Mitnehmer für Polrad ab - und nun?

  • Hallo allerseits,


    habe heute meinem Bruder weiter geholfen den Star SR4-2/1 wieder fahrbereit zu machen.
    Die eigentliche Ursache für die bisherige Leistungsschwachheit (nur max.50 km/h) und am Ende Aussetzer haben wir im Vergaser gefunden (Hauptdüse total verdreckt, Benzinhahn verdreckt, zu kleine Leerlaufdüse drin).


    Ein Test - und beim ersten Tritt lief sie sofort super.


    Allerdings nur knapp 3 Sekunden lang.


    Da ich mir sicher war daß das Ansaugsystem nun außerhalb jeder Kritik steht, außerdem bei weiteren Startversuchen eine Fehlzündung auftrat, machte ich mich an die Zündung.


    Polrad ab, nach Unterbrecher gesehen (Kondensator hatten wir neulich erst gewechselt), Polrad wieder dr....haaaalt....öhm....wo ist der Keil auf der Welle??


    Aha - in der Polradkerbe...


    Gut, auch wenn das Polrad im Betrieb - so stehts hier im Forum öfters - vom Druck auf den Konus gehalten wird, so muß doch der Grund für die Aussetzer in einem Verschieben des Polrades liegen, oder?


    Wir haben erstmal nicht mehr weitergemacht weil ich in der Problematik nicht kompetent bin. Was mach ich denn nun?


    Gruß Alex

  • Das heißt das, wo das Polraud draufhockt ist nicht direkt die Kurbelwelle sondern nur ein Aufsatz darauf?


    ....danke, mache mich gleich mal auf die Suche wer so ein Teil hat...


    PS.: Sind die von SR4-2 mit (allen) anderen identisch?

  • Eigentlich sind die identlisch. Gab auch mal nen tip hier da nen 2 cent Stüch da rein paßt (von der Breite her) muß dann nur noch abgesägt / gefeilt werden )


    Btw wenn das Teil abscheert haste ja gemerkt fehlt der Durch. Und dann dreht die Welle im Konus des Polrades immer mal durch (zB beim ankicken) und so verstellt sich dauernd des ZZP.


    Also schön Welle und Konus im Polrad saubermachen ( Spüli / Sidolin.) dann schön trocknen lassen und alles zusammenbauen un das Polrad schön fest ziehen

  • Bin eben ein paar Online-Shops durch, kann aber nichts finden.


    Ich glaube ich hätte mal genauer hinsehen sollen, kann es sein daß ich was mißverstanden habe:


    Nicht nur das Polrad hat ne Einkerung, auch der KW-Konus hat eine und darin sitzt ein kleines Blechding, das als Mitnehmer fungiert und in unserem Fall nun zweigeteilt ist?
    Dachte bisher das der Mitnehmer fester Teil des Konus sei.


    Hm, 2 Cent Stück. Wie sägt man das am besten? :D


    (Achja, bei dem Thema: Wie stellt Ihr eigentlich so den Zündzeitpunkt ein? Bei mir is da immer dieses bescheuerte Polrad im Weg. Benutzt Ihr ein abgesägtes Polrad als Einstellnocken?)

  • Zitat von Alex74

    Nicht nur das Polrad hat ne Einkerung, auch der KW-Konus hat eine und darin sitzt ein kleines Blechding, das als Mitnehmer fungiert und in unserem Fall nun zweigeteilt ist?


    Sooooo siehddas aus.


    MfG
    Ralf

  • Hiho,


    wir haben heute weitergemacht und uns an den Tipp mit dem 2-Cent-Stück gehalten.
    War zwar etwas schwierig und die Rundung paßt nicht völlig exakt, aber es ging.


    "Neuen" Mitnehmer also rein, Polrad drauf, nochmal Zündzeitpunkt über den Daumen nachgeschaut....ah, kurz vor OT......in Ordnung.


    Probestart....mit einem Tritt sprang sie an.


    Für etwa 3 Sekunden.


    Dann wieder - plötzlich - keine Zündung mehr, bzw.Fehlzündungen (die z.T.völlig nach hinten losgingen).


    Zündzeitpunkt über den Daumen nachgeschaut....aha....gut 1 cm nach OT.....


    ...Polrad ab....aha....und der 2-Cent-Mitnehmer lag zweigeteilt in Polrad- und KW-Kerbe....


    Fazit:
    -Das Material aus den 2-Cent ist vermutlich viel zu weich.
    -Das Abreißen passiert nicht bei der Montage oder Demontage, denn zum einen ist es seitlich abgeschert und zum anderen läuft sie ja eine gewisse Zeit mit korrekter Einstellung und intaktem Mitnehmer.


    Nur: wenn das Polrad durch den Druck auf den Konus gehalten wird (und ich hatte es wirklich gut angezogen), dann kann es auch nicht am Material des Mitnehmers liegen.


    Aber woran dann?


    Vielleicht lags daran daß es ein Österreichisches 2-Cent-Stück war? :shock:


    Besser doch nen "echten" Mitnehmer holen?

  • Hallo,


    Ein paar solcher Scheibenfedern/Halbmonde hat der gute Simson-Schrauber immer auf Lager. Ansonsten ist eine dicke Unterlegscheibe die man sich zurechtfeilt eine bessere Lösung als das schlabbrige Centstück.
    Vor allem muß die Ersatzlösung in der Breite der Nut paßgerecht sein sonst wird sie bei Lastwechseln an der Kurbelwelle schnell abgeschert.


    mfg Gert

  • Zitat

    Ein paar solcher Scheibenfedern/Halbmonde hat der gute Simson-Schrauber immer auf Lager.


    Wenn Du mir sagst wo man sie herbekommt wäre ich dankbar :)
    Habe nämlich sämtliche Online-Shops durchwühlt ohne Erfolg.

