Ich hab es getan... Tuning

  • Ja, ich gebe es zu. Ich habe heute meine Schwalbe getunt.
    Da ich nicht an der Motorleistung rumgeschraubt habe, traue ich mich mein heutiges Vorgehen im Nest zu dokumentieren.
    Ich habe heute meine Vorderradbremse auf das System der S51 umgebaut und bin schlichtweg begeistert.
    Nun habe ich endlich eine Bremswirkung am Vorderrad, die jede Scheibenbremse verblassen lässt.
    ;)
    Ne, mal im Ernst. Mit äußerst geringen Materialeinsatz kann man die Verkerssicherheit erheblich steigern. Das einzige, was man braucht ist das Bremsschild der /1 Schwalben für hinten (Mit Bowdenzugaufnahme und Bremsnocken. Das Zeug hatte ich noch zu liegen) und den vorderen Bremshebel der S50/51 (kann jeder Händler, bevorzugt natürlich der beste Ersatzteilhändler von allen, für kleines Geld besorgen). Der Umbau dauert ca 15 Minuten. Es kann ohne Probleme der originale Bremsbowdenzug der Schwalbe verwendet werden.
    Wenn im Großraum Braunschweig an der Ampel neben Euch eine blaue Schwalbe mit dem Hinterrad in der Luft stoppt, dann bin ich das wohl ;)
    Gruß


    Philipp, der heute im Schlaf mit Wonne die rechte Hand
    über der Bettdecke lässt und im Traume mit dieser Hand die Vorderradbremse betätigt

  • Moin,


    ich hab auch so ein Bremsschild eingebaut!
    Das ist echt ganz angenehm, die Bremse lässt sich gut dosieren,
    das Rubbeln hat sich stark vermindert, und gut zupacken tut sie auch!


    Ich hatte allerdings Probleme mit der länge des Bowdenzuges, zur Zeit kann ich den Hebel relativ leicht bis zum Griff ziehen. Sezte ich aber den Hebel am Bremsschild eine Raste um, so passt der Zug nicht mehr!


    Wie war das bei dir?


    mfg
    Lebowski

  • Hmm,


    bei mir sinds auch so ca 70grad, also ein wenig weiter nach vorne geneigt.


    Ich werd mir bei Gelegenheit mal ne längere Verstellhülse fürn Griff holen, das sollte ausreichen.


    Aber auch so, ist es wie gesagt schon ne dufte sache! :)


    ->nur zu empfehlen!


    mfg
    Lebowski

  • Ich hab sie auch getunt. :D

    dängdiggedängdäng *KLICK* näääääähäääääääääääähhhn *KLICK* näääääääääääääääähhhn *KLICK* näääääääääääääääähhhn *KLICK* näääääääääääääääähhhn ...

  • :D Ihr Ferkel, gute Idee. Das hab ich auch schonmal auf irgendwelchen wilden Tuningseiten gelesen. Ich fahr grad neue Bremsbeläöge ein, das ist auch jeden Tag ein völlig neues Erlebnis. Wenns mal nichtmehr reichen sollte, mach ich das dann auch so.
    Hoffentlich noch VOR dem Unfall.:D

  • Pöse Tuner! *tztztz*


    Bremsentuning im geringen Umfang ist hier ausdrücklich erlaubt, daher werd ich diesen bösen Tuningthread hier nicht löschen. ;)


    Frei nach dem Motto: Ich brems dich her!


    Überhaupt bin ich der Meinung, daß eine ordentlich eingestellte und gewartete Trommelbremse durchaus sehr heftig wirken kann, wie man am meinem SR50 und an meiner Emmie sehen kann... :smokin:



    Gruß,
    Richard

  • Bremsentuning geht auch viel einfacher!


    Einfach Bremsflächen mit Hochtemperaturfestem Lagerfett einschmieren. Dann steht zwar nicht das Hinterrad in der Luft, dafür umso mehr die Haare und diese zu Berge beim vergeblichen Versuch zu Bremsen... :))
    War nur spass! Bitte liebe Kinder nicht machen sonst kann das übel enden!!!



