Sicherung von Muttern

  • Wenn sich Muttern immer wieder lösen, trotzdem sie mit dem richtigen Drehmoment angezogen wurden, gibt es u.A. folgende Lösungen:
    1. Federring, am besten jedesmal neu.
    2. Zahnscheibe, nicht so gut wie 1. sorgt eher für guten elektrischen Kontakt.
    Anm.: Bei 1. und 2. auf Alu eine Scheibe unterlegen!
    3. Loctite. Es gibt verschiedene Arten, alle funktionieren ähnlich und schützen vor Allem vor dem Verlust der Muttern.
    4. Schrauben-Sicherungslack. Ähnlich wie Loctite.
    5. Schweißpunkt. Bedenkliche Gewaltmethode, aber natürlich wirksam.
    6. Sicherungsmuttern, diese verklemmen sich durch Kunststoffeinlage oder durch einen Schlitz mit verkantetem Gewindeteil auf dem Gewinde selber. (Recht wirksam).
    7. Sicherungsdraht. Wer die Gelegenheit hat, sich mal die Sicherung von Muttern oder Schraubenköpfen an einem Flugzeugtriebwerk anzusehen, sollte diese Technik ins Auge fassen.
    (Der Kopf wird unsymmetrisch mit ca. 2mm-Bohrer durchbohrt und entweder gegen andere Muttern oder ein festes Konstruktionsteil mit verdrilltem Sicherungsdraht gegen die Losdrehrichtung festgelegt.)


    Es gibt noch weitere Methoden, aber vielleicht kann eine der vorstehenden helfen ein Problem zu lösen.


    Viele Grüße


    robbikae

  • Zitat


    Original von robbikae:
    7. Sicherungsdraht. Wer die Gelegenheit hat, sich mal die Sicherung von Muttern oder Schraubenköpfen an einem Flugzeugtriebwerk anzusehen, sollte diese Technik ins Auge fassen.
    (Der Kopf wird unsymmetrisch mit ca. 2mm-Bohrer durchbohrt und entweder gegen andere Muttern oder ein festes Konstruktionsteil mit verdrilltem Sicherungsdraht gegen die Losdrehrichtung festgelegt.)


    Das ist die genialste Technik, aber eben auch sehr aufwändig. Am Moped sicher übertrieben. Es dürfte auch nicht ganz so einfach sein, an die passenden Schrauben und Muttern ranzukommen. Während meines Studiums bei NVA und Bundeswehr haben die immer mit Argusaugen drüber gewacht. Dabei war das Zeug in Hülle und Fülle da, weil zumindest bei den russischen MiG jede Schraube gesichert war (nicht alle mit Draht, aber gesichert waren alle).

  • Also ich finde das problem nicht wirklich schlimm das sich bei
    Simson abundzu die schrauben lösen. Mann kann sich ja mal die
    zeit nehmen und alle 2 wochen nach shcauen.


    7. Is wohl die beste lösung ich hab selber mal das vergnügen gehabt
    5 stunden nur muttern zu sicher bei MTU in Langenhagen.
    Das geht natürlich am besten wenn zwei muttern neben einander sind.
    Sonst musste ja das ganze Moped verdrahten.


    Loctite würde ich nie an schrauben machen die noch lösen will.
    Hab mal meinen Kickstarter damit festgeklebt..........


    UNd hör bloß auf mit schweißen, hab jetzt nen motor mit handschaltung
    bekommen von nem freund der hat das Polrad festgeschweißt......

  • robbikae


    wieder mal, danke dafür, ein interessanter (und vor allem nutzbringender) Beitrag.


    Die Lösung 7 würde ich zum Beispiel als die gangbarste an unserer "heissgeliebten" Krümmermutter favorisieren. Kleines Loch in den Bund der Mutter und eine Kühlrippe, Sicherungsdraht ran, fertig ist die Laube (dabei sollte die Mutter einen geringen Bewegungsspielraum bekommen)!


    Quacks der ältere

  • Zitat


    Original von Quacks:


    dabei sollte die Mutter einen geringen Bewegungsspielraum bekommen



    Das ist nicht das Problem, brauchst ja nur die Sicherung etwas lockerer verdrillen, schon kann sich die Mutter 1-2 mm bewegen.


    @airhaed


    Das macht Spaß? Wenn du ein Triebwerk eines Kampfjets gesichert hast, nachdem das gwechselt wurde, weißt du, was du gemacht hast.:bounce:

  • Es ist ja auch nicht nur die Arbeit alleine (davon bekommt ordentlich Hornhaut an den Figerkuppen), sondern auch die Sache, dass man jede Sicherung mit voller Konzentration und nach Herstellervorgabe anbringen muss. Da ist genau vorgeschrieben, welche Schraube mit welcher zu verbinden ist und wo das Ende des Drahtes an einer Gehäusebohrung endet. Am Ende darf ja nicht eine Schraube falsch herum gesichert sein, davon könnte das Leben des Piloten abhängig sein. Ist schon nicht ganz ohne.

