Skandinavien-Reise: Von Voss (nahe Bergen) nach Gotland

  • Liebe Gemeinde,


    hiermit will ich euch etwas von meiner 3000km-Reise durch Skandinavien mitteilen und auch auf die Seitengepäckträgerkonstruktion aufmerksam machen.


    Reisefahrzeug: Kr51/2 E


    Zur Reisevorbereitung:


    Regeneration vom Motor (KSM Suhl),
    Einbau Vape Zündung,
    neue Heidenau Reifen und Schläuche,
    H4 Scheinwerfer (Norwegens Tunnel sind lang,lang,lang und dunkel)
    Erweiterung der Elektrik zum Laden von Telephon und MP3-Spieler (war allein unterwegs, Musik ist schließlich heilsam)
    Alle Schrauben geprüft (bedeutet: Haube und Knieblech demontieren, um das Fahrwerk zu sichten)
    Seilzüge schmieren und Getriebeöl wechseln


    Anschließend habe ich mit zwei anderen Simsonauten eine etwa 700km lange Tour durch die Alpen gedreht, um die Maschine auf Herz und Nieren zu prüfen. Alles hat gehalten. Also ging es los.


    So sah es aus:
    http://s1b.directupload.net/images/081015/xuakp5su.jpg


    http://s7b.directupload.net/images/081015/uft8552h.jpg


    http://s3b.directupload.net/images/081015/m3w96hns.jpg


    http://s1b.directupload.net/images/081015/2so5wws9.jpg


    http://s3b.directupload.net/images/081015/wxkd3v2a.jpg


    http://s2b.directupload.net/file/d/1583/srmqcfxt_jpg.htm


    Die technischen Defekte:


    Zum Ende der Reise eine durchgebrannte Glühlampe 12V 5W aus dem Schlußlicht. (Glühlampen-Ersatzkasten war mit)


    Schwimmernadelventil aus dem Nachbau BVF-Vergaser fing am Ende der Reise zu klemmen an. Bei Teillastfahrt ziemlich blöde Sache, da das Gemisch heftig abmagert und den Motor heiß werden läßt.
    Ich hatte leider kein Ersatz mit.


    Damit es kein Roman wird, fragt mich ruhig.

    • Offizieller Beitrag
    Zitat von Schwalbendoktor

    .........auf die Seitengepäckträgerkonstruktion aufmerksam machen.
    .
    .
    .


    Damit es kein Roman wird, fragt mich ruhig.


    Erst mal Hut ab! Vor Dir und Deiner Schwalbe.


    ich würde gerne mehr über die Gepäckträgerkonstruktion lesen und auch ein, zwei detailliertere Bilder sehen wollen.
    Vor der Windmühle ist von dem Seitenträger nix zu sehen, ist der abnehmbar?


    Peter

  • kruemel: Die Route ist größtenteils nicht so einfach rekonstruierbar, dennoch versuche ich mich zu errinnern. In nächster Zeit werde ich sie nach Konsultation der Karte hier aufschreiben.


    Zschopower: Das Photo mit der Mühle ist auf Gotland geschossen, wo ich auf einem alten Hof unterkam und alles abgeschnallt habe, um unbefangene Tagestouren zu unternehmen.


    In Bälde werde ich Bilder von den Trägern hier reinstellen. Schmackhaft muß ich es euch jetzt aber schon machen.
    Die Träger sind montierbar mit nur einem 13er Schlüssel (Fußrasten-Schrauben M8), zwei Spanngurten (ein Gurt unter der Sitzbank von Träger zu Träger, der andere: Träger - orginol Gepäckträger - Träger) sowie dem Sitzbankschloß zur Schwalbe. Montagezeit ca. 5min (max.).


    Die Schwalbe und ihr geheiligtes sozialistisches Kleid bleiben so wie sie sind. Einzig müssen Aufkleber als Lackschutz bei den Auflagepunkten an der Haube aufgeklebt werden.


    Also: Bilder kommen zeitnah.


    Die Träger haben jedenfalls recht erfolgreich ca. 3000km meinen Krempel durch die Alpen und Skandinavien gewuchtet, wobei die Schwalbe nicht die Spur gezeichnet ist.

  • Moin,
    schaut schön aus auf den bildern.


    was mich bei so langen touren immer wundert ist die bereitschaft so viel gepäck auf
    einer schwalbe mitzunehmen. das fahrverhalten wird doch dadurch sehr bescheiden.
    ist freihändig fahren noch möglich? ;) oder muss man schon zupacken am lenker?


    gleiches ist bei dem herrn von slow-way-down.com was der alles auf den kleinen
    vogel schnallt. großen respekt!


