Slow Way Down

  • Mit der Dreigang-Schwalbe hat er allerdings komforttechnisch nicht die Beste Wahl getroffen.
    Aber die Idee ist ja nicht neu. Wer erinnert sich an Projekt Schwalbenflug?
    Ans Ziel sind die beiden imho nicht gekommen, aber auf jeden Fall schon sehr weit. Bis nach SÜD-Afrika, meine Fresse kann mal jemand ausrechnen wie viele Kilometer er an einem Tag fahren will?
    Irgendwann hören die befestigten Straßen auf und wer unsere Deutschen Qualitätsstraßen gewohnt ist, wird blöd aus der Klamotte kieken, wenns der Teer aufm Weg fehlt :)

  • Also Schwalbenflug nach Afrika fand ich super zu verfolgen.
    Wenn der nächste sich auf große Fahrt begibt klick ich mich gerne wieder ein.


    Hoffentlich ein paar mehr Filme von unterwegs diesmal ...


    Und wer lästert könnte ja auch ein wenig seine Hilfe anbieten, oder ?
    Ich meine nur falls es Startschwierigkeiten auf den ersten 600 km gibt ... .

  • Wegen der Technik der KR51/1 hätte ich da weniger Bedenken. Die ist zuverlässig und auch auf solchen Langstrecken bewährt.
    Viel mehr sollte er sich als Alleinreisender Sorgen machen, nicht unterwegs von irgend so einem Mohrenkopp abgezogen zu werden und dann plötzlich ohne Schwalbe und nur noch mit der Unterhose bekleidet irgendwo im Busch rumzustehen. Dem Begleiter eines Komillitonen von mir ist das in Südafrika mal so passiert während mein Kommilitone (der "Längliche", falls den irgendein Berliner kennt :D) dank seiner flinken Füße mit dem Schrecken davonkam.

  • bis auf die aktuelle Meldung:


    Budapest - bei diesem Verkehr ist es gut mit dem Zweirad unterwegs zu sein. Viele Zweitakt-Mopeds und hier und da auch mal eine Schw. dabei.


    finde ich keine Reiseberichte auf seiner HP. Geschweige denn Bilder oder Filme von der Fahrt. Oder hat da jemand nen Link den ich nicht kenne ?

  • Ausschnitt aus dem Serbienbericht:


    Ich fahre langsam durch die Stadt und halte nach einem Café oder kleinen Restaurant Ausschau. Neben mir hält ein Auto und der Fahrer spricht mich auf serbisch an. Ich signalisiere ihm, dass ich nichts verstehe und er wechselt zu Deutsch: “Brauchst Du Hilfe?” “Nein, vielen Dank. Ich will nur etwas essen.” “Das kannst Du bei mir im Café. Folge mir.”


    Sein kleines Café heißt “Café Bree” und liegt an der Hauptstraße mitten in der Stadt. Er lädt mich zu einem Kaffee ein und ist sehr interessiert an der Reise. .... Der Cafébesitzer heißt Stephan und hat einige Jahre in Österreich gearbeitet und spricht ausgezeichnet Deutsch. Da der Regen immer heftiger wird, bietet er mir mehrfach an, bei ihm zu übernachten. Er ist auch Motorradfahrer und sieht es geradezu als seine Pflicht an, mir zu helfen.


    Die Zeit im “Bree” vergeht wie im Fluge. Irgendwann wird mir klar, dass ich es heute nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit bis nach Nis schaffe. Stephan erneuert sein Angebot eines Übernachtungsplatzes und ich willige schließlich ein. Hinter dem Café befindet sich ein altes kleines Häuschen, dass Stephan gerade gekauft hat, es aber noch nicht nutzt. Hier kann ich schlafen. Inzwischen ist im Café der Vorsitzende des örtlichen Motorrad-Clubs eingetroffen. Da ich ja nun hier übernachte, laden Stephan und der Vorsitzende mich ein, sie heute Abend zu begleiten. Sie wollen zu einer Biker-Party eines befreundeten Motorradclubs.


    Gegen 19 Uhr fahren wir im Auto des Vorsitzenden über den Autoput zur Party. Die Gäste der Feier sind überwiegend Biker, wie sie im Buche stehen. Lange Haare, Tätowierungen und Biker-Kutten. Der Chef des örtlichen Clubs empfängt uns herzlich. Es gibt Freibier und Spanferkel. Der Anlass der Party ist es, Spenden für einen krebskranken Jungen aus der Stadt zu sammeln. Alle sind unglaublich freundlich und die Stimmung ist sehr herzlich. Ich werde aufgenommen, wie ein richtiger Biker-Kollege. Auch die Tatsache, dass ich “nur” mit einem Moped unterwegs bin, ändert daran nichts. Später tritt dann noch eine Band mit Metal- und Rock-Coversongs auf und ich muss mehrmals für ein Foto mit einem Tito-Portrait posieren. Gegen Mitternacht brechen wir wieder nach Jagodina auf. Ein sehr netter Abend. ...


    .
    Allen Unkenrufen zum Trotz hat sich der Junge bei Pisswetter schon soweit durchgeschlagen. In jedem Land bieten ihm Menschen Hilfe an. Seine Karre wurde schon mehrmals von anderen repariert, als er nicht mehr weiter wuste. Schön zu wissen, daß gerade diese Hilfsbereitschaft die Fahrt so lohnenswert macht. Hier im Schwalbennest kann sich das wohl keiner so richtig vorstellen. Hier wurde ja mehr vor Dieben und Wegelagerern (im Ausland wohlgemerkt) gewarnt.


    Schade das aus dem Schwalbennest niemand seine Hilfe für die Fahrt in Deutschland angeboten hat oder einfach nur typisch deutsch ?
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