  • Zitat von Alex74

    Vielleicht lags daran daß es ein Österreichisches 2-Cent-Stück war? :shock:


    das wird der hauptgrund sein! :-)


    aber vieleicht war dein gebastelter halbmond zu hoch? und der konus lag nicht ganz auf der welle auf, oder sowas,...


    hast du auch die welle und konus schoen oel und fettfrei gemacht? sonst wird das auch nischt! koennen auch riefen auf der welle sein, die koennte man mit schleifpaste im polrad wieder etwas mildern,.....


    bei mir steckt seit nem jahr die spitze vom zuendschluessel in der kurbelwelle (war ne notreperatur!). geht auch. aber der orginale halbmond ist wohl das beste,...


    mfg
    lebowski

  • Zitat von Alex74


    Wenn Du mir sagst wo man sie herbekommt wäre ich dankbar :)
    Habe nämlich sämtliche Online-Shops durchwühlt ohne Erfolg.


    Das sind Normteile, die bekommt man in jeder Maschinenbaufirma, Schlosserei, Landmaschinenwerkstatt, Landmaschinenbau, Motoradwerkstatt, Elektromotorenbau, KFZ TeileHandel undundund..


    aber das habe ich ja oben schon mal geschrieben :rolleyes:


    Gruß


    jubifahrer

  • Wie schon geschrieben hält der Mitnehmer das Polrad nicht und braucht deswegen nicht sehr hart zu sein


    Was ich mir vorstellen kann ist das du zu wenig festgeschraubtr hast... die Welle fettig war oder das Cent Stück zu viel rausschaut und so die Welle sich darauf stüzte

  • Ich bin mir leider nicht ganz sicher, aber Bezeichnung sollte sein:


    - Scheibenfeder 2 x 3,7 Halbmond
    - Scheibenfeder 3 x 3,7 Halbmond



    Zum Thema:


    sauber und fettfrei solte der Konus schon sein, aber die Kräfte, die auf der Scheibenfeder lasten sind schon beachtlich und mit einer nicht passenden Scheibenfeder wird es immer Probleme geben.



    Gruß


    jubifahrer


    Hier was zum schlau machen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Welle-Nabe-Verbindung


    Noch ein Zitat:


    "Die Passfeder trägt durch Formschluss an ihren Flanken. Sie wirkt dadurch als Mitnehmer und überträgt das Drehmoment der Welle auf das anzutreibende Bauteil (im Falle einer Antriebswelle) oder das Drehmoment des antreibenden Bauteils auf die anzutreibende Welle (im Falle einer Abtriebswelle). In axialer Richtung muss das Rad auf der Welle gegen Verschieben gesichert werden. Übliche Formen der axialen Festlegung sind Wellenschulter/Sicherungsring oder Wellenschulter/Nutmutter."

  • Zitat

    "Die Passfeder trägt durch Formschluss an ihren Flanken. Sie wirkt dadurch als Mitnehmer und überträgt das Drehmoment der Welle auf das anzutreibende Bauteil (im Falle einer Antriebswelle) oder das Drehmoment des antreibenden Bauteils auf die anzutreibende Welle (im Falle einer Abtriebswelle). In axialer Richtung muss das Rad auf der Welle gegen Verschieben gesichert werden. Übliche Formen der axialen Festlegung sind Wellenschulter/Sicherungsring oder Wellenschulter/Nutmutter."


    Ist auch so. Zb auf der Ritzelseite als Antriebsrad.


    Polrat ist aber keine Antriebsritzelverbindung.

  • Aber sicher muß das Polrad angetrieben werden, sonst gibts ja keinen Zündfunken :|


    Alos muß die Verbindung Welle zu Polrad formschlüssig sein, deshalb auch der Keil/die Scheibenfeder.


    Was hat es damit zu tun, ob es die Verbindung zum Antriebsrad oder die zum Polrad ist ? Das Polrad wie das Ritzel wollen sich erst mal nicht bewegen, darum muß man es dazu zwingen, was beid er Schwalbe durch eine reversible formschlüssige Verbindung erreicht wird.


    Tut mir leid Shadowrun, ich mag deine Ratschläge, schätze dein Schwalbenwissen, aber in Sachen Maschinebau glänzt du hier gerade nicht mit Fachwissen.


    Gruß


    jubifahrer

  • Macht ja nix dass du mich in dem Punkt nicht schätzt aber es ist nunmal Fakt:


    Die Scheibenfeder ist nur für die Positionierung während der Montage da.


    Nicht für die Kraftübertragung. Das kannst du dir 1x vor Augen führen indem du einfach nur 1 mal mit mäßig angesogener Polradmutter kickst.


    Ab ist die Feder die doch die Kraft übertragen sollte....


    2. Dreht die Welle auch nicht durch wenn die Feder fehlt. Hatte selbst mal das Glück ohne Paßfeder nach Hause fahren zu durfen. Man braucht nur mehrere Versuche das Polrad richtig zu befestigen ohne dass sich die Welle und damit der ZZP verschiebt.


    Mein Vergleich mit dem Kurbelwellenritzel war nur erwähnt weil dort eine Paßfeder ist welche deine oben genannte Aufgabe erfüllt. Das Teil ist auch stärker und länger ausgeführt.


    Manche Mopeds fehlen auch die Paßfeder am Polrad. Wollte icch auch nicht glauben aber nen altes Peugeut Moped hatte keine. Da war die Grundplatte komplett fest montiert und übers verschieben des Polrades auf der Welle wurde der ZZP eingestellt.


    Die Verbindung zw Polrad und welle wird nur durch den Konus / Gegenkonus hergestellt und die Feder ist nur Montagehilfe

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