Ansauggeäuschdämpfer undicht -> Flaschluft

  • Moin!


    Ich hab wirklich lange gesucht ob und wo meine 51/2 E Falschluft zieht. Dachte bisher immer das tut sie nicht.
    Heute mal wieder einen VErsuch gestartet und dabei den Ansauggeräuschdämpfer (Luftberuhigungskasten) abgesprüht. Und siehe da, undicht. Drehzahl geht in Keller kurz vor ausgehen, spühen und die Drehzahl geht wieder hoch.


    Und zwar an den Übergängen Kasten <-> Rohr <-> Luftfilterpatrone


    Da das Ding ja nicht mal eben so ausgebaut ist, hab ich die Nähte erstmal versucht notdürftig mit Hylomar Dichtmasse zu dichten, klappt aber nicht so wirklich.


    Die Frage ist nun, wenn ich das Teil ausbaue wenn ich viel Zeit hab, lohnt es sich das Ding abzudichten, oder besser neu aufgrund des Riesenaufwandes bei nichterfolg..?!


    Falls pro abdichten, womit am besten?


    grtz

  • Wenn der Luftberuhigungskasten kaputt ist, bedeutet das einen ziemlichen Aufwand. Dann würde ich den auch gleich neu kaufen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass man ein Blechteil mit Hylomar wirklich gut dicht bekommt. Und bei dem Schraubaufwand wäre es ja ärgerlich, wenns dann gleich wieder undicht ist.

  • ich hab jetzt nicht rauslesen können bzw. mir vorstellen können, wie die kaputte stelle aussieht. aber mit epoxydharz kann man das teil auf jeden fall kleben.


    mfg DJ

  • Ich gehe davon aus das die (Schweiß-)Nähte undicht sind.


    Da ist ja einmal der Kasten selbst, und dann das Rohr welches zum Vergaser geht und auch den Luftfilter aufnimmt. Das Rohr ist zweimal verschweißt. Einmal am Übergang Kasten Rohr und einmal Übergang Rohr Luftfilteraufnahme / Gummibalg.

  • Na doch, der zerfällt gerne mal ... und zumindest bei der KR51/1, wo der Kasten im Luftweg hinter dem Luftfilter sitzt, macht es einen Unterschied, ob dicht oder nicht.


    In meiner Alltagsschwalbe ist z.B. der kleine Schlauchstutzen lose. Bis ich das nächste Mal den Motor heraußen habe und den Kasten wechseln könnte, tut behelfsweise "Silikon dauerelastisch" schon eine ganze Weile lang einwandfrei - nach gründlicher Reinigung mit Bürste und Bremsenspray natürlich.

  • Die meisten Ansauggeräuschdämpfer sind undicht. Der Trichter wird nur draufgepunktet. Und ansonsten ist das ne Spielpassung --> undicht.


    Außerdem ist das nicht wirkich Nebenluft. Nebenluft in dem Sinne ist alles hinter dem Vergaser.


    Ich würde mir da keine große Gedanken machen. Zehntausende andere Schwalben laufen auch so. Und wenn's keine Probleme gibt: Never change a winning team.

  • Zitat

    Alles hinter dem Luftfilter ist schon Nebenluft, weil es den Unterdruck im Vergaser schwächt.




    Man muss hier unterscheiden zwischen Standgasbetrieb und Vollgasbetrieb.


    Standgas: Der Unterdruck entsteht ja dadurch, dass der Motor Luft ansaugt und der Vergaser dem Luftstrom durch den Schieber Widerstand entgegensetzt. Der Unterdruck ist also hinterm Schieber und vorm Motor. Im Standgas strömt ja nur wenig Luft, so dass der Luftfilter da (im Vergleich zum fast geschlossenen Schieber) kaum ein Hindernis darstellt. Und das Leck vorm Schieber so gut wie keinen Einfluss hat. Im Gegensatz zu einem Leck im Unterdruckbereich. Da wird dann munter Luft eingesaugt und das Gemisch abgemagert, weswegen der Motor nicht richtig läuft.


    Bei Vollgas: Wenn der Schieber offen ist, wird der Unterdruck im Ansaugsystem auch stärker vom Luftfiter beeinflusst. Ein Leck hinterm Luftfilter sorgt dafür, dass insgesamt mehr Luft durch den Vergaser geht. Die Kraftstoffmenge ist aber durch die Hauptdüse begrenzt. Also magert das Gemisch ab. Wobei da kleine Lecks wie am Trichter des Luftberuhigungskasten kaum einen Einfluss haben werden. Anders ist das, wenn man den Luftberuhigungskasten komplett weg lässt. Dann ist ein richtiger Effekt da. Ausserdem fallen die ganzen Resonanzeffekte weg. Ein Leck hinter dem Schieber hat weniger Effekt weil insgesamt der Unterdruck im Ansaugsystem weniger ist und deshalb auch weniger Luft durch das eck gesaugt wird.


