswuchtung der KW lässt diese maximal um 2/100mm im Lauf abweichen.


    Das sind 40% von dem, was du auf dem Bild so ungefähr sehen kannst - ist auch nicht so leicht, das Bild an sich korrekt aufzunehmen.


    Nu stell dir vor was passiert, wenn du mit einem Hammer auf den Stumpf knüppelst. Sollte man niemals tun, außer vielleicht zärtlich mit einem Schonhammer - doch selbst das wäre bereits äußerst bedenklich und ist kaum zu empfehlen.


  • m10 heist nur 10mm innengewinde durchmesser!

    sagt nix über die gewindesteigung (art des Gewindes ) aus!

    schau mal hier

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  • Wir wissen (ohne etwas zu messen), dass die Mutter eine M1x10 ist,

    denn mit diesen Maßen wird die Mutter im Shop angegeben und verkauft.

    Achtung: ganz alte KWs haben ein M1x8 Gewinde!


    M steht für metrisch, die 1 für die Steigung und 8 bzw.10 für den Durchmesser.

    Wir haben also ein metrisches - aber kein Regelgewinde.

    (ich glaube, das wollte Sperlon ausdrücken) ;)


    Man kann die Messmethode aus dem Link auch umkehren und mit dem Messschieber die Länge über

    10 Gewindegänge messen. Bei einem Regelgwinde sind das 15 mm, bei unserer KW sind es 10mm.

    Die Formel dazu ist > gemessene Länge : Anzahl der Gewindegänge = Steigung


    LG Kai

  • Wir wissen (ohne etwas zu messen), dass die Mutter eine M1x10 ist,

    LG Kai

    Kleiner Verbesserungsvorschlag Nummer 1:

    schreibe bitte M10x1

    Verbesserungsvorschlag Nummer 2:
    Erweitere doch Deine Signatur: Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran
    mit nur wenigen Worten:

    ich bin noch nicht ganz perfekt, aber ich arbeite weiter daran


    Peter :) :) :)

  • Werte Kollegen, der Neueinbau hat geklappt und ich habe so einen Kurbelwelleneinzieher verwendet, aus meiner Sicht ein echt gutes Werkzeug.

    In Summe hat die Regenerierung gestern auch gut geklappt, Motor sprang nach ein paar mal Kicken gut an, klang gut, keine verdächtigen Geräuche usw.


    So jedoch ein Thema mit der Kupplung….im Stand konnte ich Schalten, Rad drehte im aufgebockten Zustand, stand es, ging das Moped gleich aus….klar Kupplung noch nicht korrekt eingestellt…wobei ich bei dem Zusammenbau den Kupplungshebel schon so auf 90 Grad zum Gehäuse eingestellt hatte


    Was mich jedoch beim Kupplungshebel am Motorgehäuse gewundert hat, da ist, beim Einhängen des Kupplungsseils zunächst Zug drauf….ziehe ich die Kupplung und lasse wieder los…geht derKupplungshebel nicht wirklich unter Zug von allein wieder zurück .?? Hänge ich das Kupplungseil vom Kupplunghebel aus, geht der Kupplungshebel schon von alleine wieder nach hinter in die Ausgangsposition….klar, ne kleine Feder ist ja am Kupplunghebel

    Ich habe gestern dann nicht mehr mit der Madenschraube und den Kupplungsstangen hantiert, wollte dann nimmer, kreative Pause machen, hatte gedacht, hab ich vtl. dem Kupplungshebel falsch eingebaut…sollte eigentlich passen….muss ich den Kupplungshebel eher auf 80 /85 Grad einstellen….sind alles noch Optionen, die ich beim nächsten Mal noch testen , nochmal überprüfen kann…wollte mir aber Ideen von euch mopsen, warum der Kupplungshebel in eingebautem Zustand nicht mehr wirklich in seine Ausgangsposition zurückgeht und die Kupplung mit Seil bissle laprig rumhängt.


    Herzlichen Dank für Eure Ideen und schönen Sonntag

  • Moin,


    du könntest:

    - den Kupplungsbowdenzug reinigen und neu ölen

    (es sei denn, der ist Teflonbeschichtet. dann nur reinigen)

    - die Feder am Kupplungshebel erneuern

    - die Kupplung an der Mutter richtig einstellen, denn dort kommt auch Gegendruck

    - prüfen, ob dein Kupplungsgriff schön leichtgängig ist...


    LG Kai

    Ich bin nicht perfekt, aber ich arbeite dran.. ;)

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