    Jetzt ohne spaß: :smokin:


    Es reicht wenn man eine dickere Unterlage an der linken(Bremse ausgebaut und in Hand gehalten mit Sicht auf die Bremsbacken) Bremsbacke unterlegt. Also, das die linke Unterlage ca 1mm stärker ist als die Unterlage der rechten Bremsbacke. Wenn keine Unterlagen vorhanden dann besorgt man sich ein Untgerlagsblech. Wenn beide unterlegt sind mit 1mm Unterlagsblech nimmt man das rechte weg und spannt die Bremse nach. Falls die Bremse sich jetzt trotz "bis auf letztes Gewinde rausdrehen" an den Griff ziehen lässt, dann holt man sich ein 2mm Unterlagsblech für links und ein 1mm Unterlagsblech für rechts. Das erhöht die Bremswirkung beträchtlich! Damit bekommt man ganz gut Bremsstopper hin bzw. wenn man mal zu zweit mit 70 Sachen einen Buckel runterpfeift kommt man auch zum stehen ohne einen Anker werfen zu müssen. :))


    Das funktioniert natürlich nur mit der Vorderradbremse. Hat "fast" den gleichen effekt wie den umbau auf S51 bzw links seitiges bremsen.

  • Hallo Smu,


    also so ganz verstehe ich deine Erklärungen nicht ... etwas unter die bremsbacke legen ... die Bremsbacken sind doch geklebt oder?
    Und verrutscht das Blech nicht?


    Würde mich über Bilder oder eine Zeichnung freuen. (Bin ein visueller mensch :P)

  • Er meint die Unterlegbleche, die am Bremsnocken untergeschoben werden, wenn sich die Beläge so langsam abnutzen. Die gibts in verschiedenen Stärken.


    Die Erklärung ist simpel, weil ja auch ne Simplexbremse verbaut ist.:)) Der auflaufende Belag erzeug die Hauptbremsleistung, der ablaufende bringt hingegen viel weniger. Wenn man nun die ganze Geometrie so verändert, dass der auflaufende Bremsbelag noch besser anliegt, verbessert sich natürlich auch die Bremswirkung.


    Besser gehts dann nur noch mit ner Duplexbremse (gibts für Simson nicht) oder man muss gleich auf ne Scheibenbremse umsteigen.

  • Noch einen kleinen Tip zur Bremse fand ich im MZ-Forum:



    >Schleifpapier 80er Körnung mit Doppelseitigem Klebeband passend
    auf die Bremsfläche der Trommel einkleben . Bremse und Rad
    montieren . Motorrad mit leicht betätigter Bremse (gilt für vorne
    und hinten ) 1 - 2 Meter schieben . Rad + Bremse auseinderbauen ,
    Schleifstaub entfernen und Schleifpapier mitsamt Klebeband
    entfernen ( Klebstoffreste mit Bremsenreiniger ) .
    Alles wieder zusammenbauen und gut soll es sein .
    Der Verfasser hat mit dieser Methode an einer MAICO M151
    innerhalb einer Stunde die Wirkung der Halbnabenbremse von
    "kaum spürbar" auf "blockierbar" verbessert .<


    Das gibts noch mehr Tricks, auch ein Umbau einer MZ-Bremse auf Duplex gab es. Leider sind die Bilder im MZ-Forum nicht mehr da.
    Möglich ist alles, man muß nur wollen.



    Gruß,
    Richard

  • Pflaume:


    Jup meinte die Bleche die unter die Bremsnocke gehören. Die Bremswirkung ist jetzt als "beträchtlich" mit "blockierer" (natürlich nur unter "normalen" Bedingungen, z.B. im soziusbetrieb blockiert die auch nicht mehr) zu bezeichnen. Ist wirklich Kinderleicht zu realisieren. Wer allerdings schon am ausbau des Vorderrades scheitert sollte sich Hilfe holen... ;)
    Das ganze dauert nicht mehr als 30min (das unterlegen des Bleches ist ein wenig kniffelig da die Feder die Bremsbacken ordenlich fest hält ;) ) und hat den Vorteil das man gleich nach dem Zustand der Beläge schauen kann. Vor dem zusammenbau noch die Beläge leicht anschleifen, die Bremsflächen mit Bremsenreinger reingen und die Bremse allgemein ein wenig mit Bremsenreiniger reingen. Nur noch wieder zusammenbauen und fertig!


