Beiträge von nachbrenner

    Vielleicht kann du den neuen Kupplungskorb auf das alte Ritzel nieten? Ein Händler sagte mir, dass die Kupplungskörbe für den M53-Motor ab Ende April wieder verfügbar sein sollen. Bevor du da was schweißen lässt, ist warten auf die Wiederverfügbarkeit der Repro-Teile vielleicht die einfachere Lösung.

    Hi,

    sind für die Kompression (nur 2 statt 8 bar gemessen) die Wellendichtringe nicht egal? Die Kompr. steigt doch erst spürbar an, nachdem die Überstromkanäle verschlossen wurden und somit die Dichtheit der Wellendichtringe eigentlich keine Rolle mehr spielt.

    Es kann ja m.E. nur eine

    - Undichtheit Laufbuchse/Kolben

    - Undichtheit Zylinder/Zylinderkopf

    - Undichtkeit im Bereich Zündkerze

    die Ursache sein.

    Erster Punkt scheint aufgrund der oberen Bilder eher unwahrscheinlich. Ggf. den Zylinder mal mit Seifenwasser einpinseln und gucken, ob's irgendwo beim kicken schäumt? Und bei einer so schlechten Kompression müsste es sich auch deutlich leichter kicken lassen. Ist das so?


    gruß nachbrenner

    Hm, es bleibt nebulös, selbst bei Simson-Fahrzeugen.

    Falls der Sachverständige ein Schild samt Daten für gut befindet (prüfen kann er vor Ort ja sowieso nur die FIN): Da bekommt man doch kein Nachweis, dass das Typenschild mit Material x, Größe y und den Angaben a bis k in Ordnung ist. Der nächste Prüfern könnte also sagen: Nee, das Schild ist nicht akzeptabel. Oder ich befestige ein Nachbautypenschild (mit oder ohne Sachverständigen) und verkaufe das Moped - wie will der Neubesitzer oder irgend jemand anderes wissen, dass es nicht mehr das originale Typenschild ist. Das macht doch alles keinen Sinn.


    Selbst der Typeintrag auf dem Schild ist doch zweifelhaft. Ich habe eine KR51/2L und baue die (warum auch immer) auf eine KR51/2E um. Oder von mir aus eine KR51/1F auf eine KR51/1K, S50N auf S50B etc.. Dann stimmt der Typ auf dem Typenschild nicht, es ist aber ein zulässiger Umbau. Ich glaube nicht, dass man dann ein neues Typenschild braucht. Wobei ja selbst dort auf manchen Typenschildern nur die Grundbaureihe (KR51/1), bei anderen aber der genauere Typ z.B. Kr51/1K steht. Wie muss es nun sein?


    Ich sehe jedenfalls immer noch keine verbindliche Vorschrift, dass ich das Typen-/Fabrikschild (was unstrittig anzubringen ist) irgendwo vorstellen oder prüfen müsste.

    Kai

    Danke für die Meinung zum Fabrikschild. Gibt es irgendeinen Beleg dafür, dass die Daten durch einen zertifizierten KFZ-Sachverständigen bestätigt sein müssen? Wenn man im Netz so sucht, scheint das Selberanfertigen des Fabrikschilds bei Oldtimern, US-Fahrzeugen etc. durchaus in der Breite üblich zu sein, ohne dass das bei einer Prüfung bemängelt wird. Wobei Aussagen wie "aber mein Prüfer hat nichts gesagt" ja keinen Wert haben, wenn der nächste Prüfer was anderes sagen kann. Die Breite der Anbieter für Typenschilder im Netz spricht m.E. auch eher dagegen, dass ein selbstgefertigtes Schild nicht statthaft wäre - dann würde sich das Geschäft doch nicht lohnen, wenn man nur an die wenigen illegal arbeitenden Käufer liefern kann.


    Auch die Anbringung durch einen Sachverständigen scheint ja nicht vorgeschrieben zu sein, wenn er auch ein privat angebrachtes, selbstgefertigtes Typenschild (siehe Beitrag von PikesPeak) akzeptiert. Und soll es da eine "Akzeptanzbescheinigung" geben oder sagt der nächste dann, das er das Schild nicht akzeptiert. Oder wer weist mir nach, das ein nachträglich angebrachtes Fabrikschild (z.B. vom Vorbesitzer) nicht das originale Schild ist?

    Insgesamt sieht das alles eher nach Vermutung aus (wie auch bei mir :)). Ich halte die Forderung des KBAs jedenfalls für heiße Luft - man kann ja erstmal was vom Antragsteller verlangen und dann gucken, was passiert. Mit Glück siebt man so die aus, die wissentlich ein Ungarnmoped besitzen.


