Welchen Einfluss hat der Zündzeitpunkt aufs Fahrverhalten??

  • Hallo, liebes Forum,


    kann es sein, dass ein nach vorn verschobener Zündzeitpunkt merklich mehr durchzug am Berg bringt?? Also das der Zp drehzahlabhängig bei mehr drehzahl immer weiter vor dem OT liegen muss ist ja bekannt. Interesant würde ich mal finden für welche Drehzahl die 1,5mm beim M53 optimiert sind, bzw. welcher Geschwindigkeit das entspricht. Da der Zp ja unveränderlich ist müssen ja die schlauen ingenieure von simson irgendwie ein mittelmaß gefunden haben, dass die kiste untenrum abgeht, aber bei viel drehzahl auch noch zieht.


    Um nochmal auf den Anfang zurück zu kommen(mit dem Berg): Ich habe neulich festgestellt, dass ich einen berg, an dem ich sonst immer trotz vollgezogenem gas vor der kuppe in den zweiten schalten musste auf einmal ganz locker leicht mit 50 rauf fahren konnte. Und jetz tdas erstaunliche: heute habe ich festgestellt, dass der ZP total verstellt war und bei ca 0,9-1mm vor OT lag.


    So, nun die letzte Frage: In welche Richtung verstellt sich denn der Zündzeitpunkt durch den Verschleiß am Unterbrecher? Wandert der immer weiter an den OT ran, oder immer weiter weg?


    Ich hoffe mal ihr könnt mir alle Fragen(falls ihr in diesem langen text überhaupt alle findet) mal beantworten und so zur verbesserung meines wissens beitragen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Max

  • Das Prinzip hast Du ja selbst richtig erkannt. Aber es ist ausgeschlossen, dass der Motor mit Spätzündung mehr Durchzug bei den besagten 50 km/h hat, das Gegenteil ist der Fall.Vielleicht hast Du nicht genau genug gemessen ? Es kommt natürlich auch auf die Drehzahlen an, aber allgemein kann man sagen: Nur bei richtigem ZZP läuft alles bestens. Lässt sich auch klar am Spritverbrauch erkennen. Zur Drehzahloptimierung kann ich nichts sagen. Unterbrecherverschleiß geht in Richtung spät.


    Gruß, Matthias


    PS: Noch mal zum Durchzug am Berg: Man fährt ja an einer Steigung immer oberhalb des maximalen Drehmoments, höchstens noch genau mit der Drehzahl des höchsten Drehmoments, wenn man die Geschwindigkeit im höchstmöglichen Gang ausreizen will. Unterhalb würde der Motor ja zusammenbrechen. Der optimale ZZP wird sich nun sicher auch in etwa auf dieser (mittleren) Drehzahl befinden. Eine Spätzündung würde höchstens etwas mehr Kraft unterhalb des höchsten Drehmoments bringen, aber was nützt es, bei dieser Drehzahl ist man ja langsamer. Also: Für die Maximalgeschwindigkeit am Berg brint das nichts. Höchstens vielleicht ein bisschen mehr Durchzug in niederen Drehzahlen nach dem Gangwechsel.


    Und last but not least: Wenn die 50 km/h an der Steigung nicht nur eine Eintagsfliege waren (Rückenwind/ kältere Luft...) spricht viel dafür, dass die Zündung nun besser stimmt als vorher. Die 50 km/h sind ja deutlich oberhalb des max. Drehmom., welches etwa bei 40 km/h anliegt. Damit könnte in diesen hohen Drehzahlen eine Spätzündung lediglich weniger Kraft bringen. Nur: Dann stimmt was mit Deinen Messungen nicht.

  • muss ich morgen nochmal nachstellen. irgendwie bin ich zu doof zum einstellen. ich habe mic hdann mit 1,35mm begnügt, das war mir bei meinen verschiedenen einstellungen immer noch die gelungenste.


    Gegen den Uhrzeigersinn drehen der GP bringt mehr Frühzundung, oder??

  • jap. und in motoreneinstellerkreisen lautet der spruch: möge die frühzündung mit dir sein! mehr frühzündung=besseres durchbrennen des gemisches=mehr drehmoment. man versucht immer auf so früh wie möglich zu stellen. die grenze ist erreicht wenns zu klopfen anfängt.

  • Nö, Möffi, hör mal auf damit, der ZZP wird ja nicht umsonst angegeben. Was bei anderen Motoren so passiert, davon hab´ ich keine Ahnung, aber der Simson Motor quittiert Frühzündung (je nachdem wieviel) umgehend mit (entsprechendem) Mehrverbrauch, auch wenn man am Fahrverhalten noch gar nichts weiter merkt. Trotzdem macht es Sinn, bei der SLPZ ein wenig auf früh (2-3 Zehntel mm) zu stellen, da der Unterbrecherverschleiß das über kurz oder lang wieder "geradebiegt", bevor dann wieder Spätzündung eintritt.