    MfG
    Lebowski

  • Lebowski: Die Beladung ist sicherlich sehr hinderlich, wenn man es übertreibt. Und ja, recht hast du, daß es nach viel Gepäck bei mir aussieht. Aber ein Schlafsack + Isomatte in einem Packsack machen ca. 2800g plus Zelt im weiteren Packsack macht höchstens 7kg. Die Packsäcke sehen jedoch riesig aus, wiegen aber im Vergleich zu einem Sozius nix.
    Dazu kommt, daß der Schwerpunt meiner Beladung etwa da sitzt, wo auch der Sozius abhockt.


    Dennoch hatte ich mit ca. 32kg Beladung extreme Pendelneigung auszubaden. Was dabei enorm half, war die Reduzierung des Luftdruckes des Vorderrades auf 1Bar.


    Freihändig fahren war nicht zulässig: wurde eilends mit Pendeln bestraft.

  • Guten Abend!


    Mensch, genau die gleiche Richtung möchte ich auch fahren. Jedoch nicht alleine, sondern mit einem Freund.
    Riesen Respekt und sehr schöne Photos, vor allem das unter der Plane am See. Genauso solls sein!
    Mich würde sehr deine "Ladegerät-konstruktion" und natürlich die Gepäckträger interessieren.
    Ich werde auch eine Vape und ein H4 Scheinwerfer zur Sicherheit einbauen.


    Zusätzlich werd ich noch ein Navi am Amaturenblech anbringen. Für Schlafplätze an Seen ist so ein Ding wirklich praktisch. Dafür brauche ich auch die 12V Speisung.


    Wie lange war denn deine Tour und wie viel Geld hast du verbraucht.



    Würde mich riesig über mehr informationen freuen.



    vg David

  • Hej,


    Die Photos von den Gepäckträgern müssen leider noch aufgeschoben werden.
    In jedem Falle aber kann ich dir den Einbau von H4 und Vape wärmstens empfehlen. Meine KR51/2 läuft damit schon seit ca 8000km absolut problemfrei. Empfehlen würde ich dir dabei die mitgelieferte H4- Birne gegen eine bessere von z.B. Phillips und Co. auszutauschen. Die Lichtausbeute ist bei gleicher Leistung wesentlich besser, obwohl die 60W Fernlicht ohnehin umwerfend sind.


    Den Anschluß für Ladegeräte etc. habe ich so gemacht:


    Man braucht Lötkolben, Schrumpfschlauch, Hülse für und mit Schmelzsicherung, Kfz -Steckdose und Kabel (Farben rot und schwarz) bzw Kabelschuhe. Bekommt man alles beim Elektronik Fachhändler.


    Anschlußpunkte: Plus habe ich angezapft am Zündschloß Anschluß 15 (Hupe & Blinker) und minus am zentralen Massepunkt. Das rote (plus) Kabel ist mit der Sicherung (4A reichen locker aus) gesichert gegen Kurzschluß. Bei 12V müßte man mit 48W Leistung die Batterie belasten, um die Sicherung zu schmelzen, was für Ladegeräte (Navi, Händieh) unerreichbar ist.
    Es ist zwar eine Spielerei mit dem Anschluß 15 aber fetzen tut es, daß man nur dann Strom drauf hat, wenn die Zündung eingeschaltet ist.


    Die beiden Kabel tust du dann an der Kfz- Steckdose anlöten. (mittiger Kontakt ist dabei mit rot also plus zu verbinden, außen also mit schwarz (Masse))
    Mit dem Schrumpfschlauch kannst du alles schön zusammentüddeln und die Kabellänge bemisst du am besten so, daß du die Steckdose bequem aus dem Batteriefach herausholen kannst.


    Zur Kohle: ich bin 3000km gefahren und habe etwa 500EUR für Benzin und Essen für ca. 4Wochen ausgegeben. Nach Südschweden bin ich mitgenommen worden ohne etwas bezahlen zu müssen, ebenso die Fährüberfahrten nach/ von Gotland.


    Gotland ist im übrigen sehr empfehlenswert, da es bei weitem niederschlagsärmer ist als Schwedens Süden. Im Norden wird es zur Sommerszeit an der Ostseeküste auch sehr trocken und angenehm zum Mopetenknattern. Norwegen ist natürlich niederschlagsreicher aber auch bei weitem landschaftlich viel rauher und urtümlicher und daher auch sehr interessant in Hinblick auf die natürlichen Kulissen.


    Schwalbengruß!


