Beiträge von sebastiant

    So. Der N1-10 Vergaser ist ausgebaut und der passende Ori (N1-5) ist wieder im Moped.


    Allerdings bin ich jetzt genauso schlau wie vorher. :confused:


    Scheinbar wurde der Vergaser schon auf N1-12 umbedüst. Äußerlich kann ich jdfs. keinen Unterschied feststellen. Düstenstock, Düsen und Nadeln wurden in jüngerer Zeit wohl mal erneuert und/ oder gegen die N1-12 Innereien getauscht.


    Eine andere bzw geringere Schieberhöhe, wie z.B. beim N3-12, konnte ich nicht feststellen.


    Mal sehen, was die Ungarn noch so an Überraschungen ans Moped gebaut haben. Den Zündkondensator extern am Rahmen angeschraubt und per 50cm Kabel mit dem Verbrecher verbunden, fand ich jedenfalls Klasse! :shock: :))

    Hallo zusammen, in meiner 10 Jährigen Schwalbenbastelzeit ist mir heute ein mir völlig unbekannter BVF 16N1-10 Vergaser untergekommen. Montiert ist er auf einer KR51/1 von 1968 und das Moped kommt aus Ungarn.


    Weiß jemand von Euch mehr darüber? Den 16N 3-12 als Drosselvariante mit kürzerem Kolbenhub hatte ich schonmal in den Fingern. Ist das hier evtl die ältere Drosslversion?


    Ich bin gespannt auf Antworten.

    Hi Christian,


    ich habe in den letzten Jahren über 10 Mopeds mit E-Zündung repariert. In den meisten Fällen lags am Geber auf der Grundplatte. Im Geber sind feinste Wicklungen auf eine Leiterplatte verlötet, die recht anfällig auf hohe Temperaturen sind.


    Einige Spulen habe ich nach dem Tausch aufgeknackt und weiter untersucht. In zwei Fällen war die Leiterplatte korrodiert und dadurch die elektrische Leitfähihkeit eingeschränkt. Einmal war die Lötstelle zur Spule "kalt". Ein anderes mal war der Widerstandswert der Geberspule verändert (manchmal ~14Ohm, machmal über ~30 Ohm).


    In den einigen Fällen waren Wicklungen der Geberspule abgetrennt, das führte allerdings zu Totalausfall und kann in deinem Fall nicht zutreffen.


    Einige Spulen konnte ich durch entsprechende Reparaturen und Lötarbeiten testweise wieder reaktivieren, aber als Dauerlösung würde ich die nicht mehr verbauen. V.a. angesichts des moderaten Neupreises von ~20€ samt Grundplatte.


    VG, Sebastian

    Steuerteile hab ich diverse hier rumliegen. Evtl. liegts auch am Geber auf der Grundplatte, die haben gern mal nen Schuss. Zum Testen können wir auch ne andere Elezündung einbauen, hab welche mit neuen Grundplatten da.


    Kommst einfach morgen vorbei, dann kriegen wir das schon hin!
    VG, Sebastian

    @ Rossi: Da hast du natürlich grundsätzlich völlig Recht! Aufs große Mopped kommen mir auch nur die besten Reifen. Aber das erklär mal nem 16jährigen der seine gesparte Kohle für die "neue" Simson hingeblättert hat und nun sein letztes Taschengeld für nen neuen Reifen zusammenkratzt...

    Hmmm, ja interessant. Wenn ich so zurückdenke, hatte ich erst zweimal nen Platten "neuen" Reifen unter 8 Jahren Alter in den Fingern. Die Thailand- bzw. Heidenauschläuche halten erstaunlich gut! Mit eigenen Reifen noch nie nen Platten, trotz 10tkm pro Jahr auf 2 Rädern.


    Die meisten Platten sind Standschäden bzw. Leute fahren ohne aureichend Luft im Reifen und Sicherungsschraube zu fest angeknallt -> Ventil ab

    Also ich hab schon X-Mopeds mit VeeRubber, wie auch Heidenau bestückt und getestet. Letzten Endes würde ich immer zum VeeRubber raten. Die haben eine deutlich weichere Gummimischung als die im Vergleich härteren Heidenauer und sind prima auf Regen. Sogar auf Schnee haben sie noch Grip :-D Weiß nicht wie der Kollege drauf kommt es wäre umgekehrt...
    Haltbarkeit ist bei 70% aller Mopeds in meinem Bekanntenkreis eh keine Frage, da die meisten Leute nicht die Fahrleistung zusammenbekommen, um sie runterzufahren. Eher werden sie alt und hart.


    Porös und hart habe ich auch beide Reifenfabrikate schon gesehen, nur die alten DDR-Heidenau/Pneumant werden fast nie porös :-))


    Reissen durch "ummontieren" ist bei mir auch nie ein Thema. Einmal druff und jut is! Wozu sollte man die Reifen wechseln? Sommer/Winter oder wie?

    Ich sehe das als Maschinenbauer mit Schwerpunkt Verbrennungsmotoren und jahrelanger Zweitaktschraubererfahrung sehr ähnlich wie, seltsamerweise, nur wenige hier.


    Hier geht es um Feinabstimmung (jaaaa, engl. "tuning") eines 40 Jahre alten Zweitakters. Selbstverständlich können sich nach knapp 40 Jahren am Motor Toleranzen sowohl im Material, als auch an Dichtungen, Kolben, Zylinder usw. ergeben, die eine gewisse Anpassung der Bedüsung notwendig machen!
    Dass einige Leute diese teilweise notwendige Abstimmung schon als "böses" Tuning bezeichnen, ist schlichtweg nicht nachvollziehbar! Hier wird weder der Hubraum, noch Vergaser oder Luffi geändert...


    Es mag durchaus richtig sein, dass 90% der Motoren mit der Original Bedüsung einwandfrei laufen, aber bei einigen ist eben eine Anpassung nötig. Sei es durch Alter, schlechte "Regenerierung", Nachbauzylinder oder schlicht Materialschwankungen.


    Das habe ich hier in knapp 8 Jahren Simson-Schrauberei auch erst lernen müssen.


    Wir haben hier immer wieder Kandidaten die mit der Ori-Bestückung einfach nicht rund laufen. Mit entsprechender Anpassung kann man zumindest einigen wieder zu optimalem Lauf verhelfen. Im Vergleich zu Vespas sind unsere Simsons eh trivial was die Abstimmung angeht.

    Duo gabs mit dem S51 bzw. /2er Motor, allerdings hab ich auch schon Umbauten "alter" Duos auf den neueren Motor gesehen. Teilweise mit Fußkupplung, Handschaltung und anderen findigen Konstruktionen.


    Der absolute Hammer war mal ein auf Halbautomatik umgebauter M541 Motor. Den hatte der Typ im Duo und im SR50 drin.

    War mir vor paar Tagen auch schon aufgefallen. Finds echt interessant!
    Motoraufnahme dürfte das schon tragen, zur Not halt mit nem Blech o.ä. verstärken.


    Auf meiner letzten Moped-Shopping-Tour durch den Osten ist mir auch sowas begegnet. Allerdings wesentlich unschöner ausgeführt.