    Fazit: Ein Leck vorm Schieber wirkt sich kaum aus. Ein Leck hinterm Schieber hauptsächlich bei Standgas.

  • Alles hinter dem Luftfilter ist schon Nebenluft, weil es den Unterdruck im Vergaser schwächt. Bei der KR51/2 könnte man also drüber streiten, bei der /1 nicht.


    Das klingt logisch. Zumindest würden erhebliche Undichtigkeiten ja die Funktion des Luftfilters in Frage stellen.

  • Nun, ich hab keine Ahnung ob das nun wichtig ist das der Kasten dicht ist oder nicht.
    Fakt ist aber folgendes:


    Egal wie ich mein Leerlaufgemisch auch einstelle, er läuft nicht sauber. Der Motor will immer absterben.


    Ich sitze also vorm Moped und die Drehzahl geht in den Keller, kurz vorm Ausgehen. Ich sprühe Bremsenreiniger auf die genannten Stellen vom Beruhigungskasten und die Drehzahl geht wieder hoch und fängt sich. Ich gucke dem Bremsenreiniger zu wie er verfliegt, sobald er weg ist, geht die Drehzahl wieder in den Keller.


    Also schließe ich auf Nebenluft und dieses Halbkugel förmige Teil wo der Filter drin sitzt kann ich auch minimal bewegen. (1-1.5mm spiel beim dran wackeln).


    Egal was ich sonst absprühe, Gummimuffe, Vergaserflansch, Zylinderkopf oder Zylinderfuß, das Moped geht aus. Nur wenn ich den Beruhigungskasten da absprühe fängt sich die Drehzahl.


    Drauf gekommen bin ich weil ich ums verrecken keinen sauberen Leerlauf eingestellt bekomme, der Vergaser ist mittlerweile komplett überholt (mehrfach gereinigt, komplett neu bedüst, neuer Kolbenschieber inkl. Teillastnade, Startvergaserdichtung neu), Flansch geplant.... Der Luftfilter ist neu ebenso der Gummibalg.


    Trotzdem kein ordentlicher Leerlauf und halt wie gesagt oben genanntes Verhalten beim absprühen mit Bremsenreiniger...


    Wenn ihr nun sagt bei der 51/2 ist der Kasten (völlig) egal, ab Werk schon undicht und nicht die Ursache, verzweifel ich so langsam an der "simplen" Simsontechnik.. :(


    Den Motor selbst verdächtige ich nebenbei gesagt auch nicht, denn der ist komplett regeneriert und hat keine 600km drauf. Darüber hinaus hatte ich dieses Problem auch schon vor der regenerierung.....

  • ... hatte das gleiche Problem auch.
    Am letzten Wochenende habe ich dann mit benzin- und ölbestandigem 2K-Kleber den Trichter angeklebt. Vorher natürlich die Kontaktflächen abgeschmirgelt. Zum Schluß kam dann noch Grundierung drauf. Denke schon dass die Klebestelle den Vibrationen standhält.


    Mußte dann anschliessend noch den Leerlauf vergasermässig einstellen, weil sie mir an Ampeln ausgegangen ist. -> Diese geringe Undichtigkeit hatte also das Gemisch beeinflußt. Wollte das zuerst auch nicht glauben.


    Gruß Thilo

  • Zitat

    Wenn ihr nun sagt bei der 51/2 ist der Kasten (völlig) egal, ab Werk schon undicht und nicht die Ursache, verzweifel ich so langsam an der "simplen" Simsontechnik.. :(

    Ich glaube nicht, dass es der Kasten ist, aber wenn Thilo damit Erfolg hatte, probiers halt mal. Zum Testen Knetmasse oder Kitt aussen rum. Oder Isoierband? Vielleicht wirds ja.

  • Bin immer überzeugter das es der Kasten ist.
    Habe nun soweit ich alles erreiche abgedichtet (provisorisch mit Dichtmasse und Iso-Band, hab nix anderes da) und schon eine leichte Verbesserung erreicht.


    Vorne am "Trichter" ist alles dicht, erreiche durch besprühen keine Verbesserung in der Drehzahl. Sagt mir: Dicht!


    "Hinten" am Übergang Kaste zum Rohr liegt allerdings noch eine Problemstelle und zwar nach unten hin, wo ich ohne Ausbau absolut nicht hingelange :(


    Der Motor sackt teilweise in der Drehzahl immer noch bis zum ausgehen ab, besprühe ich den Übergang da hinten fängt sich die Drehzahl wieder. Für mich immer noch ein sicheres Zeichen. Nur leider erreiche ich die Stelle so nicht :(


    Mal sehen ob ich es am WE schaffe ein paar Stunden zu schrauben um das Ding mal auszubauen.....

  • Spricht ja dafür, dass der Kasten doch ne nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Der Meinung war ich von Anfang an. So würde man sich den ja auch sparen können. Na dann viel Spaß beim Abdichten und berichte wieder!

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