Funke am Unterbrecher - weiß nicht mehr weiter

  • Hier noch ein Video der geliehenen/gebrauchten U-Zündung - lief zum Zeitpunkt der Aufnahme mit dem WIMA Kondensator (kein Kondensator auf der Grundplatte).

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    Ist das am Ende vielleicht normale Funkenbildung oder auch der neuen (kräftigen) Zündspule geschuldet und gar kein "unnormales" Verhalten?

  • Das schein mir immernoch ein Bisschen zu oft und zu stark zu funken. Wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du seit den ganzen Test ausschließlich die neue (außenliegende) Zündspule verbaut. Die würde ich probehalber nochmal tauschen. Und guck mal, ob es sich um das richtige Polrad handelt. Nicht, daß da mal ein Vorbesitzer etwas schlampig war. Oder hast Du das von der Leihzündung übernommen?

    LG

  • Danke euch, aber wie oben erwähnt, habe ich neben dem ALK und einem normalen Nachbau Kondensator zusätzlich noch einen selbstgebauten WIMA Kondensator mit so kurzen Kabeln wie möglich verwendet und einen Effe Kondensator der von den Daten passt. Das hatte nichts geändert und den Kondensator kann ich daher definitiv ausschließen.


    Ich habe jetzt nochmal mittels Schieblehre OT ermittelt und das Polrad und Grundplatte entsprechend eingestellt. Zusätzlich habe ich den Unterbrecher nach einer, für mich neuen Methode, mit Multimeter eingestellt, wobei sich ändernde Widerstandswerte gemessen werden.

    Ich habe jetzt nur noch ein sehr leichtes, bläuliches Glimmen am Unterbrecher und denke mal, dass das so okay ist bzw. rede es mir ein :D

  • Die Methode hätte ich gerne detailiert kennengelernt.

    Letztendlich gibt es beim Unterbrecher nur "Kontakt offen" und "Kontakt geschlossen".

    Das kann man zwar mit unterschiedlichem Werkzeug ermitteln ( Piepser, Prüflampe, Multimeter ), aber es gibt halt nur zwei Werte für den Widerstand: 0 oder unendlich.

    Gruß

    Gerhard

    bevor isch misch uffreesch, isses mir liwwer egal !

  • Die Methode hätte ich gerne detailiert kennengelernt.

    Letztendlich gibt es beim Unterbrecher nur "Kontakt offen" und "Kontakt geschlossen".

    Das kann man zwar mit unterschiedlichem Werkzeug ermitteln ( Piepser, Prüflampe, Multimeter ), aber es gibt halt nur zwei Werte für den Widerstand: 0 oder unendlich.

    Gruß

    Gerhard

    Leider ist es nicht ganz so einfach.


    Denn parallel zum Unterbrecher liegen die niederohmige Primärspule auf der Grundplatte und die niederohmige Primärwicklung der Zündspule. Siehe z.B. hier für die S51

    Ein einfaches Multimeter müsste zum Messen schon in der Lage sein, auch kleinste Widerstandsänderungen anzeigen zu können.


    Peter

  • Dazu kommt die Induzierung einer Spannung in der Primärspule, sobald Du das Polrad zum Öffnen/Schließen des Unterbrechers drehst…

    Dann lieber Spannung anlegen und Prüflampe benutzen. Wobei dann die Spannung ein Magnetfeld erzeugt, was wiederum das Polrad bewegt….

  • Das Multimeter zeigt, zum Zeitpunkt des Öffnen des Unterbrechers, schlagartig eine Änderung von 0,5 Ohm (Innenwiderstand der Messsonden) zu 1,3 Ohm. Mit der Alufolie hat das fast genau überein gestimmt. Wobei bei der Widerstandmessung ein Mü früher eine Änderung angezeigt wird, als beim Alufolientrick.

  • Sorry, da lag wohl ein Verständnisproblem vor. Ich bin davon ausgegangen, dass die Einstellung des Zündzeitpunktes mit Nocken und abgelegten Zuleitungen zum Unterbrecher vorgenommen wird.

    Ansonsten sind natürlich alle geposteten Einwände korrekt.


    Gruß

    Gerhard

    bevor isch misch uffreesch, isses mir liwwer egal !