    AueKicker:

    Ich bin jetzt mal weniger direkt als im Beitrag #11: dein weiteres, pragmatisches Vorgehen kannst du dir anhand der vorgenannten Beiträge und der Google-Bildersuche ja selbst überlegen. Das Moped würde ich für die geforderten Bilder wieder zusammenbauen und erst nach Eingang der Papiere restaurieren (oder es sonst halt sein lassen).


    Gruß nachbrenner

    Zschopower:

    Jetzt mal ernsthaft gefragt: Was ist daran illegal? Das Typenschild darf jeder Heinz anbringen. Dazu, ob das Typenschild zerkratzt sein darf, gibt's keine Vorschriften. Sonst wären ja die ganzen alten Typenschilder zwingend auszuwechseln. Hier wurde ja nur vorgeschlagen, die realen Werte vom Fahrzeug auf dem Typenschild einzutragen und das dann leicht zu zerkratzen (die Angaben müssen natürlich trotzdem noch lesbar sein). Daran ist absolut nichts illegal. Dieses Gerede vom originalen Typenschild ist doch Quatsch, genauso wie das vom Eigentumsnachweis zu DDR-Zeiten.


    Wenn ich will, kann ich das Typenschild aus Alu heute durch eins aus Messing ersetzen und nächste Woche durch eins aus Edelstahl, um in 2 Wochen wieder auf Alu zurückzuwechseln - Hauptsache, die geforderten Angaben nach § 59 StVZO stimmen und sind lesbar. Bei neuen Anhängern z.B. ist das nur noch ein Aufkleber. Wenn die alterungsbedingt abfallen, kommt ein neuer Blankoaufkleber drauf mit händischer Eintragung der Daten. Wenn ich in mein Auto einen stärkeren Motor einbaue, muss ich das in den Papieren eintragen lassen. Von einem Ändern des Typenschilds, in dem zumindest bei älteren Modellen u.a. der Hubraum steht, ist da nirgendwo die Rede - in diesem Fall hätten Typenschild und Realität dann sogar nichts mehr miteinander zu tun, ohne dass das illegal wäre (da die Angabe nicht mehr gefordert ist).


    Ich wäre wirklich neugierig, ob es da irgendwelche Vorschriften gibt - außer dem §59 der StVZO, und der sagt nur aus, dass ein Fabrikschild angebracht und darauf bestimmte Angaben enthalten sein müssen. Allerdings gilt der wohl nur für Neufahrzeuge, sonst müssten ja alle fehlenden Angaben bei älteren Fahrzeugen nachgetragen werden. Ich habe z.B. ein Auto aus den 30ern, da steht nichts von Achslasten auf dem Typenschild, dafür nicht mehr geforderte Angaben wie Brems-PS, und da muss ich auch nichts nachtragen oder umschlagen. Entscheidend werden wohl die Bestimmungen zum Zulassungszeitpunkt sein (sofern mittlerweile schärfere Vorschriften gelten).


    Nochmal (zugegebenermaßen nur meine Meinung): Das selbsttätige Anbringen des Typenschilds mit wahrheitsgemäßen Angaben ist nicht illegal, ebenso nicht ein Zerkratzen, solange die Angaben noch lesbar sind. Gegenbeweise sind natürlich gern erwünscht, um auch mich zu erhellen.


    Gruß nachbrenner

    Hey PikesPeak,


    na da sieht ja jeder sofort, dass es nicht das originale Schild ist. Die Rahmennummern wurden eingeschlagen und nicht graviert. Das Typenschild ist m. E. auch kein geschütztes Schild, welches man nicht selber anbringen darf - entscheidend für die Identifikation ist immer die in den Rahmen eingeschlagene Fahrgestellnummer und nicht die Nummer auf dem Typenschild.


    Bei einem Kumpel wollten die dann noch Bilder von Blinker, Fußrastenträger und Lampenmaske - um auszuschließen, dass es eine Ungarnimport ist, da die dort etwas anders aufgebaut waren.


    AueKicker:

    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX


    Und was will der DEKRA-Mensch mit der Bestätigung, dass das Moped dir gehört? Das wollte bei den 4 Mopeds, für die ich bislang KBA-Papiere beantragt habe, kein Mensch wissen. Das ist doch für das Typenschild oder die Einholung der ABE völlig irrelevant. Aber wenn er drauf besteht: gib einfach eine selbstgeschriebene formlose schriftliche eidesstattliche Erklärung ab, dass das Moped seit 40 Jahren im Familienbesitz ist und seit ... Jahren dir gehört, dass sollte reichen.

