Runterschalten

  • Hallo allerseits,


    wenn man auf die Ampel zufährt und die Geschwindigkeit verringert, schaltet man ja nach und nach runter (mach ich zumindest so). Wenn ich bei meiner S51 vom 2. Gang zu neutral komme, brauch ich nur wenig Druck ausüben, und schon springt der Gang raus und ich kann anhalten.
    Meine Frage ist jetzt:
    Ist das Runterschalten vom 2. zu neutral ohne Kupplung unbedenklich oder gibt es da irgendwo ein Problem (vllt erhöhter Verschleiß oder so...?)
    Wenn man viel in der Stadt unterwegs ist, erleichtert der eben beschriebene Vorgang die ganze Schalterei etwas....


    Gruß
    Nuhp


  • Wenn man viel in der Stadt unterwegs ist, erleichtert der eben beschriebene Vorgang die ganze Schalterei etwas....


    Gruß
    Nuhp


    Versteh ich nicht!
    Mal abgesehen von eventuellen Verschleißerscheinungen, welche ich nicht unbedingt gegeben sehe, wo ist die Erleichterung einmal (1) weniger den Kupplungsgriff zu betätigen? Ist es nicht eher eine Belastung ,psychisch zumindest, nicht aus Versehen doch in den 1. Gang zu kommen?

  • Naja, in den ersten kommt er so schnell nicht, vom 2. Gang in den Neutralgang geht das so ziemlich geräuschlos, wenn er dann ohne Betätigen der Kupplung in den ersten "will", wird dass zumindest ein wenig warnend rattern! Wenn er das ganze ohne Last veranstaltet, wird da auch nicht viel passieren.
    Aber trotzdem würde ich lieber mit Kupplung schalten.
    Als Tipp am Rande, immer schön an der Ampel im Leerlauf (egal ob Möp oder PKW) auf die nächste Grünphase warten!

  • Gonzo hat Recht.
    Ohne Kupplung in den ersten Gang kommt man nicht einfach so...da brauch man schon sehr viel mehr Kraft. Wenn man quer durch die Stadt fährt - und besonders dann, wenn viel los ist und man alle 300 m wieder stehen muss - ist man mit 4 Gängen die ganze Zeit mit Schalten beschäftigt. Da sucht man sich die eine oder andere Erleichterung...wer´s nicht glaubt, sollte es mal regelmäßig ausprobieren....;-)

  • Es ging mir auch mehr um die Möglichkeit der Zubereitung von frisch gehobelten Getriebesalat, als um das tatsächliche einlegen des ersten Ganges. Mit viel Gefühl und Übung lässt sich auch gänzlich ohne Kupplung schalten. Die Sinnhaftigkeit stelle ich infrage.

  • Wenn man quer durch die Stadt fährt - und besonders dann, wenn viel los ist und man alle 300 m wieder stehen muss........



    Das ist ja kein Argument!
    Ich habe schon so einige Straßen und Städte durchquert, sowas ist mir aber noch nicht in den Sinn gekommen! Das Schalten und Kuppeln gehört eben dazu!
    Falls du einfach schalt und Kuppelfaul bist, kauf dir doch ein China-Plastik-Bomber, dann hat sich das gegessen!
    Oder kaufst dir ne Monatskarte für den Stadtbus!

  • Zitat

    Oder kaufst dir ne Monatskarte für den Stadtbus!


    Aber bitte nicht in Berlin!


    Wenn ein Gang eingelegt ist greifen prinzipiell Zahnräder ineinander. Diese sollen natürlich bestmöglichst ineinander greifen. Beim auskuppeln, trennst du die Zahnräder und die Kraftübertragung erfolgt bei deinem Beispiel im letzten Moment nur noch am Rand. Jetzt stell dir vor, du nimmst ein Zahnrad und haust mit nem Hammer ständig von oben auf die Zacken. Irgendwann sieht es aus, als hätteste ne Feile verwendet, wenn nicht sogar die Zacken abbrechen.
    Also betätige die Kupplung.

  • Du hast scheinbar noch kein Simson-Getriebe von innen gesehen!
    Weder bei M53/54 noch beim M5x1 trennt die Kupplung Zahnräder! Was du da geschrieben hast ist einfach nicht korrekt!.
    Beim Motor des Threaderstellers (Sollte ein M541 sein) laufen ALLE Zahnräder ständig zueinander! Getrennt würd da garnüscht, auch nicht von der Kupplung.
    Einzig alleine die Position des Ziehkeils (richtig Peter?)bestimmt, welches Losrad über welches Ritzel der Festradwelle den Antrieb anreibt.;)
    Das Auskuppeln unter Last wird den Zähnen der Ritzel das weit weniger ausmachen als den Ausbuchtungen (siehe Pic), in denen sich die Kugeln, die der Ziehkeil in ihrer Höhe verschiebt.
    Die Kupplung verrichtet ihren Dienst, indem sie den Kraftschluss zwischen Zylinder(n) und Getriebe unterbricht. Mit den Getriebe-Zahnrädern hat die, jedenfalls bei der Simson, nix zu schaffen.

  • Häschen, warum gleich so aggressiv? - Hör mal`n bisschen Kalkbrenner (z.B. Facing the Sun)!
    Ich hab`s Nuhp bildhaft (Jetzt stell dir vor...) erklären wollen, hätte ich noch weiter ausgeholt, mit Ziehkeil und dergleichen, hätte er wahrscheinlich nur die Hälfte verstanden.
    Es ist korrekt, dass Zahnräder prinzipiell ineinander greifen. Wie sie miteinander verbunden sind hast du ja jetzt für den M501 erklärt.
    Bsp. M53:
    (Zahn-)Rad für 1. Gang - (Zahn-)Schaltrad, Verbindung über untere 3 Nippel
    (Zahn-)Rad für 3. Gang - (Zahn-)Schaltrad, Verbindung über obere 3 Nippel
    (Zahn-)Rad für 2. Gang - Kupplungswelle, Verbindung über innere Zähne des Rades und Zähne der (Zahn-)Welle
    Würde ich nun ohne Kupplung vom 2. in den Leerlauf schalten, würden das Rad für den 2. Gang und die Welle übermäßig stark beansprucht. In den anderen Fällen sind es die jeweiligen 3 Nippel die in die entsprechenden Öffnungen von Rad für 1./ 3. Gang greifen.
    Im Motor gibts ja auch weder Hammer noch Feile.
    Also Kupplung ziehen, damit beim schalten die Kraft der Kurbelwelle nicht auf die Kupllungswelle übertragen wird.

  • Ja klar, Aggressionen. Nicht Häschen sondern Schnuffel!!;)
    Untermauerst du alles, indem du deinem Gegenüber Aggressionen andichtest?


    Zugegebenermaßen hast du wohl für den M53 recht, nur ging es doch um einen anderen Motor.
    Und wenn ich jemandem etwas nahe bringen will und in den Fettnapf (das ist dein Part) gesprungen bin, muss man nicht gleich mit Aggressionen um sich schmeißen, oder?


    Bei der alten Motorserie trennt man sehr wohl Verzahnungen und Verzapfungen, wenn man schaltet.



    Peter, ich schrieb nur von der Kupplung, die trennt nix außer den/die Zylinder vom Getriebe!

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