STAR - Unfall, was nun?

  • Hallo,


    Ich hab mal eine Frage an euch. Ich - auf dem Star meines Freundes, weil meine Schwalbe an dem Tag kein Sprit mehr hatte - wurde vor 3 Tagen von einem Autofahrer angefahren. X(


    Nun stehen so viele Fragen für mich im Raum, und ich hoffe, ihr könnt mir weiter helfen....


    Ich hatte mir gestern den Star beim Abschleppdienst angeschaut, und nach meinem ungeschulten AUge sah es so aus, als ob es ein wirtschaftlicher Totalschaden wäre. Der Rahmen ist total verzogen und die Fussrasten sind alle abgebrochen. Geh ich richtig davon aus, dass ich die nicht mehr anschweißen kann und ich einen neuen Rahmen bräuchte?


    Gibt es irgendwo eine Schwacke - LIste für Mopeds vor 1996? Würde gern mal wissen, wieviel Geld es denn dann bei Totalschaden geben würde, zumal mein Freund seinen Star seit Frühling an mit Liebe en detail restauriert hatte.


    Kann man bei so einem Unfall Schmerzensgeld fordern? Wenn ja, wie? Anwalt? Musste schließlich ins Krankenhaus.


    Wenn ich mir einen Gutachter nehme, muss ich den dann zahlen oder macht das die Versicherung vom Unfallverursacher?


    Könnt ihr mir sonst noch Tipps geben???


    Wäre euch dankbar!


    So far.... Alisea :oops:

  • Nimm dir nen Anwalt. Grad, wenn der andere Schuld hat.


    Der Anwalt kennt sich aus und kümmert sich dann um alles. Er bestellt nen Gutachter, der den Wert des Stars ermittelt. Des weiteren kann er auch die Ansprüche auf Schmerzensgeld, Schadensersatz (Moped + Klamotten und Helm, die ja unter Garantie auch gelitten haben) und Verdienstausfall ermitteln. Das ist im ganzen stressfreier, als sich selbst um alles zu kümmern. Ich hab das damals nach meinem Unfall auch so gemacht.


    Zum Star: Wenn der Rahmen verzogen ist, kannst du den entsorgen. Schau, was an Teilen noch gut ist und leg sie dir als Ersatzteile auf Halde (Aber erst, nachdem der Gutachter da war). Dann besorgst du mit dem Geld von der Versicherung ein neues Fahrzeug.


    MfG
    Ralf

  • wäre gut wenn dein kollege noch rechnungen etc hat. dann kann der gutachter den zustand vor dem unfall besser einschätzen, war bei mir mal mit einer 125er so.

  • Hi,
    Mein Sohn hatte vor ca 1,5 Jahren einen Unfall mit seiner Schwalbe. Schuldfrage war von den Sheriffs geklärt (der Unfallgegner hatte Schuld :roll: ). Schwalbe wurde abgeschleppt und beim Abschlepper deponiert. Nach ambulanter KH-Behandlung der Schrammen wurde mein Sohn nach Hause geschickt.


    Die Versicherung hat den Gutachter bezahlt (logisch...), Preis wurde nach Wiederbeschaffungswert festgelegt (was bei ner Schwalbe nicht ganz so schlimm ist, da man bei motoscout etc jede Menge findet), Erstattung war OK.


    Darüber hinaus wurden alle defekten Klamotten erstattet (Helm, Hose, Jacke,...), auch ohne Rechnungen, Ersatzfahrzeug bezahlt (oder ausbezahlt) sowie ein Schmerzensgeld angeboten. Zum letzteren sollte man sich im Netz gut informieren (gibt eine Datenbank bezüglich Schmerzengeld, glaube beim ADAC), da die Versicherungen erstattungsmäßig eher nach unten tendieren. Durch ein Schreiben mit dem entsprechenden Gerichtsvermerk (AZ) wurde er kommentarlos auf das 1,5-fache erhöht - also aufpassen !!


    Und alles ohne Rechtsanwalt.


    Gruß aus Braunschweig

  • Als ich mit meiner kr51/2 (teilweise neuaufbau) einen Unfall hatte,
    20m vor meiner Arbeit nahm man mir die Vorfahrt, hat alles meine Firma
    geregelt (wegen Arbeitsweg).
    Die Polizei nahm die ersten Schäden auf, der Gutachter kam am selben Tag
    von zu meiner Arbeitsstelle, ich klärte ihn dann über die Schäden auf.
    (Rahmen kurm, Blechteile demoliert, Lichtschalter abgerissen ect.)
    Er sammelte bei Werkstätten die Ersatzteil- und Reparaturkosten ein +
    Liebhaberwert.
    Dies übersieg natürlich den Wert des Mopeds, mir wurden 500euro angeboten,
    die ich auch nahm.
    Ich hatte leichte kratzer am Arm, und wie immer die "bösen" Kopfschmerzen
    oder auch Schleudertraum (wars glaub ich) <- nicht nachweisbar. Dafür gab es dann nochmal 300euro.
    Der Anwalt wurde sofort eingeschaltet und eine Anzeige erstattet.
    Ich hatte in soweit damit nix zutun, ich begam nur einen Unfallbogen den ich ausfüllte und mir dem Daten vom Arzt zurückschickte.
    Das Geld wurde überwiesen und dann wars gegessen.