    Gruß aus GRH, Matthias

  • er wollte allgemein wissen welchen einfluss der zündwinkel hat. daruaf war das eine allgemeine antwort. den zündwinkel immer so früh wie möglich einzustellen, ist nunmal gängige praxis wenn man einen motor einstellt. wie früh man gehen kann ist von der kraftstoffqualität, der charakteristik des motors (kurz/langhuber), dem lastzustand und der drehzahl abhängig. da bei simsons der zündwinkel nicht veränderlich ist, werden die 18° (das ist übrigens relativ wenig) eine kompromisslösung sein.


    beim chiptuning wird nichts anderes gemacht, als die zündwinkel, welche ab werk eher moderat eingestellt sind, auf maximal zu verdrehen. die werkseinstellung muss ja auch schlechtere spritqualitäten in exportländern berücksichtigen. daher sind die zündwinkel relativ klein. mit den spritsorten hierzulande kann man getrost größere zündwinkel realisieren bevor der motor ins klopfen kommt. auf diese weise wird beim chiptuning nichts anderes getan, als den wirkungsgrad duch besseres einstellen zu erhöhen. um den preis das man keine schlechteren spritsorten mehr fahren kann.


    siehe auch hier und hier

  • Da kommt mir gerade in den Sinn, was ich vor 2 Tagen in der Betriebsanleitung eines Subara Justy gesehen habe:
    Will man Sprit mit einer Oktanzahl zwischen 83 und 88 verwenden muss der ZZP umgestellt werden. Wenden sie sich dazu an ihren Subaru-Vertreter. :D

  • Zitat von möffi


    beim chiptuning wird nichts anderes gemacht, als die zündwinkel, welche ab werk eher moderat eingestellt sind, auf maximal zu verdrehen. die werkseinstellung muss ja auch schlechtere spritqualitäten in exportländern berücksichtigen. daher sind die zündwinkel relativ klein. mit den spritsorten hierzulande kann man getrost größere zündwinkel realisieren bevor der motor ins klopfen kommt. auf diese weise wird beim chiptuning nichts anderes getan, als den wirkungsgrad duch besseres einstellen zu erhöhen. um den preis das man keine schlechteren spritsorten mehr fahren kann.


    Nicht ganz.


    Chiptuning beim Benziner bringt nix. Die angegeben Mehrleistungen werden auch durch Serienstreunung erreicht. Einzig das Chiptuning beim Diesel bringt was. Da wird der Ladedruck und die Fördermenge erhöht.


    Heutige Benziner arbeiten kurz vor der Klopfgrenze. Dafür gibbet ja den Klopfsensor der bei schlechterem Sprit hilft.

  • Ja. Bei Opel älteren Baujahres gab es ja diese Kodierstecker die man umstecken konnte. Moderne Motoren haben ja Klopfsensoren. Wenn der Motor in bestimmten Lastzuständen zum klopfen neigt wird automatisch die Zündung verstellt.


    Zitat

    Nicht ganz.


    Chiptuning beim Benziner bringt nix. Die angegeben Mehrleistungen werden auch durch Serienstreunung erreicht. Einzig das Chiptuning beim Diesel bringt was. Da wird der Ladedruck und die Fördermenge erhöht.


    Das stimmt nicht.
    Hatte damals bei meinem G40 Chip und Laderad geändert und er brachte 137 statt original 112 Ps auf der Rolle.
    Beim Diesel kann man weiter gehen. Das ist klar.

  • Ich möchte das Thema nochmal ausgraben.


    Ich habe nach nochmal überarbeitetem Motor M53/11AR (Halbautomatik) und eigentlich eingestelltem ZZP (durch Werkstatt), das Problem, dass ab 50 es leicht klickert und immer mehr wir. Dabei auch kaum mehr Leistung ankommt.
    Also für mich der ZZP nicht stimmt.


    Da ich derzeit keine Messuhr oder Stroposkop da habe, reicht es die Grundplatte leicht zu verstellen?
    Eher Früh oder Spät, siehe hohe Drehzahl.
    Verbaut ist eine Vape.


    habe dazu gelesen:
    http://mofapower.eu/3949-fr%C3…ndung-was-ist-besser.html


    edit:
    also Zündung etws weiter gegen Spät brachte kein Erfolgt.

  • Den ZZP stellst du bei der VAPE genauso ein wie bei den alten Zündungen auch. Entgegen des verbreiteten Märchens (in deinem Link auch wieder) ist der ZZP hier genauso fix wie bei den alten Zündungen, eine dynamische Verschiebung findet nicht statt.


    Wenn du bei knapp über 50 km/h Ruckeln und Leistungsverlust spürst, dann mach mal die Masseverbindung zum Motor dicker, und/oder nimm einen Kerzenstecker mit nur 1 kOhm, um den Funken zu stärken.

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