OK,
Worst Case: Die Ziehkeilwelle ist draussen, alle Kugeln fliegen durch die Gegend......Sch...im Quadrat, weil Motor noch OK
Man nehme:
Einen Motor der Baureihe 531/541.
Die zusammengesuchten, nicht alle wiedergefundenen und gereinigten Kugeln plus die neu gekauften, weil immer Kugeln fehlen (12Stück*7mm+4Stück*4mm bzw. 9Stück*7mm für den Dreigangmotor).
Wer keine 7mmm Kugeln hat, nimmt 6,5mm Kugeln aus dem Kugellager von der letzten Motorspaltung, aber Vorsicht, nicht wundern wenns nicht klappt, ich habe nur die Erfahrung gemacht, daß es mit einer 6,5mm Kugel pro Gang noch geht, zumal es auch nur mit zwei 7mm Kugeln vorher funktioniert hat (Wo sind die Kugeln hin? Selbst bei noch nie geöffneten Motoren feht eine pro Gang... von nur 6,5mm Kugeln rate ich aber vorsichtshalber mal ab, könnte gehen, muß aber nicht, habe ich auch noch nicht probiert)
Den Motor aus dem Rahmen nehmen, beide Deckel runter und alles gut säubern.
Ritzel und Tachoantrieb abnehmen. Auf Wunsch und auch wegen der Handlichkeit, am besten auch Polrad und Grundplatte abnehmen.
Kupplung und Schaltcassemacherik ausbauen, Motorritzel stört nicht, Kickstarterwelle ist Geschmackssache, den Rest würde ich empfehlen.
Ein bis zwei Schrauben, ca. M8x120, schleife an einer am Gewinde einen Keil, also !!! keine umlaufende Fase !!! von ca 4 mm an.
Diese Schraube stecke man von der Kupplungsseite her in den Motor, nehme den Kopf mit der linken Hand, stelle den Motor leicht schräg und schaue in die Welle hinein, notfalls mit einer Lampe ausleuchten.
Jetzt alle eventuellen Zuschauer wegschicken!
Von Gespött nicht entmutigen lassen!
Eine Portion Geduld einnehmen.
Großen Hammer und eine Stahlplatte bereitlegen.
Die Schraube im Motor nun vorsichtig in Richtung Kupplungdeckel herausziehen, bis die Löcher des ersten Gangrades gaaaaanz unten sichtbar werden.
Hier fängt meistens das Problem mit der Lampe und der Sicht an....Gegebenenfalls von der anderen Seite her Sinngemäß probieren.
Eine Kugel in die Welle rollen lassen, wenn diese unten angekommen ist und nicht schon vorher in einem Loch verschwunden ist (schlecht, deshalb benutze ich hierfür eine Papierrolle), mit Hilfe der Fase und der Schwerkraft in ein Loch dirigieren. Schraube ein Stück weiter drehen und Welle so verdrehen, daß das nächste Loch "unten" ist.
Merken, in welcher Position die erste Kugel ist.
Schraube so verdrehen, daß die Fase unten ist, die erste Kugel nicht herausfallen kann (deshalb auch keine umlaufende Fase!!!) und die zweite nach unten bringen, ohne diese in einem falschen Loch verschwinden zu lassen.
Schraube mit der Fase an Loch Nummer drei bringen und Welle verdrehen, daß das letzte Loch "unten) liegt.
Kugel Nummer drei nach unten bringen, mit Hilfe der Fase, der Schwerkraft und gegebenenfalls einem langen, dünnen Schraubendrehen ins Loch dirigieren und Schraube ein Stück nach oben verschieben.
Beruhigungsmittel einnehmen.
Mit den weiteren Gängen ebenso verfahren.
Die vier 4mm Kugeln stellen eine weitere Anforderung an das Geschick dar, da nun 2 Kugeln in ein Loch müssen.... Das wiederum geht besser, wenn man vorher die Schraube mit dem Montagedorn (eigentlich auch nur ein 8mm Rundstahl) herausdrückt (Fase der Schraube nach UNTEN) und durch eine Schraube mit kleinerer Fase ersetzt.
Zum Schluß die Schraube mit der Ziehkeilwelle ausdrücken.
Alle Teile wieder einbauen, testen und freuen 
Giten Appetit1 
Mit einigen wechseln der Schrauben kann man natürlich auch die Kugeln für den dritten und vierten Gang von der Ritzelseite her einsetzen.
Ich persönlich spanne den Motor dazu senkrecht in den Schraubstock ein, zum erklären ist die Schräge einfacher, aber am Anfang hatte ich auch den Motor auf der Seite liegen.
JA, es ist ein riesen gefummele und dauert beim ersten mal länger als den Motor zu spalten.
Die gebrochene Ziehkeilwelle (erster Gang, Kugeln der anderen Gänge noch alle drin) meiner S51 habe ich mit einer Schraube in Richtung Ritzel herausgedrückt. Diese Schraube dann mit einer zweiten in Richtung Kupplung herausgedrückt.
Der Motor bleibt dabei eingebaut. Montagehaltung: Auf dem Boden liegend o.ä. ........
Diese Schraube in der Welle dann VORSICHTIG wieder Richtung Lima gezogen, daß die Löcher für die Kugeln sichtbar wurden. Ein Loch nach "unten" gedreht, Fett mit einem Schraubendreher eingefüllt und eine Kugel in Ihren Sitz gedrückt, am besten in den unteren, geht fast von allein.
Wieder etwas Fett in die Welle, zweite Kugel rein und ins Fett drücken. Beide Kugeln "voll Fett" setzen.
Jetz kommts: Welle verdrehen, bis das letzte Loch ganz unten ist, Kugel rein und Schraube nach vorne drücken. Diese dann mit neuer Ziehkeilwelle ersetzen.
War das jetzt verständlich???? 
So, und wer das mal sehen will, kann gerne bei mir vorbeikommen und eine Lehrstunde (an einem mitgebrachten Motor natürlich
)nehmen, und wer wissen will, wie lange ich bein ersten Mal gebraucht habe und warum ich das Gefummel überhaupt gemacht habe, dem Zeige ich dann an Ort und Stelle wozu man den großen Hammer und die Stahlplatte braucht. 
H.J.
Nachtrag: Und NIE NIE NIE NIE NIEMALS!!!! einen Spalt beim Wechseln der Schrauben lassen!!!!! Und glaubt mir: Beim zweiten Mal gehts schon wesentlich leichter und schneller von der Hand 
Zweiter Nachtrag: Wer nun noch schreibt, das geht nie und nimmer, muß mir dann erklären, warum in den allermeisten Fällen nur zwei 7mm Kugeln pro Gang drinn sind, statt deren drei, bzw zwei statt vier. Die Begründung DDR-Sparmaßnahme u.ä. lasse ich nicht gelten!!!
ICH HABE DAS SCHON MEHR ALS EINMAL GEMACHT!!