S53, vermutlich PVL-Zündung defekt!?

  • Hallo zusammen,


    bin vor kurzem günstig an eine S53 drangekommen, die zwar bisher erst 6600 km gelaufen ist, wohl aber zuvor 1 Jahr im Keller gelagert wurde. Die ersten 300 km lief sie gut, dann machte sie nur noch Mucken.


    Erst verstopfte der Vergaser da der Tank angerostet war (vermutlich wegen Lagerung) und nachdem alles wieder gereinigt und der Tank fachgerecht entrostet wurde funkt's nun nicht mehr richtig.


    Manchmal kommt ein Zündfunke (-> Zündung an, Kerze in Stecker und das ganze zwecks Kontakt an Motor...) aber mittlerweile immer seltener. Zündkabel wurde durchgemessen und ist in Ordnung, habe mehrere (auch neue) Zündkerzen ausprobiert (immer Isolator), die in anderen Mopeds laufen. Ich kenne zwar jemanden der Ahnung von Schwalben hat, aber diese haben bekanntlich normalerweise keine PVL-Zündungen und deshalb steck ich etwas in der Sackgasse.


    Kennt sich jemand mit den PVL-Zündungen aus und kann mir sagen wie ich durchmessen kann ob das Teil im Acker ist oder gibt es jemanden der überhaupt irgendeine Idee hat worin das Problem liegen könnte?


    UND: Hat jemand einen Schaltplan/Reparaturanleitung oder ähnliches zur S53 oder irgendwas planmäßiges zu PVL-Zündungen?


    Danke!

  • Also erstmal danke für den Plan, hab da schon länger nach gesucht.


    Mir wurde auch gesagt dass das vermutlich (vielleicht eventuell) an der Zündspule liegt. Da die aber 50 Euro kostet und ich das Teil ungern auf Verdacht kaufe und genauso ungern in eine Werkstatt fahre (in meiner Umgebung gibt's nix anständiges), wüsste ich gern ob man da was messen kann oder wie überhaupt ich rausfinde ob's defekt ist das Teil...

  • Hallo,


    Ich an deiner Stelle würde mich direkt mal per Mail bei den Shopbetreibern von http://www.langtuning.de oder auch bei http://www.schmiermaxe.net melden und direkt dort mal nach den Prüfmöglichkeiten/Meßmöglichkeiten und Daten bzw eventuellen bekannten Schwachstellen erkundigen.
    Das kann zwar ein paar Tage dauern bis du Antwort bekommst, aber die beiden sind im allgemeinen recht Auskunftsbereit und werden dir sicher gerne weiterhelfen.


    mfg gert

  • Hallo,


    um die Spannungsspitze an der Primärseite einer Zündspule zu untersuchen, kann man sich einen Scheitelwertmesser zusammenbasteln:
    Ein Diode, z.B. 1N4006 in Reihe in den Pluseingang eines Digital-Voltmeters (Messbereich z.B. 750V Gleichspannung) schalten, parallel zwischen + und - Eingang des DVM einen Kondensator ca. 1/uF 250V.
    An die Primärseite der Zündspule DVM-Minus und Diodeneingang anschließen. Eine Reihe von Zündimpulsen durch Ankicken bei gezogenem Kerzenstecker wirken lassen, bis sich unter den Zündimpulsen am DVM eine annähernd feste Spannung einstellt. (Je nach Zündschaltung kann die eine oder die andere Polungsrichtung der Eingänge richtig sein - probieren!).
    Die so gemessene Scheitelspannung an der Primärseite der Zündspule sollte mehr als 100V sein.
    Wer ein Oszilloskop zur Verfügung hat, kann anstatt dessen die Primärspannung ansehen, auch hier Scheitelwert über 100V.
    (Eine Zündspule hat zumeist ein Übersetzungsverhältnis von 1:100 bis 1:300, dementsprechend ist dann die Leerlauf-Hochspannung 10 000 V bis 40 000 V)


    Viel Erfolg


    robbikae

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