    Ich würde immer wen ich nicht schuld wär, einen Anwalt einschalten und Anzeige erstatten, desweiteren immer die Polizei hinzurufen.
    Alle Kosten die anfallen können eingeklagt werden, wenn die Versichung und der Anwalt es nicht so klären.

  • Ich empfehle auch dringend einen Anwalt.
    Klar kanns ohne gehen - muß aber nicht. Und dann sitzt Du in der Tinte.


    Ich sprech aus Erfahrung.


    Ruf einen Anwalt an der sich mit Verkehrsrecht und so weiter gut auskennt (Du kannst auch beim deutschen Verband der KfZ-Gutachter nach einem geeigneten Anwalt fragen).


    Das ganze kostet Dich keinen müden Cent, bei 100%iger Unfallschuld des anderen muß er für SÄMTLICHE Deiner Unkosten aufkommen.


    Gruß Alex

  • Zitat von QuacksDerÄltere


    SCHÖN der Star! Aber leider jetzt schon viel zu teuer!


    Hi 50+ :D ,


    Teuer ist relativ....bei uns hier in der Gegend ist das wohl ein akzeptabler Preis. Außerdem ist das auch ein Anhaltspunkt für den "Wiederbeschaffungswert" der Versicherung...


    Wenn Du hier einigermaßen günstig an einen Vogel kommen willst, brauchst Du schon ein wenig Glück (oder Dummheit des ebay-Verkäufers, der seine komplette, fahrbereite Schwalbe unter "Rahmen&Ersatzteile einstellt... :wink:


    Gruß aus Braunschweig
    von Harald, der eine schöne, fahrbereite /2er für unter 150 Euronen nächste Woche abholt...

  • Ich könnte jetzt mir nen Star für 60€ in der Nähe abholen. Zwar häßlich lackiert, der Kicker angeschweißt und ein paar Kleinteile fehlen aber er läuft.


    Nur wo soll der noch stehen??? Und, was soll ich mit dem 4.? Aber irgendwie juckt es mir in den Fingern :D:D:D



    So sieht er aus:


    Aber sag den Preis mal nicht der Versicherung :-D

  • Zitat von net-harry

    simson-spohr
    Naja, die Rede war ja auch von einem "liebevoll restauriertem" Exemplar, von dem Dein Objekt noch weit entfernt ist... :roll:
    Gruß aus Braunschweig


    Ist doch bestimmt liebevoll überlackiert worden :D:D bestimmt noch nicht mal angeschliffen :D:D


    Aber ist auf jeden Fall eine recht gute Basis, wenn man schon einen zerschossenen hat.

  • Ich habe heute Post von der Polizei bekommen, mit dem Verweis, dass ich Strafanzeige gegen Unfallverursacher stellen kann.


    Was meint ihr. Ist es sinnvoll, eine Strafanzeige aufzugeben oder nicht? Ich habe da echt keine Ahnung, wozu das dienen soll. Schmerzensgeld womöglich???


    :roll:

  • Wie schwer oder leicht warst/bist du denn verletzt? Hast du irgendwelche körperliche Folgeschäden, vielleicht den linken Hoden verloren, einen künstlichen Darmausgang oder z.B. eine Riesen-Narbe quer über's niveagesalbte Gesicht?
    Wenn nicht, dann würde ich an deiner Stelle auch nicht unbedingt eine Strafanzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung stellen. Man muß die arme Sau ja nicht extra noch anscheißen und ihm einen reinwürgen, denn er hat es ja sicher nicht mit Absicht gemacht. Und sowas passiert vielleicht jedem mal ganz schnell. Es sei denn, der Unfallverursacher war nicht versichert oder entpuppt sich als Riesenarschloch (was man schnell merkt) oder hat den Unfall in besonders rücksichtsloser Weise verursacht. Dann kann man mal drüber nachdenken, wenn er es wirklich "verdient" hat.
    Das Schmerzensgeld ist eine zivilrechtliche Angelegenheit und der Anspruch darauf bei einer Körperverletzung besteht auch unabhängig von der strafrechtlichen Seite.


    Wichtig ist, wenn es dir wieder gut geht, daß der Schaden ordnungsgemäß reguliert wird.
    Hast du einen Rechtsanwalt beauftragt?


    Der kennt sich aus! :smokin:

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