Anleitung: Bremse wechseln

  • Kauf dir bei Gönne (Seelower Straße 2, Prenz'lb.) 4 neue Bremsbacken und je 4 Bremsbeilagen in 1,5 und 2mm Stärke und fahr damit heute Abend zum Treff am Alex (vor der Suhler Jagdhütte, Otto-Braun-Straße). Da ist bestimmt jemand, der dir helfen kann oder dir erklärt wie das geht. Bremsenreinigerspray (von POLO in der Greifswalder Straße 154-156) und etwas Werkzeug (z.B. 19'er, 10'er und 8'er Schlüssel, Schraubenzieher, etwas Sandpapier und ein bisschen Fett, Putzlappen usw. solltest du auch dabei haben.



    Edit: Die Beilagen an der Bremse sollen immer die gleiche Stärke haben, egal ob auf- oder ablaufende Bremsbacke. Alles andere ist Blödsinn.

  • Hehe - danke!


    Hab gerade eine dicke Sammelbestellung bei AKF gemacht, muss also ggf. bis nächsten Donnerstag warten mit der Reparatur.



    Aber falls Du heute abend dahin kommst - bzw. nächsten Donnerstag - ich bin der Bartträger mit der Kampfschwalbe mit niedlichem Fahradkörbchen und zerschlissener Sitzbank :D


    Heute ein letztes Mal mit Pferdeschwanz - morgen kommt die Mähne auf immer ab!

  • na poss, biste wieder gut gelaunt heute :wink:
    simson als hobby ist immer nur geben, geben und geben. nur von den wenigsten bekommste was zurück. das ist auch in kleinerer form hie in kiel so. ich hab hier immer noch ne bestellung von einem liegen, der sie wohl niemals bezahlen und abholen wird. nachdem seine s51 fertig repariert war von uns hat er sich bedankt, nicht mal nen obulus in die duo spendenkasse gepackt, seine s51 eingepackt und wir haben nix mehr von ihm gehört...


    ist leider so. aber freu dich über den harten kern. wenn ich mal wieder in berlin bin werd ich euch auch mal am alex besuchen und euch alle ausnutzen.


    gruß aus kiel

  • Wollt ich nur mal angemerkt haben. Ich helfe wieso niemanden mehr.
    Das ist mein Hobby, für die Reperatur meiner Fahrzeuge.


    Wahre Simsonfreunde hab ich auch, aber die sind nicht auf´m Donnerstagstreffen. :smokin:

  • Also hier bin ich wieder ...


    hab es zum Donnerstagstreffen nicht geschaftt und nun stand die Schwalbe eine weile einsam herum.


    Aber mittlerweile sind die Ersatzteile da (samt Schwalbebuch, dass ich immer noch nicht besaß). Bremse ist verbaut brav nach Buchanleitung und nun ... folgende kurze Frage:


    die neuen Bremsbacken sind von AKF (grauer Belag) und passten in die Trommel NUR ohne jedwede Zwischenlagen - kann man also nur per Schraube am Bremshebel vorne einstellen. Also saß alles, wackelte und hatte Luft (kleines Schleifgeräusch beim Laufrad-Dreh-Test. Und dann zog ich die Achsenmutter fest - und damit das gesamte Laufrad. Die Felge dreht sich kaum noch - egal wie lose ich die Bremshebelschraube drehe.


    Schleift das was, was da nicht schleifen soll - Stichwort Nachbau-Bremsbeläge ????? Und wenn ja - was und wo muss ich von den Belägen was runterfeilen? Würde mich über ein paar Erfahrungen freuen. :)



    P.S. Betreffs der anderen Beiträge hier im Thread: Es stimmt schon - manche von uns fahren die Dinger lieber als dran rumzubasteln und haben keine Garage/Garten als Werkstatt - und aufm Bürgersteig im Hundekot schrauben ist nicht unbedingt optimal. Ich bin Neuling und eher selten im Nest zu finden. Aber bei jedem gestrandeten Schwalbefahrer halte ich an und helfe so gut ich kann mit meinem bescheidenen Wissen. Ich finde es eher unspaßig, wenn Leute auf anderen herumhacken, die nicht ganauso große freaks sind wie sie...
    Andererseits war ich evtl. ja gar nicht angesprochen, weil ICH Leuten die mir helfen MINDESTENS ein Bier ausgebe oder ihnen in den Angelegenheiten die ich besser kann helfe.
    :D


    Konnes

  • nö, angesprochen fühlen brauchste dich glaub ich nicht.


    zu deinem problem: was passiert, wenn du den bolzen wieder etwas löst? ist das rad dann freigängig? wenn ja, musst du mal schauen, ob sich in der radnabe ein spürbarer grat hinten gebildet hat.


    ansonsten empfehle ich dir, vor dem einbau der brembeläge die kanten derselben zu brechen (anzuschleifen) ansonsten werden sie quietschen wie nix gutes.

  • Update:


    Das Problem mit der Vorderradbremse ist gelöst - näheres Nachschauen ergab, dass die Bremsbacken auf der Seite des Nockens ein Stück nach oben gerutscht waren. Jetzt tut die Sache.