    PS: deine KR51/1 ist viel besser geeignet als die /2 mit 4Gangmotor. An vielen Anstiegen mit über 12% Steigung wurde mein Motor ordentlich heiß. In den Alpen ist mein Brüderchen mit seiner /1 (Gebläsegekühlter Motor) bedenkenlos die längsten Berge hochgeschossen (10km/h im ersten).

  • Hallo Schwalbendokter,
    super Reise die Du da gemacht hast! Respekt! Aber auch mich interessiert Deine Gepäckträgerkonstruktion! Wenn du schreibst "Zeitnah" wann dürfen wir denn mit näheren Infos und Bilder rechnen?
    Gruß
    Christian

  • Hallo Freunde des gesattelten Vogels.


    Ich habe es geschafft, aber trotzdem muß ich zu dem Tadel, mit dem ihr mich veseht, stehen (Schlendrian ich...)


    Also hier mal ein paar Bilder von einer soeben gemachten Montage. Man benötigt nicht viel (siehe erstes Bild), um den Träger anzubauen. Wenn ihr mehr wissen wollt, fragt ruhig.


    http://s11.directupload.net/images/090101/uiqjvv5i.jpg


    http://s11b.directupload.net/images/090101/jtideshv.jpg


    http://s11.directupload.net/images/090101/jzbn5ggt.jpg


    http://s10b.directupload.net/images/090101/wg7dqcbb.jpg


    http://s11b.directupload.net/images/090101/nt9ftwyj.jpg


    http://s10.directupload.net/images/090101/du67pdad.jpg

  • Hallo Doc,
    erst einmal Danke für die Foto´s! Beeindruckende Konstruktion! Hast du die Träger selber zusammengeschweißt, oder konntest du bei der Form und Größe auf vorhandene Träger zurückgreifen?
    Gruß Christian

  • Hallo Frisi,


    längere Zeit des Nachdenkens hat mich zu dieser Idee kommen lassen. Es gab also keine ähnliche schon bestehende Ausführung. Ich wollte ja einen Träger haben, der es mit wenigstens 2x 15kg aufnehmen kann, der aber auch am Blech der Schwalbe keine Modifikationen erfordert.


    Die vom Schwalbenflug (Reise nach Addis Abeba (Afrika)) haben einfach das liebe Blech angebohrt und eine Träger-Reeling festgebolzt. (:roll: )


    Meine Träger habe ich mit einem Freund gebaut. Ich habe die Teile angefertigt und die Formen gebogen und er hat es zsamma geschwitz.
    Man braucht für ein Trägerpaar nur etwa 1m Flachstahl (5mm) und etwa 2m Rundstahl (6mm) sowie 4 Gummipopfen einer Simson-Sitzbank. Sonst nix.


    Falls ihr Interesse an einem Trägerpaar habt, meinetwegen auch aus Edelstahl, fragt mich.

  • Hallo Doc,
    gerade das macht deine Konstruktion ja interessant, das man das kostbare Federkleid unser Vögel nicht beschädigt und dadurch auch noch flexibel ist! Interesse an einem Paar ist schon da! Ich schreib dir mal eine pn.
    Gruß
    Christian

  • Hallo MutAnton,


    die Aufkleber sind dazu gedacht, die Stellen der Haube, an denen die Träger mit den Gummiprömpeln an der Haube anliegen, zu schützen.


    Dabei ist aber Vorsicht geboten, da manche Aufkleber den Lack anlösen und ihn beim Abziehen leider nicht an Ort und Stelle lassen. :shock:


    Ich hatte ja erst die Idee, anstelle der Gummiprömpel Saugnäpfe zu nehmen. So würde kein Staub zwischen Lack und Gummi kommen. Da könnte der gute alte M53 dann am Fahrgestell rütteln wie er will. :bounce:

  • asoo. jetzt versteh ich! :))
    hab nur halt auf den Fotos nix gesehen. was hast du da denn für Aufkleber verwendet bzw. worauf muss man da genau achten?
    und sind die wirklich nötig? hätte gedacht mit den Gumminoppen ginge das auch so...

  • Ohne Aufkleber schuppern die Gummiproppen schon allein durch die Vibrationen am Lack. Mithin ist auch anzunehmen, daß sich Staub an dieser Stelle mitbeteiligen wird, um den Lack zu bearbeiten. :shock:


    Ich hatte drei verschiedene Plastefolien-Aufkleber drauf und alle drei habens nicht gut mit dem okinol Lack gemeint. Die Klebstoffe enthalten so ein fieses Lösungsmittel. Vielleicht ist Malerkrepp am besten, weil die nicht so fies riechen, wie diese ganzen Werbeaufkleber. Müßte man halt testen.


    Gruß an die Freunde des gesattelten Blechvogels. :smokin:

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