    P.S.: Wenn man eine schwächere rückstell Feder benutzt dann müsste doch die aufgebracht Bremskraft weniger werden und die Bremse sich leichter betätigen lassen? Nicht das der auflaufende Belag nicht mehr zurück will?!

  • Schwächere feder nehmen? Wohl keine kraft ina Hand? :)


    Ich würde die brems komplett zerlegen.
    Dann bleche auf bremsbeläge biegen (nicht die lauffläche), mit
    eingehänter feder auf die hintere führung schieben (nicht ganz)
    an der bremsnocke die beläge mit nem großen schraubendreher
    auseinander hebeln und dann nach unten drücken.
    so bekommt man die am leichtesten rauf.


    früher hab ich auch immer alles zusammen gebaut und dann die
    feder eingehängt, welches mit wutausbrüchen, verzweiflung und
    verletzungen endete.......

  • das kenne ich... :D


    Vorallem als 15 Jähriger konnte man an solch einer schwierigen Aufgabe verzweifeln. Aber irgendiwe lässt sich dann jeder seine eingenen Kniffel einfallen.
    Noch ne andere Frage. Wenn ihr euren Gasbowdenzug aus dem Kolbenschieber ausgehangen habt, wie bekommt ihr in dann wieder eingehangen. Ich saß damals mit meinem Freund und haben in der Sonne überlegt wie wir den Bowdenzug wieder hinein bekommen sollten, weil die Öffnung dauernd von der blöden Feder verdeckt war und wir ihn somit nicht einfädeln konnten. Und mit jeder Minute, bzw. Bier viel uns das Denken schwerer. :))
    Letztendlich haben wir es hinbekommen, aber dies auf eine ganz unorthodoxe Art. Erklärt mir wie ihr es macht, denn ich schäme mich es euch zu sagen wie wir es damals gemacht haben und bis heut beibehalten haben. ;)

    dängdiggedängdäng *KLICK* näääääähäääääääääääähhhn *KLICK* näääääääääääääääähhhn *KLICK* näääääääääääääääähhhn *KLICK* näääääääääääääääähhhn ...

  • früher hab ich auch immer alles zusammen gebaut und dann die
    feder eingehängt, welches mit wutausbrüchen, verzweiflung und
    verletzungen endete.......


    muahaha... :))


    Das kenne ich. Macht man nur einmal so.
    Aber so wie Du es beschrieben hast mache ich es mittlerweile auch.
    Hatte auch vergessen zu erwähnen das die Bleche draufgebogen werden müssen! Zumindest sollte da nichts rutschen wenn sich der Bremsnocken dreht.


    Hat da einer vielleicht berechtigte Bedenken seitens dem Tausch der Feder? Sonst probiere ich das noch die Tage aus. Habe mir mal aus dem Zubehörhandel einen kleinen Beutel mit verschiedenen Bremstrommelfedern geben lassen. Habe ich damals für eine verlorene Feder des Krümmermutterkalottensystems meiner SR50CE gebraucht. Die liegen immer noch verstaut im Keller rum.


    mfg


    smu


    P.S. Ich bin schon ganz groß und außerordenlich stark, aber man braucht sich ja nicht unnötig strapazieren. Sonst könnte ich die Vorderradbremse ja gleich original lassen... ;)

  • also zum gasbowdenzug kann ich mal meine vorgehensweise schildern:
    wenn alles abgebaut ist ziehe ich den zug soweit aus der ummantelung raus wie möglich. dann stecke ich den vergaserdeckel auf den zug und dann die feder. mit der linken hand drücke ich jetzt die feder gegen den deckel zusammen. dann nehm ich den kolben kopfüber in den ich vorher schon die nadel mit dem plättchen gehängt habe in die rechte hand. in der linken hand habe ich jetzt den vergaserdeckel mit der darauf zusammengedrückten feder und der zug schaut nach oben, sprich der deckel ist auf dem kopf. dann nehm ich den in der rechten hand befindlcihen kolben an der nadel und alssen ihn kopfüber über den zug rutschen (achtung das dieser nicht in die ummantelung reingedrückt wird). da der zug länger ist als der kolben, kommt er unten wieder raus und man kann in durch bewegen des kolben ins seine ursprüngliche position bringen. dann braucht man nur noch den daumen der linken hand von der feder zu nehmen und dann spannt sich das ganze. fertig...;)

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