    Also weiter mit der Hinterradbremse :D


    Auch bei der konnte ich die neuen Bremsbacken nur komplett ohne Zwischenlagen montieren, weil sie sonst nicht in die Trommel passten. Dabei hatte ich quasi damit gerechnet, Zwischenlagen nehmen zu müssen weil das Hinterrad asbach ist.


    Eine kleine Frage hab ich noch:


    In verschiedenen Threads wird immer wieder von "anlaufenden" und "ablaufenden" Bremsbacken mit unterschiedlicher Bremsleistung gesprochen. Nun ist meine Frage, ob es ratsam ist, nur EINE Zwischenlage zu verbauen - und zwar an der anlaufenden Backe (so das ganze in die Trommel passt)?


    Oder verändert sich da zuviel in der Bremse - Stichwort Verschleiß??


    Danke für Eure Ideen :)

  • Zitat von Konnes


    Das Problem mit der Vorderradbremse ist gelöst - näheres Nachschauen ergab, dass die Bremsbacken auf der Seite des Nockens ein Stück nach oben gerutscht waren. Jetzt tut die Sache.


    Oder verändert sich da zuviel in der Bremse - Stichwort Verschleiß??


    Du hast aber schon diese sicherungsclips an den Bremsbacken verbaut???


    Zum zweiten, die beiden Bremsbacken schleifen sich unterschiedlich stark ab. Ich weiß nicht ob es wirklich was bringt, habs noch nicht ausprobiert, die einen sagen jja, die andern nein.

  • Klar, die Sicherungsclips hatte ich wieder dran.


    Vermutlich haben die Nachbau-Bremsbacken einfach ein etwas zu großes Spiel der Bohrungen und haben sich beim Einbau ein wenig (3-4 mm) verkantet.


    Ich fahr jetzt erstmal mit den neuen Backen ohne Zwischeneinlagen - nach dem Motto meines alten KFZ-Mechanikers "Weiterfahren, beobachten!"



    Würde mich aber trotzdem über Informationen betreffs anlaufenden und ablaufenden Bremsbacken und deren Optimierung freuen - rein aus Interesse an der Materie.


    Freiwillige? :-D

  • Hallo Leute mal wieder brauch ich bißchen Hilfe. Ich möchte einfach nur sicher gehen das ich das alles richtig verstehe. Ich hab eine KR 51/1 S Bj ´70. Dort wollt ich die Bremsen erneuern. Seh ich das richtig das ich im Prinzip nur die Räder abbauen muss und dann komm ich schon dran??
    Ich bin etwas verwirrt da im Schwalbenbuch steht ich müssteden Bremsnocken abbauen. Ich hab aber nach Überprüfung festgestellt das ich gar keinen an meiner Hinterradbremse dran hab!
    LG, Polente


    P.S.: Könnte es am Baujahr liegen das ich keinen Bremsnocken habe??

  • Den Bremsnocken hast du schon, das ist dann eventuell nur ein Innenliegender, wie bei der Vorderbremse.


    Bau das Rad raus. Dann kannst die Bremsankerplatte komplett herausziehen und kommst an die Backen.
    Dann entfernst du die 2 Sicherungsringe.
    Ab dann musst du etwas vorsichtig sein, da die Feder gut Spannung hat.
    Hebel mit einen Breiten Schraubenzieher immer abwechselnd die Backen am Nocken und dann am Zylinderstift hoch bis sie zusammenschnippsen.
    Dann kannst du alles herausnehmen, die Trommel reinigen. Die Auflageflächen (nicht die Reibfläche, diese mit Papierband abkleben) der Backen und die Zylinderstifte leicht mit Kupferpaste einschmieren.


    Dann misst du welchen genauen Innendurchmesser die Trommel hat und passt dir die neuen Backen mit hilfe der Beilagbleche an die Trommel an (ohne Feder).
    Der Einbau ist nicht viel schwerer aber mit Vorsicht zu genießen. Die Auflageflächen der Backen setzt du auf halber höhe an den geschmierten Nocken.
    Nun ziehst du die Backen am anderen Ende auseinander und schiebst sie über den Zylinderstift gleichmäßig vorne und hinten nach unten.
    Sicherungsring drauf und fertig...fast.


    Die Bremsen werden jetzt nicht gut greifen da die Reibflächen nicht gleichmäßig an der Nabe anliegen. Auf die Reibfläche streichst du jetzt Kreide und baust die Bremse ein und fährst (Papierklebeband war nur zum Einbau dran...abmachen).
    Die stellen die Glasig sind liegen an, der rest reibt noch nicht an der Nabe. Nun schleifst du mit Schleifpapier und einem Schleifklotz die Backen etwas zurecht und baust es wieder mit kreide ein und fährst....das machst du so lange bis die Backen gut und vollflächig anliegen. Das dauert ne weile aber es lohnt sich.
    Am besten sind EBC Backen.



    @ Konnes Such mal nach einem Thread namens "Ich hab es getan...Tuning" oder so ähnlich, darin hat Jackalized einen Guten Beitrag verfast mit Bildern.

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