KR51/1 läuft nicht richtig

  • Hallo liebe Simsonfreunde,


    ich hab seit mehreren Monaten eine Schwalbe die bisher noch nicht so richtig/rund laufen wollte. Zunächst schildere ich das Problem und dann was ich gemacht habe:


    Sie sprang nicht an.


    Was ich gemacht habe: Verdichter gereinigt, d.h. neue Düsen, Dichtung. Neue Isolator Zündkerze (mit der wurde der Kernzenfunkte auch bläulicher), davor war ein Nachbau drin. Eine Luftfilterpatrone wurde eingesetzt, Schellen wurden montiert und Nebenluftzug des Verdichters zu vermeiden.


    Mit der neuen Zündkerze sprang er mal wieder an aber zeigt folgende "Macke" auf, die ich euch mit den folgenden Youtube-Videos sicherlich am besten demonstrieren kann.


    YouTube - Schwalbe l


    (Ich hoffe ich habe mit diesem Link keine Forenregeln gebrochen ...)



    Choke ist aus, sie springt an, reagiert dann kurzzeitig mal aufs Gas (hat er bei den anderen Starts nicht gemacht).


    Das Kerzenbild ist feucht und leicht ölig aber ich weis nicht ob das was beim Start aussagt.


    Hier noch ein zweites Video, wo mit Choke gestartet wird und er in kurzen Intervallen mal hoch und tief dreht (der Motorklang ist damit gemeint)


    Dazu das Video: YouTube - der darauf folgende Startversuch


    Ich hatte auch mal eine Phase gehabt wo sie gut gelaufen ist, bis sie auf der Fahrt (5 min.) dann plötzlich den Geist aufgab: Motor wurde immer leiser, hatte gemerkt, dass er nicht mehr aufs Gas reagiert, dann Stillstand und alles aus. Danach sprang sie auch garnicht mehr an.


    Ich habe bisher relativ viel recherchiert in unterschiedlichen Foren geschaut jedoch noch nicht das richtige Problem erkannt.



    Wäre für jegliche Tipps und Ratschläge dankbar bevor ich mir soviele Ersatzteile kaufe, sodass ich eine 2. Schalbe bauen kann :D
    Gruß
    aprofis

  • Hi,


    Wenn die Kerze feucht und ölig ist, ist der Vergaser falsch eingestellt (zu fett). Das ist wahrscheinlich auch der Grund, dass sie dir dann absäuft. Die Schwalbe sollte bei normalen Temperaturen schwer, bzw gar nicht, ohne gezogenen Startvergaser, anspringen. Am besten stellst du den Vergaser bei warmgefahrenen Motor ein. WIe das genau funktioniert, erfährst du wenn du die Suchfunktion benutzt ;)


    Gruss
    Mautix


    ps: Am besten füllst du auch gleich dein Profil aus. Mit ein wenig Glück findest du so Hilfe in deiner Nähe bzw lernst "Gleichgesinnte" kennen.

  • Hallo Mautix,


    ich hab das mit dem Fetten gemisch versucht einzustellen, dafür hab ich die Vergaserschraube auf Grundeinstellung gebracht, d.h. auf 2 ganze Umdrehungen raus (aus dem Eingedrehten Zustand).
    Meinst du man müsste sie noch mehr rausdrehen?


    Gruß
    aprofis

  • Hallo ihr Schrauber,


    ich hab nun versucht den Vergaser richtig einzustellen: dabei sind mir 2 Sachen aufgefallen.
    Das erste ist, dass der Motor nun länger läuft (leer lauf) und nicht mehr so schnell ausgeht. Das zweite, was mich sehr stutzig macht ist, dass bei jeglichem Gasgeben oder ziehen am Gaszug, geht der Motor sofort aus! Ersäuft jedes mal beim Gasgeben - Wie kann das sein?!


    Außerdem reagiert der Vergaser nicht auf regulieren des Standgases (Drehzahl bleibt gleich) und die Vergaserschraube habe ich (da Mautix meinte, das gemisch sei zu fett) weiter rausgedreht, sie kuckt ca. 1 cm raus.



    Hat noch jemand ein Tipp wie ich die hintere Steckachse lösen kann? Die ist bei mir so fest und der Schraubenkopf ist leit zerfressen sodass ich dort kein halt mit einem Maulschlüssel hab. Ich habe versucht mit einem Schraubenzieher / Stange durch das Loch, welches im Schraubenkopf ist, zu stecken und somit ein höheres Drehmoment zu haben aber ich verbieg mir dabei alle Schraubenzieher ... Rostig sieht sie auf jeden fall aus und mit so einem Rostige-Schrauben-Löser Spray hab ich sie schon angesprüht...



