misshandelte Starterdüse

  • Liebe Schraubermeister,


    ich kriege meine (im Januar gekaufte) 51/2 E grad nicht zum Laufen und checke daher eins nach dem anderen durch. Im Moment ist der Vergaser dran - ausgebaut, erst Mal die Düsen durchgepustet, Hauptdüse, Leerlaufdüse, ... hoppla! Mein Auge fällt auf eine derbe misshandelte Starterdüse. Sie ist mit dem Schraubendreher beim besten Willen nicht mehr herauszubewegen. Alles, was man jetzt an Kraft aufwendet, schadet der Vergaserwanne.



    Hat jemand von euch einen Tipp, wie ich der Düse noch zu Leibe rücken kann? Ich habe eine neue Starterdüse hier liegen, sie kann also ruhig kaputt gehen - nur raus muss sie!


    Leider habe ich keine Komplettwerkstatt mit allem, was das Schrauberherz begehrt, sondern eher so die Normalowerkzeugkiste. Ich muss mir irgendwas einfallen lassen ...


    Danke euch!
    Blechjack

  • Jonas - lass es so.


    Hier kommt die Anleitung, wie man es nicht macht. Ich habe gerade ein Stück DDR-Kultur kaputt gekriegt und wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Könnte den Thread auch still und heimlich schlafen lassen, aber so kann vielleicht jemand aus meinem Fehler lernen.


    Regel I: Gehe nicht frustriert von einem erfolglosen Schraubertag abends an Kleinteile.
    Regel II: Vorher bis zum Ende nachdenken, was das werden soll.
    Regel III: Wenn man die Improvisation improvisieren will, kann das nicht gut gehen.
    Regel IV: Nicht alle Ratschläge in den Wind schlagen (wegen is nich, wegen kein Geld, wegen dauert zu lang usw.)


    Kurzum - ich hatte mich nach Deutz' Kommentar schon halb von der Vergaserwanne verabschiedet, also dachte ich, ich bohr das mal eben aus. Bohrmaschine, niedrigste Drehzahl, kleinster Metallbohrer, vorsichtig vorgetastet, bis ich durch war.



    Merke: Was genau wollte ich damit? Hoffen, dass der Rand leichter rauszudrehen geht, wenn er hohl ist? Etwas einführen, verkanten und dann besseres Drehmoment haben? Keine Ahnung. Ich dachte, ich mach erst mal.


    Zweiter Schritt: Metallbohrer kleine Nummer größer. Ging bisschen schwerer, weil oben ja der Rest vom Düsenkopf noch im Weg war. Wird schon, dachte ich (nur was?). Drei Umdrehungen später hing der Bohrer, es machte ratsch, und der Düsenkopf war ab.



    Merke: Was genau wollte ich jetzt damit? Die Hülse auf ein Zehntelmillimeter reduzieren, damit sie von selbst zusammenfällt? Wohlgemerkt, ohne das Gewinde zu beschädigen? Wird schon, dachte ich.


    Ergebnis: Gewinde beschädigt, Restschraube steckt immer noch drin, keine Ahnung wie weiter. Ein gelungenes Kill-it-yourself. Peinlich!


    So, nun kann ich mich ernsthaft auf die Suche nach einer Vergaserwanne machen. Wenn jmd eine übrig hat (16N1-12) ...

  • @ Blechjack ich würde trotzdem weitermachen. Falls die Wanne bisher keinen Schaden hat, einen geeigneten Schraubendreher (Kreuz) reinstopfen der etwas größer ist und feste "MIT DER HAND" runterdrücken, eventuell lässt sich der Rest noch rausdrehen, bei mir klappte es ;-) aufgrund der weichen Beschaffenheit der Düse schraubte sich förmlich der Dreher ins Material verkantete sich und zack ging sie raus.
    Gruß Dirk

  • hi ,
    ich hatte auch mal so eine vermurkste düse . ich hab mir einfach einen der größten schlitzschraubendreher genommen , den fest aufgedrückt und dann auch rausbekommen . der schraubendreher muss einfach groß genug sein um fest im schlitz zu sitzen .
    bei mir gings raus .
    mfg

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