Kupplung trennt nicht komplett

  • Hallo,


    ich wollte heute nach der Winterpause mal testen ob meine S51 noch funktioniert und war zuerst einmal erstaunt, dass sie sofort ansprang. Als ich jedoch den ersten Gang einlegen wollte, gabs einen Ruck und der Motor ging aus.
    Kupplung ist verstellt dachte ich mir. Die Madenschraube habe ich dann soweit verstellt, bis der Kupplungshebel an der Motoroberseite einen Winkel von 90° zum Gehäuse hatte.
    Ein erster Test, ob die Kupplung richtig trennt, in dem ich den ersten Gang bei inaktivem Motor einlegte und bei gezogener Kupplung schieben wollte, schlug fehl. Die S51 lies sich zwar gleichmäßig schieben, aber es war ein ungewöhnlich hoher Widerstand zu spüren. Normalerweise müsste sie sich bei eingeltem ersten Gang und gezogener Kupplung genauso leicht schieben, wie als wenn kein Gang eingelegt wäre. Das war aber eindeutig nicht der Fall!
    Nach weiteren Fummelein an der Madenschreibe ist es mir gelungen den ersten Gang einzulegen ohne das der Motor ausgeht. ABER: Wenn der erste Gang eingelegt wird, dreht der Motor merklich weniger. Außerdem merkt man, dass das 2rad "losfahren" will, wenn man Gas gibt, obwohl man die Kupplung komplett angezogen hat. Des Weiteren lässt sich im Stand nur mit hohem Kraftaufwand vom ersten in den neutralen Gang schalten (bei laufendem Motor)...Bei laufender Fahrt lassen sich alle Gänge einlegen, aber man merkt, es leicht knackt und die Gänge nicht "geschmeidig" gewechselt werden.
    Anzumerken wäre noch, dass die Simme seit November draußen steht, aber davor ohne Probleme gefahren ist. Kupplungs und alles andere war vollkommen in Ordnung und erst Anfang Sommer regeneriert.


    Habt ihr eine Idee, wie ich die Gänge wieder normal wechseln kann und die Kupplung wieder Komplett trennt?

  • willkommen im nest!


    könnte mir vorstellen, dass die reibscheiben verklebt sind. guck mal ins wiki, da gibts nen artikel zum thema kupplung, der so ziemlich alles technische erschlagen sollte. ausserdem gibts in BS eine recht große und hilfsbereite simsongemeinde, guck dich mal im entsprechenden bereich des nestes um.

  • Das würde passen. Passen würde aber auch Ölmangel, altes Öl, falsches Öl,...

    Zitat

    Normalerweise müsste sie sich bei eingeltem ersten Gang und gezogener Kupplung genauso leicht schieben, wie als wenn kein Gang eingelegt wäre. Das war aber eindeutig nicht der Fall!


    Da gehe ich nicht mit, denn es heißt: "Im ersten Gang muss man bei gezogener Kupplung das Hinterrad im aufgebocktem Zustand mit dem Fuß anhalten können." Daraus ergibt sich, dass die Kupplung nicht zu 100% trennt und man die Mopete im Leerlauf immer leichter schieben kann als mit gezogener Kupplung.

  • Ja, okay. Du hast recht, dass sich die Maschine nicht genauso leicht schieben lassen müsste, aber bei meiner ist der Unterschied zwischen Leerlauf schieben und im ersten Gang mit gezogener Kupplung sehr groß. Ich weiß noch, wie es vor der Winterpause war: geringer Unterschied beim Schieben in beiden Varianten.


    Das Öl hab ich erst letzten Sommer gewechselt, aber als ich heute etwas davon abgelassen habe, sah es sehr grau und dreckig aus. Ist das ein Zeichen für "veraltetes" Öl? Wenn ja, warum ist es nach einem halben Jahr schon verschlissen? Liegt das an den niedrigen Temperaturen des letzten Winters (sie stand den ganzen Winter draußen).

  • Es kann durchaus sein, dass durch den roten Pfropfen Wasser eingedrungen ist, weil der ja nie zu 100% dicht ist. Die Simson stand aber den ganzen Winter unter einer "Faltgarage" (also Regendichter synthetik Stoff, den man über die Maschine stülpt), weshalb eigentlich kein bis kaum Wasser bis an den Motor gekommen sein kann...Komische Sache.


    Zu Zschopower:
    Ich hab gemerkt, dass sich das Problem verbesser hat, als ich ein paar Runden gedreht habe, aber es hört sich insgesamt sehr verschleißreich an. Ich hab beim Schalten das Gefühl gehabt mir das Getriebe zu zerhacken und daher erstmal probiert das Problem mit Schrauben in den Griff zu bekommen.


    Ich werde nachher also mal die Reibscheiben auf lockeren Sitz überprüfen und demnächst das Getriebeöl komplett wechseln (Nach wieviel Kilometern sollte man das Getriebeöl normalerweise wechseln?).

  • Aus einem anderen Thread, beantwortet beide Fragen:


    Laut Werk alle 8000-10000km . Das kann man auch so machen.
    Im Winter sollte man aber darauf achten das das Öl nicht zuviel Wasser enthält . Diese Emulsion entsteht durch die unterschiedlichen Temperaturen im Winter , das Öl sieht dann Milchig grau/weiß aus.

  • Es lag tatsächlich an den festsitzenden Reibscheiben im Kupplingskorb. Beim Betätigen der Kupplung wurde nur eine Seite des Kupplungspakets angehoben und demnach trennte die Kupplung nicht komplett. Ich habe die Reibscheiben jetzt angeschliffen und nun funktionierts schon viel besser, jedoch noch nicht perfekt. Das wird sich aber beim Ölwechsel oder spätestsn bei ausgiebiger Fahrt bessern, denke ich.

  • Zitat

    Ich habe die Reibscheiben jetzt angeschliffen


    Das macht man aber nicht. Kauf dir lieber neue Reibscheiben, die Kosten auch nicht viel, und nutze den Umstand, dass du kein Öl im Motor hast, bevor du es in ein paar Wochen nochmal machen kannst weil dann die Kupplung rutscht.

  • Das ist natürlich knorke, dazu heißt es im Best of the Nest:
    "Neue Lamellen (Import) haben oft an den Flankenseiten noch Produktionsrückstände. Damit die Lamellen im Korb nicht klemmen sollten diese beseitigt werden."

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