    Genauso ist das einholen der versicherten Person m.E. Quatsch. Das Moped war vor 10 Jahren z.B. auf Sigfried Sonnenland versichert. Und nun? Das macht dich weder zu einem legalen Besitzer (auch wenn du Sonnenland heißt) noch bestätigt das irgendeine Erstzulassung zu DDR-Zeiten. Dafür ist das Bj. der Rahmennummer entscheidend (zumindest wenn das nicht nur ein paar Wochen vor dem Februar 1992 liegt). Wobei du wie schon erwähnst den Dekra-Typen nicht brauchst, um das Typenschild anzunieten.


    Manchmal ist machen ohne viel fragen einfach die bessere Lösung.


    cu nachbrenner

    Mal ein Update bzgl. der Eintragung:
    Der eigentliche TÜV-Prüfer hat sich gemeldet. Er befürchtet, dass sich aufgrund der höheren Bremsleistung das Steuerrohr verformt oder abbricht und will erst per Test am Objekt die Versagensgrenze des Rahmens ermitteln (sprich also einen Rahmen so lange belasten, bis er sich verbiegt oder bricht), um danach zu kontrollieren, ob die Trommelbremse diese Werte übersteigt. Er meinte, ich bräuchte also mindestens 2 Mopeds - eins zum zerstören und eins für den Einbau der Bremse. Das es schon ein Mustergutachten gibt, hat ihn wenig interessiert. Außerdem wäre es ziemlich aufwendig und ob ich nicht lieber zur DEKRA gehen will (siehe 2 Posts vorher: Der DEKRA-Mensch wollte als erstes ein Einzelmaterialgutachten der Speichen veranlassen und fragten, ob ich nicht zum TÜV gehen will...).

    Hallo,
    ich betätige mich mal als Leichenfledderer und kopiere den Post von totoking (dem Threadstarter) aus dem Simsonforum hier rein, da der wirklich sehr gut ist und viele weitere Fragen erübrigen sollte:


    Das Hydraulikrohr (Reduzierrohr) in den Maßen 15x12 mm ist nahtlos und somit entfällt die ganze Rödelei mit den Reibahlen etc. Es dient dem Übergang der 15 mm MZ-Achsbohrung auf die 12 mm Simsonachse. Kann man als 1m-Stück online bestellen oder im örtlichen Hydraulikhandel holen. Es muss zwingend ca. 1-2 mm kürzer als die Gesamtbreite der Nabe inkl. den beiden Deckeln sein (diese müssen weiterhin auf die Innenringe der Radlager drücken - ist das Distanzrohr zu lang, klemmt dieses anstelle der Vorderradnabe in der Schwinge und das Vorderrad bleibt lose). Bei mir musste das Distanzrohr 9,6 cm lang sein.


    Der Gegenhalter ist im Thread #53 bemaßt, Materialdicke 8 mm. Bei mir musste ich den Gegenhalter nicht im Bereich der Schwinge abfräsen, sondern habe die kleine Fahne ein Stück nach innen gebogen, so dass sie direkt in das originale Gegenlagerklötzchen an der Schwinge reinfährt.


    Ich habe die Originalachse weiter verwendet - langte längenmäßig gerade so. Bei Verwendung der längeren Hinterachse braucht man evtl. noch einen Distanzring (im Prinzip eine 1 cm dicke Unterlegscheibe), um die Achsmutter festziehen zu können.


    Die Radlager sind vom Typ 6302 und sollten wartungsfrei gedichtet sein - also 6302 ZZ oder 6302 2RS. Dann können auch die originalen MZ-Gummidichtungen über den ursprünglich offenen Radlagern entfallen. Das originale MZ-Distanzrohr zwischen den Radlagern unbedingt wieder einbauen!


    Als Felge habe ich die originale Simsonfelge verwendet. Die etwas dickeren Speichen (M4 statt M3,5) passen hinein.


    Der Bowdenzug passte bei mir ohne Umbauarbeiten (ich habe den Bowdenzug aus der Bowdenzugmanufaktur für die KR51-Modelle), auch ohne die oben benannte lange Stellschraube (man muss die originale komplett reindrehen, dann den Hebel abbauen, Bowdenzug in den Hebel einhängen, in das Griffstück einfädeln und dann den Hebel wieder anschrauben - sonst bekommt man den ggf. nicht rein). Wer vorher einen außenliegenden Bremshebel hatte, braucht noch so eine geschlitzte Lötnippelaufnahme, die in den innenliegenden Bremsnocken muss.


    Fazit: Die Bremse geht erwartungsgemäß gleich besser als die originale Simson-Bremse, aber zum Blockieren bekommt man das Vorderrad damit auch nicht. Wenn es eingebremst ist, vergleiche ich mal die 3 Bremswege zwischen originaler Bremse - außenliegendem Bremshebel - 160er MZ-Bremse.