  • So, nun muss ich meinen eigenen Thread kapern:

    Ich wollte es ganz genau wissen und habe mir Zünduhr und Stroboskob besorgt und die Zündung entsprechend auf 1,8mm v. OT abgeblitzt.

    Fazit war, ich musste die Grundplatte ein ordentliches Stück gegen den Uhrzeigersinn verstellen, damit die Markierungen fluchten.

    Am Unterbrecher funkt nun gohr nüscht mehr. Erstmals gut, ABER bei der ersten Probefahrt hatte ich nun ein viel heftigeres Problem.

    Die ersten paar Kilometer lief sie super, hing begierig am Gas. Kurz nachdem ich zum ersten Mal Vollgas geben konnte, ging allerdings ein kurzer, heftiger Ruck durchs Moped mit einem Geräusch, das am ehesten so klingt, wie wenn einem ein Insekt an den Helm knallt. Direkt danach lief sie wieder normal. Ich habe dann nochmal versucht und wieder gabs diesen einen Ruck. Danach bin ich lieber langsam nach Hause gerollt.

    Was kann das nun wieder sein!? Zündaussetzer trotz perfektem Fluchten der Markierungen?

  • Kurz bevor ein Zweitakter klemmt, und wenn auch nur kurz, dann rennt er am besten. Klingt für mich so als wenn sie kurz geklemmt hat. ZZP und Gemisch nochmal checken. Kerzenbild?

  • Kerze war seltsamerweise sehr dunkel nach der Fahrt. Vorher immer trocken und braun. ZZP habe ich danach nochmal mittels Stroboskop geprüft und passt.

    Kann es sein, dass manche Lampen "falsch" anzeigen?

    Die Fahrt hat ja insgesamt nur knapp 10 min gedauert. Gut am Gas hing so von der 1 Minute an. Das hatte ich darauf geschoben, dass die Zündung endlich korrekt eingestellt ist.

    Wo jetzt mit Originalgarnitur mit knapp 21000km plötzlich ein Klemmer herkommen soll...weiß nicht? Passen die Symptome nicht auch zu einer Fehlzündung?

  • Nur der Vollständigkeit halber:
    Moe Hattest recht, es war ein Klemmer =O (s. Bilder).
    Ich werde den Zylinder jetzt zum Ausschleifen geben (Motorenservice Maul oder OstOase) und mit einem neuen Kolben bestücken lassen.
    ich vermute fast, dass die nun erstmal ganz korrekte Zündeinstellung für die nicht mehr taufrische Garnitur zuviel des Guten war :D

  • Das war aber mehr als nur ein einzelner Klemmer.

    So wie der Kolben/Zylinder aussieht, hat der über Jahre gelitten und mehrfach geklemmt.

    Möglicherweise war der Kolben ein, zwei Hundertstel Millimeter zu groß für den Zylinder oder der Motor wurde ohne Luftfilter gefahren, hat Sand und Dreck mit angesaugt, und der hat sich dann durch diese "Schleifmühle" durchgearbeitet.

    Wenn ich wüsste, dass ich könnte wie ich wollte, ich würde ...   :/

  • So wie der Kolben ausschauthat der schon lange nicht mehr gut gedichtet. Ich schick meine Zylinder zu Adlertech und nehme da dann gern den Barikrit Kolben.

  • Er ist jetzt bei der OstOase zum Schleifen und kriegt nen neuen ZT Kolben.


    Mir ist noch aufgefallen, dass die linke Wange der Kurbelwelle (also die auf der Kupplungsseite) ölig ist und auch nach dem Abwischen dieses Öls, aus dem Kurbelgehäuse einen neuen Ölfilm abbekommt.

    Die linke Wange ist komplett trocken und am Boden des Kurbelgehäuses sieht es eher auch trocken aus.


    Der Wellendichtring auf der Kupplungsseite ist erst 1 Jahr drin. Kann der Ölfilm im Kurbelgehäuse und Wange auch ausschließlich aus dem Brennraum kommen? Es riecht auch stark nach Sprit.

  • Im Kurbelgehäuse muss ein Ölfilm sein, und der kommt aus dem Vergaser - dafür tust du ZweitaktÖL ins Benzin. Die Pleuellager, der Kolben, und bei der "neuen" Motorserie auch die Kurbelwellenlager werden davon geschmiert.

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