  • robbikae, mir ist noch was eingefallen
    mann kann auch schrauben mit feingewinde verwenden, diese haben dann einen anderen steigugfaktor so ist auf dem gleichen abschnitt schraube sagen wir mal 1 cm mehr reibung und die schraube sitzt auch fester und ein losdrehen tritt nicht mehr so oft auf


    MFG Bastian :)

  • aha, die schraubenexperten:


    also es gibt auch schrauben, auf denen werden kleine kunststoffkügelchen aufgebracht, die beim einschrauben ins muttergewinde sozusagen zerplatzen und dann klebstoff frei wird, der im inneren der kügelchen sitzt.
    die herstellerfirma ist textron, die beschichtung macht die firma 3M und die beschichtung heisst scotch grip


    loctite hat die nummer 243


    und es gibt auch gally muttern (von der firma vargal-gally). leider gibt es an der simson kaum muttern. auf jeden fall sind die so ähnlich wie kronenmuttern mit so nem federring drin. aber eben nur ne verliersicherung und keine losdrehsichung.


    so etz hab ich auch noch mein senf dazu gegeben...


    in der nächsten stunde befassen wir uns mit vorgespannten schraubverbindungen und der berechnung (die schraube längt sich,das bauteil verkürzt sich und so)

  • Zitat


    Original von Schwalbe51-2:
    robbikae, mir ist noch was eingefallen
    mann kann auch schrauben mit feingewinde verwenden, diese haben dann einen anderen steigugfaktor so ist auf dem gleichen abschnitt schraube sagen wir mal 1 cm mehr reibung und die schraube sitzt auch fester und ein losdrehen tritt nicht mehr so oft auf


    MFG Bastian :)


    Ja klar, leider nicht überall erhältlich. Problem: Hier ist ein Drehmomentschlüssel dringendst anzuraten, weil das Gefühl für den richtigen Anzug nach Gewohnheit versagt. Da wo möglich, eine prima Lösung für Leute mit Gefühl beim Ansetzen.


    Viele Grüße


    robbikae

  • Zitat


    Original von Quacks:


    Die Lösung 7 würde ich zum Beispiel als die gangbarste an unserer "heissgeliebten" Krümmermutter favorisieren. Kleines Loch in den Bund der Mutter und eine Kühlrippe, Sicherungsdraht ran, fertig ist die Laube (dabei sollte die Mutter einen geringen Bewegungsspielraum bekommen)!


    Quacks der ältere




    Ich habe heute eine neue Lösung für die blöde Krümmermutter erdacht, folgende: Ich hab mir im Baumarkt eine Schlauchschelle gekauft, diese direkt unter die Mutter auf den Krümmer geschraubt, und richtig richtig feste mit dieser Stellschraube angezogen. Nun sollte die Mutter ja eigendlich keinen Platz haben, sich lose zu drehen. Ich habe noch keine Ahnung, ob das wirklich was bringt, ich werde es in den nächsten Tagen sehen....



    so long


    Patrizier

  • Bringt leider nix, durch die Vibrationen rüttelt sich das wieder lose. Hatte auch schon mal ne Rohrschelle drum gemacht und ne Haltenase die in eine von den Rillen der Krümmermutter greift --> hat sich auch wieder losgerüttelt. Das ist und bleibt eine Schwachstelle, hat ja Simson selber zugegeben.


    MfG Tilman

  • Hallo,


    Ich hatte um meine Krümmermutter auch eine Schlauchschelle gemacht und dann eine Feder eingehängt die in Festdrehrichtung zieht, natürlich eine etwas schwächere Feder nicht gerade die vom Kippständer, und dann einen Punkt an der Karosse gesucht und das andere Ende reingehängt. So wird die Krümmermutter automatisch festgezogen wenn die Dichtung nachgibt.


    mfg gert

  • erst mal hallo an alle.
    ok,ich bin erst frisch angemeldet.will mich aber trotzdem mal äußern.zu der idee mit dem sicherungsdraht: ich hab das auch mal an der krümmermutter probiert und es hat nicht gehalten.der draht ist nach ein paar tagen wieder gerissen.ich denk mal die temperatur am krümmer war zu hoch.oder die vibrationen zu stark.

    ach ja.ich will jetzt nicht gleich einen falschen eindruck hinterlassen,aber:


    Baumschubser! ich bin mir sicher,daß jeder, dem es gelingt den unterbrecher oder den gasbowdenzug an einer schwalbe zu wechseln, ohne weiteres in der lage ist, am rd-33(mig-29)die 7 kleinen drahtsicherungen zu schaffen.


    so denn: der lange

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