    Danke schon mal!
    Gruß
    aprofis


    PS: Die Nadel steckt in der 3. Kerbe

  • Deine Standgas-Einstellung ist dann wohl immer noch entschieden zu fett. Da kann der Schwimmer zu tief hängen, das Schwimmerventil nicht dicht schließen, der Luftfilter zugesetzt sein, die Leerlaufdüse zu groß oder ganz abgefallen, usw.


    Für große Kraft an vergnaddelten Sechskanten verwendet man diese neumodischen Stecknüsse mit Flankentrieb. Die brauchen keine Ecken.

  • Hallo nochmal,


    das Problem mit der Steckachse hab ich gelöst... mit einem gewissen großen Hebel als Verlängerung des Schlüssels hats geklappt.


    Schwarzer_Peter:
    Ich hab den Vergaser ausgebaut, Stellung des Schwimmers ist in ordnung, das Schwimmervenil schließt auch einwandfrei, es wurde eine neue Leerlaufdüse eingebaut und der Luftfilter bzw. das schwarze Gehäuse davor war nicht sonderlich feucht oder zugesetzt.



    Motor geht aus sobald ich Gasgebe... hat jemand noch einen Rat?

  • Alles klar, ich schau mir das mal genauer an.


    Meinst du denn auch, dass dies ein ausschlaggebender Grund zu meinem geschilderten Problem ist?



    Außerdem ist mir heute aufgefallen, nach dem x-ten mal des Vergaser-Reinigens, dass die Düse des Starters (die im Schwimmerdeckel montiert ist) verstopft ist, diese habe ich nach langem Rumdrehen (Schraube total verklemmt) rausbekommen und eine neue Düse eingebaut. Ich hab mir dann auch nochmal die Funktion des Chokes angeschaut und ich hab den Eindruck, dass das Gummi viel zu hoch ist ob ich die Chokeschraube maximal in den Vergaser reingedreht habe, ich denke, dass dadurch der Choke nie schließt...


    Wie ist das Gummi denn bei euch? Bei mir kuckt es 2-3 mm raus und wenn ich den Hebel im gezogenen zustand habe, bewegt es sich in den schaft des Chokes (paar mm).


    Was meint ihr wie ich das Choke mit Gummi noch tiefer bekommen könnte?


    Kann der fehlerhafte Starter in zusammenhang mit dem genannten Problem gebracht werden?


    Außerdem sprint die Schwalbe momentan auch nicht mehr an... es gab einen massiven weißen Rauchaustoß aus dem Auspuff beim ersten Start, nachdem ich die Starterdüse ausgetauscht hatte... aber Sie reagierte dieses Mal aufs Gas und ging nicht gleich aus, sobald man Gas gegeben hatte...

  • Zitat

    Kann der fehlerhafte Starter in zusammenhang mit dem genannten Problem gebracht werden?


    Ja! Dass der Gummi 2mm rausschaut ist erstmal richtig, dass er beim Ziehen verschwindet auch. Kannst ja mal den Bowdenzug richtig einstellen, er sollte im geschlossenen Zustand 2mm Spiel haben, sprich du kannst ihn 2mm rausziehen ohne dass er den Gummi bewegt.

  • Jupp also das mit den 2mm Spiel im unbelasteten Zustand hab ich durchaus beachtet aber wie ich oben erwähnt hatte bekomme ich den ganzen Starterzylinder nicht tiefer, habs ja mal ausgemessen, wie weit der Zylinder reinkommt beim Einschrauben des Starters und es fehlen ca. 5 mm bis er zur seitlichen öffnung kommt (denn die soll ja abgedichtet werden) ... das muss doch sicherlich noch mehr runter?!

  • So, jetzt läuft sie wieder!


    Lag wohl tatsächlich, an dem nicht funktionierenden Choke, der sich nicht schließen lässt.... Ich hab jetzt das Gummi vom Chokezylinder gelöst und einfach reingelassen, sodass der Starter ohne Funktion ist und die Schwalbe läuft... man muss beim Starten zwar ordentlich Gas geben aber sie funktioniert, endlich!


    Ich hab auch den Vergaser möglichst gut eingestellt nach dem Warmfahren...


    Hat jemand ein Vorschlag, wie ich den Zylinder/ bzw. das Gummi noch tiefer bekommen kann? Oder sollte ich vielleicht doch einen neuen Starterzylinder bestellen... ich will auch, dass der Starter mal wieder funktioniert...


    Nach dem abmachen des Gummis hab ich nur das Seilzugende gesehen aber den Zylinder konnte ich nicht rausziehen ...



    Mir ist noch ein 2. Problem aufgefallen, was sicherlich auch wichtig ist: Bei niedrigen Drehzahlen, z.b. beim Stand, höre ich ein lautes Klappern / Klopfen aus der Motor-Region ... dieses Klappern verschwindet sobald ich den Motor leicht hochfahre ... was ist das?? hat jemand einen Vorschlag?



    Danke!
    Gruß
    aprofis

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