    Meine Versuche, das Teil bei TÜV/DEKRA eintragen zu lassen, scheiterten bislang. Der Dekraprüfer wollte erstmal ein Materialgutachten für die neuen Speichen anfertigen lassen, ehe er sich den Rest überhaupt ansehen würde. Und der TÜV meinte, dass Coronabedingt zu wenig Leute da wären, außerdem sind viele noch in der Ausbildung und ich sollte doch in ein paar Monaten nochmal nachfragen.


    Gruß nachbrenner

    Hallo,


    es gibt ja verschiedene Threads zum Thema auf- und ablaufende Bremsbacke. Bei der Trommelbremse im Vorderrad ist es ja so, dass aufgrund des kürzeren Wegs zwischen Drehpunkt und "Nockenandrückpunkt" die ablaufende Bremsbacke sich minimal weiter nach außen bewegt als die auflaufende Bremsbacke. Somit drückt sich bei einem Satz Bremsbacken mit gleicher Belagdicke also die falsche (ablaufende) Bremsbacke zuerst an und verhindert so, dass sich der Nocken weiter drehen kann und die auflaufende Bremsbacke nie so richtig an die Bremstrommel gedrückt wird- so weit ist das ja alles bekannt und durchdiskutiert. Verschiedene Leute haben ja die Bremse mal auf die linke Seite umgebaut.


    Theoretisch müsste sich ja die auflaufende Bremsbacke dann stärker abnutzen und somit nach kurzer Zeit wieder die ablaufende Backe (durch die dann dickeren Beläge) zuerst an die Bremmstrommel angedrückt werden, womit der Effekt weg wäre.


    Gibt es Erfahrungsberichte, ob der Umbau auf die linke Seite außer Arbeit tatsächlich ein dauerhaftes Mehr an Bremsleistung bringt? Laut Video vom 2Radgeber scheint es vom Endergebnis her eher egal zu sein, auf welcher Seite die Bremse sitzt (https://www.youtube.com/watch?v=Lo016S3Z5UY).


    Viele Grüße
    nachbrenner

    Hi,


    motte Sie ein. Das Benzin wird dir in der für ein Jahr stehenden Schwalbe immer angammeln, die Tanks dann der Reihe nach verrosten und die Vergaser verrotten. Dann lieber richtig konservieren, Tank und Vergaser leer machen und 2 Schwalben einlagern.


    cu nachbrenner.

    Hallo Philipp,


    dann kannst du das Versicherungskennzeichen auch ganz weglassen. Weder stimmt der Winkel zum Sichtbarsein des Schildes noch ist es beleuchtet. Zumindest Nummernschilder (das Versicherungskennzeichen zählt übrigens nicht als solches) müssen außerdem fest mit dem Fahrzeug verbunden sein - muss hier ggf. auch sein. Da dürftest du beim ersten Polizeikontakt Probleme bekommen.
    Zu den Löchern: Da hast du ganz die Wahl:
    - zuschweißen, verschleifen und lackieren (professionellste, aber aufwendigste Lösung)
    - ein Gummistopfen reinmachen
    - Schrauben reindrehen (logischerweise mit Mutter auf der anderen Seite)
    - Klebeband drüber und anstreichen
    - das Versicherungskennzeichen einfach wieder da hin schrauben


    Gruß nachbrenner

    Hi,
    eine praktische Idee.


    Ich selber mach es noch etwas einfacher. Ich habe kleine 100 ml-Fläschchen besorgt, füllt die mit Öl und lege 3 bis 4 Fläschen unter die Schwalbesitzbank. 1 Fläschen reicht bei 1:50 für 5 l Benzin - bei 6 l = Schwalbetankgröße ist es dann halt 1:60, geht aufgrund des besseren 2Taktöls als zu DDR-Zeiten immer noch problemlos. Beim Tanken einfach blind eine Flasche reinkippen, drauftanken und fertig sein. Looft problemlos seit 6 jahren.
    Ich hatte vorher auch so ein Messfläschchen (allerdings nicht ganz so praktisch), dass war dann aber irgendwann an einer Stelle durchgescheuert. Das passiert bei den dünnen Einweg-Plasteflaschen relativ schnell.


    gruß Nachbrenner

    Ahoi,


    wem ist denn tatsächlich schonmal die Kette während der Fahrt gerissen? Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, das sowas beim normalen Fahrbetrieb passiert - vorausgesetzt, ich guck wenigstens aller paar Jahre mal nach Kettenspannung und fehlenden Rollen.


    gruß nachbrenner